Mischa Zverev

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Mischa Zverev Tennisspieler
Mischa Zverev
Spitzname: Maschine
Nationalität: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 22. August 1987
Größe: 190 cm
Gewicht: 81 kg
1. Profisaison: 2002
Spielhand: Links (beidhändige Rückhand)
Trainer: Alexander Zverev
Preisgeld: 1.756.830 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 57:93
Höchste Platzierung: 45 (8. Juni 2009)
Aktuelle Platzierung: 184
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 38:48
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 44 (8. Juni 2009)
Aktuelle Platzierung: 389
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 3. September 2012
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Mischa Zverev (* 22. August 1987 in Moskau) ist ein deutscher Tennisspieler russischer Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

Biografie [Bearbeiten]

Mischa Zverev wurde 1987 in Moskau geboren. Die Familie zog nach Hamburg, als er vier Jahre alt war. Seit früher Jugend wird er von seinem Vater Alexander Zverev trainiert, der selbst für die Sowjetunion im Davis-Cup spielte. Im Jahr 2004 wurde Mischa Zverev auf der Jugend-Weltrangliste auf Rang 3 geführt.

Seine bisher größten Einzel-Erfolge auf der ATP-Tour waren Viertelfinal-Teilnahmen in Bangkok 2006, wo er in der ersten Runde den früheren Weltranglisten-Ersten Juan Carlos Ferrero besiegte, und in Newport 2007. Außerdem hat er in Wimbledon 2008 die dritte Runde durch einen Sieg (Aufgabe Ferrero) erreicht.

Im Juni 2008 gewann Mischa Zverev an der Seite von Doppel-Partner Michail Juschny die Gerry Weber Open 2008. Gegner im Finale waren das indisch-tschechische Duo Leander Paes/Lukáš Dlouhý.[1]

Im Oktober 2008 gewann er mit Michail Juschny erneut gegen Paes und Dlouhý das Doppel-Finale von Tokio. Das Ergebnis lautete diesmal 6:3, 6:4.

Beim Turnier in Moskau im Oktober 2008 erreichte Zverev das Halbfinale gegen Marat Safin, welches er aufgrund einer Erkrankung nicht spielen konnte. Dies war sein bisher größter Erfolg im Einzel.

Das Jahr 2009 [Bearbeiten]

Zverev begann das Jahr 2009 auf Position 80. Bei den Australian Open scheiterte er an Juan Martín del Potro in drei Sätzen. Kurze Zeit später erreichte er in Zagreb das Viertelfinale nach Dreisatzerfolgen über Andreas Seppi und Victor Hanescu. Jedoch musste er dann auf Grund einer Bronchitis im Viertelfinale aufgeben. Zwei Wochen später spielte sich Zverev in Marseille erneut bis in die Runde der letzten acht vor und scheiterte dort am topgesetzten Serben Novak Đoković (3:6, 3:6).

Bei den Mastersturnieren im amerikanischen Indian Wells und Miami scheitere Zverev in Runde 1. In Indian Wells vergab er zwei Matchbälle gegen den Österreicher Daniel Köllerer.

Beim Masters-Turnier von Rom gelang Zverev über die Qualifikation der Einzug ins Viertelfinale. Er gewann u.a. gegen die damalige Nummer 7 der Welt, Gilles Simon. Dort scheiterte er mit 6:7 und 2:6 an Roger Federer. Nach dem Turnier stand er unter den Top 60 der Welt.

Beim World Team Cup in Düsseldorf im Mai 2009 spielte er erstmals an der Seite von Nicolas Kiefer. Zum Einzug ins Finale steuerte das Doppel 3 Siege bei. Dort gewannen Sie auch das durch Niederlagen in den beiden Einzeln unbedeutende gewordene Finalspiel.

Eine Woche später trat Zverev beim zweiten Grand-Slam Turnier des Jahres in Roland Garros an, wo er in der ersten Runde beim Stand von 7:6, 5:7, 0:1 wegen Magenproblemen gegen den Italiener Potito Starace aufgeben musste. Kurze Zeit später spielte Zverev das Rasenturnier in Halle/Westfalen als Vorbereitung für Wimbledon. Hier erreichte er nach Siegen über Joseph Sirianni und Tomáš Berdych das Viertelfinale, wo er am späteren Turniersieger Tommy Haas in zwei Sätzen scheiterte.

Eine Zerrung im Oberschenkel führte dazu, dass Zverev im Erstrundenmatch eines weiteren Wimbledon-Vorbereitungsturniers in s´Hertogenbosch in der ersten Runde aufgeben musste.

