Hans Martin Sutermeister

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Hans Martin Sutermeister 1945
Unterschrift von Hans Martin Sutermeister

Hans Martin Sutermeister (* 29. September 1907 in Schlossrued; † 5. Mai 1977 in Basel; Pseudonym: Hans Moehrlen bzw. Hans Möhrlen) war ein Schweizer Schriftstellerarzt und Privatgelehrter.

Neben der autobiografischen Novelle Zwischen zwei Welten veröffentlichte Sutermeister Prosa zu medizinischen, historischen und ästhetischen Themen, unter anderem Psychologie und Weltanschauung. Von 1945 bis 1971 führte er eine allgemeinmedizinische Praxis in Bern. In den 1950er Jahren versuchte er erfolglos, zu habilitieren, unter anderem mit Schiller als Arzt. Danach gründete er eine Familie. Als Mitglied der Gefangenengewerkschaft und des Büros gegen Amts- und Verbandswillkür setzte er sich ab 1960 für strafrechtlich Verurteilte ein; auf seinen Erfahrungen basiert das 1976 erschienene Buch Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Von 1968 bis 1971 war Sutermeister LdUGemeinderat in Bern und prägte die dortige Schulreform mit. Als Gemeinderat liess er das kleine rote schülerbuch verbieten, wodurch er landesweite Bekanntheit erlangte und in Bern fortan als «umstrittener Schuldirektor» in Erinnerung blieb. Nach seiner Abwahl zog er mit seiner Familie nach Basel, wo er noch rege publizistisch tätig war, ehe er 1976 unerwartet verschied. Sein Nachlass befindet sich in der Burgerbibliothek Bern.

Leben[Bearbeiten]

Sutermeisters Eltern Maria (Hunziker) und Friedrich

Jugend und Studium 1907–1942[Bearbeiten]

Sutermeister entstammte einer evangelischen Pfarrerfamilie und war heimatberechtigt in Zofingen. Seine Mutter Maria Hunziker (1875–1947) war vermögend. Sein Vater, der religiöse Sozialist Friedrich Sutermeister (1873–1934), Sohn des Schriftstellers Otto Sutermeister, arbeitete als Pfarrer. Zu seinen fünf Geschwistern zählten der Komponist Heinrich Sutermeister und der Schriftsteller Peter Sutermeister. Von Schlossrued zog die Familie nach Feuerthalen. Dort besuchte Sutermeister die Primarschule, danach das Gymnasium im benachbarten Schaffhausen.[1] Anschliessend zog die Familie nach Binningen, von wo aus er das Humanistische Gymnasium in Basel besuchte, an dem er 1926 die Matura bestand.[2]

Dem Wunsch seines Vaters folgend, begann Sutermeister Theologie an der Universität Basel zu studieren.[3] Nach fünf Semestern bestand er das Examen und sollte zur Erlangung eines Stipendiums eine Arbeit über René Descartes verfassen. Da er während dieses Examens in Gewissenskonflikte geriet, brach er das Studium, das er in Deutschland fortgesetzt hatte, ab.[4][5]

Er entfernte sich von seinem protestantischen Herkunftsmilieu und interessierte sich zunehmend für Naturwissenschaften.[6] In Basel begann er ein Medizinstudium und setzte es in Deutschland fort.[3] Bis 1933 war er im Kieler Republikanischen Studentenbund tätig.[7] Dann kehrte er in die Schweiz zurück, wo er sich an verschiedenen, meist dermatologischen Kliniken ausbildete, und promovierte 1941 unter seinem Onkel Hans Hunziker an der Universität Basel mit einer Arbeit über das Schweizerische Tuberkulosegesetz; das Thema wurde ihm vom Rassenhygieniker Stavros Zurukzoglu zugewiesen.[8]

Die Haushälterin: «Wie oft nahm doch Lina den kleinen Martin beiseite, um ihn heimlich ‹trocken zu legen› und ihn so der väterlichen Strafe zu entziehen […]». (Zwischen zwei Welten, S. 10.)

