Hans Martin Sutermeister

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Hans Martin Sutermeister 1945
Unterschrift von Hans Martin Sutermeister

Hans Martin Sutermeister (* 29. September 1907 in Rued; † 5. Mai 1977 in Basel; Pseudonym: Hans Möhrlen) war ein Schweizer Schriftstellerarzt, Privatgelehrter, Publizist und Aktivist.

Neben der autobiografischen Novelle Zwischen zwei Welten veröffentlichte Sutermeister Prosa zu medizinischen, historischen und ästhetischen Themen (unter anderem Psychologie und Weltanschauung und Schiller als Arzt). In seinen Schriften verband er eine szientistische Wissenschaftstheorie mit anfangs sozialistischen, dann zunehmend konservativen Ideen. Als Nonkonformist blieb ihm eine akademische Karriere verwehrt.

Von 1968 bis 1971 war Sutermeister Berner LdUGemeinderat und prägte die Schulreform mit. Als Mitglied der Gefangenengewerkschaft und des Büros gegen Amts- und Verbandswillkür setzte er sich für strafrechtlich Verurteilte ein. Auf seinen Erfahrungen basiert das 1976 erschienene Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer.

Sein Nachlass befindet sich in der Burgerbibliothek Bern.

Leben[Bearbeiten]

Sutermeisters Eltern Maria (Hunziker) und Friedrich

Jugend und Studium 1907–1942[Bearbeiten]

Sutermeister entstammte einem evangelischen Pfarrhaus und war heimatberechtigt in Zofingen. Seine Mutter Maria Hunziker (1875–1947) war vermögend; sein Vater, der religiöse Sozialist Friedrich Sutermeister (1873–1934), Sohn des Schriftstellers Otto Sutermeister, arbeitete als Pfarrer. Zu seinen fünf Geschwistern zählten der Komponist Heinrich Sutermeister und der Schriftsteller Peter Sutermeister. Von Schlossrued zog die Familie nach Feuerthalen, wo Sutermeister die Primarschule und danach das Gymnasium in Schaffhausen[1] besuchte. Danach zog die Familie nach Binningen, von wo aus Sutermeister das Humanistische Gymnasium in Basel besuchte, an dem er 1926 die Matura bestand.[2][3]

Dem Wunsch seines Vaters folgend begann er im gleichen Jahr, Theologie in Basel und Tübingen zu studieren.[4] Nach fünf Semestern bestand er das Examen und sollte zur Erlangung eines Stipendiums eine Arbeit über René Descartes verfassen. Da er während dieses Examens in Gewissenskonflikte trat, brach er das Studium in Deutschland ab.[5][6]

Er entfernte sich von seinem protestantischen Herkunftsmilieu und begann sich für naturwissenschaftliche Forschung zu interessieren.[7] Im April 1929 immatrikulierte sich Sutermeister an der Universität Basel in Zahnmedizin.[4] 1930 bestand er dort eidgenössische Medizinalprüfungen und studierte an deutschen Universitäten weiter.[4] Bis 1933 war er im Kieler Republikanischen Studentenbund tätig.[8] Dann kehrte er in die Schweiz zurück. Mitte 1939 bestand er in Bern die Prüfung zur Ausübung der ärztlichen Praxis;[4] er bildete sich danach an verschiedenen, meist dermatologischen, Kliniken aus und promovierte 1941 unter seinem Onkel Hans Hunziker an der Universität Basel mit einer Arbeit über das Schweizerische Tuberkulosegesetz; das Thema wurde ihm vom Rassenhygieniker Stavros Zurukzoglu zugewiesen.

Die Haushälterin: „Wie oft nahm doch Lina den kleinen Martin beiseite, um ihn heimlich «trocken zu legen» und ihn so der väterlichen Strafe zu entziehen…“. (Zwischen zwei Welten, S. 10.)

1942 veröffentlichte Sutermeister unter dem Pseudonym Hans Moehrlen (nach dem Namen seines Urgrossvaters Christoph Möhrlen) die autobiografische Novelle Zwischen zwei Welten, in welcher er seine Kindheit, Jugend und Studienjahre beschreibt: Sein Bruder Adrian stirbt in den Bergen;[9][10] die Vorliebe für den Jazz und alles „Amerikanische“ steht im Gegensatz zum als elitär empfundenen, eher in der deutschen Kultur verwurzelten berühmten Bruder Heinrich Sutermeister, dem neoklassischen Komponisten, der jedoch in der Novelle nie erwähnt wird. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Einfuhr von Zwischen zwei Welten ins Deutsche Reich gesperrt.[11] Unter dem gleichen Pseudonym veröffentlichte er einen Kleinen Walzer, den er für Klavier und Geige arrangierte.

„[Die Novelle ist] ein frühes Dokument für das, was man später Nonkonformismus genannt hat, ein Text mit weltanschaulicher Ambition, der explizit die ‚neue Theorie‘ anspricht ‚von den zwei Milieus, einer konservativen steifen, unechten, unfrohen Intellektuellen- und einer fortschrittlichen, derbfreundlichen Nichtintellektuellenschicht‘ (35). Soziologisch gesehen ist das zwar eine grobe Vereinfachung, und die durchgängige Rede von den ‚Intellektuellen‘ ist unglücklich (gemeint sind vermutlich die Bildungsprivilegierten aus den gehobenen Milieus, von denen es ja verschiedene gab: das Bildungsbürgertum seines Pfarrervaters, das wirtschaftliche Unternehmertum oder die Abkömmlinge der ehemaligen Aristokratie, gerade in Bern). Aber die Kategorisierung der Novelle nimmt doch die eben um 1940 aufkommende Rede von den ‚Konformisten‘ als den gesellschaftlich Angepassten vorweg. Und der Protagonist Martin macht für 1942 einen geradezu typischen nonkonformistischen Ausbruchsversuch. Dass es beim Versuch bleiben soll, zeigen die letzten zwei Seiten der Geschichte. Und dass dieses Bekenntnis zum Nonkonformismus als Kritik am erwünschten Konformismus gelesen wurde, belegt die Tatsache, dass die NS-Behörden die Einfuhr der Novelle verboten haben.“

Fredi Lerch, 2012.[11]

Kriegszeit, psychologische Buchreihe 1942–1945[Bearbeiten]

Sutermeister absolvierte seinen Militärdienst als HD–Arzt[3][1] bzw. „als Truppenarzt im Abschnitt Fricktal und als Leiter der dermatologischen Abteilungen der Militärsanitätsanstalten Grindelwald, Lenk und Flüelen, wo sein Interesse für die Wirkungen des Föhns geweckt wurde“.[12] Im Frühjahr 1945 studierte er in der MSA Flüelen mit Étienne Grandjean und Walter Mörikofer an Versuchspersonen die physiologischen Föhnwirkungen, wobei ihn die Psychosomatik der Wetterfühligkeit interessierte.[Anmerkung 1] (Noch 1964 trat Sutermeister zum Thema Föhn im Schweizer Fernsehen auf.)

In denselben Jahren veröffentlichte Sutermeister eine Aufsatzreihe zur physiologischen Psychologie, wobei er stark vom Neopositivismus beeinflusst war und sich für eine naturwissenschaftliche, „erklärende“ Psychologie als Gegensatz zur Verstehenden Psychologie von Wilhelm Dilthey einsetzte. In seinen vom Wiener Kreis beeinflussten Schriften Alte und neue Logik (1942), Verstehende und erklärende Psychologie? (1942), Nomen atque Omen (1942) und Psychologie und Weltanschauung (1944) trat er „für eine rein logische, metaphysikfreie, allen «geisteswissenschaftlichen Verdunkelungsversuchen» feindliche Weltanschauung“ ein.[13] Den Begriffen Angst- und Erholungsregression mass er besonderes Gewicht bei. Er definierte Angstregression als eine durch „Angst ausgelöste Rückstufung des Verhaltens auf biologisch ältere Entwicklungsstufen; Beispiele sind Totstellreflex (Schreckstarre) oder Bewegungssturm. I.w.S. jede ‚primitive‘ Verhaltensweise in Angstsituationen.“[14] Erholende Regressionen andererseits fänden „durch Entlastung des Hirnstammes beim Erleben“ grossrhythmischer Impulse wie zum Beispiel beim Jazz statt.[15]

Sutermeister befasste sich auch mit dem Fabianismus und beteiligte sich (u. a. in der sozialistischen Monatsschrift Rote Revue) an der Verbreitung von Ideen, die Positivismus mit Sozialismus verknüpften.[16]

Hans Martin Sutermeister spielt Bandoneon bei einem Fest der Studentenverbindung Zofingia.

Seine Thesen hatten, wie schon seine autobiografische Novelle,[11] eine weltanschauliche Ambition: Hauptursache der damaligen Weltkrise sei „darin zu suchen, dass der Mensch die eigentlich logischen, naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in seinem Leben nicht anwendet, sondern immer wieder zurückfällt («regrediert») in praelogische Verhaltensweisen“.[13]

„Besonders die soziale «Oberschicht» wird regelmässig konservativ, zur Bewahrerin veralteter, sozialer, philosophischer, künstlerischer und religiöser Vorstellungen. … Das bedeutet aber, dass die soziale Oberschicht ein Doppelleben führt, da sie anderseits ja kritisch genug ist, um die «Unhaltbarkeit» solcher Vorstellungen, zu durchschauen. Dies Doppelleben aber verursacht jene seelische Unsicherheit, Lebensangst, oder die «Neurotisierung» der intellektuellen Oberschicht, die zu weiteren Regressionen verführt, etwa zu primitiver, sozialer Einstellung. Schliesslich entsteht so die «Weltneurose» und in deren Gefolge die Regression Krieg. … Die Überwindung der Gegenwartskrise verlangt die Angleichung der praktischen Lehensauffassung an die Theorie, an die Logik. Alle religiösen und sozialen Tarnungen sollen aufgegeben werden. Die politischen Parteien müssen ihre idealen Masken fallen lassen, wie sie durch die Worte «liberal», «sozial», gekennzeichnet sind, und sich offen als wirtschaftliche Interessengruppen bekennen.“

Schweizerischer katholischer Volksverein[13]

1945 widmete er in der Zeitschrift der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz Der Freidenker der Eignung des Neopositivismus als „kommende Einheitsweltanschauung“ einen Artikel.

