Claude Chabrol

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Claude Chabrol [klod ʃaˈbʀɔl] (* 24. Juni 1930 in Paris, Frankreich) ist ein französischer Filmregisseur. Er ist einer der wichtigen Regisseure der französischen Nouvelle Vague und bekannt für seine sozialkritischen Filme über die französische Bourgeoisie.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Werk

Chabrol stammt aus einer alten Apothekerfamilie. Er studierte zunächst Literaturwissenschaften, Jura und Pharmazie in Paris. In den 1950er Jahren wurde er dann Filmkritiker bei den Cahiers du cinéma. Obwohl ihn seine Eltern am Besuch der Pariser Filmschule gehindert hatten und er auch nie als Regieassistent Erfahrungen sammeln konnte, legte er 1958 auf dem Filmfestival von Locarno seine erste Regiearbeit mit Die Enttäuschten vor. Chabrol ist ein bekennender Maoist und ist als Gourmet und workaholic bekannt.

Seine erste Frau Agnès „stammte aus reichem Hause, und wir haben im Grunde nichts anderes gemacht, als dekadente Partys zu veranstalten. Als sie dann auch noch ihre Oma beerbte, wussten wir gar nicht mehr, wohin mit dem Geld.“[1] Chabrol beschloss daraufhin 1957, eine Filmarbeit zu machen, „um wenigstens einen Teil der Kohle auszugeben“.[1] Chabrol bedauerte den unerwarteten Erfolg des Filmes, denn damit sah er sich „gezwungen“, mit dem Filmen weiterzumachen. In zweiter Ehe war der Pfeifenraucher des Jahres 1989 von 1964 bis 1980 mit der Schauspielerin Stéphane Audran verheiratet.

[Bearbeiten] Filmografie

[Bearbeiten] Regie

[Bearbeiten] Drehbücher zu Filmen anderer Regisseure

  • 1974: Ein Mann sieht rot (Death wish) – Regie: Michael Winner
  • 1988: Inspektor Lavardin: Der Teufel in der Stadt (Les dossiers de l’inspecteur Lavardin: Le diable en ville)
  • 2002: Untreu (Unfaithful) – Regie: Adrian Lyne – (als Vorlage diente Chabrols Drehbuch zu „Die untreue Frau“ von 1968 )

[Bearbeiten] Auftritte als Darsteller

  • 1966: Brigitte und Brigitte (Brigitte et Brigitte) – Regie: Luc Moullet
  • 1983: Polar – Unter der Schattenlinie (Polar) – Regie: Jacques Bral
  • 1985: Ein Tag in Paris (Suivez mon regard) – Regie: Jean Curtelin
  • 1987: Alle Vöglein sind schon da (Alouette, je te plumerai) – Regie: Pierre Zucca
  • 1991: La femme normale (Sam Suffit) – Regie: Virginie Thévenet
  • 1993: Hotel de Suède, Zimmer 12 – Auf den Spuren von „Außer Atem“ – Regie: Claude Ventura, Xavier Villetard

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Filmdokumentationen

  • Claude Chabrol – Mein erster Film. Französische TV-Dokumentation von Francis Girod aus dem Jahr 2003, 52 Minuten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Marco Schmidt: Sind Sie ein Feminist, Monsieur Chabrol?. In: F.A.Z.. Nr. 167, 21. Juli 2007, S. Z6 (Interview online bei FAZ.NET; Stand: 15. Juni 2008; Interview mit Claude Chabrol).

[Bearbeiten] Literatur

  • Pia Bowinkelmann: Schattenwelt. Die Vernichtung der Juden, dargestellt im französischen Dokumentarfilm Offizin, Hannover 2008 ISBN 3-930345-62-5 (weitere dort thematisierte Filmemacher: Frédéric Rossif & Madeleine Chapsal: "Le Temps du ghetto" 1961; Marcel Ophüls: "Das Haus nebenan. Chronik einer französischen Stadt im Kriege"; Resnais Nacht und Nebel und Lanzmann Shoah)

[Bearbeiten] Weblinks


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