DFB-Pokal 1958/59

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

DFB-Pokalsieger 1959 wurde Schwarz-Weiß Essen. Das Finale fand am 27. Dezember 1959 in Kassel statt.

Ausscheidungsspiel[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
So 16.08.1959 Hertha BSC 3:6 Schwarz-Weiß Essen

Halbfinale[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
Sa 03.10.1959 Borussia Neunkirchen 2:1 VfR Mannheim
Sa 12.12.1959 Hamburger SV 1:2 n.V. Schwarz-Weiß Essen

Finale[Bearbeiten]

Paarung Schwarz-Weiß Essen Schwarz-Weiß EssenBorussia Neunkirchen Borussia Neunkirchen
Ergebnis 5:2 (1:0)
Datum Sonntag 27. Dezember 1959 um 13:45 Uhr
Stadion Auestadion, Kassel
Zuschauer 20.000
Schiedsrichter Gerhard Schulenburg (Hamburg)
Tore 1:0 Rummel (25.)
2:0 Rummel (50.)
3:0 Klöckner (66.)
4:0 Trimhold (70.)
5:0 Schieth (80.)
5:1 Emser (86.)
5:2 Dörrenbacher (87.)
Schwarz-Weiß Essen Hermann Merchel, Karlheinz Mozin, Gerd Pips, Heinz Steinmann, Edmond Kasperski, Heinz Ingenbold, Hubert Schieth, Hans Küppers, Horst Trimhold, Manfred Rummel, Theo Klöckner
Trainer: Hans Wendlandt
Borussia Neunkirchen Ladislav Jirasek, Josef Frisch, Hans Schreier, Dieter Harig, Gerd Lauck, Erich Leist, Horst Meurer, Rudi Dörrenbächer, Ewald Follmann, Werner Emser, Karl Ringel
Trainer: Bernd Oles


Spielbericht
Mit den schwarz-Weißen aus Essen stand die Sensationsmannschaft des Jahres im Pokalfinale 1959. Von Beginn an spielten sie mit den Borussen Katz und Maus. Die Zuschauer waren in Kassel Augenzeuge bei der Glanzvorstellung der Schwarz-Weißen, die von fünf schönen Toren gekrönt wurde. Als Schieth in der 80. Minute das 5:0 erzielte, läuteten die Essener zehn einmalige Schlußminuten ein.

Nur noch mit links, hieß die kuriose Devise des neues Pokalsiegers. Als das immer noch nicht reichte, um den Gegnern das Ehrentor zu ermöglichen, ließen die siegestrunkenen Essener ihren Torhüter mit Ball und Gegner allein in der eigenen Abwehr. "Hermann, mach's mal gut, wir verschwinden nach vorne", riefen ihm seine Mitspieler zu. "Wenn schon, denn schon", dachte sich Merchel, versuchte sich jetzt selbst im Dribbling. Doch zweimal ging die Sache schief. So kamen die Borussen wenigstens noch zur Ergebniskosmetik - 2:5!

Doch das störte im Lager der Essener niemanden mehr. Das Happy-End für die Überflieger des Jahres war längst perfekt. Schon Mitte der zweiten Halbzeit hatte Finanzdirektor Joachim Gerloff, seit zwei Jahren 1. Vorsitzender der Schwarz-Weißen, die Umschläge mit der Siegprämie herausgerückt. Als sich Mozin bei ihm für die 500 DM bedankte, gab er Gerloff noch einen hellseherischen Rat mit auf dem Weg: "Jetzt können sie beruhigt neue Briefbögen für den Verein drucken lassen. Solch einen Erfolg wird es hier so schnell nicht mehr geben."

Weblinks[Bearbeiten]