Blankenhagen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Blankenhagen in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Bedeutungen siehe unter Blankenhagen (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Blankenhagen
Blankenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Blankenhagen hervorgehoben
54.16972222222212.34055555555629Koordinaten: 54° 10′ N, 12° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Rostocker Heide
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 25,25 km²
Einwohner: 1035 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18182
Vorwahlen: 038201, 038202, 038209
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 015
Adresse der Amtsverwaltung: Eichenallee 20
18182 Gelbensande
Webpräsenz: www.amt-rostocker-heide.de
Bürgermeister: Detlef Kröger
Lage der Gemeinde Blankenhagen im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
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Blankenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Rostocker Heide mit Sitz in Gelbensande verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Blankenhagen liegt im Norden des Landes Mecklenburg-Vorpommern am Rande der Rostocker Heide. Die nächste größere Stadt ist Rostock (etwa 20 km westlich).

Ortsteile der Gemeinde sind Blankenhagen, Billenhagen, Cordshagen und Mandelshagen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die folgenden Gemeinden grenzen an Blankenhagen (Aufzählung im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Rövershagen, Gelbensande, die Stadt Marlow, Poppendorf, Broderstorf und die Stadt Sanitz.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Blankenhagens stammt aus dem Jahr 1233. Sie erfolgte durch eine bischöfliche Verfügung über den Zehnten im Kirchspiel Ribnitz.[2]

Die Kirche wurde am 23. August 1318 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte im Mittelalter zum Archidiakonat Rostock. Stifter und Erbauer der Kirche war die Adelsfamilie der Moltkes, die auch das Patronat innehatten. Die Ersterwähnung belegt, dass ein Johann Moltke für den Priester Ghodefridus eine Vikarei in der Kirche zu Blankenhagen stiftete. Die Moltkes sind im Jahr 1361 nicht mehr in Blankenhagen nachweisbar. Bereits im 14. Jahrhundert wurde vermutlich der Ort dem herzoglichen Domanium einverleibt. 1421 wurde der Ort durch Herzog Albrecht V. an den Rostocker Bürgermeister Katzow verpfändet. Unbekannt ist, wann es wieder an den Landesherrn zurückfiel. Belegt ist, dass Blankenhagen 1670 durch Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg an die Witwe des Eckhard von der Lühe verpfändet wurde. Diese Familie besaß Blankenhagen bis 1704, als es durch den Herzog zurückgekauft wurde.

Am 1. Januar 2012 wurde die vormals selbständige Gemeinde Mandelshagen nach Blankenhagen eingemeindet.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 8 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 7. Juni 2009 hatte folgende Ergebnisse:[3]

Partei/Bewerber Prozent 2009 (2004) Sitze
CDU 50,1 (51,2) 4
SPD 24,6 (18,5) 2
EB 16,0 (15,6)* 1
FDP 9,2 (0) 1

* Summe der Stimmanteile beider angetretenen Einzelbewerber

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde wurde vom Freudenberger Manfred Gerth gestaltet und am 8. September 2008 vom Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns genehmigt.

Blasonierung: „In Grün zwei schräg gekreuzte goldene Rodehacken über sechs goldenen Rapsblüten.“

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde Blankenhagen ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Gold (Gelb), Grün und Gold (Gelb) gestreift. Die goldenen (gelben) Streifen nehmen jeweils ein Viertel, der grüne Streifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des grünen Streifens liegen die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tingierung: zwei schräg gekreuzte goldene Rodehacken über sechs (3:2:1) goldenen Rapsblüten. Die Figuren nehmen insgesamt 13/15 der Höhe des Flaggentuchs ein. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Blankenhagen

Renoviertes Pfarrhaus

Kommunale Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Grund- und Hauptschule
  • Kindertagesstätte
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Gemeindebüro

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Jakob Liefer (1571-1655), evangelischer Theologe und Autor, Pfarrer in Blankenhagen.
  • Georg Lentz (* 21. Juni 1928 in Blankenhagen; † 18. Januar 2009 in Saint Firmin sur Loire, Frankreich), Verleger und Schriftsteller.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Urkunden zur Geschichte des Thetlev von Gadebusch und seiner Familie in: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 14 (1849), S. 289-292
  3. Wahlergebnis der Landeswahlleiterin auf den Seiten des Statistischen Amtes (PDF; 1,2 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blankenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien