DFB-Pokal 1965/66

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DFB-Pokal-Sieger 1966 wurde zum zweiten Mal der FC Bayern München. Das Finale fand am 4. Juni im Waldstadion in Frankfurt statt. Die Münchner Bayern waren in dieser Saison in die Bundesliga aufgestiegen und bezwangen in der Qualifikationsrunde des DFB-Pokals den Titelverteidiger Borussia Dortmund mit 2:0. Durch den Sieg nahmen sowohl die Bayern als auch Dortmund (als Titelverteidiger) am Europapokal der Pokalsieger teil, den die Bayern gewannen, während Dortmund gegen den späteren Finalisten Glasgow Rangers in der 2. Runde (Achtelfinale) ausschied.

Qualifikation[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
02.01.1966, 13:45 Uhr Borussia M'gladbach 5:1 SC Opel Rüsselsheim
02.01.1966, 15:00 Uhr FC Bayern München 2:0 Borussia Dortmund

1. Hauptrunde[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
22.01.1966, 14:00 Uhr Borussia M'gladbach 0:1 n.V. Borussia Neunkirchen
22.01.1966, 14:00 Uhr Südwest Ludwigshafen 0:1 1. FC Kaiserslautern
22.01.1966, 14:00 Uhr FC St. Pauli 4:2 1. FC Saarbrücken
22.01.1966, 15:00 Uhr Werder Bremen 4:0 TSV 1860 München
22.01.1966, 15:00 Uhr FC Bayern München 1:0 Eintracht Braunschweig
22.01.1966, 15:00 Uhr 1. FC Köln 1:1 n.V. SC Tasmania 1900 Berlin
22.01.1966, 15:00 Uhr Hannover 96 2:4 Hamburger SV
22.01.1966, 15:00 Uhr Meidericher SV 2:0 VfB Stuttgart
22.01.1966, 15:00 Uhr Eintracht Frankfurt 2:1 SV Alsenborn
22.01.1966, 15:00 Uhr FC Schalke 04 3:1 n.V. Tennis Borussia Berlin
22.01.1966, 15:00 Uhr Karlsruher SC 3:0 Preußen Münster
22.01.1966, 15:00 Uhr TSV Schwaben Augsburg 0:1 1. FC Nürnberg
22.01.1966, 15:00 Uhr Fortuna Düsseldorf 1:2 Kickers Offenbach
22.01.1966, 15:00 Uhr Holstein Kiel 3:1 Arminia Bielefeld
02.02.1966, 14:45 Uhr Freiburger FC 4:3 Alemannia Aachen
02.02.1966, 14:45 Uhr TuS Haste 01 1:2 Concordia Hamburg

Wiederholungsspiel[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
19.02.1966, 15:00 Uhr SC Tasmania 1900 Berlin 0:2 1. FC Köln

Achtelfinale[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
18.02.1966, 20:00 Uhr Hamburger SV 4:0 Borussia Neunkirchen
19.02.1966, 15:00 Uhr Meidericher SV 6:0 FC Schalke 04
19.02.1966, 15:00 Uhr 1. FC Nürnberg 2:1 Eintracht Frankfurt
19.02.1966, 15:00 Uhr Freiburger FC 1:3 Karlsruher SC
19.02.1966, 15:00 Uhr 1. FC Kaiserslautern 3:0 Holstein Kiel
19.02.1966, 15:00 Uhr Werder Bremen 2:0 Concordia Hamburg
19.02.1966, 15:00 Uhr FC St. Pauli 3:1 Kickers Offenbach
09.03.1966, 20:00 Uhr FC Bayern München 2:0 1. FC Köln

Viertelfinale[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
07.04.1966, 19:00 Uhr Hamburger SV 1:2 FC Bayern München
07.04.1966, 19:30 Uhr Meidericher SV 1:0 Karlsruher SC
07.04.1966, 20:00 Uhr 1. FC Kaiserslautern 3:1 Werder Bremen
08.04.1966, 16:00 Uhr FC St. Pauli 0:1 1. FC Nürnberg

Halbfinale[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
18.05.1966, 19:00 Uhr 1. FC Nürnberg 1:2 n.V. FC Bayern München
18.05.1966, 20:00 Uhr Meidericher SV 4:3 1. FC Kaiserslautern

Finale[Bearbeiten]

Paarung Meidericher SV Meidericher SVFC Bayern München FC Bayern München
Ergebnis 2:4 (1:1)
Datum 4. Juni 1966 um 16:00 Uhr
Stadion Waldstadion, Frankfurt am Main[1]
Zuschauer 60.000
Schiedsrichter Gerhard Schulenburg (Hamburg)
Tore 1:0 Mielke (28.)
1:1 Ohlhauser (31.)
1:2 Brenninger (56.)
2:2 Heidemann (72.)
2:3 Brenninger (77.)
2:4 Beckenbauer (82.)
Meidericher SV Manfred Manglitz, Hartmut Heidemann, Johann Sabath, Werner Lotz, Manfred Müller, Michael Bella, Carl-Heinz Rühl, Werner Krämer, Rüdiger Mielke, Heinz van Haaren, Horst Gecks
Trainer: Hermann Eppenhoff
FC Bayern München Sepp Maier, Hans Nowak, Werner Olk (C)Kapitän der Mannschaft, Hans Rigotti, Franz Beckenbauer, Peter Kupferschmidt, Rudolf Nafziger, Gerd Müller, Rainer Ohlhauser, Dieter Koulmann, Dieter Brenninger
Trainer: Zlatko Čajkovski (Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien)


Spielbericht
In der ersten Halbzeit bekam Sepp Maier von den Bayern mehr zu tun, als ihm lieb war. In der 28. Minute mußte er das Leder aus dem Netz holen, nachdem MSV-Mittelstürmer Rüdiger Mielke zum 1:0 für den Außenseiter getroffen hatte. Die 60.000 Zuschauer im Frankfurter Waldstadion und die Čajkovski-Schützlingen waren sichtlich überrascht von der offensiven Spielweise der "Zebras". Als Schiedsrichter Schulenburg zur Halbzeit pfiff, konnten die Bayern schon etwas zufriedener in die Kabine ziehen. Torjäger Rainer Ohlhauser hatte zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt.

Nachdem die Münchener nach der Pause druckvoller begannen, erzielte Brenninger in der 56. Minute die 2:1 Führung. Erst ein unberechtigter Elfmeter ließ den MSV wieder hoffen. Hartmut Heidemann traf in der 72. Minute gegen den nicht gerade als Elfmetertöter bekannten Sepp Maier zum Ausgleich. Doch das schlechte Gewissen von Schiedsrichter Schulenburg rückte alles wieder ins Lot. Nur fünf Minuten später zeigte er erneut auf den ominösen Punkt, diesmal auf der anderen Seite. Brenningers erneute Führung war eine Vorentscheidung. Franz Beckenbauer setzte das I-Tüpfelchen auf den ersten Titel von "Tschiks Kindern", wie der Coach seine Bayern-Spieler nannte. Sepp Maier danach: „Hoaß war’s, gschwitzt hamma, und gwunna a no. Grad schee war’s.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadionprogramm Finale