Novak Đoković

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Novak Đoković Tennisspieler
Novak Đoković
Novak Đoković 2011 beim Hyundai Hopman Cup in Perth
Spitzname: Nole, Nokia, Nox, Djoker[1]
Nationalität: SerbienSerbien Serbien
Geburtstag: 22. Mai 1987
Größe: 188 cm
Gewicht: 80 kg
1. Profisaison: 2003
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Marián Vajda, Boris Becker[2]
Preisgeld: 65.377.720 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 581:137
Karrieretitel: 45
Höchste Platzierung: 1 (4. Juli 2011)
Aktuelle Platzierung: 1
Wochen als Nr. 1: 107
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 34:49
Karrieretitel: 1
Höchste Platzierung: 114 (30. November 2009)
Aktuelle Platzierung: 344
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Olympische Spiele
Letzte Aktualisierung der Infobox: 11. August 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Novak Đoković (serbisch-kyrillisch Новак Ђоковић, andere Transkription Novak Djokovic; * 22. Mai 1987 in Belgrad, Jugoslawien) ist ein serbischer Tennisspieler.

In seiner Profikarriere gewann Đoković bislang 45 Titel im Einzel, sieben davon bei Grand-Slam-Turnieren. Vom 4. Juli 2011 bis zum 8. Juli 2012 sowie vom 5. November 2012 bis zum 6. Oktober 2013 war er die Nummer 1 der ATP-Weltrangliste. Am 7. Juli 2014 hat er sich die Spitze der Weltrangliste zurückerobert. Zwischen dem 3. Dezember 2010 und dem 3. Juni 2011 blieb Đoković 43 Spiele lang ungeschlagen. Damit hält er den Rekord der längsten Siegesserie unter den aktiven Spielern; es war die drittlängste Siegesserie der Geschichte hinter Ivan Lendl mit 44 und Guillermo Vilas mit 46 Siegen in Serie.

2011 gelang es ihm als erstem Spieler, fünf Turniere der ATP-World-Tour-Masters-1000-Kategorie in einem Jahr zu gewinnen. Zudem zog Đoković als jüngster Spieler der Open Era bei allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens einmal ins Finale ein. Darüber hinaus gewann er 2010 mit der serbischen Mannschaft den Davis Cup. Die von ihm gespielte Saison 2011 wird von Experten als eine der besten aller Zeiten angesehen.[3][4]

Tenniskarriere[Bearbeiten]

Anfänge (bis 2003)[Bearbeiten]

Zusammen mit Vater Srđan, Mutter Dijana und seinen beiden jüngeren Brüdern Marko und Đorđe wuchs Novak Đoković in der serbischen Hauptstadt Belgrad auf. Đoković begann als Vierjähriger mit dem Tennisspielen und kam mit zwölf Jahren auf die Tennis Academy von Nikola Pilić in München. 2003 debütierte er als Profi und stand am Ende des Jahres auf Platz 679 der ATP-Rangliste.

2004–2005[Bearbeiten]

Bei den Junioren schaffte er 2004 den Einzug ins Halbfinale der Australian Open. Bei den Lambertz Open 2004 in Aachen gewann er sein erstes ATP-Challenger-Turnier.

Als Profi erreichte er 2005 jeweils als Qualifikant die dritte Runde in Wimbledon und bei den US Open, wobei er einige höher platzierte Spieler wie Gaël Monfils und Mario Ančić besiegte. Das Jahr beendete er auf dem 78. Platz der Rangliste.

2006[Bearbeiten]

2006 erreichte er das Halbfinale beim ATP-Turnier von Zagreb und das Viertelfinale bei den French Open, als er erst gegen den späteren Sieger Rafael Nadal nach 0:2-Satzrückstand wegen Rückenproblemen aufgeben musste. Auf seinem Weg ins Viertelfinale schlug er mit Fernando González und Tommy Haas zwei Spieler, die deutlich vor ihm in der Weltrangliste platziert waren.

Im Juli 2006 gewann Đoković das ATP-Turnier im niederländischen Amersfoort. Im Oktober siegte er im französischen Metz, wodurch er auf Platz 16 der Rangliste kletterte.

2007: Platz 3 der Weltrangliste[Bearbeiten]

2007 erreichte Đoković das Achtelfinale der Australian Open, wo er dem Weltranglistenersten Roger Federer unterlag. Im März erreichte er das Finale des Masters-Turniers in Indian Wells, wo er Rafael Nadal unterlag. Durch diese Resultate erreichte Đoković als erster serbischer Tennisspieler die Top Ten.

Am 1. April gewann Đoković als bislang jüngster Spieler der Turniergeschichte das Masters-Turnier in Miami, als er mit 6:3, 6:2 und 6:4 Guillermo Cañas besiegte. Beim Masters-Turnier in Monte Carlo erreichte Đoković das Achtelfinale, in dem er an David Ferrer scheiterte. Anfang Mai gewann er das ATP-Turnier in Estoril, im Finale bezwang er Richard Gasquet mit 7:6, 0:6 und 6:1. Im Juni erreichte er das Halbfinale der French Open, verlor dort aber in drei Sätzen gegen Nadal. Beim Rasenturnier in Queens scheiterte Đoković im Achtelfinale an Arnaud Clément. In Wimbledon gab er im Halbfinale gegen Nadal verletzungsbedingt auf.

Đoković gelang am 12. August sein bis dahin größter Erfolg, als er in Montreal zunächst im Viertelfinale Andy Roddick, danach im Halbfinale Nadal und schließlich im Finale Roger Federer besiegte. Damit war es einem Tennisspieler zum ersten Mal seit 1994[5] wieder gelungen, innerhalb eines einzigen Turniers der Masters-Serie die drei besten Spieler der ATP-Rangliste zu besiegen.

