David Irving
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David John Cawdell Irving (* 24. März 1938 in Brentwood, Grafschaft Essex, England) ist ein britischer Geschichtsrevisionist und Holocaustleugner.
Er verfasste zahlreiche historische Bücher über die Zeit des Nationalsozialismus, darunter 1963 ein Buch zu den Luftangriffen auf Dresden, das ihn bekannt machte. In seiner Biografie Adolf Hitlers 1977 leugnete er Hitlers Kriegsinitiative und Wissen vom Holocaust bis 1943. Dadurch verlor er allmählich sein bisheriges Ansehen als seriöser Sachbuchautor. Seit 1988 bestreitet er öffentlich den Vernichtungszweck der Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz. Er wurde deshalb in mehreren Staaten strafrechtlich verurteilt.
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Ausbildung
Irving ist der jüngste Sohn eines britischen Marinekommandanten. Einer seiner älteren Brüder fiel im britischen Luftkrieg gegen Deutschland.[1] Nach einem abgebrochenen Studium der Physik, Wirtschaftswissenschaften und Geschichte an der University of London arbeitete er ab 1959 für ein Jahr als Stahlarbeiter bei Thyssen im Ruhrgebiet. Dort verbesserte er seine deutschen Sprachkenntnisse, so dass er fließend Deutsch spricht.
Veröffentlichungen
1963 erschien Irvings Buch: Der Untergang Dresdens, das einige Historiker und Medien zunächst positiv beurteilten, weil Irving selbst aufgefundene Dokumente vorlegte und man seiner Forschung vor Ort vertraute. 1965 wurde das Hauptdokument für seine Angaben der Opferzahlen in Dresden, der „Tagesbefehl 47“, erstmals in Frage gestellt. 1966 wurde das Originaldokument entdeckt, das Irvings Kopie als Fälschung erwies. Dabei war an jede Originalzahl der bereits kremierten (6.865), registrierten (20.204) und erwarteten (25.000) Toten eine Null angehängt und so die Zahlen verzehnfacht worden, so dass Irving bis zu 250.000 Todesopfer behauptet hatte.[2] Er gab am 7. Juli 1966 in einem Leserbrief an die britische Zeitung The Times zu, dass das neu gefundene Dokument echt sei, er sich also geirrt hatte.[3] Doch er korrigierte die falschen Angaben weder in der damals anstehenden noch späteren Neuauflagen seines Buchs, sondern behauptete darin weiterhin sechsstellige Opferzahlen.[4]
1977 behauptete Irving in seinem Buch Hitler’s War, Reinhard Heydrich und Heinrich Himmler hätten den Holocaust ohne Hitlers Wissen und Zustimmung angezettelt. Erst 1943 habe dieser davon erfahren. Er berief sich dazu vor allem auf fehlende Dokumente zu einem schriftlichen Befehl Hitlers zur Judenvernichtung und auf einen Eintrag in Himmlers Tagebuch vom 30. Oktober 1941, bei dem dieser eine ersten Massenmord an deportierten deutschen Juden als Missachtung eines gegenläufigen Befehls Hitlers gerügt hatte. Zudem zog er Tagebücher noch lebender ehemaliger Generale und Funktionäre Hitlers heran, die diese ihm bei seinen Recherchen für das Buch erstmals zur Verfügung gestellt hatten. Zugleich missachtete er jedoch zahlreiche Hinweise auf mündliche Befehle Hitlers zur Judenvernichtung, etwa in Himmlers Posener Reden.[5]
Seine geschichtsrevisionistische These steht in der Tradition von Nationalsozialisten und Mitläufern, die seit den Nürnberger Prozessen 1945 behaupteten: Davon hat der Führer nichts gewusst. Sie stieß besonders in Großbritannien und Deutschland auf heftigen Widerspruch und löste weitere Forschungen zu den NS-Großverbrechen aus, die Hitlers Initiative und Führungsrolle bei der Eskalation der Judenverfolgung zum Holocaust bestätigten.[6] Für die überarbeitete Neuauflage des Buchs von 1991 ließ Irving alle Referenzen zum Holocaust und zu den NS-Vernichtungslagern löschen.[7]
Irvings Biografie zu Erwin Rommel von 1978 fand jedoch positive Aufnahme mancher Medien und deutscher Historiker, da sie das Bild Rommels als Widerstandskämpfer mit Recht korrigiert habe.
