Balzan-Preis

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Die Internationale Balzan-Stiftung prämiert seit 1961 weltweit herausragende Wissenschaftler aus den Geisteswissenschaften und den Naturwissenschaften sowie Persönlichkeiten im Bereich Kunst und Kultur, unter anderem Paul Hindemith, György Ligeti, Jorge Luis Borges und Karlheinz Böhm.

Die Stiftung mit Sitz in Mailand und Zürich trägt den Namen des italienischen Journalisten Eugenio Balzan (1874 bis 1953). Seine Tochter Angela Balzan gründete die Stiftung 1957 im schweizerischen Lugano aus dem Erbe ihres Vaters.

Eugenio Balzan arbeitete anfänglich als Journalist beim Corriere della Sera und wurde dann dessen Geschäftsführer und Miteigentümer. 1933 verließ er Italien als Widerstand gegen faschistische Kreise, welche die Unabhängigkeit des Corriere bedrohten. Bis zu seinem Tod 1953 lebte Eugenio Balzan in der Schweiz.

1961 wurde der erste Balzan-Preis vergeben – an die Nobelstiftung. Seit 1979 werden jährlich vier Wissenschaftspreise verliehen. Alle drei bis fünf Jahre wird außerdem ein mit 2 Millionen Fr. (etwa 1,25 Millionen Euro) ausgestatteter Balzan-Preis für Frieden, Humanität und Brüderlichkeit unter den Völkern vergeben. Erste Balzan-Friedenspreisträgerin war 1978 Mutter Teresa, die im folgenden Jahr den Friedensnobelpreis erhielt.

Die Preisträger sowie die Fachgebiete der Preise werden von einem internationalen Komitee bestimmt, dem zurzeit 19 renommierte Natur- und Geisteswissenschaftler angehören. Im Jahr 2010 wurden Balzan-Preise in folgenden Sparten vergeben: in der Geschichte des Theaters in all seinen Ausdrucksformen, in der Geschichte Europas (1400–1700), in der reinen oder angewandten Mathematik sowie in der Biologie und den potenziellen Anwendungen von Stammzellen.

Die Verleihung der Preise erfolgt in jährlichem Wechsel in der Accademia Nazionale dei Lincei in Rom sowie im schweizerischen Parlament in Bern. Das Stiftungsvermögen wird in Zürich/Schweiz verwaltet.

Der Balzan-Preis gehört dank seiner wissenschaftlichen Seriosität und der Höhe der Preissumme – jeder Preis ist mit einer Million Schweizer Franken dotiert – zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen weltweit. Im Unterschied zu anderen internationalen Preisen wird der Balzan-Preis in jährlich wechselnden Fachbereichen verliehen.

  • Anzahl Preise: jährlich vier Preise
  • Preissummen: je 1 Million Schweizer Franken; alle 2 bis 3 Jahre ein Friedenspreis à 2 Millionen Schweizer Franken.
  • Preisgebiete: zwei im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Kunst; zwei im Bereich Naturwissenschaften, Physik, Mathematik und Medizin.
  • Nachwuchsförderung: Seit 2001 müssen die Preisträger die Hälfte der Preissumme Forschungsprojekten von Nachwuchswissenschaftlern in ihrem Fachgebiet zukommen lassen.

Preisträger[Bearbeiten]

1961[Bearbeiten]

  • Nobel-Stiftung (SE) – Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern

1962[Bearbeiten]

1978[Bearbeiten]

  • Mutter Teresa (AL) – Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern

1979[Bearbeiten]

1980[Bearbeiten]

1981[Bearbeiten]

1982[Bearbeiten]

1983[Bearbeiten]

1984[Bearbeiten]

1985[Bearbeiten]

1986[Bearbeiten]

1987[Bearbeiten]

1988[Bearbeiten]

1989[Bearbeiten]

1990[Bearbeiten]

1991[Bearbeiten]

1992[Bearbeiten]

1993[Bearbeiten]

1994[Bearbeiten]

1995[Bearbeiten]

1996[Bearbeiten]

1997[Bearbeiten]

1998[Bearbeiten]

  • Andrzej Walicki (PL / US) – Geschichte: Kultur- und Sozialgeschichte der slawischen Welt von Katharina der Großen bis zu den russischen Revolutionen des Jahres 1917
  • Harmon Craig (US) – Geochemie
  • Robert May (GB / AU) – Biodiversität

1999[Bearbeiten]

2000[Bearbeiten]

2001[Bearbeiten]

2002[Bearbeiten]

2003[Bearbeiten]

2004[Bearbeiten]

2005[Bearbeiten]

2006[Bearbeiten]

2007[Bearbeiten]

2008[Bearbeiten]

2009[Bearbeiten]

2010[Bearbeiten]

2011[Bearbeiten]

2012[Bearbeiten]

2013[Bearbeiten]

2014[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]