Bei den US Open erreichte Đoković zum ersten Mal in seiner Karriere und als erster serbischer Spieler überhaupt das Finale eines Grand-Slam-Turniers, das er trotz einiger Satzbälle (fünf im ersten, und zwei im zweiten Satz) ohne Satzgewinn mit 6:7, 6:7 und 4:6 gegen Federer verlor. Anschließend gewann Đoković das Turnier in Wien gegen Stanislas Wawrinka mit 6:4, 6:0. Zum ersten Mal konnte Đoković sich für den Tennis Masters Cup qualifizieren, schied dort jedoch nach drei Niederlagen schon in der Gruppenphase aus.

Đoković, der 2007 von Marián Vajda trainiert wurde, ließ sich in Indian Wells, Miami und Wimbledon zusätzlich von Mark Woodforde betreuen.

2008: Erster Grand-Slam-Turniersieg und Sieg beim Tennis Masters Cup[Bearbeiten]

Đoković 2008 nach dem Sieg bei den Australian Open
Novak Đoković, 2008

Am 27. Januar gewann Đoković mit dem Titel bei den Australian Open sein erstes Grand-Slam-Turnier. Im Finale besiegte er den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga mit 4:6, 6:4, 6:3, 7:6. Im Halbfinale hatte er den Weltranglistenersten und dreimaligen Melbourne-Sieger Roger Federer mit 7:5, 6:3 und 7:6 bezwungen. Đoković ist damit der erste Serbe, der einen Grand-Slam-Titel gewinnen konnte, und zugleich der jüngste Titelträger bei den Australian Open.

Den zweiten Titel des Jahres holte er am 23. März beim Masters-Turnier in Indian Wells gegen Mardy Fish. Am 11. Mai folgte sein dritter Turniersieg beim Masters in Rom, wo er mit 4:6, 6:3, 6:3 erneut Stanislas Wawrinka besiegte. Bei den Wimbledon Championships 2008 schied er bereits in der zweiten Runde mit 4:6, 6:73, 2:6 gegen Marat Safin aus. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking trat er im Einzel an und gewann die Bronzemedaille. Nach seiner Niederlage im Halbfinale gegen Rafael Nadal schlug er im Spiel um Platz 3 James Blake mit 6:3 und 7:64. Bei den US Open 2008 konnte er seine Finalteilnahme aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Im Halbfinale unterlag er erneut dem späteren Turniersieger Roger Federer.

Im November 2008 gewann Đoković zum ersten Mal den Tennis Masters Cup. Dabei bezwang er im Finale Nikolai Dawidenko mit 6:1 und 7:5.

2009: Fünf Turniersiege[Bearbeiten]

Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres konnte der Vorjahressieger diesmal nur das Viertelfinale erreichen, wo er gegen Andy Roddick im vierten Satz erschöpft aufgeben musste. Den ersten Titel des Jahres errang er bei den Dubai Open, wo er David Ferrer im Finale mit 7:5 und 6:3 besiegte. Bei den Gerry Weber Open unterlag er im Endspiel Tommy Haas mit 3:6, 7:6 und 1:6. In Wimbledon kam er bis ins Viertelfinale, scheiterte dort jedoch mit 1:3 Sätzen wiederum an Haas. Zum Ende des Jahres konnte Đoković sich wieder steigern und nacheinander das Turnier von Basel und die Paris Masters gewinnen. In Basel bezwang er im Finale Roger Federer und in Paris im Halbfinale seinen schärfsten Konkurrenten um den zweiten Weltranglistenplatz, Rafael Nadal.

2010: Platz 2 in der Weltrangliste und Davis-Cup-Sieg[Bearbeiten]

Bei den Australian Open verlor er zwar das Viertelfinale gegen Jo-Wilfried Tsonga in fünf Sätzen, rückte aber am 1. Februar auf Position zwei der ATP-Weltrangliste vor – seine neue Bestmarke. In Dubai verteidigte er zum ersten Mal in seiner Karriere einen Titel mit einem Dreisatzsieg über Michail Juschny. Bei den French Open scheiterte er im Viertelfinale an dem an Position 22 gesetzten Jürgen Melzer. In Wimbledon gab Đoković nach einem engen Fünfsatzmatch in der ersten Runde gegen Olivier Rochus bis zum Halbfinale nur einen Satz ab, unterlag dort allerdings dem Tschechen Tomáš Berdych klar mit 3:6, 5:7 und 3:6. Bei den US Open erreichte er mit einem Sieg über Federer das Finale und unterlag dort dem Weltranglistenersten Nadal in vier Sätzen. Mit seiner Finalteilnahme zog er in der Weltrangliste jedoch wieder an Federer vorbei auf Platz 2. Im Oktober gelang ihm beim Turnier in Peking seine zweite Titelverteidigung. Beim Hallenturnier in Basel kam es zur Wiederholung des Vorjahresendspiels, allerdings siegte diesmal Federer. Bei den ATP World Tour Finals überstand Đoković die Gruppenphase, scheiterte im Halbfinale aber erneut an Federer, dem späteren Champion. Ein besonderes Highlight fand im Dezember statt: An der Seite von Janko Tipsarević, Viktor Troicki und Nenad Zimonjić gewann er in Belgrad vor heimischem Publikum den Davis Cup. Im Endspiel gegen Frankreich gewann Đoković beide Einzel und blieb damit 2010 auf Davis-Cup-Ebene ungeschlagen. In Interviews schätzte Đoković diesen Erfolg höher ein als seinen Triumph bei den Australian Open 2008.

