Gao Xingjian
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Gao Xingjian (chin. 高行健, Gāo Xíngjiàn; * 4. Januar 1940 in Ganzhou, Provinz Jiangxi) ist ein chinesischstämmiger Erzähler, Übersetzer, Dramatiker, Regisseur, Kritiker und Künstler mit französischer Staatsangehörigkeit (法籍華人 / 法籍华人). Im Jahr 2000 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
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[Bearbeiten] Werdegang
Gao Xingjian wurde am 4. Januar 1940 in Ganzhou (Provinz Jiangxi) im Osten der Volksrepublik China geboren. Sein Vater war Bankangestellter, seine Mutter Amateurschauspielerin. In frühester Kindheit wurde sein Interesse für das Theater und die Schriftstellerei von seiner Mutter geweckt. 1962 legte er am Institut für Fremdsprachen in Peking ein akademisches Examen in Französisch ab.
Während der Kulturrevolution (1966-1976) wurde er zur Umerziehung in ein Lager gesandt. Später wurde er für fünf Jahre zur Landarbeit in ein Dorf geschickt, wo er seine schriftstellerische Tätigkeit im Verborgenen wieder aufnehmen konnte.
1987 ließ er sich als politischer Flüchtling in Paris nieder. Dort verdiente er seinen Lebensunterhalt mit der Malerei. Seit 1998 ist Gao französischer Staatsbürger.
[Bearbeiten] Nobelpreisverleihung
Die Verleihung des Nobelpreises kam für viele Seiten sehr überraschend, nicht zuletzt für Gao selbst. Aus China argumentierte man, Gao spiele für die chinesische Literaturszene keine Rolle und sei in seiner Heimat absolut unbekannt; man hätte lieber einen in China lebenden Chinesen auszeichnen sollen.
Gaos schwedischer Übersetzer Göran Malmqvist ist Mitglied der Schwedischen Akademie, die den Nobelpreis vergibt. Zehn Tage vor der Verleihung des Nobelpreises wechselte Gao seinen schwedischen Verleger - von Forum zu Atlantis. Der Atlantis-Verlag gehört einem Freund von Malmqvist und in Medienberichten wurde spekuliert, dass Malmqvist vorab Informationen über die bevorstehende Preisverleihung durchsickern hätte lassen.
[Bearbeiten] Werk
Neben dramatischen Werken ist er auch Schöpfer von Romanen. In seinem Roman Der Berg der Seele beschreibt er eine Reise durch das Innere Chinas, ein gespenstisches China, das China des Philosophen Laotse, das abseits der „Welt des Staubs“ liegt. Das Buch eines einsamen Menschen sorrgt für einen Aufschrei: Es berichtet von der Kulturrevolution in China und ihren schrecklichen und grausamen Folgen für den einzelnen Menschen.
[Bearbeiten] Veröffentlichungen (Auswahl)
- Das Buch eines einsamen Menschen (chin. 一個人的聖經 / 一个人的圣经, Yī gè rén de shèngjīng; Übersetzung aus dem Chinesischen von Natascha Vittinghoff; Frankfurt/Main, Fischer Taschenbuch 2006); ISBN 3-596-15241-0.
- Der Berg der Seele (Übersetzung aus dem Chinesischen von Helmut Forster-Latsch und Marie-Luise Latsch; Frankfurt/Main, Fischer Taschenbuch 2003); ISBN 3-596-15250-X.
- Auf dem Meer (Übersetzung aus dem Chinesischen von Natascha Vittinghoff; Frankfurt/Main, Fischer Taschenbuch 2000); ISBN 3-596-15183-X.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Gao Xingjian im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Informationen der Nobelstiftung zur Preisverleihung 2000 an Xingjian Gao (englisch)
- Die Hölle ist man selbst Ein Gespräch mit dem chinesischen Nobelpreisträger Gao Xingjian über den kalten Blick des Schriftstellers (Die Zeit Nr. 23, 2004)
- Schräg gelaufen (Die Gazette Nr. 30, November 2000)
- Bokförlagen i storgräl Nobelpristagaren bytte förlag – för tio dar sedan (Aftonbladet, 13. Oktober 2000; auf Schwedisch)
- Translator of the Chinese star The Swedish sinologist Goran Malmqvist is seen as integral to Gao Xingjian's selection for last year's Nobel Prize in Literature (Taipei Times, 1. Februar 2001)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gao, Xingjian |
| ALTERNATIVNAMEN | 高行健, Gāo Xíngjiàn (Pinyin) |
| KURZBESCHREIBUNG | Chinesischer Erzähler, Übersetzer, Dramatiker, Regisseur, Kritiker und Künstler |
| GEBURTSDATUM | 4. Januar 1940 |
| GEBURTSORT | Ganzhou (Provinz Jiangxi) |