Für sein 1979 erschienenes Buch Der Nürnberger Prozess - Die letzte Schlacht wollte Irving als erster Autor die Akten der Nürnberger Anklagevertretung und das private Tagebuch Robert H. Jacksons eingesehen haben.[8] In dem später stark erweiterten, im rechtsextremen Grabert-Verlag veröffentlichten Buch bezeichnete er den Prozess als „Rachejustiz der Sieger“ und Rechtsbruch und behauptete, Zeugen und Angeklagte seien gefoltert worden.[9]
Weitere Bücher Irvings über Hitler gaben zwar dessen Aufrüstung seit 1936 zu, stellten ihn aber als weitgehend unschuldig am Zweiten Weltkrieg dar und wiesen den angeblich vom „Weltjudentum“ gelenkten USA die Hauptschuld zu.[10] In seinem Buch Goebbels – Macht und Magie (1997) behauptete Irving zudem, Hitler sei von der „Reichskristallnacht“ überrascht worden.
1983 bezeichnete Irving die angeblichen, in der Zeitschrift Stern veröffentlichten Hitler-Tagebücher im deutschen Fernsehen als plumpe Fälschung, noch bevor diese aufgedeckt wurde. Er widersprach damit dem Historiker Eberhard Jäckel, der die Tagebücher nach anfänglichem Zweifel für echt hielt. Allerdings erklärte Irving kurz darauf gegenüber der Times, auch er sei nunmehr von deren Echtheit überzeugt[11].
Irving wurde bis 1988 von manchen deutschen Medien als zwar unkonventioneller und provokativer, aber ernsthaft recherchierender und daher diskussionswürdiger Historiker angesehen und etwa durch Vorabdrucke seiner Bücher gefördert.[12] Er galt als findiger Rechercheur, dem es gelinge, „die Hohlräume und ungeklärten Fragen aufzuspüren, die manche Fachhistoriker bei der Erforschung der Hitler-Ära zurückgelassen haben [...], neue Quellen zu erschließen, bisher unzugängliche Zeugen zum Reden zu bringen, manipulierte Zeugnisse zu korrigieren“.[13] Er sei ein „Meister im Aufspüren bis dahin ungenutzter Quellen“ und Autor, „der den Historikern zumindest neue Anstöße gibt“.[14] Der deutsche Dichter Rolf Hochhuth ist seit 1967 mit ihm befreundet und setzte sich wiederholt für ihn ein.
Seit 1988 wird Irving als Historiker nicht mehr ernstgenommen, die Geschichtswissenschaft hat seine geschichtsrevisionistischen Thesen vollständig widerlegt.
Holocaustleugnung
1988 trat Irving in einem Prozess gegen Ernst Zündel, der in Toronto wegen „falscher Nachrichten“ (Holocaustleugnung) angeklagt worden war, als Sachverständiger der Verteidigung auf. Dabei lernte er Fred A. Leuchter kennen, der mit einem pseudowissenschaftlichen Gutachten einige private chemische Messungen von Cyanidrückständen in den Resten der Gaskammern von Auschwitz vorlegte, um deren Vernichtungszweck zu bestreiten. Er wurde im Prozess als Hochstapler, der nicht als Chemiker qualifiziert war, entlarvt und sein Gutachten als fachlich untauglich abgelehnt.
Dennoch gab Irving Leuchters Gutachten in seinem Selbstverlag als „Leuchter-Report“ heraus[15] und schrieb ein zustimmendes Vorwort dazu. Darin behauptete er, Leuchters Messungen seien wissenschaftlich unbestreitbar, so dass keine industrielle Massenvernichtung in den NS-Vernichtungslagern stattgefunden haben könne.[16] Damit war er selbst zum Holocaustleugner geworden.
