Guillermo García-López

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Guillermo García-López Tennisspieler
Guillermo García-López
Guillermo García-López 2010 bei den US Open
Spitzname: Guille, Willy
Nationalität: SpanienSpanien Spanien
Geburtstag: 4. Juni 1983
Größe: 188 cm
Gewicht: 82 kg
1. Profisaison: 2002
Spielhand: Rechts
Trainer: Diego Dinomo
Preisgeld: 4.845.323 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 214:242
Karrieretitel: 3
Höchste Platzierung: 23 (21. Februar 2011)
Aktuelle Platzierung: 32
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 65:111
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 67 (21. Juli 2014)
Aktuelle Platzierung: 72
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 11. August 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Guillermo García-López (* 4. Juni 1983 in La Roda, Albacete) ist ein spanischer Tennisspieler. Er ist Rechtshänder und spielt seine Rückhand einhändig.

Karriere[Bearbeiten]

García-López begann im Alter von 7 Jahren mit dem Tennisspielen und wurde 2002 Profi. Sein Lieblingsbelag ist Sand, für seinen besten Schlag hält er die Rückhand die Linie entlang.

Er schaffte 2005 seinen internationalen Durchbruch. Der Spanier stand Anfang der Saison in Chennai überraschend im Halbfinale, wo er sich dem späteren Sieger Carlos Moyá mit 4:6, 6:2, 6:7 knapp geschlagen geben musste. Auch im Halbfinale von Estoril verlor er erst gegen den späteren Turniersieger Gastón Gaudio mit 4:6, 6:2, 2:6. García-López erreichte das Viertelfinale in St. Pölten. 2006 kam er in Delray Beach, Valencia, Bukarest und in Estoril ins Viertelfinale, wo er gegen Moyá mit 6:7, 4:6 verlor. Er beendete das Jahr auf Platz 69 der Weltrangliste.

2007 stand der Spanier in Delray Beach erneut im Viertelfinale, war dort gegen Nicolas Massu allerdings absolut chancenlos. In Indian Wells kam García-López bis in die dritte Runde und in Monte Carlo stand er als Lucky Loser ebenfalls in Runde drei, wo er gegen Philipp Kohlschreiber drei Matchbälle nicht nutzen konnte. In Estoril erreichte er das Viertelfinale und verlor gegen Top-Ten-Spieler Novak Đoković knapp mit 4:6, 6:1, 5:7. Bei den French Open besiegte er den an zehn gesetzten Tomáš Berdych und beim Rasenturnier in Nottingham kam er überraschend bis ins Viertelfinale. Im Doppel holte sich der Spanier den Titel am Stuttgarter Weißenhof.

Bei seinem ersten Turnier der Saison 2008 in Chennai erreichte García-López das Viertelfinale, wo er seinem topgesetzten Landsmann Rafael Nadal unterlegen war. Im Doppel siegte er eine Woche später in Adelaide und bei den Australian Open besiegte er in Runde eins überraschend den an 18 gesetzten Juan Ignacio Chela in vier Sätzen und zog in die dritte Runde ein. Beim Turnier in San José erreichte der Spanier Ende Februar nach einem 7:6, 6:7, 7:6 über den Aufschlagriesen John Isner unerwartet das Halbfinale. Gegen den topgesetzten Andy Roddick schied er mit 6:7, 1:6 aus. In der Weltrangliste verbesserte er sich auf Platz 60. Nach einer enttäuschenden Sandplatzsaison sorgte der García-López in Wimbledon für Aufsehen. Er warf den an 19 gesetzten Nicolás Almagro aus dem Turnier und schied erst gegen den späteren Halbfinalisten Rainer Schüttler in Runde drei aus. Zurück auf Sand erreichte er Anfang Juli das Halbfinale in Gstaad nach einem Sieg über den an drei gesetzten Michail Juschny. Dort unterlag er nach hartem Kampf mit 6:7, 7:5, 6:7 dem Russen Igor Andrejew, wobei sich das Match aufgrund von Regenunterbrechungen über zwei Tage hinzog.

2009 erreichte García-López das Viertelfinale in Johannesburg, Delray Beach und Houston. Kurz vor den French-Open gewann er überraschend beim Turnier in Kitzbühel seinen ersten ATP-Titel und schaffte erstmals den Sprung in die Top 50 der Weltrangliste. In Paris scheiterte er jedoch in Runde eins an Andreas Seppi. Etwas überraschend erreichte der Sandplatzspezialist das Halbfinale beim Rasenturnier in Eastbourne. In Wimbledon war der Weltranglisten-Erste Roger Federer in Runde zwei Endstation und danach ging es für den Spanier zurück auf den Sandboden. Er erreichte die dritte Runde in Hamburg ebenso wie beim Hartplatzturnier in Cincinnati nach Siegen über Michail Juschny und Top-Ten-Spieler Fernando Verdasco. Ende des Jahres erreichte er die Viertelfinals in Stockholm und Valencia und beendete die Saison in den Top 50.

Zum Saisonbeginn 2010 gewann Guillermo García-López mit seinem Landsmann Albert Montañés seinen ersten Doppel-Titel in Doha. Im Einzel erreichte er nach fünf Erstrundenniederlagen in Folge in Indian Wells nach einem Sieg über Top-10-Spieler Marin Čilić das Achtelfinale. Auch bei den Masters-Turnieren von Rom und Madrid kam er jeweils ins Achtelfinale. Im Juni 2010 stand García-López in Eastbourne zum zweiten Mal in einem ATP-Finale, in welchem er dem Franzosen Michaël Llodra in zwei Sätzen unterlag. Daraufhin erlangte er mit Rang 38 seine bislang beste Weltranglistenplatzierung. In den folgenden drei Monaten konnte er nur zwei ATP-Matches gewinnen, dann gelang ihm jedoch im Oktober 2010 bei den Thailand Open in Bangkok die Sensation: Nach Siegen über die gesetzten Michael Berrer und Ernests Gulbis traf er im Halbfinale auf den Weltranglistenersten Rafael Nadal, den er in drei Sätzen besiegte. Im Finale besiegte er dann Jarkko Nieminen und sicherte sich damit seinen zweiten ATP-Einzeltitel. Seine starke Form in Asien hielt noch an, beim Mastersturnier in Shanghai konnte die auf 10 bzw. 7 gesetzten Topspieler Andy Roddick und Tomáš Berdych besiegen und erreichte das Viertelfinale. Nach diesen Erfolgen konnte García-López zum ersten Mal in die Top 30 eindringen, nach zwei Auftaktniederlagen in Wien und Valencia verlor er allerdings wieder Punkte und beendete die Saison auf Position 33.

In der Saison 2011 konnte er nicht mehr an die starke Form des Herbsts anknüpfen, bei den Australian Open erreichte er die dritte Runde und scheiterte dann am späteren Finalisten Andy Murray. Nach einem Halbfinaleinzug in Zagreb stieg er wieder im Ranking und erreichte am 21. Februar sein bisheriges Career-High mit Position 23. Daraufhin stellten sich doch keine weiteren Erfolge ein, es folgte trotz guter Leistungen eine Reihe von Erst- und Zweitrundenniederlagen, bloß in Madrid konnte García-López mit einem Achtelfinaleinzug und in Roland Garros mit dem Erreichen der dritten Runde etwas weiter kommen.

2013 gab er sein Debüt für die spanische Davis-Cup-Mannschaft.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500
ATP International Series
ATP World Tour 250 (5)
ATP Challenger Tour (4)
ATP-Titel nach Belag
Hartplatz (2)
Sand (3)
Rasen (0)
Teppich (0)

Einzel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 23. Mai 2009 OsterreichÖsterreich Kitzbühel Sand FrankreichFrankreich Julien Benneteau 3:6, 7:61, 6:3
2. 3. Oktober 2010 ThailandThailand Bangkok Hartplatz (i) FinnlandFinnland Jarkko Nieminen 6:4, 3:6, 6:4
3. 13. April 2014 MarokkoMarokko Casablanca Sand SpanienSpanien Marcel Granollers 5:7, 6:4, 6:3
ATP Challenger Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 16. Juli 2006 NiederlandeNiederlande Scheveningen Sand SpanienSpanien Albert Montañés 0:6, 6:3, 6:4
2. 11. November 2007 TunesienTunesien Tunis Sand SchweizSchweiz Michael Lammer 6:4, 7:63

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 19. Juni 2010 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eastbourne Rasen FrankreichFrankreich Michaël Llodra 5:7, 2:6
2. 28. April 2013 RumänienRumänien Bukarest Sand TschechienTschechien Lukáš Rosol 3:6, 2:6
3. 22. September 2013 RusslandRussland St. Petersburg Hartplatz (i) LettlandLettland Ernests Gulbis 6:3, 4:6, 0:6

Doppel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 9. Januar 2010 KatarKatar Doha Hartplatz SpanienSpanien Albert Montañés TschechienTschechien František Čermák
SlowakeiSlowakei Michal Mertiňák
6:4, 7:5
2. 3. März 2014 BrasilienBrasilien São Paulo Sand (i) OsterreichÖsterreich Philipp Oswald KolumbienKolumbien Juan Sebastián Cabal
KolumbienKolumbien Robert Farah
5:7, 6:4, [15:13]
ATP Challenger Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 16. Juli 2006 NiederlandeNiederlande Scheveningen Sand SpanienSpanien Salvador Navarro FrankreichFrankreich Marc Gicquel
FrankreichFrankreich Édouard Roger-Vasselin
6:4, 0:6, [11:9]
2. 10. Mai 2008 MarokkoMarokko Rabat Sand ArgentinienArgentinien Mariano Hood SpanienSpanien Marc Fornell-Mestres
BrasilienBrasilien Caio Zampieri
6:3, 6:2

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 30. Juli 2006 KroatienKroatien Umag Sand SpanienSpanien Albert Portas TschechienTschechien Jaroslav Levinský
TschechienTschechien David Škoch
4:6, 4:6
2. 22. Juli 2007 DeutschlandDeutschland Stuttgart (1) Sand SpanienSpanien Fernando Verdasco TschechienTschechien František Čermák
TschechienTschechien Leoš Friedl
4:6, 4:6
3. 4. Oktober 2009 ThailandThailand Bangkok Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Mischa Zverev Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eric Butorac
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rajeev Ram
6:74, 3:6
4. 28. Juli 2013 SchweizSchweiz Gstaad Sand SpanienSpanien Pablo Andújar AustralienAustralien John Peers
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jamie Murray
3:6, 4:6
5. 13. Juli 2014 DeutschlandDeutschland Stuttgart (2) Sand OsterreichÖsterreich Philipp Oswald NeuseelandNeuseeland Artem Sitak
PolenPolen Mateusz Kowalczyk
6:2, 1:6 [7:10]

Weblinks[Bearbeiten]