Borrentin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Borrentin führt kein Wappen
Borrentin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Borrentin hervorgehoben
53.81666666666712.96666666666739Koordinaten: 53° 49′ N, 12° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Demmin-Land
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 48,09 km²
Einwohner: 847 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17111
Vorwahl: 039994
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 014
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Goethestraße 43
17109 Demmin
Bürgermeister: Eckhard Wach
Lage der Gemeinde Borrentin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Kucksee Penzlin Möllenhagen Penzlin Kucksee Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Neu Gaarz Moltzow Torgelow am See Varchentin Grabowhöfe Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Mildenitz Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Borrentin ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Sie liegt südlich von Demmin. Sie gehört dem Amt Demmin-Land an, das seinen Verwaltungssitz in der Demmin hat. Bis zum 1. Juli 2004 war Borrentin Amtssitz des Amtes Borrentin.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Borrentin liegt etwa zwölf Kilometer südlich von Demmin und zwölf Kilometer nördlich von Stavenhagen. Die Bundesstraße 194 führt durch die Gemeinde. Westlich der Gemeinde befindet sich der Kummerower See. Bis in die 1950er Jahre besaß der Ortsteil Metschow einen Kleinbahnanschluss.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Borrentin
  • Gnevezow
  • Lindenhof
  • Metschow
  • Moltzahn
  • Pentz
  • Schwichtenberg
  • Wolkwitz
Eingemeindungen

Gnevezow und Metschow wurden am 1. Januar 2003 nach Borrentin eingemeindet.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Borrentin

Borrentin wurde 1270 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war derzeit in Besitz des Verchener Klosters. Nach der Säkularisierung der Klöster wurde das Gut Domäne. Erst 1816 wurde die Domäne an Oberamtmann Seemann verkauft. Bereits 1818 gelangte es an Lukas Axel van Hooven, dessen Familie bis 1945 im Besitz des Gutes blieb. Das Gut mit 550 ha wurde in der Bodenreform aufgesiedelt, das Herrenhaus diente als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien.[3]

Gnevezow

In den 1960er Jahren erlangte der Ortsteil Gnevezow eine gewisse Zentralfunktion, da dort die landwirtschaftlichen Betriebe zusammengelegt und Neubauten errichtet wurden, woraufhin es in umliegenden Orten zu einer starken Abwanderung kam.

Metschow

Metschow wurde im Jahre 1255 erstmals urkundlich erwähnt.

Wolkwitz

Wolkwitz wurde bereits im 13. Jahrhundert besiedelt.

Pentz

Pentz wurde erstmals im Jahr 1243 urkundlich erwähnt. Es war ritterschaftlicher Besitz der gleichnamigen Familie von Pentz. 1311 aber wurde das Gut Besitztum des Klosters Verchen. Nach der Säkularisierung wurde Pentz Staatsdomäne. 1818 wurde es verkauft, hatte aber laufend wechselnde Besitzer. Das neobarocke Gutshaus wurde im 18. Jahrhundert erbaut und im 19. umgebaut und modernisiert.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Borrentin

  • Die Dorfkirche in Gnevezow ist eine rechteckige Feldsteinkirche aus dem 16. Jahrhundert unter Verwendung von Backsteinen mit Ausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
  • Die Dorfkirche Moltzahn ist ein Feldsteinbau aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirche ist teilweise aus älterem Baumaterial errichtet. Die historische Ausstattung der im Inneren sehr schlichten Kirche wurde bei einer Renovierung in den 1960er Jahren entfernt. Der bedeutendste Kunstschatz der Kirche ist ein spätmittelalterliches Holzkruzifix am Altar.
  • Die spätgotische Dorfkirche in Schwichtenberg ist ein rechteckiger Feldstein- und Ziegelbau aus dem frühen 16. Jahrhundert mit polygonalem Ostschluss. Später wurde nach Westen ein Turm mit Fachwerkunterbau und verbrettertem Aufbau ergänzt. Die Kirche besitzt eine Grüneberg-Orgel von 1863.
  • Die gotische Dorfkirche Wolkwitz ist ein schlichter Backstein- und Feldsteinbau auf Feldsteinsockel, die ältesten Teile der Kirche stammen wohl aus dem 13. Jahrhundert. Der bedeutendste Kunstschatz ist die Wolkwitzer Madonna, eine Madonnenschnitzerei um 1250. Zur weiteren Ausstattung zählen ein spätgotischer Schnitzaltar sowie Kanzel, Patronatsloge und fünf Grabplatten um 1600.
  • Das Gutshaus in Borrentin war der ehemalige Amtssitz und ist jetzt im Privatbesitz.
  • 13-achsiges Gutshaus in Schwichtenberg mit Mittelrisalit und Krüppelwalmdach sowie Wirtschaftsgebäude aus Rot- und Feldstein.
  • Klassizistisches, zweigeschossiges, nicht sanierter Gutshaus in Wolkwitz.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  3. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 42, ISBN 3-88042-636-8
  4. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 146, ISBN 3-88042-636-8