Rechtsextreme Aktivitäten
Seit 1988 trat Irving - oft zusammen mit Leuchter - auf Veranstaltungen von Rechtsextremisten, Neonazis und anderen Holocaustleugnern auf, etwa auf Einladung von Gerhard Frey bei bei Parteitagen der Deutschen Volksunion oder Konferenzen der Neonazi-Partei National Alliance und des geschichtsrevisionistischen Institute for Historical Review in den USA. Dabei leugnete er wiederholt mündlich wie schriftlich den Holocaust, etwa mit der Aussage:[17] Auf dem Rücksitz von Senator Edward Kennedys Auto in Chappaquiddick starben mehr Frauen als in den Gaskammern von Auschwitz.
Im Juni 1990 reiste Irving durch die noch bestehende DDR und hielt Vorträge in etwa zwölf ostdeutschen Städten, bei denen er Hitlers Kriegsschuld und den Holocaust leugnete. Besonders beachtet wurde sein Auftritt in Dresden, bei dem er die Luftangriffe von 1945 auf die Stadt als alliierten Völkermord darstellte und damit rechtsextreme Aktivitäten in Ostdeutschland erheblich förderte. Er wurde daraufhin auch von westdeutschen Neonazis wie Michael Kühnen eingeladen.[18]
In München trat er am 21. April 1990 als Redner auf dem Kongress "Wahrheit macht frei" auf, der im Münchner Löwenbräukeller stattfand und bei dem der Versuch eines "Marschs auf die Feldherrenhalle" unternommen wurde.[19]
Prozesse
In seinem Buch Accident — The Death of General Sikorski von 1967 behauptete Irving, Winston Churchill habe General Władysław Sikorski, den Leiter der polnischen Exilregierung von 1939ff, ermorden lassen. Rolf Hochhuth griff diese Behauptung in seinem 1967 uraufgeführten Theaterstück Soldaten auf. Dazu veröffentlichte Carlos Thompson 1969 eine ausführliche Widerlegung (The Assassination of Winston Churchill). In seinem Buch The Destruction of Convoy PQ 17 von 1969 behauptete Irving, Kapitän John E. („Jack“) Broome, der Leiter eines britischen Konvois von 1942 zum Schutz von Versorgungsschiffen, habe deren Entdeckung und Zerstörung durch deutsche U-Boote (Unternehmen Rösselsprung) durch Ungehorsam und Desertion verschuldet.
Auf beide Buchveröffentlichungen erfolgten Verleumdungsklagen. Irving verlor die Prozesse in beiden Fällen. Im zweiten Fall hatte er das Manuskript Broome vorgelegt, dieser hatte 30 Falschdarstellungen darin bemängelt und Irving Rechtsschritte angedroht, falls dieser die Stellen unverändert veröffentlichen würde. Daraufhin zog der Verleger seine Zusage zur Veröffentlichung zurück. Irving ließ das Buch jedoch unverändert in einem anderen Verlag veröffentlichen. Deshalb wurde er 1971 wegen vorsätzlicher Verleumdung aus Gewinnstreben zu einer Geldstrafe von etwa 40.000 Dollar verurteilt. Damit war sein Ruf als Sachbuchautor in Großbritannien beschädigt.[20]
In seinem Buch Hitler und seine Feldherren von 1975 behauptete Irving erstmals, das Tagebuch der Anne Frank sei „eine aktenkundige Fälschung“.[21] Nicht sie, sondern ihr Vater habe es verfasst. Dies habe ein New Yorker Drehbuchautor ihm nachgewiesen.[22] Ein Gericht verurteilte Irving später zur Rücknahme des Vorwurfs und zu einer Entschädigungszahlung an die Anne-Frank-Stiftung.[23] Der das Buch herausgebende Ullstein-Verlag bedauerte 1976 in Presseanzeigen Irvings „Mißverständnis“ und bot eine Neuausgabe ohne den fraglichen Passus an.[24] Dennoch behauptete Irving die Fälschung in der Neuauflage seines Buchs Hitler's war von 1991 erneut.[25]
Am 8. November 1989 stellte das Landesgericht für Strafsachen in Wien gegen Irving einen Haftbefehl wegen des Verdachts auf NS-Wiederbetätigung aus. Grund war laut Anklage Irvings Leugnung der Existenz von Gaskammern in den nationalsozialistischen Lagern bei Vorträgen in Wien und der Steiermark. Irving entzog sich der Verhaftung durch Ausreise aus Österreich.[26]
1993 behauptete Irving bei einem Treffen von Geschichtsrevisionisten in München, „dass die den Touristen in Auschwitz gezeigte Gaskammer eine Attrappe ist, die nach dem Kriegsende von den Polen gebaut wurde“. Dafür verurteilte das Landgericht München I ihn rechtskräftig wegen Beleidigung und Verunglimpfung des Ansehens Verstorbener zu einer Geldstrafe von 30.000 DM. Die Münchner Ausländerbehörde wies ihn unbefristet aus der Bundesrepublik Deutschland aus.[27] Dieses Urteil wurde 1996 vom Verwaltungsgericht München bestätigt. Irving hat außerdem in Australien, Italien, Kanada, Österreich, Neuseeland und Südafrika Einreiseverbot.
