Behren-Lübchin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Behren-Lübchin führt kein Wappen
Behren-Lübchin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Behren-Lübchin hervorgehoben
54.02916666666712.66472222222219Koordinaten: 54° 2′ N, 12° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Gnoien
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 68,96 km²
Einwohner: 959 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17179
Vorwahl: 039971
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 010
Adresse der Amtsverwaltung: Teterower Str. 11a
17179 Gnoien
Webpräsenz: www.amt-gnoien.de
Bürgermeister: Birger Ziegler
Lage der Gemeinde Behren-Lübchin im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Langhagen Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
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Behren-Lübchin ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Gnoien mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Behren-Lübchin liegt zwischen den Kleinstädten Bad Sülze und Gnoien, etwa 40 Kilometer östlich von Rostock. Nördlich an Behren-Lübchin grenzt der Landkreis Vorpommern-Rügen. Das Gemeindegebiet im Dreieck der Flüsse Trebel, Recknitz und Warbel ist leicht hügelig und erreicht maximal 37 m ü. NN. Im Gemeindegebiet in der Nähe des Ortsteiles Duckwitz liegt der Duckwitzer See.

Zu Behren-Lübchin gehören die Ortsteile Alt Quitzenow, Bäbelitz, Bobbin, Duckwitz, Friedrichshof, Groß Nieköhr (eingemeindet am 31. Dezember 1999[2]), Klein Nieköhr, Neu Nieköhr, Neu Quitzenow, Samow, Viecheln und Wasdow.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche in Behren-Lübchin

Nahe Behren-Lübchin befand sich eine große slawische Burganlage der Zirzipanen. Sie wurde vermutlich um 1171 durch König Waldemar I. von Dänemark zerstört. Funde von dieser Befestigungsanlage wurden für das archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden verwendet. Zwischen dem Ortsteil Neu Nieköhr und der Gemarkung der Nachbargemeinde Walkendorf lag der slawische Burgwall Neu Nieköhr. Untersuchungen in den 1960er Jahren konnten hier Tonscherben aus mehreren Jahrhunderten durchgehender slawischer Besiedlung erstmals klassifizieren.

Der heutige Ortsteil Groß Nieköhr taucht 1448 erstmals in einer Urkunde als Nycore auf. Der Name kommt aus dem Slawischen und bedeutet etwa Ort des Nikur.[3]

Am 5. September 2011 wurde die vormals eigenständige Gemeinde Wasdow mit ihren Ortsteilen Alt Quitzenow, Bobbin, Friedrichshof und Neu Quitzenow nach Behren-Lübchin eingemeindet.[4]

Der heutige Ortsteil Bobbin wurde im Jahr 1282 als Babyn erstmals in einer Urkunde erwähnt. Der Name leitet sich von slawischen Wort Baba für Alte ab und bedeutet so etwa Ort der Alten.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Behren-Lübchin

  • Feldsteinkirche in Behren-Lübchin aus dem 13. Jahrhundert: spätromanisch geprägter Granitquaderbau mit einem Chor mit halbrunder, außen dreiseitiger Apsis. Der etwas spätere, quadratische Westturm mit achteckigem Obergeschoss hat eine geschwungene Haube mit Laterne (Welsche Haube). Reste der einstigen Außenbemalung sind erhalten. Die älteste Glocke stammt von 1435. Der Altaraufsatz von 1712 besteht aus einer geschnitzten Kreuzigungsgruppe vor einer gemalten Landschaft. Auf der Westempore steht eine Lütkemüller - Orgel von 1863.
  • Klassizistische Friedhofskapelle in Bobbin.
  • Dorfkirche in Wasdow: Fachwerkkirche von 1754 mit Backsteinausfachungen, dreiseitigem Chorabschluss und neugotischer massiver Westwand
  • Gutshaus in Behren-Lübchin: Eingeschossiger Bau mit zweigeschossigem Zwerchgiebel von um 1920.
  • Gutshaus in Alt Quitzenow: Zweigeschossiger Backsteinbau von 1842 mit klassizistischem Säulenvorbau.
  • Gutshaus in Bobbin: Zweigeschossiger klassizistischer Putzbau von nach 1908 mit Mittelrisalit und Krüppelwalm.
  • Gutshaus in Duckwitz: Zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach von 1915.
  • Gutshaus in Groß Nieköhr: Eingeschossiger Putzbau mit Zwerchgiebel von um 1906.
  • Gutshaus in Klein Nieköhr: Eingeschossiger Putzbau mit Zwerchgiebel von um 1865.
  • Gutshaus in Samow von 1658: In seiner klassizistischen Form um 1810 als zweigeschossiger Putzbau erneuert in einem großzügigen Landschaftspark, nach 1992 Umbau für Ferienwohnungen und Restaurant.
  • Gutshaus in Viecheln von Georg Blohm für seinen Sohn Wilhelm Blohm nach Plänen Heinrich Thormann 1868 als zweigeschossiger Putzbau im Tudorstil errichtet.
  • Gutshaus in Wasdow: Eingeschossiger Putzbau von 1911 mit Mansarddach und zweigeschossigem Zwerchgiebel.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Behren-Lübchin liegt an der Verbindungsstraße von Gnoien nach Bad Sülze. Diese Straße bildet den Autobahnzubringer für beide Städte (A 20, Anschlussstelle Bad Sülze). Die Ortsteile Duckwitz, Groß- und Klein Nieköhr liegen nahe oder direkt an der B 110 (RostockDemmin). In Tessin besteht Bahnanschluss nach Rostock.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Behren-Lübchin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 100.
  4. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2011 (PDF; 60 kB)
  5. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 26