2011: Drei Grand-Slam-Titel und Nummer 1 der Welt[Bearbeiten]

Đoković 2011 nach seinem zweiten Sieg bei den Australian Open

Zur Saisoneröffnung erreichte Đoković, der die Gruppenphase ungeschlagen überstand, beim Hopman Cup in Perth an der Seite von Ana Ivanović das Finale, das wegen einer Bauchfell-Verletzung bei Ivanović nicht stattfand. Anschließend gewann er zum zweiten Mal nach 2008 die Australian Open. Auf dem Weg zum Turniersieg schlug er im Viertelfinale die Nummer 6 der Welt, Tomáš Berdych, und im Halbfinale – wie zuletzt bei den US Open 2010 – den Weltranglistenzweiten Federer, ehe er im Finale Andy Murray klar mit 6:4, 6:2 und 6:3 besiegte. Đoković gab im Laufe des Turniers nur einen Satz ab – in Runde zwei gegen den Kroaten Ivan Dodig. Beim Turnier in Dubai verteidigte er seinen Titel, indem er im Finale abermals Federer besiegte – es war Đoković' dritter Dubai-Titel in Folge. Beim Indian Wells Masters im März nahm er wieder Position 2 der ATP-Rangliste ein. Er setzte sich im Halbfinale in drei Sätzen gegen Federer durch und besiegte Rafael Nadal im Finale mit 4:6, 6:3 und 6:2. Zwei Wochen später gewann Đoković nach 2007 zum zweiten Mal das Miami Masters. Im Finale schlug er abermals Nadal mit 4:6, 6:3, 7:6(4). Das Masters in Monte Carlo musste Đoković verletzungsbedingt auslassen. Er eröffnete die Sandplatzsaison bei seinem Heimatturnier in Belgrad, wo er mit einem Finalsieg über Feliciano López seinen fünften Titel in Folge feiern konnte. Beim Madrid Masters schlug er im Endspiel Nadal mit 7:5 und 6:4, eine Woche später in Rom mit 6:4 und 6:4. Durch den Erfolg in Rom sicherte sich Đoković nebenbei bereits frühzeitig einen Startplatz für die World Tour Finals am 20. November in London. Neben Rafael Nadal, dem dies 2009 erstmals gelungen war, ist er damit erst der zweite Spieler, der sich vor dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres für das Masters-Finale qualifizieren konnte.

Durch weitere Siege zu Beginn der French Open blieb er ab Saisonbeginn insgesamt 41 Spiele ungeschlagen, was den zweitbesten Saisonstart in der Geschichte nach John McEnroe (42 Siege im Jahr 1984) bedeutete. Die Serie riss schließlich im Halbfinale von Paris beim Match gegen Federer. Insgesamt blieb er saisonübergreifend 43 Spiele lang unbesiegt. Dies war die drittlängste Siegesserie in der Geschichte der Open Era – Guillermo Vilas schaffte 46 und Ivan Lendl 44 Siege. Durch die Halbfinalniederlage konnte er zunächst nicht aus eigener Kraft an die Spitze der Weltrangliste stürmen. Dies gelang ihm jedoch in Wimbledon mit einem Halbfinalsieg über Tsonga. Damit stand fest, dass er am 4. Juli 2011 die neue Nummer 1 der Weltrangliste sein würde. Im Endspiel schlug er Nadal in vier Sätzen und machte damit seinen zweiten Grand-Slam-Turniersieg des Jahres perfekt.

Im Anschluss an Wimbledon legte Đoković (abgesehen von einem Auftritt im Doppel in der Davis-Cup-Partie gegen Schweden) eine vierwöchige Turnierpause ein, bevor er Mitte August beim Masters-Turnier in Montreal nahtlos an seine bisherigen Saisonerfolge anknüpfte. Er gewann das Finale gegen Mardy Fish in drei Sätzen und sicherte sich damit den fünften Sieg bei einem Masters-Turnier in einer Saison, was zuvor noch keinem Spieler gelungen war. Beim anschließenden Masters-Turnier in Cincinnati erreichte er erneut das Finale. Das Match gegen Andy Murray gab er jedoch beim Stand von 4:6 und 0:3 wegen Schulterproblemen auf – es war erst die zweite Saisonniederlage.

Bei den US Open zog er nach einem Fünfsatzerfolg über Federer, gegen den er zwei Matchbälle bei Aufschlag Federer abwehren konnte, ins Endspiel ein. Dort traf er zum sechsten Mal in diesem Jahr in einem Finale auf Nadal. Nach über vier Stunden Spielzeit konnte Đoković das Match in vier Sätzen mit 6:2, 6:4, 6:7 und 6:1 für sich entscheiden und damit seinen dritten Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier in dieser Saison feiern. Im Dezember wurde Đoković in einer Umfrage der polnischen Presseagentur Polska Agencja Prasowa (PAP) zu Europas Sportler des Jahres gewählt. Auch die Vereinigung der europäischen Sportjournalisten (UEPS) zeichnete ihn mit diesem Titel aus.

2012: Dritter Gewinn der Australian Open und Sieg bei den ATP World Tour Finals[Bearbeiten]

Novak Đoković, 2012

Zunächst verteidigte der Serbe seinen Titel bei den Australian Open. Im Finale gewann er ein knapp sechsstündiges Fünfsatzmatch gegen Nadal mit 5:7, 6:4, 6:2, 6:7 (5:7), 7:5. Es war das längste Spiel der Turniergeschichte und das längste Grand-Slam-Finale der Open Era.[6] Am 6. Februar wurde er bei den Laureus World Sports Awards mit dem Titel Weltsportler des Jahres ausgezeichnet.