1942 veröffentlichte Sutermeister unter dem Pseudonym Hans Moehrlen, in Anlehnung an seinen Urgrossvater Christoph Möhrlen (auf Französisch: Moehrlen), die autobiografische Novelle Zwischen zwei Welten. Darin beschreibt der Erzähler seine Kindheit, seine Jugend sowie seine Studien– und Junggesellenzeit. Etappen dieser Jahre sind: Die strenge Erziehung unter seinen frommen gutbürgerlichen Eltern; der mögliche Selbstmord seines Bruders Adrian – er starb 1931 in den Bergen unter ungewissen Umständen[9][10] – ein Ereignis, das den Vater in den Wahnsinn treibt; der Bruch mit seiner Familie und sein Auszug vom Land in die Stadt; seine Erfahrung mit «Wein, Weib und Gesang»,[11] aus der er seine Lehren zieht und reifer wird; und schliesslich seine Rückkehr ins gutbürgerliche Milieu. Im Verlauf der Geschichte ändert der Erzähler seinen Namen «Martin» um in «Hans». Die Vorliebe für den Jazz und alles «Amerikanische» steht im Gegensatz zum als elitär empfundenen, eher in der deutschen Kultur verwurzelten berühmten Bruder Heinrich Sutermeister, dem neoklassischen Komponisten, der jedoch in der Novelle nie erwähnt wird. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Einfuhr von Zwischen zwei Welten ins Deutsche Reich gesperrt.[12]

Die Novelle Zwischen zwei Welten liest sich wie eine Abrechnung mit der protestantischen Erziehung und seiner bildungsbürgerlichen Herkunft:[12] Ihr spricht der Schweizer Schriftsteller Fredi Lerch eine «weltanschauliche Ambition» zu, die damals typisch gewesen sei: Sutermeister wolle aus seinem «konservativen steifen, unechten, unfrohen intellektuellen» Herkunftsmilieu ausbrechen und Teil «einer fortschrittlichen, derbfreundlichen Nichtintellektuellenschicht» werden.[12] Dass es beim Ausbruchsversuch «bleiben soll, zeigen die letzten zwei Seiten der Geschichte»,[12] in denen er in sein Herkunftsmilieu zurückkehrt und sein Medizinstudium fortsetzt.

Die Novelle ist aber zudem Thesenroman: Der Autor selbst beschreibt sich als Neurotiker und besonders die Frauenfiguren entsprechen medizinischen Konstitutionstypen. In seiner Schrift Neue Gesichtspunkte in der Psychologie von 1944[13] bezieht er sich darauf, von Émile Zolas Geist geleitet Welträtsellöser in Sinne Ernst Haeckels zu sein.[14] In seinem populärwissenschaftlichen Werk Psychologie und Weltanschauung beschreibt er nochmals ausführlich die Charaktere seiner Figuren und bestätigt somit die medizinischen Thesen seiner Novelle.

Kriegszeit, psychologische Buchreihe 1942–1945[Bearbeiten]

Sutermeister absolvierte seinen Militärdienst als HD–Arzt.[1] Im Frühjahr 1945 studierte er in der Militärsanitätsanstalt in Flüelen mit Étienne Grandjean und Walter Mörikofer an Versuchspersonen die physiologischen Föhnwirkungen, wobei ihn die Psychosomatik der Wetterfühligkeit interessierte.[15] Sein Interesse für den Föhn ist zudem dadurch belegt, dass er noch 1964 zu demselben Thema im Schweizer Fernsehen auftrat. Psychologie und Zeitgeschichte interessierte ihn aber viel mehr, und seine Schriften dazu belegen, dass die Kriegsjahre zu seiner produktivsten Phase zählten.

Unter dem Eindruck des Krieges veröffentlichte Sutermeister zwischen 1942 und 1945 eine Aufsatzreihe zur physiologischen Psychologie. Er suchte Gründe dafür, was er «geistige Gegenwartskrise» nannte, und fand die Antworten in den Naturwissenschaften. Dabei liess er sich vom Neopositivismus und vom Wiener Kreis beeinflussen und setzte sich für eine naturwissenschaftliche, «erklärende» Psychologie als Gegensatz zur Verstehenden Psychologie von Wilhelm Dilthey ein. Zur Aufsatzreihe gehören unter anderem seine Werke Alte und neue Logik (1942), Verstehende und erklärende Psychologie? (1942), Nomen atque Omen (1942) und Psychologie und Weltanschauung (1944). In ihnen trat er «für eine rein logische, metaphysikfreie, allen ‹geisteswissenschaftlichen Verdunkelungsversuchen› feindliche Weltanschauung» ein.[16]

Hans Martin Sutermeister spielt Bandoneon bei einem Fest der Studentenverbindung Zofingia.