In Wimbledon spielte sich Mischa Zverev nach einem Sieg über Dmitri Tursunow in Runde 2, wo er mit 6:4, 6:7, 6:3, 6:7, 0:6 an Landsmann Philipp Petzschner scheiterte.

Zverev wurde als Resultat seiner guten Leistungen für das Viertelfinalspiel gegen Spanien erstmals ins deutsche Davis-Cup Team berufen. Er spielte an der Seite von Nicolas Kiefer im Doppel gegen Feliciano López und Fernando Verdasco. Die beiden verloren in vier Sätzen.

Zverev bestritt hiernach die beiden Sandplatzturniere in Stuttgart und Hamburg. In Stuttgart bezwang er in Runde 2 den topgesetzten Franzosen Gilles Simon, ehe er sich im Viertelfinale Simons Landsmann und späteren Turniersieger Jérémy Chardy geschlagen geben musste. An Position 16 gesetzt, hatte Zverev in Hamburg ein Freilos für die erste Runde. So kam sein erster Auftritt erst in Runde 2, wo er sich in drei Sätzen Simon Greul geschlagen geben musste. Im Doppelwettbewerb spielte Zverev per Wildcard mit Michael Stich. Sie scheiterten jedoch in Runde 1 am schwedisch-australischen Doppel Aspelin und Hanley.

In den folgenden sechs Turnieren schied Zverev stets in Runde 1 aus, ehe er Ende September im thailändischen Bangkog Runde 2 erreichte. Kurze Zeit später brach sich Mischa Zverev beim Masters 1000 Turnier von Schanghai das rechte Handgelenk im Erstrundenmatch gegen Fernando González. Dies setzte ihn für den Rest der Saison 2009 außer Gefecht.

Das Jahr 2010 [Bearbeiten]

Mischa Zverev gab sein Comeback beim ATP Turnier in Brisbane im Januar 2010. Hier schied er in Runde 1 gegen den Australier Carsten Ball in zwei Sätzen aus. Bei einem weiteren Vorbereitungsturnier auf die Australian Open trat Zverev in der Qualifikation von Sydney an. Hier scheiterte er in der ersten Runde. Bei den Australian Open in Melbourne wurde ihm der Pole Łukasz Kubot zugelost. Der erste Majorauftritt des Jahres endete mit einer deutlichen Dreisatzniederlage in Runde 1.

Zwei weitere Erstrundenniederlagen in Zagreb und Rotterdam folgten, ehe Zverev beim Turnier in Marseille das Halbfinale nach Siegen über David Guez, Tommy Robredo und Guillaume Rufin erreichte. Dort scheiterte er dann am späteren Turniersieger Michaël Llodra in zwei Sätzen. Daraufhin spielte Zverev die US-Hartplatzturniere in Delray Beach, Indian Wells, Sunrise und Miami. In Delray Beach und Sunrise (Challenger) erreichte Zverev Runde 2 - in Indian Wells scheiterte er in Runde 1 an Nicolás Almagro, in Miami verlor er die erste Runde der Qualifikation gegen den Österreicher Stefan Koubek. Es folgten mehrere Erstrundenniederlagen, u.a. in München gegen Kevin Anderson und in Roland Garros gegen Nicolas Mahut. Nachdem Zverev die Punkte von der Viertelfinalteilnahme des Mastersturniers in Rom aus dem Vorjahr nicht verteidigen konnte, stürzte er auf Rang 139 ab.

Mit einer Wildcard gestartet, erreichte Zverev in Halle/Westfalen wie im Vorjahr das Viertelfinale. Hierbei schlug er u.a. die Nummer 15 der Welt Jürgen Melzer in drei Sätzen. Zwei Wochen später scheiterte Zverev in der ersten Qualifikationsrunde für Wimbledon am Deutschen Andre Begemann. Durch die schlechte Ranglistenposition war Zverev nun häufig auf der ATP Challenger Tour im Einsatz. Bei einem Challenger-Turnier in Oberstaufen erreichte Zverev Anfang Juli das Viertelfinale. Mitte Juli konnte Zverev in Stuttgart dank einer Wildcard an den Start gehen. Dabei erreichte er Runde 2, wo er an Jürgen Melzer scheiterte. Wiederum mit einer Wildcard gestartet verlor er bei seinem Heimspiel in Hamburg in der ersten Runde gegen den späteren Turniersieger Andrei Golubew in zwei Sätzen.

