Großbettlingen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Esslingen | |
| Höhe: | 358 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,23 km² | |
| Einwohner: |
4205 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 994 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 72663 | |
| Vorwahl: | 07022 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ES | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 16 022 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schweizerhof 2 72663 Großbettlingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Martin Fritz | |
| Lage der Gemeinde Großbettlingen im Landkreis Esslingen | ||
Großbettlingen ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen im Bundesland Baden-Württemberg, rund 5 km von Nürtingen und 6 km von Metzingen entfernt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Großbettlingen liegt im Erms-Steinach-Albvorland in einer Höhenlage von 304 m an der Kläranlage bis 407 m auf dem Geigersbühl. Auf der Markung Großbettlingen mündet der Baumbach in die Autmut.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Angrenzende Gemeinden sind Nürtingen-Raidwangen und Nürtingen im Nordosten, Frickenhausen im Osten, Grafenberg (Landkreis Reutlingen) im Süden, Bempflingen im Südwesten und Altdorf im Westen.
Historische Geografie [Bearbeiten]
Zu Großbettlingen gehören außer dem Dorf Großbettlingen keine weiteren Orte. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt die abgegangene Ortschaft Stetten.
Geschichte [Bearbeiten]
Großbettlingen wurde erstmals 1356 gesichert als in maiori Betlingen urkundlich erwähnt. Frühere Nennungen (um 1120) im Zusammenhang mit den Klöstern in Zwiefalten und Hirsau sowie im Zusammenhang mit den Herren von Boihingen als Grundeigentümer (um 1140) sind unsicher, da sie sich auch auf Kleinbettlingen beziehen können. Großbettlingen unterstand damals den Grafen von Urach und kam Ende des 13. Jahrhunderts an Württemberg, zu dem es bis zur Bildung des Landes Baden-Württemberg 1952 gehörte.
Die Gemeinde gehörte seit 1938 zum damals neugebildeten Landkreis Nürtingen. Im Zuge der Kreisreform 1973 ging sie mit diesem im Landkreis Esslingen auf.
Religionen [Bearbeiten]
Seit der Reformation zu Beginn des 16. Jahrhunderts ist Großbettlingen evangelisch geprägt. Erst der Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg führte wieder zu einer nennenswerten Zahl römisch-katholischer Christen, die 1968 eine eigene Kirche bekamen. Seit 1948 gibt es auch eine eigenständige neuapostolische Gemeinde im Ort.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).
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Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Seit der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,59 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
| Unabhängige Wählervereinigung Grossbettlingen | 6 Sitze | (40,52 %) | |
| CDU | 4 Sitze | (32,95 %) | |
| Frauenliste Großbettlingen | 4 Sitze | (26,54 %) |
Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Silber (Weiß) auf grünem Schildfuß eine große zwischen zwei kleinen grünen Linden.“
Das seit 1694 in Siegeln nachweisbare Drei-Linden-Motiv wird heute mit den drei Linden auf dem Geigersbühl in Verbindung gebracht, die Mörike literarisch verewigt hat. Das Gemeindewappen wurde 1952 durch die Landesregierung verliehen.
Die Gemeindeflagge hat die Farben Grün-Weiß (Grün-Silber). Die Verleihung der Flaggenfarben erfolgte 1968 durch das Innenministerium.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Etablierte Wirtschaftszweige am Ort sind die Werkzeugtechnik, die elektronische und digitale Steuerungstechnik, die Solarindustrie, sowie der Modellanlagenbau. Das neu erschlossene Gewerbegebiet "Im Rammert" wird für zusätzliche Impulse sorgen.
Bildung [Bearbeiten]
Großbettlingen verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, die in ihrer Tradition auf eine erstmals im Jahre 1600 genannte Schule zurückgeht. Außerdem gibt es zwei kommunale und einen römisch-katholischen Kindergarten.
Ver- und Entsorgung [Bearbeiten]
Die Gemeinde ist Mitglied im Zweckverband Filderwasserversorgung. Zur Reinigung des Abwassers wird eine eigene Kläranlage betrieben.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
Sehenswert ist insbesondere das 1812 erbaute Rathaus.
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Georg Friedrich Sigwart (1711–1795), zweifacher Rektor der Universität Tübingen
Literatur [Bearbeiten]
- Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 283–295.
- Christoph J. Drüppel, Großbettlingen – Geschichte der Gemeinde am Geigersbühl. Scripta, Ostfildern 1986, ISBN 3-923827-06-7.
- Der Landkreis Esslingen – herausgegeben vom Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 2, Seite 3
Weblinks [Bearbeiten]
- Gemeinde Großbettlingen,
- Ortsgeschichte von Kreisarchivoberrat Dr. Christoph Josef Drüppel
Einzelnachweise [Bearbeiten]
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