In Dubai gelang ihm der Einzug ins Halbfinale, in dem er Murray mit 2:6, 5:7 unterlag. Auch beim Turnier von Indian Wells verpasste er das Finale, als er John Isner mit 6:7, 6:3, 6:7 unterlag. In Miami gelang Đoković der Einzug ins Endspiel. Dort konnte er sich gegen Murray mit einem 6:1-, 7:6-Sieg für die Halbfinalniederlage von Dubai revanchieren. Es war der 30. Titel seiner Profikarriere, den er zudem ohne Satzverlust gewann. Im Finale von Monte Carlo musste er sich dem „Sandplatzkönig“ Nadal überraschend deutlich mit 3:6, 1:6 geschlagen geben. Nach einer Viertelfinalniederlage gegen seinen Landsmann Janko Tipsarević in Madrid erreichte er beim Masters-Turnier in Rom erneut das Finale. Dort unterlag er Nadal wie schon in Monte Carlo in zwei Sätzen. Bei den French Open erreichte Đoković mit einem Dreisatzsieg über Federer im Halbfinale erstmals in seiner Karriere das Finale. In dem wegen Regen zeitweise unterbrochenen und über zwei Tage ausgetragenen Endspiel unterlag er in vier Sätzen abermals Nadal. In Wimbledon erreichte er das Halbfinale, unterlag aber in vier Sätzen dem späteren Sieger Roger Federer, der ihn dadurch von Platz 1 der Weltrangliste verdrängte.

Đoković trug bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London die serbische Flagge. Sowohl im Einzel als auch im Doppel konnte er jedoch keine Medaille erringen. Im Doppel scheiterte er mit Viktor Troicki schon in der ersten Runde an den Schweden Johan Brunström und Robert Lindstedt, im Einzel zog er ins Halbfinale ein. Dort unterlag er Andy Murray mit 5:7, 5:7 und verpasste wie schon 2008 in Peking das Finale. Im Spiel um Bronze unterlag er anschließend auch Juan Martín del Potro in zwei Sätzen. Durch den Titelgewinn in Toronto und den Finaleinzug in Cincinnati gewann Đoković dann zum ersten Mal die US Open Series. Dabei bezwang er im Finale von Toronto Richard Gasquet mit 6:3, 6:2, während er in Cincinnati Federer mit 0:6, 6:7 unterlag. Bei den US Open gelang ihm zum vierten Mal der Einzug ins Finale, in dem ihn Andy Murray mit 7:6, 7:5, 2:6, 3:6, 6:2 besiegte.

Nachdem Đoković durch einen Finalsieg über Jo-Wilfried Tsonga zum dritten Mal die China Open gewonnen hatte, stand er im Finale von Shanghai erneut Andy Murray gegenüber. Diesmal behielt er nach Abwehr von fünf Matchbällen mit 5:7, 7:6, 6:3 die Oberhand. Dadurch hatte Đoković bei sieben der insgesamt neun ATP-World-Tour-Masters-1000-Turniere, die zu diesem Zeitpunkt im Turnierkalender standen, mindestens einmal gewonnen. Sieben verschiedene Masters-Turniere konnten zuvor nur Andre Agassi und Roger Federer für sich entscheiden. Zudem verbuchte Đoković mit dem Erreichen des Endspiels von Shanghai als zweiter Spieler nach Federer bei jedem der aktuellen Masters-Turniere mindestens einen Finaleinzug.

Nach der Absage des Paris Masters' von Titelverteidiger Federer eroberte Đoković am 5. November die Weltranglistenführung zurück. Am 12. November gewann er zum zweiten Mal nach 2008 das Saisonabschlussfinale in London. Er gewann alle drei Vorrundenspiele sowie das Halbfinale gegen Juan Martín del Potro und schlug im Finale den Vorjahressieger und sechsmaligen ATP-World-Tour-Champion Federer mit 7:66, 7:5. Damit sicherte sich Đoković zum Jahresende weitere 1.500 Weltranglistenpunkte und erspielte sich ein Turnierpreisgeld von insgesamt 1,76 Millionen US-Dollar.

2013: Vierter Gewinn der Australian Open[Bearbeiten]

Đoković bei den French Open 2013

Der an Nummer eins gesetzte Serbe schlug im Finale der Australian Open Andy Murray mit 6:7, 7:6, 6:3 und 6:2 und sicherte sich damit, zusammen mit einem Preisgeld von 2,43 Millionen US-Dollar, seinen insgesamt vierten Titel beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Außerdem war er damit der erste Spieler der Open Era, der bei den Australian Open dreimal in Folge gewann.[7] In der ersten Runde des Davis Cups gegen Belgien kam Đoković im Einzel gegen Olivier Rochus zum Einsatz, den er klar in drei Sätzen besiegte. Serbien gewann die Partie mit 3:2. In Dubai besiegte Đoković Tomáš Berdych in 94 Minuten mit 7:5 und 6:3. Es war sein vierter Titel bei diesem Turnier. Bei den Masters in Indian Wells und Miami erreichte er das Halbfinale bzw. Achtelfinale. In der zweiten Runde des Davis Cups führte er die serbische Mannschaft gegen die Vereinigten Staaten an. Er gewann seine beiden Einzel gegen John Isner und Sam Querrey, die Begegnung endete mit 3:1 für Serbien.

In Monaco gewann er seinen dritten Titel der laufenden Saison und beendete damit Nadals Serie von 46 Siegen in Folge in Monte Carlo. Beim Masters in Madrid unterlag er bereits in seiner Auftaktpartie Grigor Dimitrow, im nachfolgenden Turnier in Rom musste er sich im Viertelfinale Tomáš Berdych geschlagen geben. Bei den French Open traf er im Halbfinale auf Nadal, dem er in fünf Sätzen knapp mit 4:6, 6:3, 1:6, 7:6 und 7:9 unterlag. In Wimbledon erreichte der topgesetzte Serbe ohne Satzverlust das Halbfinale, in dem er del Potro knapp mit 7:5, 4:6, 7:6, 6:7 und 6:3 bezwang. Im Finale traf Đoković wie schon bei den Australian Open auf Murray, dem er mit 4:6, 5:7, 4:6 unterlag.