Zum Krieg schreibt er in Psychologie und Weltanschauung manichäistisch: „Man spricht heute viel davon, ob nach diesem zweiten und hoffentlich letzten Weltkrieg das «Licht der Welt» von Amerika oder von Rußland kommen werde.“[17] Und: „In gewissem Sinne ist die Divergenz eine solche zwischen der alten und der neuen Welt, dem müden, «sentimentalen» Europa und dem vital-optimistischen Amerika.“[17] Sowie: „Wir finden eben heute eine ideologische Zäsur zwischen zwei Generationen, wie sie die Weltgeschichte bisher noch nicht kannte!“[17]

Sutermeisters Schriften wurden von Schweizer Sozialisten befürwortend rezipiert. Der Schriftsteller Jakob Bührer stimmt Sutermeisters in seinen Schriften Verstehende oder erklärende Psychologie? (1942) und Alte und neue Logik (1942) verfochtenen „geistigen Gegenwartskrise“ zu: Bührer würdigt Sutermeisters Erklärung der „wirtschaftlichen Grundlagen der geistigen Entwicklung“ und interpretierte: „…genau das ist der innere und äuBere Konflikt der Gegenwart. Das verpfuschte Instrument Kapital, das zur Bildung der Nation führte, zum Machtinstrument auch des einzelnen, der vielen Bürgern wurde, ist zu einer tödlichen Gefahr für die Art, die Menschheit, geworden, und dieses Entgegenhandeln zum Arttrieb ist die Ursache der seelisch geistigen Not und damit der geistigen Krankheit. Sie kommen in Ihren beiden Schriften, in denen Sie mit erfreulichem Mut direkt und indirekt gegen die Zauberer und Vernebler der wirklichen psychologischen Tatsachen zu Felde ziehen, zum gleichen Schluss…“.[18] In seinem Buch Nomen atque omen von 1942 vertrat Sutermeister, den wissenschaftlichen Zeitgeist halbwegs auf den Kopf stellend, einen rassistischen Marxismus[Anmerkung 2] Das Buch bedeutete für den sozialdemokratischen Wissenschaftsphilosophen Emil J. Walter 1943 „den Einbruch modernsten wissenschaftlichen Denkens in den Bereich stagnierender ‚geisteswissenschaftlicher‘ Forschung und verdient daher als erster Anzeichen einer Art helvetischer Kulturrebellion oder vielleicht auch einer kulturellen Gesundungskrise unserer helvetischen Intellektuellen alle Beachtung ernsthaft denkender und fortschrittlich gesinnter Menschen.“[19]

Sein materialistisches Klassendenken wurde andererseits vom Schweizerischen katholischen Volksverein kritisiert:

„Sein Beweismaterial entnimmt Sutermeister so ziemlich allen Wissensgebieten, der Welt-, Kunst- und Religionsgeschichte, der Psychologie und Soziologie und sämtlichen Kulturbereichen. Seine Art erinnert insofern stark an diejenige O. Spenglers oder auch A. Rosenbergs im «Mythus des 20. Jahrhunderts». Nur bleibt alles abstrakt, unplastisch. Auch springt Sutermeister mit seinem Material noch skrupelloser um, als jene. … Psychologisch zeigt Sutermeister eine vollkommene Verständnislosigkeit für alle neuen Einsichten der «verstehenden» Psychologie, der Ganzheitspsychologie, als auch etwa der Tiefenpsychologie eines C. G. Jung, die für ihn nur «geisteswissenschaftliche Verdunkelungsversuche» sind … Hinter dem zerrissenen Menschenbild eines Sutermeister oder Ludwig Klages aber wird immer wieder, der Geist Kants sichtbar, der mit seiner Zweiteilung der Vernunft in eine «reine» und «praktische» den tiefen Riss philosophisch legitimierte, während die Erbsündelehre Luthers lange vorher schon die theologische Grundlage schuf, um sowohl der menschlichen Vernunft, als auch seinem Willen jegliche Möglichkeit natürlich rechter und ganzheitlicher Betätigung abzusprechen.“

Schweizerischer katholischer Volksverein[13]
Sutermeister als UNRRA-Flüchtlingsarzt 1946 vor dem ausgebrannten Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt.

Mediziner 1945–1960[Bearbeiten]

In Bern eröffnete Sutermeister 1945 an der Kasernenstrasse 39 eine allgemeinmedizinische Praxis, wo er bald als „Pestalozzi vom Breitenrain[12] genannt wurde. Im selben Jahr trat er der Berner Sektion der Partei der Arbeit bei, der er bis mindestens 1949 angehörte.[20]

Von 1946 bis 1947 arbeitete er während 15 Monaten als Lagerarzt der United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA) und der International Refugee Organization in Deutschland, Polen und der Tschechoslowakei. Als Medical Officer der UNRRA hatte er 1946/47 im Raume München-Pasing, Murnau und Mittenwald den Schwarzhandel mit Penicillin und Insulin zu bekämpfen. Über seine Erfahrungen als „Flüchtlingsarzt“ bei der UNRRA verfasste er zwei „Romanseiten“, die 1949 unter dem Titel Fahrt durch Europas Ruinen im Berner Tagblatt erschienen;[21] und er erwähnte sie an verschiedenen Stellen seines Summa Iniuria.[22]

In den folgenden Jahren wirkte Sutermeister als Lektor für Psychophysiologie an der Universität Bern[1] und war Mitglied der Psychologischen Gesellschaft Bern; bis 1952 verfasste er „Ca. 50 Arbeiten über Psychophysiologie u[nd] medizin[ische] Psychologie“.[1] Er befasste sich unter anderem mit dem Psychogeniebegriff.[23] An der Volkshochschule Bern gab er drei Kurse: November/Dezember 1953 den Kurs „Medizin und Aberglaube“, der „ein[en] Ueberblick über die Entwicklung der Heilkunde von der Magie zur modernen Medizin“ zum Inhalt hatte; November/Dezember 1954 den Kurs „Einführung in die Grundbegriffe der Psychologie“, und November/Dezember 1955 einen „2. spezielle[n] Teil“ desselben Kurses.[24] (Den Inhalt der letzteren beiden Kurse gab er 1976 in seinem Buch Grundbegriffe der Psychologie heraus, wobei der Stoff auf über 500 Seiten anwuchs.)[25]

Um eine Venia legendi in Medizingeschichte oder Medizinischer Psychologie zu erhalten, reichte Sutermeister Anfang der 1950er Jahre bei der Medizinischen Fakultät der Universität Bern nacheinander drei Habilitationsschriften ein:[26]

  • Über die Wandlungen in der Auffassung des Krankheitsgeschehens (1947),
  • Psychosomatik des Lachens und Weinens (1952) und
  • Schiller als Arzt: Ein Beitrag zur Geschichte der psychosomatischen Forschung (1954).[Anmerkung 3]

1953 nahm Sutermeister mit der Arbeit Zur Geschichte des Psychogeniebegriffs über Schiller an der 12. Sektion für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften unter der Leitung des Medizinhistorikers Henry E. Sigerist teil.[27]

Henry E. Sigerist nannte Sutermeisters Schrift Schiller als Arzt in einem Brief an Hintzsche „eine sehr hübsche Arbeit … die auch für Literarhistoriker interessant ist.“[28] Der Begutachter Jakob Klaesi empfahl dem Dekan der Fakultät Bernhard Walthard, Sutermeister zur Habilitation zuzulassen, damit die Regierung Sutermeister einen Lehrauftrag für Geschichte der Medizin und für Psychosomatik erteilen könne.[26] Eine Habilitation kam aber nicht zustande.[28]

1957 heiratete er in Gsteig bei Gstaad eine Berlinerin; in den folgenden Jahren hatten sie drei Töchter.[24] Trauzeugen waren der marxistische Psychologe Franz Keller und dessen Gattin. Mit Franz Keller, der politisch links von Sutermeister stand, pflegte er jahrzehntelang eine (zunehmend gespanntere) Freundschaft.[24]

1959 veröffentlichte Sutermeister mit der Absicht, einen „Beitrag zum Genieproblem“ zu leisten, einen Überblick über verschiedene Krankheitsdiagnosen des Komponisten Robert Schumann.[29] Sutermeister bezog sich unter anderem auf eine Robert-Schumann-Biografie seines Bruders Peter Sutermeister.[30] In diesen Jahren befasste sich Sutermeister in verschiedenen Schriften auch mit der Musiktherapie. Er sah, wie Hans-Georg Jaedicke, Karl-Friedrich Blanke, Hildebrand Richard Teirich, Editha Koffer-Ullrich, Berthold Stokvis, Harro Wendt, Christa Kohler-Hoppe und Christoph Schwabe, die Musiktherapie als „Methode der klinisch orientierten Psychotherapie“[31]

Ab Ende der 1950er Jahre war Sutermeister Mitglied der Gesellschaft Schweiz-Israel.[24]

1964 war seine Publikation Das Föhnproblem im Rahmen der modernen Meteoropathologie von 1960 ausschlaggebend dafür, dass ihn Carl Zibung in einer zweiteiligen Sendung des Schweizer Fernsehen mit Étienne Grandjean und Johann Häfelin zum Thema Der Föhn – Landplage oder Sündenbock debattieren und von Peter Wyss interviewen liess. Den Rahmen der Sendung bot der Streit zwischen Grandjean und Sutermeister darüber, ob die Föhnkrankheit existiert oder nicht; Sutermeister vertrat anhand seiner Erfahrung als „praktischer Arzt“ mit seinen Patienten den Standpunkt, dass die Krankheit existiert, wohingegen Grandjean mit Statistiken beweisen wollte, dass sie nicht existiert.[32]

Mit Roger Le Breton (links) über den Fall Jaccoud beratend, Paris, November 1960

Fehlurteilsjäger 1960er Jahre[Bearbeiten]

Ende der 1950er Jahre begann Sutermeister, sich für Personen, die in der Schweiz durch umstrittene Rechtsurteile zu Haftstrafen verurteilt wurden, einzusetzen. Als Mitarbeiter des Büros gegen Amts- und Verbandswillkür des Landesrings der Unabhängigen arbeitete Sutermeister an den Revisionen der Verurteilungen von Pierre Jaccoud, Maria Popescu, Walter Gross und Robert Willi mit.