1993 veröffentlichte die US-amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt ihr Buch Denying the Holocaust.[28] Darin erwähnte sie Irving als „authentischen Holocaustleugner“. Als eifriger Bewunderer Hitlers habe er behauptet, dieser habe „mehrfach die Hand ausgestreckt, um den Juden zu helfen“ und sei im Dritten Reich ihr „größter Freund“ gewesen. Historiker hätten ihm vorgeworfen, „nach Belieben zu seinem eigenen Vorteil Sachverhalte zu verfälschen und Dokumente zu manipulieren, [...] um zu historisch unhaltbaren Schlussfolgerungen gelangen zu können, vor allem, sobald es um eine Entschuldigung Hitlers geht.“ Er empfinde sich als Hitlers persönlichen Erben.[29]
Nachdem der Londoner Penguin-Verlag Lipstadts Buch 1995 in Großbritannien veröffentlichte, behauptete Irving, er sei darin verleumdet worden, obwohl Lipstadt nur seine eigenen Aussagen und Urteile Historikern darüber belegt zitiert hatte. Er forderte die Verlagsleitung auf, die Verbreitung des Buches einzustellen. Als diese darauf nicht einging, strengte er 1996 eine Verleumdungsklage gegen die Autorin und ihren Verlag an, um die Weiterverbreitung ihres Buchs gerichtlich zu verhindern.[30] Da in Großbritannien bei Verleumdungsklagen die Angeklagten die Beweislast tragen, mussten Lipstadt und ihr Verlag die Richtigkeit ihrer Aussagen über Irving nachweisen.
In dem mehrjährigen Prozess zog die Verteidigung Gutachter für drei Themenbereiche heran. Im ersten Bereich zeigten die Historiker Christopher Browning und Peter Longerich nochmals die Tatsachen des Holocaust auf.[31] Der niederländische Architekturexperte Robert Jan van Pelt bewies die Existenz der Gaskammern in Auschwitz.[32] Der Westberliner Professor Hajo Funke begutachtete Irvings Vernetzung in der revisionistischen und neonazistischen Szene.[33] Der Historiker Richard J. Evans untersuchte Irvings Quellengebrauch und wies nach, dass er eindeutige Quellen ignorierte, andere hingegen entstellte oder fehldeutete, um seine Thesen zu untermauern.[34]
2000 wies der Londoner High Court of Justice Irvings Klage endgültig ab. Im Urteil wurde er als „Lügner“, „Rassist“ und „Antisemit“ bezeichnet und bestätigt, dass er öffentlich so genannt werden darf.[35] Irvings Berufungsverfahren dagegen scheiterte 2001. Die Verteidigung gegen die Klage Irvings hatte den Verlag mehrere Millionen Pfund gekostet. Versuche, den gescheiterten Kläger nach dem für ihn verlorenen Prozess an den Prozesskosten des beklagten Verlages zu beteiligen, scheiterten an Irvings Mittellosigkeit.
