HC Bozen

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Hockey Club Bozen
Hockey Club Bozen
Erfolge
Vereinsinfos
Geschichte HC Bozen (seit 1933)
Standort Bozen, Südtirol, Italien
Spitzname Foxes
Vereinsfarben rot, weiß
Liga Erste Bank Eishockey Liga
Spielstätte Eiswelle
Kapazität ca. 7.200 Plätze
Geschäftsführer ItalienItalien Otto Massimo
Cheftrainer KanadaKanada Mario Simioni
Kapitän ItalienItalien Alexander Egger
Saison 2013/14 Grunddurchgang: 4. Platz
Platzierungsrunde:2. Platz
Play-Off: Meister

Der HC Bozen (ital.: HC Bolzano) ist ein italienischer Eishockeyverein aus Bozen in Südtirol, welcher seit der Saison 2013/14 in der österreichischen Erste Bank Eishockey Liga spielt. Zuvor war die Mannschaft in der italienischen Elite.A (ehemalige Bezeichnung: Serie A1) aktiv gewesen, wo sie als größte Erfolge 19 Meistertitel hatte gewinnen können.

Geschichte[Bearbeiten]

Der HC Bozen wurde im Jahr 1933 gegründet und trug in den ersten zwanzig Jahren seine Heimspiele auf einer Natureisbahn aus. Erst 1953 übersiedelte der Club in die Bozener Messehalle, womit erstmals Kunsteis zur Verfügung stand. Elf der insgesamt neunzehn italienischen Meistertitel wurden dort gewonnen, ehe die Mannschaft 1994 die neu errichtete Eiswelle bezog. Zur selben Zeit nahm die Mannschaft auch an der Alpenliga teil, einem internationalen Eishockeywettbewerb, an dem auch Mannschaften aus Slowenien und Österreich beteiligt waren. Neben einem Meister- und drei Vizemeistertiteln in diesem Bewerb konnte die Mannschaft auch sieben weitere italienische Titel gewinnen, den letzten davon im Jahr 2012. Dazu kam der dreimalige Gewinn des Coppa Italia, des Pokalwettbewerbs der italienischen Liga. Weitere Erfolge waren drei Gewinne des Supercoppa Italiana und des Sechs-Nationen-Turniers, auch Europäischer Ligacup genannt, im Jahr 1994.[2]

Im Jahr 2013 bewarb sich der HC Bozen erneut für die Aufnahme in die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL), nachdem frühere Anträge ein ums andere Mal am Widerstand des italienischen Eishockeyverbandes gescheitert waren. Die chaotischen Verhältnisse im italienischen Eishockey ebneten dem Club jedoch den Weg zu einer Teilnahme, da kurz zuvor ein Großteil der Clubs aus der zweiten Spielklasse zur Teilnahme an der ebenfalls supranationalen Inter-National-League freigegeben worden war. [3]

Für die Teilnahme an der EBEL wurde unter der Führung von Cheftrainer Tom Pokel ein völlig neues Team zusammengestellt, um in der gegenüber der italienischen Liga stärkeren EBEL konkurrenzfähig zu sein. Bei der Kaderplanung wurden auch einige sogenannte Italo-Kanadier berücksichtigt, also kanadische Spieler mit italienischen Wurzeln. In der EBEL tritt der HC Bozen als HCB Südtirol auf.

Neben der Kampfmannschaft betreibt der Club auch diverse Nachwuchsteams. Entgegen der in der EBEL geltenden Regelungen nimmt jedoch keine Mannschaft an der Erste Bank Young Stars League und der Erste Bank Juniors League teil.

Hauptsponsor des Clubs ist seit mehreren Jahren die Supermarkt-Kette Interspar.

Im ersten Jahr in der EBEL sicherte sich mit Bozen das erste Mal ein Team, das nicht in Österreich beheimatet ist, die Meisterschaft.

Mannschaft[Bearbeiten]

Kader der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 21. August 2013[4]

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
18 ItalienItalien Anton Bernard F 18. April 1989 Bozen, Italien 2009 Valley Jr. Warriors
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cullen, MarkMark Cullen C/LW 28. Oktober 1978 Virginia, Minnesota, USA 2014
17 ItalienItalien Alexander Egger D 22. Dezember 1979 Bozen, Italien 2008 Ritten Sport
23 ItalienItalien Markus Gander F 16. Mai 1989 Sterzing, Italien 2012 WSV Sterzing Broncos
24 TschechienTschechien Jaroslav Hübl GK 29. Dezember 1982 Chomutov, Tschechien 2013 Ilves Tampere
8 ItalienItalien Marco Insam F 5. Juni 1989 Wolkenstein in Gröden, Italien 2010 Niagara IceDogs
19 KanadaKanada Justin Keller LW 4. März 1986 Nelson, British Columbia, Kanada 2014 Vienna Capitals
Flag of Canada and Italy.svg Davide Nicoletti D 22. März 1986 Toronto, Ontario, Kanada 2013 Cincinnati Cyclones
44 ItalienItalien Hannes Oberdörfer D 4. April 1989 Schlanders, Italien 2012 SHC Fassa
KanadaKanada Sébastien Piché D 4. Februar 1988 La Sarre, Québec, Kanada 2013 Greenville Road Warriors
92 ItalienItalien Peter Wunderer F 21. Februar 1990 Schlanders, Italien 2012 Hockey Milano Rossoblu
2 ItalienItalien Stefan Zisser F 26. März 1980 Bozen, Italien 2002 HC Milano Vipers
73 ItalienItalien Günther Hell GK 30. August 1978 Bozen, Italien 2010 WSV Sterzing Broncos