Besonders seine Arbeit in der Affäre Jaccoud machte ihn gemäss Gerhard Mauz zu einem „Fehlurteilsverfolger von Rang und Wirkung“.[5] Der Genfer Anwalt Pierre Jaccoud wurde im Februar 1960 in Genf wegen Totschlags am Landmaschinenhändler Charles Zumbach verurteilt; sein Motiv wäre Eifersucht oder Imageverlust gewesen. Sutermeister vermutete hingegen, dass Zumbach aus politischen Gründen ermordet wurde:[33][34] Er

„ermittelte im zwielichtigen Waffenhändlermilieu. Tatsächlich trieb zur Zeit des Mordes an André Zumbach im Mai 1958 der Algerienkrieg seinem Höhepunkt entgegen, und Genf diente sowohl der algerischen Befreiungsbewegung FNLA wie der OAS, der für ein französisches Algerien kämpfenden Terroristenorganisation, als Drehscheibe. Ein reger Waffenschmuggel blühte, und Genf war nicht selten Szene politischer Morde. Sutermeister vertrat die Theorie, dass die Firma, welche die von Vater Zumbach verkauften Landwirtschaftsmaschinen herstellte, auch im Waffenschmuggel tätig war und dass es sich bei den Einbrechern, die in Zumbachs Garage Unterschlupf gefunden hatten, um ehemalige Fremdenlegionäre und Indochinakämpfer handelte, die im kombinierten Nahkampf mit Messer und Pistole geübt waren. Gemäss Sutermeister fiel Zumbach einer politischen Abrechnung zum Opfer, und Jaccoud musste als Sündenbock herhalten.“

Hanspeter Born[35]
Der wegen Totschlags verurteilte Pierre Jaccoud

Einige Zeitungen berichteten über Sutermeisters Vermutungen.[36] Er trat an die Spitze einer Kampagne, welche die Affäre Jaccoud „zu einem ‚neuen Fall Dreyfus‘“ erklären wollte.[37] Zusammen mit Roger Le Breton[38] und Wolfgang Maresch focht er die Blutspurenexpertisen an, die zum bestehenden Urteil gegen Jaccoud geführt hatten; er reiste dazu nach London und nach Graz (dort unter anderem im Oktober 1960 an den gerichtsmedizinischen Kongress),[39][40] „nach Paris und nach Wien, um international renommierte Gerichtsmediziner zu konsultieren“.[41] Briefe, Anfragen und Ersuchen um Meinungsäusserungen fanden durch Sutermeister „ihren Weg zu Gerichtsmedizinern und Serologen in Europa und Amerika“; sie gelangten zu Alexander Solomon Wiener in New York ebenso wie zu Robert Royston Amos Coombs in Cambridge.[37][42]

Abgesehen von den Blutspurenexpertisen stellte Sutermeister auch andere Aspekte der Ermittlungen gegen Jaccoud in Frage. Er „befragte in Genf und Umgebung Dutzende von Zeugen“.[35] Unter „Aufsicht eines mit einer Stoppuhr bewehrten Sportarztes“ befuhr er „auf dem Velo von Jaccouds Kanzlei zum Tatort und zurück, um zu zeigen, dass der kränkliche Jaccoud diese Strecke in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit gar nicht hätte zurücklegen können“.[35]

„Der ebenso eifrige wie eifernde Berner Arzt verbreitete seine Thesen in Briefen, Artikeln und Streitschriften, die ihm seitens des Genfer Labordirektors Hegg Ehrverletzungsklagen eintrugen“:[35] Aufgrund einer Artikelserie der Zürcher Woche, die Sutermeisters kontroversen Ansichten Raum gab und offen die Arbeitsweise des Gerichtsmediziners Pierre Hegg im Fall Jaccoud kritisierte,[34] strengte Hegg im zweiten Halbjahr 1960 einen Beleidigungsprozess gegen Sutermeister an,[40] aber ohne Erfolg.[43]

Mit unsachlichen Angriffen gegen Expertisen von Erik Undritz und Albert Alder schreckte Sutermeister gemäss Jürgen Thorwald „ernst zu nehmende Gerichtsmediziner und Serologen von der Beteiligung an einer Überprüfung der angewandten Methoden zur Blutspurenuntersuchung“ ab.[37] Andererseits habe sein Eifer dazu beigetragen, Mittel zu sammeln, um die Leitung der Revisionsbemühungen in die Hände der „seriösen“ Anwälte Horace Mastronardi und Roland Steiner zu legen.[37]

Sutermeister veröffentlichte Artikel über den Fall unter anderem in der Schweizerischen Rundschau für Medizin (Kriminalpsychologie und Medizin, 1960), im Schweizerischen Beobachter (Justizirrtum um einen Mord; Die Legende vom Fachmann: zur Krise der Sachverständigengutachten) und in der Zeitschrift Der Psychologe (Zur Psychologie des Justizirrtums, 1963).[44] 1964 verlangte Sutermeister in einer Eingabe an den Schweizer Bundesrat „die Institutionalisierung eines Bundeskriminalamtes nach dem Vorbild Wiesbadens, um als Oberexpertise oder sozusagen als zweite Tatsacheninstanz in reinen Indizienprozessen die Expertisen nachprüfen lassen zu können.“[45][46] Er wies darin „auf die Ombudsman-Institution in Skandinavien hin“, versuchte mehrere Vorstösse und reichte schliesslich der Julius Bär Stiftung „1974 eine Preisarbeit betreffend Schweizer Institutionsreformen ein.“[45] 1976 widmete Sutermeister medizinisch-psychologischen Aspekten des Falles, dem „Glanz und Elend von Expertisen“, ein Kapitel in Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer.[47]

Bis heute bestehen Zweifel an der Rechtmässigkeit von Jaccouds Verurteilung.[35]

Über den Fall Jaccoud hinaus wollte Sutermeister mit Gustav Adolf Neumann, dem Besitzer einer Wiener Boulevardzeitung, eine „Stiftung zur Aufdeckung von Justizirrtümern in der Schweiz, in der Bundesrepublik Deutschland und Österreich“ mit dem Namen Letzte Instanz gründen.[48] Sitz der Gesellschaft hätte das Fürstentum Liechtenstein werden sollen; er wollte „gemeinsam in allen drei Staaten“ arbeiten, mit dem Ziel, „möglichst viele Justizirrtümer der letzten Zeit“ aufzuklären.[48] „In Neumann, dem geistigen Vater [eines] im österreichischen Parlament verabschiedeten Gesetzes über eine volle Entschädigung für unrechtmässig erstandene Haft (Lex Neumann)“, sah Sutermeister einen „geeigneten Mitarbeiter“.[48] Er wollte auch eine Druckmaschine kaufen, „um Flugblätter und Schriften anfertigen zu können“.[48] „«Ich bin dazu gezwungen, denn ich hätte Dinge zu veröffentlichen, vor deren Publikation sich die Verleger fürchten», erklärte er. Der Apparat soll auch der neugegründeten Gefangenengewerkschaft zur Verfügung stehen, deren Vorstandsmitglied“ Sutermeister war.[48] „Bestimmend für die Absicht, Eigen-Verleger zu werden, war nach seiner Darstellung der Umstand, dass er sein Manuskript 500 Justizirrtümer nirgends an den Mann bringen konnte. Es handelt[e] sich dabei um eine Sammlung von Gerichtsfällen aus der ganzen Welt“,[48] die er 1976 unter dem Titel Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer im Eigenverlag veröffentlichte.

Sutermeister vertrat als Gemeinderat den Berner Stadtpräsidenten bei einem Treffen mit Lord Provost James Wilson McKay (links) anlässlich des Edinburgh Festivals, August 1970.

Politiker 1966–1971[Bearbeiten]

Berner Grossrat[Bearbeiten]

Im Mai 1966 wurde er als Mitglied des Landesrings der Unabhängigen in den Grossen Rat des Kantons Bern (Wahlkreis Bern-Stadt) gewählt. 1970 wurde Sutermeister „mit den Stimmen der wachsenden bernischen Links-Gruppen“ im Grossen Rat wiedergewählt.[49] Bis zu seinem Austritt Ende 1971 gehörte Sutermeister „sechs grossrätlichen Kommissionen an“; er interessierte sich im Grossen Rat besonders „für Schul- und Besoldungsfragen, aber auch für Steuerfragen“.[50] Für den Landesring war Sutermeister auch Nationalratskandidat.[51]

Wahl in den Berner Gemeinderat[Bearbeiten]

Im Dezember 1967 wurde Sutermeister als „politischer Aussenseiter“[52] für den Landesring der Unabhängigen in die Stadtberner Exekutive gewählt und löste Paul Dübi als Schuldirektor der Stadt Bern ab.[53][54] Mit dem Einzug Sutermeisters „auf Kosten der gemeinsamen freisinnig-bürgerlichen Liste“ in den Berner Gemeinderat wurde der Landesring der Unabhängigen „nun drittstärkste Partei der Stadt Bern“ und war zum ersten Mal in seiner Geschichte in diesem Rat vertreten.[55] „Die Abwahl von Gemeinderat Dübi Ende 1967 nach 16 Jahren Amtszeit wirbelte in den bürgerlichen Parteien recht viel Staub auf. Eine Motion verlangt für die Zukunft Majorzwahlen, um derartige Abwahlen zu verhindern …“[56] U. a. dadurch wurde sein Schulverwaltungsbericht 1969 durch den Berner Stadtrat –erstmals in der Geschichte der stadtberner Regierung– abgelehnt.[57]