Bei den Masters-Turnieren in Montreal und Cincinnati musste er sich im Viertelfinale gegen Nadal bzw. im Achtelfinale gegen John Isner geschlagen geben. Deutlich erfolgreicher verliefen die US Open, bei denen er wie im Vorjahr das Endspiel erreichte. Mit 2:6, 6:3, 4:6 und 1:6 unterlag er dort jedoch Nadal. Im Halbfinale des Davis Cups kam Đoković in den Einzeln zum Einsatz. Er gewann die Partien gegen Milos Raonic und Vasek Pospisil jeweils glatt in drei Sätzen und trug damit maßgeblich zum 3:2-Sieg gegen Kanada bei. Beim nachfolgenden Turnier in Peking traf er im Finale erneut auf Nadal, gegen den er sich diesmal klar mit 6:3 und 6:4 durchsetzte. Durch Nadals Finaleinzug fiel Đoković in der Weltrangliste auf den zweiten Rang zurück.

Beim Masters in Shanghai verteidigte Đoković seinen Titel, indem er del Potro im Endspiel mit 6:1, 3:6 und 7:63 besiegte. In Paris gewann Đoković das Masters, nachdem er sich im Halbfinale gegen Roger Federer und im Endspiel mit 7:5 und 7:5 gegen David Ferrer durchgesetzt hatte. Bei den abschließenden ATP World Tour Finals 2013 startete Đoković wie schon beim Masters in Shanghai als Titelverteidiger. Er gewann seine drei Gruppenspiele, unter anderem gegen Federer, setzte sich im anschließenden Halbfinale gegen Stanislas Wawrinka durch und besiegte im Endspiel Nadal mit 6:3 und 6:4. Beim Endspiel des Davis Cups gegen Tschechien gewann Đoković seine beiden Einzelpartien gegen Radek Štěpánek und Tomáš Berdych, insgesamt verlor Serbien aber mit 2:3 gegen die tschechische Mannschaft.

Zum Ende des Jahres verpflichtete Novak Đoković den ehemaligen Weltranglistenersten Boris Becker als neuen Trainer.

2014: Zweiter Sieg in Wimbledon[Bearbeiten]

Bei den Australian Open unterlag Đoković als Titelverteidiger im Viertelfinale überraschend dem späteren Turniersieger Stanislas Wawrinka mit 6:2, 4:6, 2:6, 6:3 und 7:9.

Nach vier Siegen in Folge über Rafael Nadal unterlag Đoković im Finale der French Open 2014 mit 6:3, 5:7, 2:6, 4:6.

Beim Turnier in Wimbledon war er an Nummer 1 gesetzt und schlug Roger Federer in einem fast vier Stunden dauernden Endspiel mit 6:7, 6:4, 7:6, 5:7 und 6:4. Damit eroberte er die Spitzenposition der Weltrangliste zurück.[8]

Erfolge[Bearbeiten]

Rekord-Weltranglistenerste im Herreneinzel
Rang Tennisspieler Wochen
1. SchweizSchweiz Roger Federer 302
2. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Pete Sampras 286
3. TschechoslowakeiTschechoslowakei Ivan Lendl 270
4. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Connors 268
5. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John McEnroe 170
6. SpanienSpanien Rafael Nadal 141
7. SchwedenSchweden Björn Borg 109
8. SerbienSerbien Novak Đoković 108
9. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andre Agassi 101
Stand: 18. August 2014