Am 11. November 2005 wurde Irving auf dem Weg zu einer Veranstaltung der Wiener akademische Burschenschaft Olympia wegen des noch bestehenden Haftbefehls von 1989 in Wien festgenommen. Im Februar 2006 verurteilte das Wiener Landesgericht für Strafsachen wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung ihn zu drei Jahren Haft ohne Bewährung.[36] Deborah Lipstadt erklärte dazu gegenüber der BBC, sie glaube nicht daran, dass sich Auseinandersetzungen durch Einschränkung der Redefreiheit gewinnen ließen. Die richtige Bekämpfung von Holocaustleugnern fände mittels der historischen Wahrheit statt.[37]
Irving legte Berufung ein. Während des Berufungsverfahrens entschuldigte er sich für seine Äußerungen über Holocaustüberlebende und erklärte, er zweifle nicht mehr an der Tatsache des NS-Massenmords an Juden durch Giftgas.[38] Diese Erklärung werteten Beobachter als Zwecklüge zur Vermeidung eines harten Urteils.[39] Tatsächlich leugnete Irving im März 2007 in Budapest den Holocaust erneut.[40]
Am 4. September 2006 bestätigte der Oberste Gerichtshof Österreichs den Schuldspruch, der somit rechtskräftig wurde.[41] Am 20. Dezember 2006 wurden zwei Drittel der Haftstrafe Irvings zur Bewährung ausgesetzt. Da er bereits 13 Monate in Untersuchungshaft verbracht hatte, wurde er am 21. Dezember nach Großbritannien abgeschoben. Gleichzeitig wurde gegen ihn ein unbefristetes Aufenthaltsverbot für Österreich verhängt.[42]
Werke
- Und Deutschlands Städte starben nicht. Schweizer Druck-und Verlagshaus, Zürich 1964
- Der Untergang Dresdens. Reinbek b. Hamburg 1967
- Der Traum von der deutschen Atombombe, Mohn, Gütersloh 1967 (Original: The Virus House. Kimber, London 1967)
- Rommel. Eine Biographie. Hoffmann und Campe, Hamburg 1978
- Die Tragödie der Deutschen Luftwaffe, Aus den Akten und Erinnerungen von Feldmarschall Erhard Milch, Ullstein Verlag, 1979, ISBN 978-3-938392-10-2
- Der Nürnberger Prozeß - Die letzte Schlacht, Heyne, München, 1979, ISBN 3-453-01051-5
- Mord aus Staatsräson. Roman. Heyne, München 1981, ISBN 3-453-00978-9
- Hitler und seine Feldherren. (1. Auflage 1975) Ullstein Verlag GmbH, München 1982, ISBN 3550073089
- Von Guernica bis Vietnam. Die Leiden der Zivilbevölkerung im modernen Krieg. Heyne, München 1982, ISBN 3-453-01479-0
- Schlacht im Eismeer. Die Vernichtung des Geleitzuges PQ 17. Heyne, München 1984, ISBN 3-453-01956-3
- Churchill. Kampf um die Macht. Herbig, München 1996, ISBN 3-7766-1646-6
- Nürnberg – Die letzte Schlacht. Grabert-Verlag, Tübingen 1996, ISBN 3-8784-7156-4
- Führer und Reichskanzler. Adolf Hitler 1933–1945. Druffel-Verlag, Berg/Starnberger See 1997, ISBN 3-8061-1118-9
- Goebbels. Macht und Magie. Arndt-Verlag, Kiel 1997, ISBN 3-88741-168-4
- Göring. Eine Biographie. Arndt, Kiel 1999, ISBN 3-88741-191-9
- Die Geheimwaffen des Dritten Reiches. Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-030-0
- Meine Gefängnisse. Erlebnisse und Gedanken in österreichischen Kerkern. FZ-Verlag, München 2007, ISBN 978-3924309-83-1
- Schlachtführer gegen das Reich. Churchills Krieg 1941-1942. Arndt, Kiel 2007, ISBN 978-3-88741-082-7
Literatur