Sutermeisters Aufsatzreihe wurde in denselben Jahren mehrfach rezipiert, geriet danach aber in Vergessenheit, was zeigt, dass sie heute naturwissenschaftlich nicht mehr relevant ist. In den genannten Monografien sowie in Zeitschriftenartikeln trat er in Dialog mit polemischen Ideen, die im Kontext des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz zirkulierten. Seine Ideen fanden Gegner und Befürworter, wie folgende Beispielen zeigen.

In der sozialistischen Monatsschrift Rote Revue veröffentlichte Sutermeister einen Artikel zum Völkerbund[17] und einen zum Fabianismus.[18] Seine Thesen hatten, wie schon seine autobiografische Novelle,[12] eine weltanschauliche Ambition: Hauptursache der damaligen Weltkrise sei «darin zu suchen, dass der Mensch die eigentlich logischen, naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in seinem Leben nicht anwendet, sondern immer wieder zurückfällt (regrediert) in praelogische Verhaltensweisen».[16] 1945 widmete er in der Zeitschrift der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz Der Freidenker dem Neopositivismus als «kommende Einheitsweltanschauung» einen Artikel.

Zum Krieg schreibt er in Psychologie und Weltanschauung: «Man spricht heute viel davon, ob nach diesem zweiten und hoffentlich letzten Weltkrieg das ‹Licht der Welt› von Amerika oder von Rußland kommen werde.»[19] Und: «In gewissem Sinne ist die Divergenz eine solche zwischen der alten und der neuen Welt, dem müden, ‹sentimentalen› Europa und dem vital-optimistischen Amerika.»[19] Sowie: «Wir finden eben heute eine ideologische Zäsur zwischen zwei Generationen, wie sie die Weltgeschichte bisher noch nicht kannte!»[19]

Der Schweizer Psychoanalytiker Gustav Bally war geneigt, über Sutermeisters Buch Nomen atque omen eine Satire zu schreiben, und bezeichnete es als «Dokument privater Schwierigkeiten»; denn Sutermeister bezeichne die Geisteswissenschaften «als unwissenschaftlich», da sie nicht auf der «sichtbaren Wirklichkeit» beruhe, und verurteile «die griechische Philosophie, […] Christus und [das] Christentum [und die] Kunst».[20] Bally entdeckt in Sutermeisters Buch «den historischen Materialismus von Marx in der These von der den Fortschritt zur Zerebration demagogisch hindernden herrschenden Klasse […], der Klasse, die die Massen in der Sklavenperspektivenmoral» zurückhalten wolle, und dies vor allem durchführe mit ihren Dienern, den Dichtern, die «eine prälogische Sprache im Dienste der Sklavenperspektivenpropaganda» verwenden und «darum bis heute von der Regierungsschicht protegiert werden» […]»[20]. Er schliesst ab: «Keiner noch hat die Tabula Rasa dadurch geschaffen, daß er wie der Zappelphilipp sich mit der väterlichen Suppe bekleckerte, statt sie - auszulöffeln.»[20]

Sutermeisters Neue Gesichtspunkte in der Psychologie in derselben Ausgabe der Schweizerische Zeitschrift für Psychologie und ihre Anwendungen stellt eine Replik auf Ballys Kritik dar. Darin schreibt er, er könne Ballys «affektive Ablehnung [seiner] in Wirklichkeit weder sachlich noch logisch anfechtbaren Gedankengänge» nur unter Berücksichtigung «soziologisch–weltanschaulicher Faktoren» verstehen.[13]

Der Jesuit Mario von Galli war mit Sutermeister einig, dass sich die Welt in einer «geistigen Gegenwartskrise» befand,[16] was angesichts des Zweiten Weltkriegs nicht verwunderlich war. Galli lehnte aber, wie auch der katholische Psychologe Gebhard Frei,[21] Sutermeisters materialistisches Klassendenken, die Idee der «‹Neurotisierung› der intellektuellen Oberschicht», ab. Gemäss Sutermeister leide die Oberschicht aufgrund ihres unnatürlichen, unlogischen Moralbegriffs an einer Neurose, die sie primitiver werden liess.[16] So sei die «‹Weltneurose› und in deren Gefolge die Regression Krieg» entstanden.[16] Zur Überwindung der Gegenwartskrise verlange Sutermeister «die Angleichung der praktischen Lehensauffassung an die Theorie, an die Logik», und dass alle «religiösen und sozialen Tarnungen […] aufgegeben werden».[16] Damit war Galli nicht einverstanden. Er warf Sutermeister vor, dass er «eine vollkommene Verständnislosigkeit für alle […] Einsichten der ‹verstehenden› Psychologie, der Ganzheitspsychologie, als auch etwa der Tiefenpsychologie eines C. G. Jung [zeigt], die für ihn nur «geisteswissenschaftliche Verdunkelungsversuche» sind […]».[16] Sutermeister habe das «zerrissene Menschenbild» mit Ludwig Klages gemein, in dem «immer wieder […] der Geist Kants sichtbar [wird], der mit seiner Zweiteilung der Vernunft in eine ‹reine› und ‹praktische› den tiefen Riss philosophisch legitimierte.»[16]