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel (45)
Anzahl von Turniersiegen und Finalteilnahmen bei unterschiedlichen Turnieren und Platzbelägen
Siege Finalteilnahmen
Turnierkategorien* Platzbeläge Turnierkategorien* Platzbeläge
Grand Slam (7) Hartplatz (34) Grand Slam (14) Hartplatz (46)
ATP World Tour Finals (3) Sand (9) ATP World Tour Finals (3) Sand (16)
ATP World Tour Masters 1000 (19) Rasen (2) ATP World Tour Masters 1000 (29) Rasen (5)
ATP World Tour 500 (10) ATP World Tour 500 (11)
ATP World Tour 250 (6) ATP World Tour 250 (10)
Detaillierte Darstellung der Turniersiege
Nr. Datum Turnier Platzbelag Finalgegner Endergebnis
01. 23. Juli 2006 Amersfoort Sand ChileChile Nicolás Massú 7:65, 6:4
02. 08. Oktober 2006 Metz Hartplatz (i) OsterreichÖsterreich Jürgen Melzer 4:6, 6:3, 6:2
03. 07. Januar 2007 Adelaide Hartplatz AustralienAustralien Chris Guccione 6:3, 6:76, 6:4
04. 01. April 2007 Miami Masters Hartplatz ArgentinienArgentinien Guillermo Cañas 6:3, 6:2, 6:4
05. 06. Mai 2007 Estoril Sand FrankreichFrankreich Richard Gasquet 7:67, 0:6, 6:1
06. 12. August 2007 Canada Masters Hartplatz SchweizSchweiz Roger Federer 7:62, 2:6, 7:62
07. 14. Oktober 2007 Wien Hartplatz (i) SchweizSchweiz Stanislas Wawrinka 6:4, 6:0
08. 27. Januar 2008 Australian Open Hartplatz FrankreichFrankreich Jo-Wilfried Tsonga 4:6, 6:4, 6:3, 7:62
09. 23. März 2008 Indian Wells Masters Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mardy Fish 6:2, 5:7, 6:3
10. 11. Mai 2008 Rom Masters Sand SchweizSchweiz Stanislas Wawrinka 4:6, 6:3, 6:3
11. 16. November 2008 Tennis Masters Cup Hartplatz (i) RusslandRussland Nikolai Dawydenko 6:1, 7:5
12. 28. Februar 2009 Dubai Hartplatz SpanienSpanien David Ferrer 7:5, 6:3
13. 10. Mai 2009 Belgrad Sand PolenPolen Łukasz Kubot 6:3, 7:60
14. 11. Oktober 2009 Peking Hartplatz KroatienKroatien Marin Čilić 6:2, 7:64
15. 08. November 2009 Basel Hartplatz (i) SchweizSchweiz Roger Federer 6:4, 4:6, 6:2
16. 15. November 2009 Paris Masters Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Gaël Monfils 6:2, 5:7, 7:63
17. 28. Februar 2010 Dubai Hartplatz RusslandRussland Michail Juschny 7:5, 5:7, 6:3
18. 11. Oktober 2010 Peking Hartplatz SpanienSpanien David Ferrer 6:2, 6:4
19. 30. Januar 2011 Australian Open Hartplatz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Murray 6:4, 6:2, 6:3
20. 26. Februar 2011 Dubai Hartplatz SchweizSchweiz Roger Federer 6:3, 6:3
21. 20. März 2011 Indian Wells Masters Hartplatz SpanienSpanien Rafael Nadal 4:6, 6:3, 6:2
22. 03. April 2011 Miami Masters Hartplatz SpanienSpanien Rafael Nadal 4:6, 6:3, 7:64
23. 01. Mai 2011 Belgrad Sand SpanienSpanien Feliciano López 7:64, 6:2
24. 08. Mai 2011 Madrid Masters Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 7:5, 6:4
25. 15. Mai 2011 Rom Masters Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 6:4, 6:4
26. 03. Juli 2011 Wimbledon Rasen SpanienSpanien Rafael Nadal 6:4, 6:1, 1:6, 6:3
27. 14. August 2011 Canada Masters Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mardy Fish 6:2, 3:6, 6:4
28. 12. September 2011 US Open Hartplatz SpanienSpanien Rafael Nadal 6:2, 6:4, 6:73, 6:1
29. 29. Januar 2012 Australian Open Hartplatz SpanienSpanien Rafael Nadal 5:7, 6:4, 6:2, 6:75, 7:5
30. 01. April 2012 Miami Masters Hartplatz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Murray 6:1, 7:64
31. 12. August 2012 Canada Masters Hartplatz FrankreichFrankreich Richard Gasquet 6:3, 6:2
32. 07. Oktober 2012 Peking Hartplatz FrankreichFrankreich Jo-Wilfried Tsonga 7:64, 6:2
33. 14. Oktober 2012 Shanghai Masters Hartplatz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Murray 5:7, 7:611, 6:3
34. 12. November 2012 ATP World Tour Finals Hartplatz (i) SchweizSchweiz Roger Federer 7:66, 7:5
35. 27. Januar 2013 Australian Open Hartplatz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Murray 6:72, 7:63, 6:3, 6:2
36. 02. März 2013 Dubai Hartplatz TschechienTschechien Tomáš Berdych 7:5, 6:3
37. 21. April 2013 Monte Carlo Masters Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 6:2, 7:61
38. 06. Oktober 2013 Peking Hartplatz SpanienSpanien Rafael Nadal 6:3, 6:4
39. 13. Oktober 2013 Shanghai Masters Hartplatz ArgentinienArgentinien Juan Martín del Potro 6:1, 3:6, 7:63
40. 03. November 2013 Paris Masters Hartplatz (i) SpanienSpanien David Ferrer 7:5, 7:5
41. 11. November 2013 ATP World Tour Finals Hartplatz (i) SpanienSpanien Rafael Nadal 6:3, 6:4
42. 16. März 2014 Indian Wells Masters Hartplatz SchweizSchweiz Roger Federer 3:6, 6:3, 7:63
43. 30. März 2014 Miami Masters Hartplatz SpanienSpanien Rafael Nadal 6:3, 6:3
44. 18. Mai 2014 Rom Masters Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 4:6, 6:3, 6:3
45. 06. Juli 2014 Wimbledon Rasen SchweizSchweiz Roger Federer 6:77, 6:4, 7:64, 5:7, 6:4
Detaillierte Darstellung der verlorenen Finals
Nr. Datum Turnier Platzbelag Finalgegner Endergebnis
01. 30. Juli 2006 Umag Sand SchweizSchweiz Stanislas Wawrinka 6:63:1, aufg.
02. 18. März 2007 Indian Wells Masters Hartplatz SpanienSpanien Rafael Nadal 2:6, 5:7
03. 09. September 2007 US Open Hartplatz SchweizSchweiz Roger Federer 6:74, 6:72, 4:6
04. 15. Juni 2008 Queen’s Club Rasen SpanienSpanien Rafael Nadal 6:76, 5:7
05. 03. August 2008 Cincinnati Masters Hartplatz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Murray 6:74, 6:75
06. 28. September 2008 Bangkok Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Jo-Wilfried Tsonga 6:74, 4:6
07. 05. April 2009 Miami Masters Hartplatz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Murray 2:6, 5:7
08. 19. April 2009 Monte Carlo Masters Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 3:6, 6:2, 1:6
09. 03. Mai 2009 Rom Masters Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 6:72, 2:6
10. 14. Juni 2009 Halle Rasen DeutschlandDeutschland Tommy Haas 3:6, 7:64, 1:6
11. 23. August 2009 Cincinnati Masters Hartplatz SchweizSchweiz Roger Federer 1:6, 5:7
12. 12. September 2010 US Open Hartplatz SpanienSpanien Rafael Nadal 4:6, 7:5, 4:6, 2:6
13. 07. November 2010 Basel Hartplatz (i) SchweizSchweiz Roger Federer 4:6, 6:3, 1:6
14. 21. August 2011 Cincinnati Masters Hartplatz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Murray 4:6, 0:3, aufg.
15. 22. April 2012 Monte Carlo Masters Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 3:6, 1:6
16. 21. Mai 2012 Rom Masters Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 5:7, 3:6
17. 11. Juni 2012 French Open Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 4:6, 3:6, 6:2, 5:7
18. 19. August 2012 Cincinnati Masters Hartplatz SchweizSchweiz Roger Federer 0:6, 6:77
19. 10. September 2012 US Open Hartplatz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Murray 6:710, 5:7, 6:2, 6:3, 2:6
20. 07. Juli 2013 Wimbledon Rasen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Murray 4:6, 5:7, 4:6
21. 09. September 2013 US Open Hartplatz SpanienSpanien Rafael Nadal 2:6, 6:3, 4:6, 1:6
22. 08. Juni 2014 French Open Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 6:3, 5:7, 2:6, 4:6