- zu Irvings Hitler-Büchern
- Martin Broszat: Hitler und die Genesis der „Endlösung“. Aus Anlaß der Thesen von David Irving. In: Martin Broszat: Nach Hitler. Der schwierige Umgang mit unserer Geschichte, Dtv, 1997, ISBN 3423044748
- zum Londoner Irving-Prozess
- Reinhard Uhle-Wettler (Hrsg.): Wagnis Wahrheit. Historiker in Handschellen? Festschrift für David Irving. Arndt, Kiel 1998, S. 85–95, ISBN 3-88741-199-4
- Eva Menasse: Der Holocaust vor Gericht. Der Prozess um David Irving. Siedler, Berlin 2000, ISBN 3-8868-0713-4
- Don D. Guttenplan: Der Holocaust-Prozess. Die Hintergründe der ‚Auschwitz-Lüge‘. Goldmann, München 2001, ISBN 3-442-15123-6
- Richard J. Evans: Der Geschichtsfälscher. Holocaust und historische Wahrheit im David-Irving-Prozess. Campus-Verlag, Frankfurt 2001, ISBN 3-593-36770-X
- Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl. Hitler und der Weg zur Endlösung. Piper, München 2001, ISBN 3-492-04295-3
- Deborah E. Lipstadt: History on trial: my day in court with David Irving. Ecco, New York 2005, ISBN 0060593768
Weblinks
- Literatur von und über David Irving im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
-
Commons: David Irving – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
- deutsch
- Neal Ascherson: „David Irving – die Auschwitzlüge“ bei Shoa.de
- Malte Herwig (Spiegel, 16. Januar 2006): Skandale: Der Zocker mit dem Hakenkreuz
- Martin Broszat: Hitler und die Genesis der „Endlösung“. Aus Anlaß der Thesen von David Irving. (PDF) (21,33 MB) (Seiten 739-775, PDF-Seiten 318-354) In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte aus dem Jahre 1977
- englisch
- Holocaust Denial on Trial: Truth Triumphs in 2000 Historical Court Victory
- Roni Stauber (25. Juli 2000): From Revisionism to Holocaust Denial – David Irving as a Case Study
- Holocaust Denial on Trial
- Anthony DeV. Phillips (Oxford University, 20. April 2001): LAW AND HISTORY: a commentary on David Irving v Penguin Books and Professor Deborah Lipstadt
- Anti-Defamation-League: David Irving
Einzelbelege
- ↑ Der Spiegel, 4. Juli 1977: HITLER - Kecke Revision
- ↑ Luftkrieg: „Der Untergang Dresdens“. David Irving und die Luftangriffe auf Dresden
- ↑ David Irving: Leserbrief an die Times, 7. Juli 1966
- ↑ Nizkor Project XI: Justification: The bombing of Dresden
- ↑ Der Spiegel, 4. Juli 1977: Hitler - Kecke Revision
- ↑ Martin Broszat: Hitler und die Genesis der „Endlösung“. Aus Anlaß der Thesen von David Irving. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 1977, S. 739-775
- ↑ Anne-Frank-Haus: Who are the Holocaust deniers?
- ↑ David Irving: Der Nürnberger Prozess - Die letzte Schlacht, Wilhelm Heyne Verlag, München 1979, Vorwort, S. 5
- ↑ Klappentext eines rechtsextremen Buchdienstes
- ↑ Hermann Graml: Alte und neue Apologeten Hitlers. In: Wolfgang Benz (Hrsg.), Rechtsextremismus in Deutschland. Voraussetzungen, Zusammenhänge, Wirkungen, Frankfurt am Main 1994, S. 30-66
- ↑ Richard J. Evans: Der Geschichtsfälscher: Holocaust und historische Wahrheit im David-Irving-Prozess. Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-593-36770-X, S. 36f.