Auch bei den nächsten Challenger-Turnieren kam Zverev nie über die zweite Runde hinaus. Bei der Qualifikation für die US Open verlor Zverev in Runde 1 gegen den Kanadier Milos Raonic. In der Folge trat Zverev beim Challenger-Turnier in Genua an. Dort erreichte er das Viertelfinale. Zwei Wochen später überstand er beim Hallenturnier in Metz die Qualifikation. Dort erreichte er nach Siegen über Horacio Zeballos, Nicolas Mahut, Jarkko Nieminen und durch die Aufgabe von Richard Gasquet das erste Finale seiner Karriere auf der ATP World Tour, in welchem er dem Franzosen Gilles Simon in zwei Sätzen unterlag. Die Finalteilnahme brachte ihm 37.900 Euro und 162 Weltranglistenpunkte ein. Zverev erhielt ein Special Exempt für die PTT Thailand Open in der folgenden Woche. Dort verlor er sein Auftaktmatch gegen Benjamin Becker. Zwei Wochen später erhielt er eine Wildcard für die Qualifikation des Masters Turniers von Shanghai. Diese überstand er ohne Probleme und spielte sich nach Siegen über Serhij Stachowskyj und Nikolai Dawydenko bis ins Achtelfinale vor und damit auch wieder in die Top 100 der Weltrangliste. Im folgenden Spiel unterlag er allerdings dem Argentinier Juan Mónaco klar in zwei Sätzen. Ende Oktober 2010 konnte sich Mischa Zverev in Montpellier erneut für ein ATP-Hauptfeld qualifizieren, und traf dort nach seinem Erstrundensieg über Robin Haase erneut auf Nikolai Dawydenko. Er konnte jedoch den Erfolg aus Shanghai nicht wiederholen und verlor in zwei Sätzen gegen den russischen Favoriten. Er schloss das Jahr als Nummer 82 der Welt ab. Dabei erspielte er sich $318,805 bei einer Matchbilanz von 13-18.

2011 [Bearbeiten]

Zverev feierte seinen ersten Sieg des Jahres in Indian Wells, als er den australischen Qualifikanten Matthew Ebden in zwei Sätzen bezwang. In Runde 2 kam gegen Tommy Robredo das knappe Aus. Es folgten vier Erstrundenniederlagen, bevor er diese Serie in Belgrad durch einen Dreisatzsieg über Dudi Sela stoppen konnte.

Spielweise [Bearbeiten]

Mischa Zverev ist Linkshänder und spielt vorwiegend Serve and Volley.

Erfolge [Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250 (2)

Einzel [Bearbeiten]

Finalteilnahmen [Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 26. September 2010 FrankreichFrankreich Metz Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Gilles Simon 3:6, 2:6

Doppel [Bearbeiten]

Siege [Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 9. Juni 2008 DeutschlandDeutschland Halle Rasen RusslandRussland Michail Juschny TschechienTschechien Lukáš Dlouhý
IndienIndien Leander Paes
3:6, 6:4, [10:3]
2. 29. September 2008 JapanJapan Tokio Hartplatz RusslandRussland Michail Juschny TschechienTschechien Lukáš Dlouhý
IndienIndien Leander Paes
6:3, 6:4
3. 9. Februar 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dallas Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alex Kuznetsov Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tennys Sandgren
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rhyne Williams
6:4, 6:74, [10:5]

Finalteilnahmen [Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 17. Juli 2008 DeutschlandDeutschland Stuttgart Sand DeutschlandDeutschland Michael Berrer DeutschlandDeutschland Christopher Kas
DeutschlandDeutschland Philipp Kohlschreiber
3:6, 4:6
2. 11. Januar 2009 AustralienAustralien Brisbane Sand SpanienSpanien Fernando Verdasco FrankreichFrankreich Marc Gicquel
FrankreichFrankreich Jo-Wilfried Tsonga
4:6, 3:6
3. 4. Oktober 2009 ThailandThailand Bangkok Hartplatz SpanienSpanien Guillermo García-López Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eric Butorac
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rajeev Ram
6:7, 3:6

Grand-Slam-Resultate Einzel [Bearbeiten]

Angegeben ist immer die erreichte Runde

Turnier 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 Karriere
Australian Open - - 1 1 1 1 2 2
French Open 1 1 1 1 1 - 1
Wimbledon - 1 - 2 3 1 3
US Open - - - - 1 - 1

Grand-Slam-Resultate Doppel [Bearbeiten]

Angegeben ist immer die erreichte Runde

Turnier 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 Karriere
Australian Open - - 1 1 - 1 - 1
French Open - - - - 1 - 1
Wimbledon - - 1 - - 1 1
US Open - - - - 2 - 2

Quellen [Bearbeiten]

  1.  (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv) [1] [2] Vorlage:Toter Link/www.gerryweber-open.de Zverev und Youzhny gewinnen Doppel-Finale (deutsch). 15. Juni 2008.

Weblinks [Bearbeiten]