Von Schweizer Sozialisten hingegen wurden Sutermeisters Schriften positiv rezipiert. Der Schriftsteller Jakob Bührer stimmt Sutermeisters in seinen Schriften Verstehende oder erklärende Psychologie? (1942) und Alte und neue Logik (1942) verfochtenen «geistigen Gegenwartskrise» zu. Bührer würdigt seine Erklärung der «wirtschaftlichen Grundlagen der geistigen Entwicklung» und interpretierte: «Das verpfuschte Instrument Kapital, das zur Bildung der Nation führte, zum Machtinstrument auch des einzelnen, der vielen Bürgern wurde, ist zu einer tödlichen Gefahr für die Art, die Menschheit, geworden, und dieses Entgegenhandeln zum Arttrieb ist die Ursache der seelisch geistigen Not und damit der geistigen Krankheit.» Bührer zeigte sich mit Sutermeister darüber einig, dass «gegen die Zauberer und Vernebler der wirklichen psychologischen Tatsachen zu Felde [gezogen werden müsse]».[22] Für den sozialdemokratischen Wissenschaftsphilosophen Emil J. Walter war Sutermeisters Buch Nomen atque omen von 1942 der «Einbruch modernsten wissenschaftlichen Denkens in den Bereich stagnierender ‹geisteswissenschaftlicher› Forschung und verdient daher als erster Anzeichen einer Art helvetischer Kulturrebellion oder vielleicht auch einer kulturellen Gesundungskrise unserer helvetischen Intellektuellen alle Beachtung ernsthaft denkender und fortschrittlich gesinnter Menschen.»[23]

Ein von Sutermeister entwickeltes Begriffspaar überstand die mehrheitlich negative Rezeption seiner Schriften: Angst- und Erholungsregression. Angstregression definierte er als eine durch «Angst ausgelöste Rückstufung des Verhaltens auf biologisch ältere Entwicklungsstufen; Beispiele sind Totstellreflex (Schreckstarre) oder Bewegungssturm. [Im weiteren Sinne] jede ‹primitive› Verhaltensweise in Angstsituationen.»[24] Erholende Regressionen andererseits fänden «durch Entlastung des Hirnstammes beim Erleben» grossrhythmischer Impulse wie zum Beispiel beim Jazz statt.[25] Von allen Begriffen, mit denen Sutermeister arbeitete, überlebte der Begriff der Angstregression als einziger die wissenschaftliche Kritik und fand Eingang in Uwe Henrik PetersLexikon Psychiatrie, Psychotherapie, Medizinische Psychologie (vgl. 6. Auflage von 2007).[24]

Sutermeister als UNRRA-Flüchtlingsarzt 1946 vor dem ausgebrannten Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt.

Mediziner 1945–1960[Bearbeiten]

Allgemeinpraktiker und Lektor[Bearbeiten]

In Bern eröffnete Sutermeister 1945 eine allgemeinmedizinische Praxis. Im selben Jahr trat er der Berner Sektion der Partei der Arbeit bei, der er bis mindestens 1949 angehörte.[26]

Von 1946 bis 1947 arbeitete er während 15 Monaten als Lagerarzt der United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA) und der Internationalen Flüchtlingsorganisation in Deutschland, Polen und der Tschechoslowakei. Als Medical Officer der UNRRA hatte er 1946/47 im Raume München-Pasing, Murnau und Mittenwald den Schwarzhandel mit Penicillin und Insulin zu bekämpfen. Über seine Erfahrungen als «Flüchtlingsarzt» bei der UNRRA verfasste er zwei «Romanseiten», die 1949 unter dem Titel Fahrt durch Europas Ruinen im Berner Tagblatt erschienen.[27]