Sutermeister galt anfangs als progressiv, weltoffen und politisch eher links. Zu seinen Wählern gehörten unter anderem Kriegsdienstgegner; er richtete Vorschulen ein[58] und setzte sich im Rat für die Unabhängigkeit des Juras,[59] für eine aufgeklärte Jugend,[60] für das Frauenstimmrecht in der Schweiz[61] und für eine mildere Strafjustiz[62] ein (er nannte die Schweiz im Zusammenhang mit der Administrativen Versorgung einen „Unrechtsstaat“).[63] 1968 gründete er zusammen mit Klaus Schädelin und anderen die Schweizerische Gefangenengewerkschaft (Syndicat suisse des détenus), welche die Interessen von Strafgefangenen verteidigen wollte;[64] einige Zeit lang war er deren Vorstandsmitglied. Er nahm an Debatten im „nonkonformistischen“ Diskussionskeller Junkere 37 teil[65] und vertrat im „Burgdorfer Literaturskandal“ um das Werk Gilgamesch von Guido Bachmann[66][67] und in Kontroversen um Martin Schwanders „Gruppe 67“ die Interessen der progressiven Schülerschaft.[68] Er galt unter Linken als Nonkonformist.[Anmerkung 4] Sutermeister war Präsident der Berner Sektion der Europa-Union und brachte bildungsreformerische Ideen aus dem Ostblock ein.[69][70] Seine grössten politischen Gegner waren freisinnig; ihr Ziel war es, den an den Landesring verlorenen Gemeinderatssitz zurückzuerobern.

So schreibt die Redaktion des focus: das zeitkritische magazin:

„Als der Arzt und Schriftsteller Dr. Hans Sutermeister dank einem unvorhergesehenen Volksentscheid stadtbernischer Schuldirektor wurde, ging für eine ganze Schicht von verkalkten Parteistrategen die Welt unter. Pflegte doch z. B. der leide Aussenseiter sogar in der ‚Kritischen Untergrundschule für die Schweiz‘ (im zur Freude einer ruheliebenden Bürokratie bald der Vergangenheit angehörenden Diskussionskeller ‚Junkere 37‘) mit bösen Nonkonformisten zusammenzukommen! Dazu, man stelle sich vor, hat er gelegentlich als Grossrat seinen Kanton – weil dieser dank ‚Asozialengesetzen‘ missliebige Mitbürger ohne viel gerichtliche Scherereien in entsprechende Anstalten ‚versenken‘ kann – einen ‚Unrechtsstaat‘ genannt! Dann das Allerschlimmste: Er liest viel, reist in der grossen Welt herum und findet manchmal, dass es anderswo Schulen gibt – in die ganz ein wenig in die Schule zu gehen, nicht eigentlich zum Schaden von gewissen Schulmeistern unseres Landes gereichen könnte…“

focus: das zeitkritische magazin[71]

In Fredi Lerchs Muellers Weg ins Paradies hat Sutermeister einen kurzen literarischen Auftritt: Der Gammlerpoet René E. Mueller sitzt

„in den engen und düsteren Räumlichkeiten der Städtischen Schuldirektion an einem langen, schmalen Tisch dem Schuldirektor Hans Martin Sutermeister gegenüber, dieser »hohen, hageren Gestalt« mit dem »autoritären Totenkopf«, und sagt sich, dass er den »subtil anfassen und von unten anbohren« müsse. […] [Müller lässt] eine Ansprache über »Erziehungsprobleme-und-Schule-und-Elternhaus« über sich ergehen, dann unterschreibt er eine Quittung über 300 Franken für »dringend benötigtes Schulmaterial«, darf sich anschliessend nach Belieben aus der im Hause befindlichen, umfangreichen Bibliothek bedienen, klemmt sich »so zwanzig Bände« unter den Arm, sagt zu Sutermeister: »Danke, danke viel, viel Mal«, und zu sich selber: »Dem spinnt’s ja total.«“

Fredi Lerch[72]

Gesamtschule[Bearbeiten]

Zu Sutermeisters unkonventionellem Stil gehörte, dass er „ein Verfechter der Gesamtschule“ war.[56] Die Gesamtschule hätte „demokratischer“ als bisherige Schweizer Schulmodelle sein sollen, das heisst, diejenigen, welche sich für die Gesamtschulidee einsetzten, beabsichtigten, „jedes Kind individuell nach seinen besonderen Fähigkeiten zu fördern“.[73] Dazu besichtigte Sutermeister Schulsysteme in Kopenhagen, Moskau, Stockholm und Israel.[74][75][76]

Aufgrund seiner Erfahrungen, die er bei Schulbesuchen im Ausland sammelte, wollte Sutermeister eine „stadtbernische Bildungspolitik mit dem Ziel einer inneren und äusseren Schulreform“ durchsetzen. Er verfasste dazu zuhanden des Gemeinderats zwei umfangreiche Berichte (Januar[77] und Mai 1971), die dort jedoch kaum diskutiert wurden.[78] In den Protokollen der Sitzungen des Stadtrates und des Grossen Rates des Kantons Bern ist nachzuvollziehen, dass die Debatten spannungsvoll waren, unter anderem da Sutermeister „ein beredter Theoretiker der Gesamtschule“ war, „vor den Realitäten“ (besonders vor dem Widerstand der Freisinnigen und der BGB) aber kapitulierte.[79]

Die Ära Sutermeister gilt, trotz oder dank ihrer Kontroversen, als Zeit des „Aufbruchs“ im Bildungsbereich für Bern; danach folgte ein „langsame[r], zähe[r] Aufbruch in den siebziger Jahren“ und eine Reformdynamik in den 1980er Jahren.[80]

Skandal um das kleine rote schülerbuch[Bearbeiten]

Obwohl Sutermeister innerhalb des Landesrings der Unabhängigen als progressives Parteimitglied angesehen wurde, erregte er inner- und ausserhalb seiner Partei einiges Aufsehen, als er 1970 das kleine rote schülerbuch,[81] ein bildungskritisches Manifest, das aus der 68er-Bewegung heraus entstanden war, angriff.[81][82][83] Aus seiner Sicht war es „in seiner Grundtendenz trotz noch vertretbarer antiautoritärer Ideen geschmacklos.“[82] Er konnte die Schweizerische Bundesanwaltschaft davon überzeugen, dass das kleine rote Schülerbuch jugendgefährdend war, worauf die Bundesanwaltschaft und die Kantonale Schuldirektion den Verkauf des Büchleins kurze Zeit einstellen liess und die Einfuhr in die Schweiz verboten wurde.[82][Anmerkung 5] Seine Aktion gegen das kleine rote schülerbuch verschafften dem Büchlein landesweit grosse Publizität.[84] Sämtliche Zeitungen berichteten darüber; unter dem Titel „Ein Hauch von Berner Rouge“ lasen im Nebelspalter Leser in den Augen eines (von Franco Barberis gezeichneten) Mädchens in Minirock: „Häsch s rot Büechli nonig gläse?“, „Hesch dä gseh? Do isch der Sutermeischter grad e Swinger dergäge!“, „Grüezi wohl, Herr Sutermeister!“, und „Aber, aber, Herr Sutermeister!“[85]

Ein weiterer „Skandal“ wurde durch Vorwürfe Sutermeisters gegen die Schulkommission der Berner Sekundarschule Laubegg ausgelöst.[86][87] Auch geriet der innere Zusammenhalt im Landesring immer mehr ins Wanken.[88]

1971 veröffentlichte Sutermeister in der sozialdemokratischen Zeitschrift Profil einen Artikel über „sozialpsychologische und sozialpolitische Ursachen und Wirkungen“ der „Porno- und Haschischwelle“.[89] Dem Chefredaktor des Profil Richard Lienhard war Sutermeisters von ausserhalb der Sozialdemokratie kommende Provokation willkommen; er schrieb: „Warum … Kritik an einem Beitrag von Gemeinderat Dr. Sutermeister, dessen Versuch, die soziologischen Hintergründe der Porno- und Haschischwelle aufzudecken, dazu beitragen sollte, die längst fällige Stellungnahme aus sozialistischer Sicht zu provozieren? Provokation ist gerade in unserer etwas speckig gewordenen Gesellschaft ein probates Mittel, um Leute aus dem Schlaf zu rütteln, und in Bewegung zu versetzen.“[90] Sutermeisters Freund und Bekannter Franz Keller rezipierte den Artikel kritischer, mit Hinblick auf Sutermeisters zunehmend konservative Position zu Themen der Sexualität und des Drogenkonsums.[91]

Karikatur zur Abwahl Sutermeisters von Nico im Tages-Anzeiger, Dezember 1971.

