Leizen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Mecklenburgische Seenplatte | |
| Amt: | Röbel-Müritz | |
| Höhe: | 73 m ü. NN | |
| Fläche: | 27,75 km² | |
| Einwohner: |
473 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 17 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17209 | |
| Vorwahl: | 039922 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MSE (beantragt)[2], AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 71 088 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Marktplatz 1 17207 Röbel/Müritz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Christiane Hildebrandt | |
| Lage der Gemeinde Leizen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte | ||
Leizen ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Röbel-Müritz mit Sitz in der Stadt Röbel/Müritz verwaltet.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Gemeinde Leizen in der Mecklenburgischen Seenplatte befindet sich in einem hügeligen, wald- und seenreichen Gebiet, das mit dem Dusterholzberg maximal 120,5 m ü. NHN erreicht. Zwischen den großen Seen Müritz und Plauer See liegen im Gemeindegebiet Leizens einige kleinere Seen, der Tangahnsee, der Kleine Kreßinsee, der Minzower See und der Steinfortsee. Die Stadt Röbel/Müritz ist zirka acht Kilometer entfernt.
Geschichte [Bearbeiten]
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Woldzegarten wurde am 1. Januar 1974 eingemeindet.[3] Minzow gehört seit dem 13. Juni 2004 zu Leizen.[4]
Leizen [Bearbeiten]
Der ehemals slawische Rundling Leizen tauchte erstmals 1298 in der örtlichen Kirchenchronik auf. Im Mittelalter bestand bereits eine Turmhügelburg, später wurde in deren Nähe ein Schloss erbaut. Vom 14. Jahrhundert an bis in das 18. Jahrhundert hinein war Leizen zusammen mit anderen Dörfern der Umgebung im Besitz der Familie von Knuth und kam 1750 mit umliegenden Ländereien an den Amtsrat Ernst Friedrich von Gundlach. Der Ort war bis in die jüngste Gegenwart rein landwirtschaftlich geprägt. 1996 wurde der Industrie- und Gewerbepark Süd-Mecklenburg eröffnet.
Minzow [Bearbeiten]
Der Ortsteil Minzow ist ebenfalls slawischen Ursprungs. Die Herren von Below besaßen im 15. Jahrhundert in dem Bauerndorf mehrere Hufen. Nach dem Bau einer eigenen Kirche 1862 wurde Minzow zur eigenständigen Kirchengemeinde. Minzow war bis zur Fusion mit Leizen 2004 eine selbstständige Gemeinde.
Woldzegarten [Bearbeiten]
Der Ortsteil Woldzegarten war vom 15. bis zum 20. Jahrhundert ein Gutshof im Besitz der Familie von Flotow. Nach der Vertreibung der Besitzerin und des Verwalters 1945 wurden verschiedene Gemeindeeinrichtungen im Gutshaus untergebracht. Nach der Wende verfiel der Gutshof zusehends, wurde dann aber in den späten 1990er Jahren umfassend saniert. Das Gutshaus dient heute als Hotel, das große Wirtschaftsgebäude als Kulturscheune.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Im traditionell landwirtschaftlich geprägten Gebiet der Gemeinde haben sich seit den 1990er Jahren im Gewerbepark Süd-Mecklenburg, der direkt an der Autobahn liegt, mehrere Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe angesiedelt.
Auf dem Dusterholzberg bei Woldzegarten steht der Sendeturm des Senders Röbel-Woldzegarten.
Verkehrsanbindung [Bearbeiten]
Leizen liegt verkehrsgünstig an der Kreuzung der Bundesstraße 198 mit der Bundesautobahn 19 (Berlin–Rostock), die die Autobahn-Anschlussstelle Röbel bildet. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Malchow und Ganzlin.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Die Dorfkirche von Leizen ist ein rechteckiger Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert, dessen Wände im 18. Jahrhundert teilweise mit Ziegeln erneuert wurden. Ein verbretterter quadratischer Turm mit einem hohen und spitzen achtseitigen Helm ist im Stile eines Dachreiters auf das Dach aufgesetzt. Zu den bedeutenden Ausstattungsgegenständen der Kirche zählen der Schnitzaltar um 1500 sowie ein Knuth-Grabstein von 1370.
- Das 1898 im Gründerzeitstil erbaute Leizener Herrenhaus dient heute als Hotel, der ehemalige Speicher des Guts wird heute u. a. von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt.
- Auch der Gutshof im Ortsteil Woldzegarten ist inzwischen zu einem Hotel umgebaut. Der große Speicher des Gutshofs dient als Kulturscheune unter anderem auch verschiedenen kulturellen Zwecken.
- Die Dorfkirche Minzow wurde anstelle des abgebrannten Gutshauses errichtet.
- Großsteingräber nahe dem Ortsteil Woldzegarten
- Kroneiche Minzow mit einem Umfang von rund zehn Metern und einem geschätzten Alter von 400–600 Jahren
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden am 31.12.2011 (XLS) (Hilfe dazu)
- ↑ Altkennzeichen im Landkreis wieder zugelassen, MSE beantragt
- ↑ Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
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