Sutermeister versuchte, seinem geistigen Schaffen einen roten Faden zu geben und befasste sich mit verschiedenen Themen, ohne sich auf eines festzulegen. An der Universität Bern wirkte er in den folgenden Jahren als Lektor für Psychophysiologie.[1] Er war Mitglied der Psychologischen Gesellschaft Bern; bis 1952 verfasste er «ca. 50 Arbeiten über Psychophysiologie u[nd] medizin[ische] Psychologie».[1] Er veröffentlichte Schriften zum Psychogeniebegriff.[28] An der Volkshochschule Bern gab er drei Kurse: November/Dezember 1953 den Kurs «Medizin und Aberglaube», der «ein[en] Ueberblick über die Entwicklung der Heilkunde von der Magie zur modernen Medizin» zum Inhalt hatte; November/Dezember 1954 den Kurs «Einführung in die Grundbegriffe der Psychologie», und November/Dezember 1955 einen «2. spezielle[n] Teil» desselben Kurses.[29] Den Inhalt der letzteren beiden Kurse gab er 1976 in seinem Buch Grundbegriffe der Psychologie heraus, wobei der Stoff auf 500 Seiten anwuchs.[30]

Versuchte Karrieresprünge[Bearbeiten]

Um eine Lehrberechtigung in Medizingeschichte oder Medizinischer Psychologie zu erhalten, reichte Sutermeister Anfang der 1950er Jahre bei der medizinischen Fakultät der Universität Bern nacheinander drei Habilitationsschriften ein:

  • Über die Wandlungen in der Auffassung des Krankheitsgeschehens (1947),
  • Psychosomatik des Lachens und Weinens (1952) und
  • Schiller als Arzt: Ein Beitrag zur Geschichte der psychosomatischen Forschung (1954).[31][3]

1953 nahm Sutermeister mit der Arbeit Zur Geschichte des Psychogeniebegriffs über Schiller an der 12. Sektion für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften unter der Leitung des Medizinhistorikers Henry E. Sigerist teil.[32] Sigerist nannte Sutermeisters Schrift Schiller als Arzt in einem Brief an Friedrich Hintzsche «eine sehr hübsche Arbeit […] die auch für Literarhistoriker interessant ist.»[33] Eine Habilitation kam aber nicht zustande.[33][3]

1957 heiratete er in Gsteig bei Gstaad eine Berlinerin, mit der er in den folgenden Jahren drei Töchter hatte.[3] Trauzeugen waren der marxistische Psychologe Franz Keller und dessen Gattin. Mit Keller, der politisch links von Sutermeister stand, pflegte er jahrzehntelang eine – zunehmend gespannte – Freundschaft.[34] Mit der Gründung der Familie nahm seine Publikationstätigkeit stark ab.[35]

1959 veröffentlichte Sutermeister mit der Absicht, einen «Beitrag zum Genieproblem» zu leisten, einen Überblick über verschiedene Krankheitsdiagnosen des Komponisten Robert Schumann.[36] Er bezog sich unter anderem auf eine Schumann-Biografie seines Bruders Peter Sutermeister.[37] In diesen Jahren widmete er auch der Musiktherapie verschiedene Schriften. Er sah, wie Hans-Georg Jaedicke, Karl-Friedrich Blanke, Hildebrand Richard Teirich, Editha Koffer-Ullrich, Berthold Stokvis, Harro Wendt, Christa Kohler-Hoppe und Christoph Schwabe, die Musiktherapie als «Methode der klinisch orientierten Psychotherapie»[38]

1964 war seine Publikation Das Föhnproblem im Rahmen der modernen Meteoropathologie von 1960 ausschlaggebend dafür, dass ihn Carl Zibung in einer zweiteiligen Sendung des Schweizer Fernsehen mit Étienne Grandjean und Johann Häfelin zum Thema Der Föhn – Landplage oder Sündenbock debattieren und von Peter Wyss interviewen liess. Den Rahmen der Sendung bot der Streit zwischen Grandjean und Sutermeister darüber, ob die Föhnkrankheit existiere oder nicht; Sutermeister vertrat anhand seiner Erfahrung als «praktischer Arzt» mit seinen Patienten den Standpunkt, dass die Krankheit existiere, wohingegen Grandjean mit Statistiken beweisen wollte, dass sie nicht existiere.[39]

Mit Roger Le Breton (links) über den Fall Jaccoud beratend, Paris, November 1960

Fehlurteilsjäger 1960er Jahre[Bearbeiten]