- ↑ Der Spiegel: Vorabdruck von David Irvings Der kopflose Aufstand, Teil 1, 4. Juni 1981, Teil 2, 18. Juni 1981, Teil 3, 25. Juni 1981
- ↑ Der Spiegel, 4. Juli 1977: Hitler - Kecke Revision
- ↑ Der Spiegel, 21. August 1978: Betr.: Titel (Editorial)
- ↑ Scepticism.org: Holocaust-Denial and the Irving-Trial (2004)
- ↑ David Irving's Forward to the Leuchter Report (Mai 1989)
- ↑ Don D. Guttenplan: Der Holocaust-Prozess. Die Hintergründe der „Auschwitz-Lüge“. Goldmann, München 2001, ISBN 3-442-15123-6, S. 323f.
- ↑ Der Spiegel, 25. Juni 1990: Rechtsextremisten - Endlich mal einer
- ↑ ID Archiv im internationalen Institut für Sozialgeschichte (Hrsg.): Die Drahtzieher im braunen Netz. Amsterdam 1992, S.20-22
- ↑ Nizkor Project: Shofar FTP Archive File: people/i/irving.david/libel.suit//libel.details
- ↑ Amely Braunger: Analyse der Tagebücher der Anne Frank: Unter Einbeziehung der Theorie 'Autobiografie als literarischer Akt' von Elisabeth W. Bruss, Grin Verlag, 2007, ISBN 3638842312, S. 17 (Teil 5.2)
- ↑ Hermann Kurzke (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12 November 1988): Was schrieb Anne Frank?
- ↑ Die Zeit, 17. Juli 1992: Genüßliches Gruseln der Geretteten
- ↑ Der Spiegel, 6. Oktober 1980: Blaue Paste
- ↑ Die Zeit, 17. Juli 1992: Genüßliches Gruseln der Geretteten
- ↑ Der Spiegel, 21. Dezember 2006: Österreich schiebt Holocaust-Leugner Irving ab
- ↑ Tagesspiegel, 18. Februar 2005; vgl. BVG-Beschluss vom 13. April 1994 gemäß § 24 BVerfGG, 1 BvR 23/94
- ↑ Deborah E. Lipstadt, Denying the Holocaust. The Growing Assault on Truth and Memory. New York, The Free Press, 1993, ISBN 0452272742
- ↑ Deborah E. Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust, Rio Verlag, Zürich 1994, ISBN 3-907768-10-8, S. 141 und 196f
- ↑ Richard J. Evans: Der Geschichtsfälscher: Holocaust und historische Wahrheit im David-Irving-Prozess. a.a.O., S. 20
- ↑ Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl. Hitler und der Weg zur Endlösung. Piper, München 2001, ISBN 3-492-04295-3
- ↑ Robert Jan van Pelt: The case for Auschwitz: evidence from the Irving Trial. Indiana University Press, Bloomington 2002, ISBN 0253340160
- ↑ Hajo Funke: David Irving, Holocaust denial, and his connections to right-wing extremists and Neo-National Socialism (Neo-Nazism) in Germany (Nizkor.org)
- ↑ Richard J. Evans: Der Geschichtsfälscher. Holocaust und historische Wahrheit im David-Irving-Prozess. Campus-Verlag, Frankfurt 2001, ISBN 3-593-36770-X
- ↑ Urteilstext des Londoner High Court (englisch)
- ↑ Der Spiegel 25. Februar 2006, S. 182:_ URTEIL David Irving.
- ↑ BBC News, 20. Februar 2006: Holocaust denier Irving is jailed
- ↑ Der Spiegel, 20. Februar 2006: Irving sieht sich nicht als Holocaust-Leugner
- ↑ Der Spiegel, 21. Februar 2006: Mitleid mit Irving ist verfehlt
- ↑ Eva Menasse, Die Zeit, 22. März 2007: Mehr als ein Spinner
- ↑ N-TV, 4. September 2006: Gericht bestätigt Urteil
- ↑ Der Spiegel, 21. Dezember 2006: Österreich schiebt Holocaust-Leugner Irving ab
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Irving, David |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Historiker und Holocaustleugner |
| GEBURTSDATUM | 24. März 1938 |
| GEBURTSORT | Brentwood, Essex, England |