(*) Bezeichnungen der Turnierkategorien bis 2008:
ATP World Tour Finals = Tennis Masters Cup
ATP World Tour Masters 1000 = ATP Masters Series
ATP World Tour 500 = International Series Gold
ATP World Tour 250 = International Series

Doppel (1)
Anzahl von Turniersiegen und Finalteilnahmen bei unterschiedlichen Turnieren und Platzbelägen
Siege Finalteilnahmen
Turnierkategorien* Platzbeläge Turnierkategorien* Platzbeläge
ATP World Tour 250 (1) Hartplatz (0) ATP World Tour 250 (2) Hartplatz (1)
Rasen (1) Rasen (1)
Detaillierte Darstellung der Turniersiege
Nr. Datum Turnier Platzbelag Partner Finalgegner Endergebnis
01. 13. Juni 2010 Queen’s Club Rasen IsraelIsrael Jonathan Erlich SlowakeiSlowakei Karol Beck
TschechienTschechien David Škoch
6:76, 6:2, [10:3]
Detaillierte Darstellung der verlorenen Finals
Nr. Datum Turnier Platzbelag Partner Finalgegner Endergebnis
01. 07. Januar 2007 Adelaide Hartplatz TschechienTschechien Radek Štěpánek SudafrikaSüdafrika Wesley Moodie
AustralienAustralien Todd Perry
4:6, 6:3, [13:15]

(*) Bezeichnungen der Turnierkategorien bis 2008:
ATP World Tour 250 = International Series


Leistungsbilanz bei den wichtigsten Turnieren[Bearbeiten]

Turnier1 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 Gesamt
Australian Open VF S S S VF VF S AF 1R 1R 4
French Open F HF F HF VF 3R HF HF VF 2R 0
Wimbledon S F HF S HF VF 2R HF AF 3R 2
US Open F F S F HF HF F 3R 3R 1
ATP World Tour Finals2 S S RR HF RR S RR 3
Indian Wells Masters S HF HF S AF VF S F 1R 3
Miami Masters S AF S S 2R F 2R S 2R 4
Monte Carlo Masters HF S F HF F HF AF 1R 1
Madrid Masters3 2R VF S HF AF HF VF 1
Rom Masters S VF F S VF F S VF 3
Hamburg Masters4 nicht Teil der Serie HF VF 2R 0
Canada Masters AF HF S S HF VF VF S 3
Cincinnati Masters AF VF F F VF F F 2R 2R 1R 0
Shanghai Masters S S HF HF nicht ausgetragen 2
Paris Masters S 2R VF AF S AF 2R 2R AF 2
Olympische Spiele n.a. KF nicht ausgetragen B nicht ausgetragen n.a. 0
Davis Cup5 F HF S PO PO PO PO K1 K2 1
Turnierteilnahmen 10 16 17 15 19 22 19 22 19 9 3 0 171
Erreichte Finals 5 9 11 11 4 10 7 7 3 0 0 0 67
Gewonnene Titel 4 7 6 10 2 5 4 5 2 0 0 0 45
Hartplatz-Siege/-Niederlagen 18:4 53:5 50:5 46:5 43:12 53:11 43:12 43:12 17:9 2:3 0:1 0:0 368:79
Sand-Siege/-Niederlagen 14:2 15:3 16:4 17:1 12:4 17:6 16:3 18:5 14:5 4:5 1:2 0:0 144:40
Rasen-Siege/-Niederlagen 7:0 6:1 9:3 7:0 6:2 8:2 5:2 6:2 4:2 2:1 0:0 0:0 60:15
Teppich-Siege/-Niederlagen 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 1:0 5:2 3:2 1:0 0:0 10:4
Gesamt-Siege/-Niederlagen 39:6 74:9 75:12 70:6 61:18 78:19 64:17 68:19 40:18 11:11 2:3 0:0 582:138
Position am Jahresende (1) 2 1 1 3 3 3 3 16 78 186 679 N/A

Anmerkung: Die Statistik berücksichtigt nur Ergebnisse im Einzel. Eine Ausnahme bildet der Davis Cup, wo eine erreichte Runde auch dann angegeben wird, wenn der Spieler nur im Doppel eingesetzt worden ist.
Stand: 14. August 2014.
Legende: S = Turniersieg; F = unterlegener Finalist; HF, VF, AF = ausgeschieden im Halb-, Viertel-, Achtelfinale; 3R, 2R, 1R = ausgeschieden in der 3., 2., 1. Runde; RR (Round Robin) = ausgeschieden in der Gruppenphase; B = Bronzemedaille; KF (Kleines Finale) = unterlegen im Spiel um Platz drei; PO (Playoff) = Auf- und Abstiegsrunde im Davis Cup; K1, K2, K3, K4 = Teilnahme in der Kontinentalgruppe I, II, III, IV im Davis Cup.