Abwahl aus dem Gemeinderat[Bearbeiten]

„Schuldirektor Sutermeister wurde während seiner ganzen Amtszeit vor allem von bürgerlicher Seite scharf beobachtet und musste immer wieder Kritik abwehren.“[56] Seine Reformideen scheiterten gemäss dem Berner Journalisten Hans Kaufmann „vorab an der schier ungeheuren Fülle seiner Interessen und Begabungen“.[92] So kam es, dass Sutermeister im Dezember 1971, trotz des neu eingeführten Frauenstimmrechts,[93] den Wahlkampf um seinen Gemeinderatssitz gegen den FDP-Kandidaten Arist Rollier verlor.[94][95] Aus Sutermeisters Sicht „verlor der Landesring der Unabhängigen … Sitze, da die nahende Rezession die Klassenkampffronten erneut verstärkte und Mittelparteien auflöste.“[93]

Die „heftigen Angriffe, die damals in der Presse gegen ihn erhoben wurden,[96] bewogen ihn, auch sein Mandat als Mitglied der kantonalen Legislative niederzulegen und auf die Wiedereröffnung einer Praxis in Bern zu verzichten.“[97][98] (An seine Stelle trat der Arzt Paul Günter in den Berner Grossrat ein.[99]) „Obschon sich zahlreiche Politiker für eine Entschädigung ausgesprochen hatten, verweigerte die Berner Exekutive Dr. Sutermeister eine Abfindungssumme.“[100] Die Jahre, an denen er „hauptamtlich der Öffentlichkeit diente, waren vermutlich die unglücklichsten in seinem Leben.“[92]

„Die Nichtwiederwahl 1971 ließ Dr. Sutermeister in Eile sein Büro gründlich räumen. Verlassen von Mitstreitern, politischen Freunden und Gegnern, enttäuscht von Mitarbeitern und Hilfesuchenden, denen er hatte helfen wollen, kehrte er zurück in seinen Arztberuf. Wo andern ausgeschiedenen Gemeinderatsmitgliedern Pension und von Freunden zugedachte Arbeitsgebiete warten, begann Dr. Sutermeister als 64-Jähriger den Kampf um die Existenz.“[52]

Sutermeister zuhause in Bern, 1961

Rezeption[Bearbeiten]

Zu Sutermeisters Zeit als Politiker finden sich einige Zeitungsartikel und ein Buchkapitel.[101] Die Sutermeister eher feindlich gesinnte, da freisinnige, Berner Tageszeitung Der Bund, und auf der anderen Seite das eher wohlgesinnte Berner Tagblatt, unterscheiden sich in ihrer Rezeption deutlich voneinander. Derjenige Journalist, welcher Sutermeister wahrscheinlich am meisten kritisierte, war Peter Schindler (vom Bund).[102] Die Berner Lehrerin und Liedermacherin Rosmarie Walter-Fahrer gehörte zu Sutermeisters Befürwortern.[103]

Gemäss Berner-Tagblatt-Journalist Heinz W. Müller verunsicherte die als „gefühlsbetont“ und „sprunghaft“ wahrgenommene Führung Sutermeisters der Berner Schuldirektion „Verwaltung und Lehrerschaft. Mit seiner von Gedankenblitzen geprägten Politik stiess [Sutermeister] vielerorts auf Unverständnis. Immerhin konnte Dr. Sutermeister sein grösstes Anliegen, nämlich die Einrichtung eines Gesamtschulversuchs, ‚durchboxen‘. Dieses Experiment [lief ein Jahrzehnt später] noch immer.“[100]

Karl Vögeli, Journalist desselben Tagblattes, schrieb versöhnlich: „Trotz der nur kurzen Amtszeit bleiben zwei Ereignisse der städtischen Schulpolitik mit seinem Namen verbunden: er setzte die durchgehende Einführung der sogenannten Koedukation (Knaben und Mädchen in der gleichen Klasse) durch. Ein zweites Ziel hat er in seinem letzten Amtsjahr erreicht. Mit knappem Mehr beschloss der Stadtrat eine allgemeine Schulreform mit dem Ziel, die Gesamtschule einzuführen. Die Planung und die praktische Durchführung dieser Reform wird seinem Nachfolger überlassen sein – Dr. Sutermeister bleibt jetzt, nach seinem Wegzug nach Basel, die Genugtuung, dass es ihm geglückt ist, mit dem Grundsatzentscheid den Stein ins Rollen zu bringen.“[104]

Rückblickend und mit Verweis auf Sutermeisters frühe Novelle Zwischen zwei Welten schreibt der ehemalige LdU-Parteipräsident Anton Schaller: Sutermeister „findet die Balance zwischen den zwei Welten, wird Landesring-Politiker, fühlt sich darin wohl, zwischen den Parteien von links und rechts.“[105]

Sutermeisters persönliches Fazit war:

„Der Durchschnittspolitiker von heute hat kein Rückgrat; er verfügt indessen über eine so dicke Haut, daß er auch ohne Rückgrat zu stehen vermag.“[52]

Letzte Jahre, 1972–1977[Bearbeiten]

Sutermeisters Grab mit Enkel, 1984

Nach seiner Abwahl aus dem Gemeinderat und seinem Austritt aus dem Grossrat 1972 zog Sutermeister von Bern nach Basel an die Grienstrasse,[97] wo er eine neue allgemeinmedizinische Privatpraxis eröffnete.[92][98] Neben seiner Praxis, die er mit seiner Familie führte, beteiligte er sich „weiterhin engagiert an der Diskussion öffentlicher Fragen“, wobei seine Leserbriefe manchmal zu „lebhaften publizistischen Auseinandersetzung[en]“[97] führten.[100] So forderte er im Spiegel die Rettungsfolter im Entführungsfall Richard Oetker,[106] bezog Stellung gegen einen „modischen Singsang gegen die ‚bösen Multis‘“ (der Pharmaindustrie)[107] und wurde im Fall Nestlé tötet Babys von Traude Bührmann als „Rassist“ bezeichnet.[108] Peter Krieg wirft Sutermeister implizit vor, dass er „den Mechanismen unserer Weltwirtschaft gegenübersteh[t] wie ein Kleinkind einem Flugzeug gegenübersteht.“[109] Dass er sich politisch umorientierte, bezeugt einer seiner Artikel im Republikaner,[24] sein Name in den unheimlichen Patrioten und ein „Leserbrief“ von 1974 seines langjährigen Freundes und Trauzeugen Franz Keller:

„Lieber ‚Trotzdem-Freund‘ Sutermeister! Du hast selber diesen Ausdruck gewählt für unsere Freundschaft, seit Du nicht mehr wie in unserer Jugend Marxist bist, sondern eher zu den Republikanern neigst. …“

Franz Keller[110]

Privat forschte er weiter und verfasste (neben den zahlreichen Leserbriefen) die Werke Grundbegriffe der Psychologie von heute und Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer, welche er 1976 in seinem eigenen „Elfenau Verlag“ veröffentlichte.[111] Zur von ihm beabsichtigten Neuauflage von Von Tanz, Musik und andern schönen Dingen (von 1944) in demselben Verlag kam es nicht mehr, da er am 5. Mai 1977 unerwartet an Herzversagen starb. Die wenigen Nachrufe, die auf ihn in einzelnen Zeitungen erschienen, bezogen sich ausschliesslich auf seine kurze Zeit als Berner Gemeinderat und nicht auf seine lange publizistische Tätigkeit.

Sutermeisters Nachlass befindet sich in der Burgerbibliothek Bern; er umfasst persönliche Dokumente, Korrespondenz und Handexemplare.[24]

Cover von Sutermeisters unter Pseudonym veröffentlichter autobiografischer Novelle Zwischen zwei Welten von 1942

Publikationen[Bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Cover von Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer (1976), Sutermeisters umfangreichste und neben Schiller als Arzt (1955) bedeutendste Schrift

Komposition[Bearbeiten]

Kleiner Walzer, für Klavier und Geige arrangiert, 1949 unter dem Pseudonym „Hans Möhrlen“ veröffentlicht (PDF)

Literatur[Bearbeiten]

Nachschlagewerk[Bearbeiten]

  •  Willy Keller (Hrsg.): Sutermeister, Hans-Martin. In: Schweizer Biographisches Archiv. 1, EPI Verlag Internationaler Publikationen, Zürich/Lugano/Vaduz 1952, S. 123–124.

Schriftsteller[Bearbeiten]

Philosoph (Auswahl)[Bearbeiten]

Eine Liste von Rezensionen zu Sutermeisters wissenschaftlichen Schriften finden sich in der englischsprachigen Wikipedia.

Fehlurteilsjäger (Auswahl)[Bearbeiten]

  •  Affaire Jaccoud: beaucoup de bruit pour rien. Un médecin bernois à la rescousse. In: Voix Ouvrière. Nr. 166, 19. Juli 1960.
  •  Jaccoud. Ein gewisses Lächeln. In: Der Spiegel. Nr. 45, 1960, S. 71–73 (online).
  •  Gerhard Mauz: Schuldig, weil wir keinen anderen haben: SPIEGEL-Reporter Gerhard Mauz über die Fehlurteilsjäger Hans Martin Sutermeister und Gustav Adolf Neumann. In: Der Spiegel. Nr. 18, 1965, S. 116 und 118 (online).
  •  Jürgen Thorwald: Blutiges Geheimnis. In: Die Stunde der Detektive: Werden und Welten der Kriminalistik. Band 1, Knaur, München/ Zürich 1969, S. 257–258.
  •  pa: Schuldirektor Dr. H. M. Sutermeister als Kämpfer gegen Justizirrtümer auf internationaler Basis. In: Berner Tagblatt. 82, Nr. 182, Montagmorgen 7. Juli 1969, S. 3.
  •  Karl Peters: Sutermeister, Hans M.: Summa Iniuria. Ein Pitaval der Justizirrtümer. Basel 1976. In: Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft. 88, Nr. 1, 1976, S. 993–995.
  •  Hanspeter Born: Mörder gesucht. In: Das Magazin. 29. September 2001, S. 30–31.