Farmteamregelung[Bearbeiten]

Bis August 2010 war der HC Eppan Pirates aus der italienischen Serie A2 das Farmteam des HC Bozen, ehe der HC Eppan die Kooperation beendete.[5] Am 22. September des gleichen Jahres wurde die Zusammenarbeit mit dem HC Eppan erneut gestartet.[6]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Im Spiel gegen den SV Ritten, 30. Dezember 2006

Trainer[Bearbeiten]

Quellen: [7][8]

Zeit Trainer
1948–1950 UngarnUngarn Sandor Ott
1953/54 TschechoslowakeiTschechoslowakei Milan Matouš
1962–1965 Kanada und Italien Carmine Tucci
1966/67 TschechoslowakeiTschechoslowakei Lolek Cetkovský
1968/69 TschechoslowakeiTschechoslowakei Bohuslav Rejda
1972–1974 ItalienItalien Gino Camin, KanadaKanada Gerard Morin
1974/75 Sandy Archer
1975/76 Jack Holmes
1976–1979 SchwedenSchweden Gösta Johansson
1979–1981 Jack Holmes
1981–1983 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jaroslav Pavlu
1983/84 Toni Waldmann
1984–1989 KanadaKanada Ron Chipperfield
1989–1991 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Rudi Hiti
1991 KanadaKanada Bernie Johnston
1991–1994 KanadaKanada Ron Ivany
1994–1996 Kanada und Italien Bob Manno
1996/97 ItalienItalien Adolf Insam
1997/98 ItalienItalien Roberto Varotto, PolenPolen Czesław Panek
1998/99 SchwedenSchweden Kent Johansson
1999/2000 DeutschlandDeutschland Bernd Haake
2000/01 PolenPolen Czesław Panek
2001/02 KanadaKanada Tom Coolen, ItalienItalien Robert Oberrauch
2002/03 KanadaKanada Ron Kennedy
2003/04 RusslandRussland Michail Wassiljew
2004/05 SchweizSchweiz Riccardo Fuhrer, Kanada und Italien Bruno Zarrillo
2005/06 SchwedenSchweden Johan Strömwall
2006/07 SchwedenSchweden John Sletvoll, ItalienItalien Stefan Mair KanadaKanada Doug McKay, SchwedenSchweden Morgan Samuelsson
2007/08 FinnlandFinnland Jari Helle, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jamie Dumont, KanadaKanada Doug McKay
2008/09 FinnlandFinnland Jari Helle
2009/10 Kanada und Deutschland Jamie Bartman, FinnlandFinnland Jari Helle
2010–2012 ItalienItalien Adolf Insam
2012/13 KanadaKanada Brian McCutcheon
2013/14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Pokel
2014/15 KanadaKanada Mario Simioni

Spielstätte[Bearbeiten]

Heimstätte des Clubs ist die 1994 in der Bozener Industriezone erbaute Mehrzweckhalle namens Eiswelle (ital. Palaonda). Sie fasst insgesamt 7.200 Zuschauer. Neben dem HC Bozen ist auch der Frauen-Eishockeyclub HC Eagles Bozen dort zu Hause.

Der Name des Bauwerks stammt von der unverwechselbaren Form der Dachkonstruktion. Für die Teilnahme an der EBEL wurden dem HC Bozen diverse Auflagen übergeben, die eine geringfügige Modernisierung (Lichtverhältnisse für TV-Übertragungen u. Ä.) notwendig machten.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meisterjahre: 1963, 1973, 1977, 1978, 1979, 1982, 1983, 1984, 1985, 1988, 1990, 1995, 1996, 1997, 1998, 2000, 2008, 2009, 2012
  2. a b Coupe des ligues européennes 1994/95, abgerufen am 17. Juli 2010
  3. | Aufnahme von HC Bozen in EBEL ist fix
  4. Kader - hcb.net
  5. hceppan.it: HC Bozen antwortet auf die Kritik des HC Eppan – 31 August 2010
  6. hcb.net: HC Bozen beginnt Meisterschaft in Klobenstein
  7. sonice.it: Trainer des HC Bozen
  8. bhsa.it: BHSA – The Badger's Hockey Stats Archive
  9. Servus TV begutachtet Eiswelle, Bericht auf der Homepage des HCB vom 1. August 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HC Bozen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien