Grafenberg (Landkreis Reutlingen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grafenberg
Grafenberg (Landkreis Reutlingen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grafenberg hervorgehoben
48.5663888888899.3422Koordinaten: 48° 34′ N, 9° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Reutlingen
Höhe: 422 m ü. NHN
Fläche: 3,51 km²
Einwohner: 2525 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 719 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72661
Vorwahl: 07123
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 029
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bergstraße 30
72661 Grafenberg
Webpräsenz: www.grafenberg.de
Bürgermeisterin: Annette Bauer
Lage der Gemeinde Grafenberg im Landkreis Reutlingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Landkreis Esslingen Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Sigmaringen Landkreis Tübingen Zollernalbkreis Bad Urach Dettingen an der Erms Engstingen Eningen unter Achalm Gomadingen Grabenstetten Grafenberg (Landkreis Reutlingen) Gutsbezirk Münsingen Hayingen Hohenstein (Landkreis Reutlingen) Hülben Lichtenstein (Württemberg) Mehrstetten Metzingen Münsingen (Württemberg) Pfronstetten Pfullingen Pfullingen Pliezhausen Reutlingen Riederich Römerstein (Gemeinde) Sonnenbühl St. Johann (Württemberg) Trochtelfingen Walddorfhäslach Wannweil ZwiefaltenKarte
Über dieses Bild

Grafenberg ist eine Gemeinde etwa 11 km nordöstlich von Reutlingen im Landkreis Reutlingen. Sie gehört zur Metropolregion Stuttgart. Zur Gemeinde Grafenberg gehören außer dem gleichnamigen Dorf Grafenberg keine weiteren Ortschaften.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Grafenberg, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Esslingen bzw. zum Landkreis Reutlingen

Großbettlingen, Frickenhausen, Kohlberg (Kreis Esslingen), Metzingen, Riederich (Kreis Reutlingen) und Bempflingen (Kreis Esslingen).

Geschichte[Bearbeiten]

Spuren deuten auf erste Besiedlung während der Jungsteinzeit um 3.500 v. Chr. hin. Etwa 500 v. Chr. siedelten sich auf der Gemarkung des Ortes die Kelten an. Grafenberg wurde 1246 erstmals urkundlich in einem Schreiben des Pfarrers an Papst Innozenz IV. erwähnt.

Der Ort gehörte zunächst zum Oberamt Nürtingen und dann bis 1973 zum Landkreis Nürtingen. Nach dessen Auflösung im Zuge der Kreisreform kam Grafenberg als einzige Gemeinde nicht zum Landkreis Esslingen, sondern zum Landkreis Reutlingen.

Religionen[Bearbeiten]

Seit Einführung der Reformation in Württemberg ist auch Grafenberg evangelisch-lutherisch geprägt. Auch heute noch gibt es im Ort lediglich eine evangelische Kirchengemeinde. Die katholischen Christen sind der Kirchengemeinde St. Bonifatius in Metzingen zugeordnet. Etwa 62 Prozent der Einwohner sind evangelisch-lutherisch, 20 Prozent römisch-katholisch und die restlichen 18 Prozent gehören anderen oder keiner Glaubensgemeinschaft an.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen (1603+1648), Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Stichtag Einwohnerzahl
1603 202
1648 135
1. Dezember 1871 ¹ 660
1. Dezember 1900 ¹ 650
17. Mai 1939 ¹ 847
13. September 1950 ¹ 1.172
6. Juni 1961 ¹ 1.284
27. Mai 1970 ¹ 1.592
25. Mai 1987 ¹ 2.277
31. Dezember 1995 2.479
31. Dezember 2000 2.689
31. Dezember 2005 2.625
31. Dezember 2010 2.614

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Grafenberg hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu nachfolgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
46,07 %
39,65 %
14,27 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-0,03 %p
+2,75 %p
-2,63 %p
FWV Freie Wählervereinigung 46,07 6 46,1 5
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 39,65 5 36,9 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14,27 2 16,9 2
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 57,41 % 60,9 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • von 1981 bis 2013: Holger Dembek (Freie Wähler)
  • seit 2013: Annette Bauer

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Die Amtszeit von Annette Bauer begann am 1. Oktober 2013.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold auf rotem Schildfuß drei grüne Rebstöcke an drei grünen Pfählen. Das Wappen wurde vermutlich im 19. Jahrhundert angenommen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnergemeinde ist seit 1982 die französische Gemeinde Puiseux-en-France.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Das Rathaus wurde 1816 als Schule erbaut
  • Evangelische Michaelskirche, 1246 erstmals erwähnt
  • Zehntscheuer, 1811 erbaut
  • Grafenberger Kelter von 1480

Musik[Bearbeiten]

  • Gesangverein Liederkranz 1877 e. V.
  • Harmonikaorchester Grafenberg e. V., gegründet 1967
  • Musikverein Grafenberg e. V., gegründet 11. April 1926

Sport[Bearbeiten]

  • Tennisclub Grafenberg e. V. gegründet 1979
  • Turn- und Sportverein Grafenberg 1903 e. V.

Kultur[Bearbeiten]

  • Arbeitskreis Kelter

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die B 313 (PlochingenStockach) verbindet die Gemeinde im Norden mit der Autobahn A 8 und im Süden mit Reutlingen. Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 219.

Bildung[Bearbeiten]

In Grafenberg selbst gibt es eine reine Grundschule. Die Hauptschüler besuchen die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule in Großbettlingen. Realschule und Gymnasium werden vorwiegend in Metzingen besucht. Grafenberg hat drei Kindergärten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Friedrich Volz (1944–1988), Politiker (CDU), der Landtagsabgeordnete lebte und starb in Grafenberg

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 244–258.
  • Sönke Lorenz, Andreas Schmauder, Manfred Wassner, Rainer Loose: Grafenberg: Archäologie, Geschichte und Gegenwart, Festschrift zur 750-Jahrfeier, Tübingen, 1996, ISBN 3000006117

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grafenberg (Landkreis Reutlingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien