Eliud Kipchoge

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Medaillenspiegel
Eliud Kipchoge
Eliud Kipchoge
5000 Meter, 3000 Meter (Halle)
KeniaKenia Kenia
Olympische Spiele
Bronze 2004 Athen 13:15,10 min
Silber 2008 Peking 13:02,80 min
Weltmeisterschaften
Gold 2003 Paris 12:52,79 min (CR)
Silber 2007 Ōsaka 13:46,00 min
Hallenweltmeisterschaften
Bronze 2006 Moskau 7:42,58 min
Commonwealth Games
Silber 2010 Neu-Delhi 13:31,32 min
Kipchoge (links) bei der Siegerehrung der WM 2007

Eliud Kipchoge (* 5. November 1984 in Kapsisiywa bei Kapsabet) ist ein kenianischer Langstreckenläufer.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Eliud Kipchoge siegte beim Junioren-Rennen der Crosslauf-Weltmeisterschaften 2003. Im Sommer 2003 stieß er im 5000-Meter-Lauf auch im Erwachsenenbereich in die Weltspitze vor. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Paris/Saint Denis standen sich im Finale über 5000 m Kenenisa Bekele und Hicham El Guerrouj gegenüber, die zuvor bereits über 1500 m bzw. 10.000 m Weltmeister geworden waren. Bekele sorgte von Anfang an für ein schnelles Tempo, konnte sich aber nie vom Feld lösen, sodass auf den letzten beiden Runden El Guerrouj mit einem langen Spurt in Führung ging. Trotzdem spitzte sich das Rennen auf der Zielgeraden noch einmal zu, und schließlich gewann Eliud Kipchoge in 12:52,79 min vor El Guerrouj in 12:52,83 min und Bekele in 12:53,12 min. Es war das schnellste 5000-Meter-Finale aller Zeiten, und die Zeit von Kipchoge bedeutete Juniorenweltrekord.

Die Saison 2004 begann für Eliud Kipchoge mit einem vierten Platz bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften. Anfang Juli verbesserte Kipchoge in Rom seinen persönlichen Rekord über 5000 Meter. Am 28. August standen sich im Finale bei den Olympischen Spielen in Athen die Medaillengewinner der Weltmeisterschaften 2003 erneut gegenüber. Das Rennen begann eher verhalten und steigerte sich dann langsam. Erneut kam es zu einem langen Schlussspurt, den dieses mal El Guerrouj in 13:14,39 min für sich entschied. Hinter Bekele (13:14:59 min) kam Eliud Kipchoge als Dritter ins Ziel und gewann für 13:15,10 min Bronze. Anfang September gewann Kipchoge beim Golden-League Meeting in Brüssel den 3000-Meter-Lauf in Jahresweltbestzeit von 7:27,72 min.

2005 wurde Kipchoge bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften Fünfter. Das Finale bei den Weltmeisterschaften in Helsinki fand ohne El Guerrouj und Bekele statt und war ein regelrechtes Bummelrennen. Nur die letzten 1000 Meter waren richtig schnell, und wieder einmal spurteten alle auf der Zielgeraden um die Plätze. Während Benjamin Limo (13:32,55 min) den siebten von zehn Titeln auf dieser Distanz für Kenia gewann, verpasste Kipchoge als Vierter in 13:33,04 min Bronze um 0,08 Sekunden gegenüber dem Australier Craig Mottram.

2006 gewann Kipchoge bei den Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften in Moskau Bronze über 3000 m hinter Bekele und dem für Katar startenden Ex-Kenianer Saif Saaeed Shaheen.

Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Ōsaka gewann er Silber, nur von Bernard Lagat geschlagen. Ebenfalls Silber errang Kipchoge bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, wobei er diesmal hinter Kenenisa Bekele einlief. Im Jahr darauf kam er bei den Weltmeisterschaften 2009 auf den fünften Platz.

Nachdem er schon 2005 und 2006 die San Silvestre Vallecana gewonnen hatte, wandte er sich 2010 erneut dem Straßenlauf zu. Er siegte bei den Carlsbad 5000, verfehlte aber wegen starker Windböen sein selbstgestecktes Ziel, über die Distanz von 5 km die Weltbestzeit aufzustellen.[1] 2010 erzielte Kipchoge bei den Commonwealth Games in Neu-Delhi über 5000 Meter den zweiten Platz.

Nachdem er sich 2012 nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren konnte, konzentrierte sich Kipchoge auf den Halbmarathon. Im April 2013 gab er sein Marathon-Debüt beim Hamburg-Marathon. Mit 2:05:30 h stellte er einen neuen Streckenrekord auf und distanzierte die Konkurrenz um mehr als zwei Minuten. Beim Berlin-Marathon belegte er in 2:04.05 h den zweiten Rang hinter dem Weltrekord laufenden Wilson Kipsang. Außerdem gewann er den Halbmarathon in Barcelona und den Wörthersee-Halbmarathon.

Am 13. April 2014 gewann er den Rotterdam-Marathon in 2:05:00 Stunden.

Eliud Kipchoge ist 1,67 m groß und wiegt 52 kg.

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten]

  • 1500 m: 3:33,20 min, 31. Mai 2004, Hengelo
    • Halle: 3:36,25 min, 18. Februar 2006, Birmingham
  • 1 Meile: 3:50,40 min, 30. Juli 2004, London
  • 3000 Meter: 7:27,72 min, 3. September 2004, Brüssel
    • Halle: 7:32,99 min, 6. Februar 2010, Stuttgart
  • 5000 m: 12:46,53 min, 2. Juli 2004, Rom
  • 10.000 m: 26:49,02 min, 26. Mai 2007, Hengelo
  • 10-km-Straßenlauf: 28:11 min, 27. September 2009, Utrecht
  • Marathon: 2:04:05 h, 29. September 2013, Berlin

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Matthews (Hrsg.): Athletics 2006. The international Track and Field Annual. SportsBooks, Cheltenham 2006, ISBN 1-899807-34-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. IAAF: Defar and Kipchoge prevail in Carlsbad. 12. April 2010