1 Turnierresultat in Klammern bedeutet, dass der Spieler das Turnier noch nicht beendet hat, und zeigt seinen aktuellen Turnierstatus an.
2 Vor 2009 Tennis Masters Cup.
3 2009 Spielbelagswechsel von Hartplatz zu Sand.
4 Das Turnier von Hamburg ist seit 2009 nicht mehr Teil der Masters-Serie.
5 Erreichte Runden werden nur bei Teilnahme in der Weltgruppe angegeben. Angegeben ist dabei die letzte erreichte Runde des Davis-Cup-Teams, sofern der Spieler im jeweiligen Jahr in irgendeiner Runde einen Einsatz im Team hatte. Als Mannschaftswettbewerb wird der Davis Cup unter Turnierteilnahmen, Erreichte Finals und Gewonnene Titel nicht berücksichtigt.

Persönliches[Bearbeiten]

Novak Đoković spricht neben seiner Muttersprache Serbisch noch Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Slowakisch.[9]

Seit 2005 war Novak Đoković mit Jelena Ristić liiert,[10] im September 2013 gab das Paar die Verlobung bekannt.[11] Im Juli 2014 heirateten die beiden.[12]

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Jahr seines Durchbruchs (2007) wurde Novak Đoković zum Beliebtesten Serben des Jahres gewählt. Durch ihn und die ebenfalls erfolgreichen Tennisspielerinnen Ana Ivanović und Jelena Janković erlebte der Tennissport in Serbien einen generellen Aufschwung.

Đoković sorgt durch sein extrem häufiges Auftippen des Balles vor dem Aufschlag häufig für Furore. Damit glaubt er, sich eine höhere Konzentration verschaffen zu können. Allerdings führt diese Angewohnheit mehrfach zu Diskussionen mit seinen Gegnern, auch wurde er von Unparteiischen für diese Eigenart schon häufig verwarnt. Während des Endspiels der Australian Open 2008 beschwerte sich Jo-Wilfried Tsonga mehrfach beim Schiedsrichter über Đokovićs Zeitspiel.[13]

Zudem ist er als Parodist anderer Tennisspieler bekannt. Unter anderem hat er bereits Marija Scharapowa, Rafael Nadal, Andy Roddick sowie auch mittlerweile inaktive Spieler wie Pete Sampras, Boris Becker und Goran Ivanišević nachgeahmt. Im Jahr 2010 hatte Đoković einen Cameo-Auftritt in dem Video zur Single „Hello“ von Martin Solveig.[14]

Am 28. April 2011 wurde er mit dem St.-Sava-Orden geehrt.[15] Đoković ist seit August 2011 nationaler Botschafter der UNICEF für Serbien.

Für seine Restaurant-Kette „Novak Cafe & Restaurant“, die es in mehreren Städten in Serbien gibt, hat sich Đoković für seinen Restaurant-Betrieb die weltweite Versorgung von Eselkäse gesichert, eine besondere Käsesorte aus Serbien, die zu den teuersten der Welt gehört.[16]

Literatur[Bearbeiten]

  • Markus Alexander: Novak Djokovic − Sein Weg zur Nummer eins. Ramses Verlag, Rostock 2013, ISBN 978-3-943004-19-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Novak Đoković – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Novak Đoković – Biography (englisch), abgerufen am 31. Mai 2010
  2. tennisnet.com: Knalleffekt: Becker wird neuer Djokovic-Trainer
  3. Hal Habib: After putting on 'couch potato' weight in retirement, Pete Sampras is fit again and playing competitively. Abgerufen am 15. Oktober 2013.
  4. Danielle Rossingh: Djokovic’s Season Ranks Among Greatest Ever, Becker Says. In: Bloomberg, 19. November 2011. 
  5. damals triumphierte Boris Becker in Stockholm nacheinander über Michael Stich (Dritter), Pete Sampras (Erster) und Goran Ivanišević (Zweiter)
  6. Spiegel Online: Australian-Open-Sieger Djokovic. Heiß gelaufen im Brutofen. Abgerufen am 29. Januar 2012
  7. Die Presse: Novak Djokovic: Der Alleinherrscher von Melbourne, abgerufen am 28. Januar 2013
  8. Fantastischer Djokovic ringt unglaublichen Federer im fünften Satz nieder, derstandard.at vom 6. Juli 2014, abgerufen am 6. Juli 2014.
  9. jokovič prekvapil slovenčinou, prišlo aj na Nadala či Šarapovovú (slowakisch), abgerufen am 15. November 2012
  10. Wann läuten die Hochzeitsglocken für Djokovic?, tennisnet.com. Abgerufen am 20. September 2013.
  11. Djokovic gibt Verlobung bekannt, sport1.de. Abgerufen am 26. September 2013.
  12. Unter der Haube: Novak Djokovic hat seine Jugendliebe geheiratet, tennisnet.com. Abgerufen am 11. Juli 2014.
  13. Australian Open 2008 (englisch), abgerufen am 20. September 2013.
  14. Nole in Martin Solveig’s music video (englisch), novakdjokovic.com, abgerufen am 20. September 2013.
  15. Novak Djokovic awarded with the highest distinction of the Serbian Church (englisch), novakdjokovic.com, abgerufen am 20. September 2013.
  16. Website von Novak Cafe & Restaurant, abgerufen am 24. März 2013.