Ankershagen
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Müritz | |
| Amt: | Penzliner Land | |
| Höhe: | 58 m ü. NN | |
| Fläche: | 28,18 km² | |
| Einwohner: | 673 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 24 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17219 | |
| Vorwahl: | 039921 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MÜR | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 56 006 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Warener Chaussee 55a 17217 Penzlin |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dr. Martin Brummund | |
| Lage der Gemeinde Ankershagen im Landkreis Müritz | ||
Ankershagen ist eine Gemeinde im Landkreis Müritz in Mecklenburg-Vorpommern am Nordrand des Müritz-Nationalparks.
Die Gemeinde wird vom Amt Penzliner Land mit Sitz in der Stadt Penzlin verwaltet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Ankershagen liegt unmittelbar am Müritz-Nationalpark auf einem eiszeitlichen Endmoränenrücken in Ost-West-Richtung, der die Wasserscheide zwischen den in die Ostsee, und den in die Nordsee fließenden Gewässern bildet: Nach Norden fließen die Bäche in die Ostsee ab und nach Süden in die Nordsee (Havel/Elbe).
Unweit von Ankershagen entspringt die Havel und fließt dann mehr als 300 Kilometer, bis sie die Elbe erreicht.
Zu Ankershagen gehören die Ortsteile Bocksee, Bornhof, Friedrichsfelde und Rumpshagen.
[Bearbeiten] Geschichte
Megalithgräber und Gräber aus der Bronzezeit bezeugen die Anwesenheit von Menschen bis in das 3. Jahrtausend v. Chr. Zwischen Bornhof und Bocksee findet sich eine ganze Ansammlung von Hügelgräbern. Ein besonders hervorgehobenes Hügelgrab liegt etwa 500 Meter südlich von Friedrichsfelde. Der Sage nach hat hier vor langer Zeit ein König seine Lieblingstochter begraben lassen.
Die erste sichere schriftliche Kunde über die Besiedlung stammt aus dem Jahr 1252. Zu den Sehenswürdigkeiten in Ankershagen zählt die mittelalterliche Wasserburgruine. Ihre Wehrmauer wurde 1997 zum Teil erneuert. Gleich daneben steht ein mehr als 450 Jahre altes Wehrschloss.
Eine Besonderheit aus neuerer Zeit ist das Gutsschloss Rumpshagen. Es ist mit einem Glasputz versehen, der sehr selten und in Mecklenburg einmalig ist. Im Ortsteil Friedrichsfelde wurde eine Informationsstelle für Bürger und Gäste am Zugang zum Nationalpark eingerichtet.
[Bearbeiten] Kirche
Die Kirche von Ankershagen ist eine frühgotische Feldsteinkirche mit Formteilen aus Backstein. Der quadratische Chor hat ein kuppelförmiges Kreuzrippengewölbe. Das Schiff wurde schon früh zur zweischiffigen Hallenkirche mit vier Jochen umgebaut. Das Kreuzrippengewölbe ruht auf drei quadratischen Pfeilern. Die Fenster sind nur in der Ostwand in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Sie sind schmal, mit Rundbogen und spitzbogigen Blenden ausgeführt. Der Turm hat einen achtseitigen Fachwerkaufsatz. Schmuckfriese befinden sich in Kirchenschiff und Chor. Zur Inneneinrichtung gehört eine mit reichem Beschlagwerk versehene hölzerne Taufe von 1618 und ein lebensgroßer Kruzifix.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
In Ankershagen verlebte Heinrich Schliemann, der später weltbekannte „Entdecker von Troja“, seine Kinderjahre. Sein Andenken wird im Schliemann-Museum gepflegt. Für Kinder wurde vor dem Museum als besondere Attraktion eine Nachbildung des Trojanischen Pferdes aufgestellt.
In Ankershagen wirkte von 1769 bis 1792 der in Penzlin geborene Johann Heinrich Voß als Privatlehrer. Er wurde besonders bekannt durch die deutsche Erstübersetzung der Ilias und der Odyssee von Homer und seine eigenen Dichtungen. Mit einem Erinnerungszimmer im Gutshaus Friedrichsfelde wird dieser herausragenden Persönlichkeit des Humanismus gedacht.
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