Politiker (Auswahl)[Bearbeiten]

  • „Satirische Linse“ mit Fotomontage. Berner Tagwacht, 27./28. September 1969, S. 6.
  •  Die Diskussion wäre vernünftiger gewesen: Berns Schuldirektor verschafft umstrittenem Buch aus Dänemark Publizität. Frühjahr 1970.
  •  h.u.b.: Schuldirektor zensiert Radio Bern. In: National-Zeitung. Nr. 280, Abendblatt 23. Juni 1970, S. 3.
  •  Heinz Däpp: Die zwei Seelen in Sutermeisters Brust. In: National-Zeitung. Nr. 282, 24. Juni 1970, S. 6.
  •  Sergius Golowin: Die Schule der Angst. In: focus: das zeitkritische magazin. Nr. 10 (Sondernummer), Juli/August 1970, S. 44.
  •  z/p: Herr Sutermeister und die Landesring-Ideale. In: Der Landbote. Nr. 161, 15. Juli 1970, S. 6.
  •  Heinz Däpp: Sutermeister und die Folgen: Wie sollen linke Berner wählen?. In: National-Zeitung. Nr. 356, 6. August 1970, S. 3.
  •  Hans Mühlethaler: die kleine rote schülerbuch-affäre. In: focus: das zeitkritische magazin. Nr. 11, 1970, S. 26–28.
  •  K: Entscheid ohne Wenn und Aber: Schuldirektor Dr. Sutermeister deutlich geschlagen – Arist Rollier an der Spitze des Gemeinsamen Vorschlages gewählt. In: Der Bund. Nr. 292, 14. Dezember 1971, S. 33.
  •  Eduard Nacht: Sutermeister wurde nicht mehr gewählt. Mit einer Karikatur von Nico. In: Tages-Anzeiger. Nr. 292, 14. Dezember 1971, S. 5.
  •  Karl Vögeli: Mit dem Dank der Oeffentlichkeit in den verdienten Ruhestand: Letzter Amtstag von Gemeinderat Dr. Hans Martin Sutermeister. Bericht mit Kurzbiografie und Foto. In: Berner Tagblatt. 29. Dezember 1971, S. 11.
  • Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997. Kapitel
    • 2.4.1 Legislaturperiode 1968 bis 1971 (Schuldirektor H. M. Sutermeister, LdU). S. 41–46.
    • 3.2.1 Das ‚Reglement‘ von Konrad Schütz und der weitere Verlauf bis zur Abwahl von Schuldirektor Sutermeister. S. 66–75.

Nachrufe[Bearbeiten]

  •  Gustaf Adolf Wanner: H. M. Sutermeister gestorben. In: Basler Zeitung. Nr. 94, 7. Mai 1977, S. 31.
  •  Hans Kaufmann: H. M. Sutermeister ist gestorben. Mit Foto. In: Der Bund. Nr. 107, Bern 9. Mai 1977, S. 9.
  •  Heinz W. Müller: Dr. Hans Martin Sutermeister gestorben: Engagierter Arzt und Politiker. Mit Foto. In: Berner Tagblatt. 9. Mai 1977, S. 6.
  •  -ld: † Dr. Sutermeister. In: Berner Nachrichten. 9. Mai 1977, S. 11.
  •  Urs Marc Eberhard: In Basel gestorben: alt Schuldirektor Dr. med. H. M. Sutermeister. In: Berner Jugend – Berner Schule: Zeitschrift für die Eltern, herausgegeben von Lehrerschaft und Schuldirektion der Stadt Bern. Nr. 2, Schulamt der Stadt Bern, Bern Juni 1977, S. 11.
  • Paul Benedikt Jucker-Staehelin: Unveröffentlichter Nachruf, enthalten im Dossier ES 206 (6) Nachruf auf Hans Martin Sutermeister, verfasst von Paul Jucker, 1965–1992 im Nachlass in der Burgerbibliothek Bern.

Filmdokumente[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kataloge[Bearbeiten]

Kurzbiografien[Bearbeiten]

Abbildungen[Bearbeiten]

 Commons: Hans Martin Sutermeister – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kompositionen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d  Willy Keller (Hrsg.): Schweizer Biographisches Archiv. Band 1, EPI Verlag Internationaler Publikationen, Zürich 1952, S. 123–124.
  2.  Friedrich Meyer (Hrsg.): Das Humanistische Gymnasium Basel 1889–1989. Schwabe, Basel 1989, ISBN 3-7965-0893-6.
  3. a b Dossier ES 206 (2) Persönliche Dokumente von Hans Martin Sutermeister (1926–1964) im Nachlass in der Burgerbibliothek Bern.
  4. a b c d Dossier ES 206 (3) Medizinstudium; Praxisbewilligungen (1929–1971) im Nachlass in der Burgerbibliothek Bern.
  5. a b  Gerhard Mauz: Schuldig, weil wir keinen anderen haben: SPIEGEL-Reporter Gerhard Mauz über die Fehlurteilsjäger Hans Martin Sutermeister und Gustav Adolf Neumann. In: Der Spiegel. Nr. 18, 1965, S. 116 und 118 (online).
  6.  Hans Moehrlen: Zwischen zwei Welten: Novelle. Mettler & Salz, Bern 1942, S. 21–23, DNB 575152796.
  7.  Hans Moehrlen: Zwischen zwei Welten: Novelle. Mettler & Salz, Bern 1942 (passim).
  8.  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 26, OCLC 800806162.
  9.  Leichenfund. In: Liechtensteiner Nachrichten. Nr. 70, 25. Juni 1931, S. 2 Sp. 2 (eliechtensteinensia.li (PDF; 283 kB), abgerufen am 10. Dezember 2012).
  10.  S'étant endormi à la montagne, un touriste meurt gelé. In: L’Express. 24. Juni 1931, S. 6.
  11. a b c  Fredi Lerch: Frühes Zeugnis von Schweizer Nonkonformismus. In: Revista Espaço Acadêmico. Band 12, Nr. 134, Juli 2012, S. 181–183.
  12. a b Paul Benedikt Jucker-Staehelin: Unveröffentlichter Nachruf, enthalten im Dossier ES 206 (6) Nachruf auf Hans Martin Sutermeister, verfasst von Paul Jucker, 1965–1992 im Nachlass in der Burgerbibliothek Bern.
  13. a b c d  Schweizerischer katholischer Volksverein (Hrsg.): Neue Psychologie auf der Suche nach den Ursachen der geistigen Gegenwartskrise: Zu den Thesen Hans Sutermeisters. In: Apologetische Blätter. 9, Nr. 9, Zürich 15. Mai 1945, S. 81–83.
  14.  Uwe Henrik Peters: Lexikon Psychiatrie, Psychotherapie, Medizinische Psychologie. 6. Auflage. Urban & Fischer, München/ Jena 2007, ISBN 978-3-437-15061-6, S. 36.
  15.  Franz Josef Friederich: Soziale Implikationen der Musiktherapie: eine soziologische Untersuchung der Situation des psychisch Kranken. Köln 1980, S. 162.
  16. Beispiele sind Sutermeisters Artikel Zur Geschichte der Völkerbundsidee, in: Rote Revue: sozialistische Monatsschrift, Band 24 (1944–1945), Heft 2, S. 60–64, doi:10.5169/seals-335090. Und der Artikel Fabianismus. In: Rote Revue: sozialistische Monatsschrift, Band 24 (1944–1945), Heft 9, Seite 311–314, doi:10.5169/seals-335115.
  17. a b c Hans Martin Sutermeister: Psychologie und Weltanschauung. Hans Huber, Bern 1944, S. 163.
  18.  Jakob Bührer: Die geistige Katastrophe: offener Brief an Herrn Dr. Hans Suttermeister. In: Rote Revue: sozialistische Monatsschrift. 22, Nr. 11, 1942–1943, S. 397–399 (doi:10.5169/seals-334656).
  19. Emil J. Walter: Kulturelle Gesundungskrise? In: Rote Revue: Sozialistische Monatsschrift. 22. Jahrgang, Mai 1943, Heft 9, S. 305–308. doi:10.5169/seals-334642
  20. Partei der Arbeit, Sektion Bern-Stadt, Mitgliederverzeichnis vom 12. Januar 1949, S. 83.
  21. Fahrt durch Europas Ruinen: Erlebnisse eines Berner Flüchtlingsarztes, Dr. med. Hans Sutermeister. Romanseiten der Sonntagsbeilagen des Berner Tagblatts vom 15. Mai 1949, S. 12, und 22. Mai 1949, S. 7.
  22.  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 161, 170 und 762.
  23.  Zur Geschichte des Psychogeniebegriffs. Buchbesprechung. In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. Band 133, 1953, ISSN 0080-7362, S. 141–142 (retro.seals.ch, abgerufen am 10. Dezember 2012).
  24. a b c d e f Teilbestand ES 206-208 im Nachlass in der Burgerbibliothek Bern.
  25.  Hans Martin Sutermeister: Grundbegriffe der Psychologie von heute. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 1.
  26. a b Dossier ES 206 (4) Habilitation an der Universität Bern (1951–1954) im Nachlass in der Burgerbibliothek Bern.
  27.  Hans Martin Sutermeister: In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. 133, 1953, S. 141-142 (retro.seals, abgerufen am 10. Dezember 2012).
  28. a b  Marcel H. Bickel: Henry E. Sigerist: Vier ausgewählte Briefwechsel mit Medizinhistorikern der Schweiz. Peter Lang, Bern 2008, ISBN 978-3-03911-499-3, S. 378, 572–574.
  29.  Peter F. Ostwald: Schumann: The Inner Voices of a Musical Genius. Northeastern University Press, Boston 1987, ISBN 1-55553-014-1, S. 302.
  30.  Peter Sutermeister: Robert Schumann, sein Leben nach Briefen, Tagebüchern und Erinnerungen. Ex Libris, Zürich 1949.
  31. Passim in: Zeitschrift für Psychotherapie und medizinische Psychologie, 1967, Band 17, S. 81–89
  32. Carl Zibung: Der Föhn – Landplage oder Sündenbock. Zweiteilige Reportage über Entstehung und Wirkung des Föhn. Mit Peter Wyss (Reporter), Johann Häfelin , Hans Martin Sutermeister, Étienne Grandjean, sowie Fridolin Tschudi, Walter Mörikofer, Jean Lugeon, Wolf Weihe und Rolf Knie senior. Schweizer Fernsehen, 22. und 29. Mai 1964. 2014 durch Telepool digitalisiert.
  33. Le procès Jaccoud sera-t-il revisé? Le docteur Sutermeister apporterait de nouveaux éléments importants. D'après lui, X. le Suisse d'Espagne existe bel et bien et il aurait vu M. Zumbach peu avant le meurtre. In: L’Express, 28. Juli 1960, S. 8. Und: G. S.: A propos du procès Jaccoud. Le Dr Sutermeister: «Une affaire politique!» In: L'Express, 2. August 1960, S. 8.
  34. a b Walter Blickenstorfer: Artikelserie in der Zürcher Woche, Frühling 1960.
  35. a b c d e  Hanspeter Born: Mörder gesucht. In: Das Magazin. 29. September 2001, S. 16–32.
  36. Siehe auch: Affaire Jaccoud: beaucoup de bruit pour rien. Un médecin bernois à la rescousse. In: Voix ouvrière, 19. Juli 1960, Nr. 166. Und: U.P.I.: Toujours la révision du procès Jaccoud: Le Dr Sustermeister apporterait des éléments nouveaux. Qui est le mystérieux « Suisse d'Espagne » ? In: L’Impartial, 27. Juli 1960, S. 14. Und: A.R.: La confrontation entre le chauffeur de taxi et le mystérieux «M. X.» de l'affaire Jaccoud: Les «révélations du Dr Sutermeister» réduites à néant. In: L’Impartial, 8. August 1960, S. 6.
  37. a b c d  Jürgen Thorwald: Blutiges Geheimnis. In: Die Stunde der Detektive: Werden und Welten der Kriminalistik. Band 1, Knaur, München/Zürich 1966, S. 257–258.
  38.  Aufsehenerregende Enthüllungen des führenden Pariser Gerichtsmediziners: ‚Falscher Mordbeweis gegen Jaccoud!‘. Frühe 1960er Jahre, S. 3 und ?.
  39. Au Congrès de Graz: Controverses autour des expertises de l'affaire Jaccoud. In: L'Express, 18. Oktober 1960, S. 13.
  40. a b  Jaccoud. Ein gewisses Lächeln. In: Der Spiegel. Nr. 45, 1960, S. 71–73 (online).
  41.   In: Bunte. 1963, S. 12 Sp. 3.
  42. Siehe auch:  Marta González-Santander Martínez: Blas Aznar González: una figura eminente de la medicina legal española contemporánea. Dissertation. Universität Complutense Madrid 2002, S. 416.
  43.  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 757–758.
  44. Hans Martin Sutermeister. Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Basel: Elfenau, 1976, S. 80–81.
  45. a b  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 255.
  46. Hans Martin Sutermeister: Brauchen wir ein Bundeskriminalamt? (Gespräch mit Bundesanwalt Hans Walder.) In: Der Ring, Nr. 3, 1973.
  47.  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, Der Fall Pierre Jaccoud (oder die Affäre, die keine war), S. 47–81.
  48. a b c d e f  pa: Schuldirektor Dr. H. M. Sutermeister als Kämpfer gegen Justizirrtümer auf internationaler Basis. In: Berner Tagblatt. 82, Nr. 182, Montagmorgen 7. Juli 1969, S. 3.
  49. Kurzbiografie im Nonkonformismus Archiv Fredi Lerch, Schweizerisches Literaturarchiv, 2011.
  50.  Grosser Rat des Kantons Bern (Hrsg.): In: Tagblatt des Grossen Rates des Kantons Bern. Bern 7. Februar 1972, S. 3.
  51.  Bernhard Wyss: Der Landesring in den Nationalratswahlen von 1963, 1967 und 1971. Diplomarbeit. Hochschule St. Gallen 1974.
  52. a b c  Urs Marc Eberhard: In Basel gestorben: alt Schuldirektor Dr. med. H. M. Sutermeister. In: Berner Jugend – Berner Schule: Zeitschrift für die Eltern, herausgegeben von Lehrerschaft und Schuldirektion der Stadt Bern. Nr. 2, Schulamt der Stadt Bern, Bern Juni 1977, S. 11.
  53.  Ueberraschender Ausgang der Berner Gemeinderatswahlen: Landesringkandidat Dr. H. M. Sutermeister gewählt. – Schuldirektor P. Dübi bleibt auf der Strecke. In: Berner Tagblatt. Band 80, Nr. 341, Morgenausgabe 11 Dezember 1967.
  54.  Wa: Gemeinderats- und Stadtratswahlen in Bern: Landesring hält mit Dr. H. M. Sutermeister erstmals Einzug in den Gemeinderat: Schuldirektor Paul Dübi (freis.) blieb als Opfer des Proporz auf der Strecke. Mit Foto. In: Berner Tagblatt. Band 80, Nr. 341, Abendausgabe 11 Dezember 1967, S. 3 oder 4.
  55.  Landesringerfolge auch in Bern. Mit Foto von Sutermeister. In: Die Tat. 12. Dezember 1967, S. 4.
  56. a b c  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, ISBN 3-906754-67-7, 2.4.1 Legislaturperiode 1968 bis 1971 (Schuldirektor H. M. Sutermeister, LdU), S. 41.
  57. ATS: Le directeur des écoles a été imprécis... Le Conseil de ville de Berne refuse le rapport de gestion de la direction des écoles. In: L’Express, 14. Juni 1969, S. 27.
  58. Einrichtung von Vorschulen in der Stadt Bern durch Schuldirektor Dr. med. H. R. Sutermeister. In: Schweizerische Lehrerzeitung 43, 24. Oktober 1968. (Weitere Quelle: Schule und Psychologie. Band 15. Ernst Reinhardt Verlag, Basel, 1968.)
  59. Siehe auch: Le directeur des écoles de Berne: blâmé pour son attitude envers le Jura. In: Le Nouvelliste. 30. November/1. Dezember 1968, S. 2. Und: ats: Le directeur des écoles de Berne sur la sellette. In: L’Express, 30. November 1968, S. 8 / L'Impartial 30 novembre 1968, S. 28.
  60. Zum Beispiel in:  Grosser Rat des Kantons Bern (Hrsg.): Interpellation. von Hans Martin Sutermeister betreffend Ausschluss eines Schülers am Gymnasium Burgdorf. In: Tagblatt des Grossen Rates des Kantons Bern. Bern 16. Februar 1967, S. 176–177.
  61.  Grosser Rat des Kantons Bern (Hrsg.): Schriftliche Anfrage. von Hans Martin Sutermeister betreffend Frauenstimmrecht. In: Tagblatt des Grossen Rates des Kantons Bern. Bern 15. September 1966, S. 392–393 (Schriftliche Anfrage) und 608 (Antwort).
  62. Zum Beispiel in: Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Basel, 1976, S. 659–660.
  63. Tagblatt des Grossen Rates des Kantons Bern. Jahrgänge 1966–1972. Buchdruckerei Neukomm AG, Bern. Und: Protokolle der Sitzungen des Stadtrates und der Gemeindeabstimmungen. Stadt Bern, Jahrgänge 1968–1971.
  64.  Kurt Marti, Hektor Leibundgut, Klaus Bäumlin, Bernard Schlup (Hrsg.): Notizen und Details 1964–2007: Beiträge aus der Zeitschrift „Reformatio“. Theologischer Verlag Zürich, Zürich 2010, ISBN 3-290-17541-3, S. 294.
  65. Chronologie der Junkere 37 und Kurzbiografie im Nonkonformismus Archiv Fredi Lerch, Schweizerisches Literaturarchiv, 2011.
  66.  Fredi Lerch: Das Skandalbuch: „Gilgamesch“ und die Folgen. In: Berner Zeitung. 28. Oktober 2003, S. 22.
  67.  Der „Burgdorfer Literaturskandal“ und seine Folgen bis heute. In: Burgdorfer Tagblatt. 28. Februar 2007, S. 14–15 (pdabern.ch (PDF; 2,3 MB), abgerufen am 12. Dezember 2012).
  68.  Hans Martin Sutermeister: Warum proben unsere Mittelschüler und Studenten den Aufstand?. In: Der Bund. Nr. 138, Bern 16. Juni 1968.
  69.  Sergius Golowin: Die Schule der Angst. In: focus: das zeitkritische magazin. Nr. 10 (Sondernummer), Juli/August 1970, S. 44.
  70. Luzius Theiler: Bern 80. Ideen für eine wohnliche Stadt. Schriftenreihe des Landesrings der Unabhängigen, Stand Bern. Nr. 2, 1970, S. 21 (mit Foto: „Schuldirektor Sutermeister: Kampf für eine bessere Schule“).
  71. Lead zu:  Hans Martin Sutermeister: Ist Moskau eine Reise wert? Neue Schul-Modelle in Ost und West. In: focus: das zeitkritische magazin. Nr. 7, April 1970, S. 35–36.
  72.  Fredi Lerch: Muellers Weg ins Paradies: Nonkonformismus im Bern der sechziger Jahre. Rotpunktverlag, Zürich 2001, ISBN 3-85869-218-2, S. 677–678 (http://fredi-lerch.ch/index.php?id=40, abgerufen am 28. Dezember 2013).
  73.  Luzius Theiler: Bern 80. Ideen für eine wohnliche Stadt. In: Schriftenreihe des Landesrings der Unabhängigen, Stand Bern. Nr. 2, 1970, S. 22.
  74.  Stadtrat Bern (Hrsg.): Kleine Anfrage von Fritz Hess (Freisinniger) „betreffend die Reise des Schuldirektors nach Israel“. In: Protokolle der Sitzungen des Stadtrates und der Gemeindeabstimmungen. Bern Erstes Halbjahr 1971, ISSN 0523-0357, S. 255, 513–514.
  75.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, ISBN 3-906754-67-7, 2.4.1 Legislaturperiode 1968 bis 1971 (Schuldirektor H. M. Sutermeister, LdU), S. 41–46.
  76.  Hans Martin Sutermeister: Möglichkeiten einer inneren und äusseren Schulreform im Sinne der Gesamtschule in der Stadt Bern. Schuldirektion, Bern 1971.
  77.   In: Éducateur et bulletin corporatif: organe hebdomadaire de la Société Pédagogique de la Suisse Romande. Band 107, Nr. 21, 18. Juni 1971, S. 488 (retro.seals.ch, abgerufen am 10. Dezember 2012).
  78.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, S. 45.
  79.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, S. 69–73.
  80.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, S. 6 und passim.
  81. a b  Klaus Thiele-Dohrmann: Ruhestörung in Bern. In: Die Zeit. Nr. 30, 1970 (zeit.de).
  82. a b c  Peter H. Schürmann: Viel Lärm um ein rotes Büchlein. Das Verbot ist ausgesprochen – die Diskussion geht weiter. In: Schweizer Illustrierte. Nr. 28, 6. Juli 1970, S. 16–17.
  83.  Paul Ehinger: In: Schweizerische Vereinigung für politische Wissenschaft (Hrsg.): Année politique suisse – Schweizerische Politik im Jahre 1970. Sechster Jahrgang, Bern 1971, III. Parteien und Verbände – Partis et associations, S. 190.
  84.  Fritz Hirzel: Bundesanwaltschaft beschlagnahmt „grob unzüchtige“ Literatur. In: Tages-Anzeiger. 11. Juli 1970 (fritzhirzel.com, abgerufen am 10. Dezember 2012).
  85. Ergebnisse des Bildlegenden-Wettbewerbs ‚Was Sie in den Augen lasen!‘ In: Nebelspalter, Nr. 33, 19. August 1970, S. 18.
  86. Sutermeisters zweiter Streich. In: AZ-Basel, Nr. 56, Frühling 1971.
  87. Zur Affäre Laubegg. In: Der Bund, Nr. 129, Sommer 1971.
  88. Berner Landesring als linke Alternative: Quittung für das gescheiterte Ausschlussverfahren gegen Luzius Theiler. Linksrutsch im Vorstand. Die Hypothek Sutermeisters. In: National–Zeitung. Nr. 112, Frühling 1971.
  89.  Hans Martin Sutermeister: Die Porno- und Haschischwelle: sozialpsychologische und sozialpolitische Ursachen und Wirkungen. In: Profil: sozialdemokratische Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur. 50, Nr. 1, 1971, S. 4–9 (doi:10.5169/seals-338343, abgerufen am 5. Juni 2014).
  90.  Richard Lienhard: Wozu noch Druckerschwärze?. In: Profil: sozialdemokratische Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur. 50, Nr. 3, 1971, S. 68–69 (doi:10.5169/seals-338358, abgerufen am 5. Juni 2014).
  91.  Franz Keller: Kommune – Entartung oder Fortschritt?. In: Profil: sozialdemokratische Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur. 50, Nr. 3, 1971, S. 86–88 (doi:10.5169/seals-338363, abgerufen am 5. Juni 2014).
  92. a b c  Hans Kaufmann: H. M. Sutermeister ist gestorben. In: Der Bund. Nr. 107, Bern 9. Mai 1977, S. 9.
  93. a b  Hans Martin Sutermeister: Möglichkeiten einer inneren und äusseren Schulreform im Sinne der Gesamtschule in der Stadt Bern. Schuldirektion, Bern 1971, Nachwort (Nach Sutermeisters Abwahl vom 12. Dezember 1971 durch ihn zwischen S. 197 und 198 eingefügt).
  94.  Karl Vögeli: Gemeinderatswahl: Sutermeister ging leer aus. Mit einem Foto von Hans Martin Sutermeister. In: Berner Tagblatt. 14. Dezember 1971, S. 11.
  95.  Karl Vögeli: Wunder wiederholen sich nicht: Landesring Verlierer der Wahl. Mit einem Foto von Hans Martin Sutermeister. In: Berner Tagblatt. 14. Dezember 1971, S. 11.
  96. Siehe auch: Hintergründe eines Wegzuges. In: Vaterland, Nr. 296, Dezember 1971. Und: Jürg Frischknecht: HM’s letzte Amtshandlung. In: National-Zeitung, Nr. 27, Januar 1972. Siehe auch Sutermeisters Replik in der National-Zeitung, Nr. 47, S. 21.
  97. a b c  Gustaf Adolf Wanner: H. M. Sutermeister gestorben. In: Basler Zeitung. Nr. 94, 7. Mai 1977, S. 31.
  98. a b Sutermeister kommt nach Basel. In: Basler Nachrichten. 21. Dezember 1971.
  99.  Wechsel im Grossen Rat. In: Der Bund. Nr. 297, Bern 20. Dezember 1971, S. 27.
  100. a b c  Heinz W. Müller: Dr. Hans Martin Sutermeister gestorben: Engagierter Arzt und Politiker. In: Berner Tagblatt. 9. Mai 1977, S. 6.
  101.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, S. 41–46 und S. 66–75.
  102. Einige Bund-Artikel zu den Berner Gemeinderatswahlen vom Dezember 1967 und vom Dezember 1971.
  103. Siehe z. B. ihre Artikel in Berner Jugend – Berner Schule sowie ihre „Libres opinions“ im L’Express: Les indésirables, 19. Juni 1969, S. 8; Encurageons la subversion scolaire! À propos du ‹Petit livre rouge des écoliers›. 16. Juli 1970, S. 8; Encore quelques remarques sur le «Petit livre rouge des écoliers», 23. Juli 1970, S. 8.
  104.  Karl Vögeli: Mit dem Dank der Oeffentlichkeit in den verdienten Ruhestand: Letzter Amtstag von Gemeinderat Dr. Hans Martin Sutermeister. In: Berner Tagblatt. 29. Dezember 1971, S. 11.
  105. Anton Schaller: Zwischen zwei Welten: Erinnerung an den Landesring oder was eine kleine Novelle bewirken kann. Kolumne 182 auf Seniorweb.ch, 29. April 2012.
  106. Leserbrief in Der Spiegel 04/1977 vom 17. Januar 1977, S. 12, und Leserantwort in folgenden Ausgaben.
  107. Leserbrief in Der Spiegel, 41/1976 vom 4. Oktober 1976, S. 6.
  108. Traude Bührmann: Sterben Kinder durch Nestlé? In: Courage: Berliner Frauenzeitung. Nr. 3, 1978, Heft 2, S. 26–27.
  109. Peter Krieg: Plädoyer für die Unduldsamkeit. In: Jane Cottingham (Hrsg.): Flaschenkinder: Dokumentation zum Problem der künstlichen Babynahrung. Carouge: Internationaler Fraueninformationsdienst, 1976, S. 35–37.
  110. Franz Keller: Lieber ‚Trotzdem-Freund‘ Sutermeister! Leserbrief im Dossier ES 312 (8) Korrespondenz zwischen Keller, Franz (1913–1991) und Sutermeister, Hans Martin (1900–1977), 1953–1977 im Nachlass in der Burgerbibliothek Bern.
  111.  Barbara Verrel: Internationales Verlagsadressbuch mit ISBN-Register. K. G. Saur, 1983, S. 681.
  112. mm: Pornographie und Gesellschaft: Bekannte Vartationen zu bekanntem Thema. In: Basler Nachrichten. Nr. 452, 27. Oktober 1970, S. 5. Und: Manuel Isler: Für das Recht auf die sogenannte Pornographie: Der erste Montagabend in der Basler „Komödie“ galt einem aktuellen Thema. In: National-Zeitung. Nr. 496, 28. Oktober 1970, S. 5 (mit Foto der Teilnehmer).
  113. Sion: Exposition de presse. In: Le Confédéré, 26. November 1970, S. 8.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Davon zeugen unter anderem seine Publikationen Über den gegenwärtigen Stand der Föhnforschung (1944), Hundert Jahre Föhnforschung (1944), Föhn und Föhnkrankheit (1945), Krankheit, Wetter und Klima (1945) und Das Föhnproblem im Rahmen der modernen Meteoropathologie (1960).
  2. der sich auf S. 47–48 von Sutermeisters Nomen atque omen (1942) wie an keiner anderen Stelle in Sutermeisters Werk verdichtet: „Was den Rassismus betrifft, (,den z. B. Beecher-Stowes „Onkel Toms Hütte“ bekämpfte), so muss allerdings gesagt werden, dass Neger und Asiaten wohl immer rückständiger bleiben werden (,vgl. unsere mongoloide Idiotie als Atavismus?). Dass der Antisemitismus immer wieder aufflackert, hat das Judentum zum grossen Teil dadurch selbstverschuldet, dass es sich bewusst der allgemeinen Völkermischung entzieht und so ‚Fremdkörper‘ bleibt. Auf der anderen Seite stellt die nordisch-arische ‚blonde Bestie‘ für die erbbiologische Forschung bekanntlich gerade eine Defektmutation dar! Uebrigens muss völkerpsychologisch den Schweizern mit ihrer ältesten Demokratie der Ruhm zugesprochen werden, in der Demokratisierung führend zu sein. In keinem ändern Land sind die Machtstufen schon so weitgehend egalisiert, was dem Schweizer vielfach irrtümlich als ‚Gehemmtheit‘ ausgelegt wird. Dann folgen im Rang die angelsächsischen Völker, bes. die Amerikaner usw…“.
  3. 1955 wurde Schiller als Arzt als Band 13 der Berner Beiträge zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften veröffentlicht. Quelle:  14. Bericht der Kommission für die Stiftung Dr. Joachim de Giacomi für das Jahr 1953. In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. Band 134, 1954, ISSN 0080-7362, S. 256 (online, abgerufen am 10. Dezember 2012).
  4. Gemäss dem sozialistischen Zeitdienst war Sutermeister „in Bern für seine Extravaganzen im Rat und als ‚Nonkonformer‘ bekannt“; Quelle:  U. Schreiber: Roter Leitfaden zur Lehrer-Erziehung. In: Zeitdienst: Unabhängige sozialistische Information. Nr. 25, 26. Juni 1970, S. 162.
  5. Sutermeister „exponiert … sich gegen das ‚Kleine rote Schülerbuch‘, das er als ‚kommunistische Zersetzungsarbeit‘, die ‚die Jugend sturmreif‘ mache, bezeichnet“ („focus“, 10/1970, 44). In der Kurzbiografie im Nonkonformismus Archiv Fredi Lerch, Schweizerisches Literaturarchiv, 2011.
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Dieser Artikel wurde am 23. Dezember 2012 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.