Ende der 1950er Jahre begann Sutermeister sich für Personen einzusetzen, die in der Schweiz durch umstrittene Rechtsurteile zu Haftstrafen verurteilt worden waren. Als Mitarbeiter des Büros gegen Amts- und Verbandswillkür des Landesrings der Unabhängigen (LdU) arbeitete er an den Revisionen der Verurteilungen von Pierre Jaccoud, Maria Popescu, Walter Gross und Robert Willi mit. Sein Interesse für Kriminalistik begründete er als Mediziner: «Die medizinische Diagnostik […] hat eine ausserordentlich grosse Ähnlichkeit mit der Kriminalistik, und […] die Kriminalpsychologie ist ohne die medizinische Psychologie […] nicht zu denken.»[40] Als Mediziner erachtete er es als seine Pflicht, sich in die Rechtsprechung einzumischen: «Der ‹Einbruch der Medizin in die Rechtswissenschaft› ist […] nicht nur darum berechtigt, weil diese allzu lange in einer rein geisteswissenschaftlichen Begriffswelt stagnierte, sondern weil sich heute auch die reinen Indizienprozesse häufen, bei denen der Mediziner […] meist das entscheidende Wort mitzureden hat.»[40]

Affäre Jaccoud[Bearbeiten]

Besonders seine Arbeit in der Affäre Jaccoud machte Sutermeister gemäss Gerhard Mauz zu einem «Fehlurteilsverfolger von Rang und Wirkung».[4] Der Genfer Anwalt Pierre Jaccoud wurde im Februar 1960 in Genf wegen Totschlags am Landmaschinenhändler Charles Zumbach verurteilt; das Motiv sei Eifersucht oder Imageverlust gewesen. Sutermeister vermutete hingegen, dass Jaccouds Verurteilung auf falschen Expertisen beruhte und dass Zumbach aus politischen Gründen von einem Agenten ermordet wurde.[41][42] Er «vertrat die Theorie, dass die Firma, welche die von Vater Zumbach verkauften Landwirtschaftsmaschinen herstellte, auch im Waffenschmuggel tätig war».[43] Zumbach sei einer politischen Abrechnung zum Opfer gefallen und Jaccoud habe als Sündenbock herhalten müssen.[43] Sutermeister vermutete die Hintergründe des Falls im Algerienkrieg beziehungsweise darin, dass Genf «sowohl der algerischen Befreiungsbewegung FNLA wie der OAS, der für ein französisches Algerien kämpfenden Terroristenorganisation, als Drehscheibe» diente. Der damit blühende Waffenschmuggel machte Genf «nicht selten [zur] Szene politischer Morde».[43] Sutermeister ermittelte deshalb «im zwielichtigen Waffenhändlermilieu»,[43] ohne hingegen auf eindeutige Hinweise zu stossen.

Der wegen Totschlags verurteilte Pierre Jaccoud

Im Frühjahr 1960 beschäftigte sich die Schweizer Tagespresse intensiv mit der Affäre Jaccoud. Einige Zeitungen griffen Sutermeisters Vermutungen des Justizirrtums auf,[44][45] allen voran die Zürcher Woche in einer Artikelserie von Walter Blickenstorfer.[42] Sutermeister trat an die Spitze einer Kampagne, welche die Affäre Jaccoud «zu einem ‹neuen Fall Dreyfus›» erklären wollte.[46] Zusammen mit Roger Le Breton[47] und Wolfgang Maresch focht er die Blutspurenexpertisen an, die zum bestehenden Urteil gegen Jaccoud geführt hatten. Er reiste dazu nach London und im Oktober 1960 an den gerichtsmedizinischen Kongress in Graz,[48][49] «nach Paris und nach Wien, um international renommierte Gerichtsmediziner zu konsultieren».[50] Briefe, Anfragen und Ersuchen um Meinungsäusserungen fanden durch Sutermeister «ihren Weg zu Gerichtsmedizinern und Serologen in Europa und Amerika»; sie gelangten zu Alexander Solomon Wiener in New York ebenso wie zu Robin Coombs in Cambridge.[46][51]

«Der ebenso eifrige wie eifernde Berner Arzt verbreitete seine Thesen in Briefen, Artikeln und Streitschriften, die ihm seitens des Genfer Labordirektors [Pierre] Hegg Ehrverletzungsklagen eintrugen»:[43] Aufgrund von Blickenstorfers Artikelserie in der Zürcher Woche, die Sutermeisters kontroversen Ansichten Raum gab und offen die Arbeitsweise des Gerichtsmediziners Pierre Hegg im Fall Jaccoud kritisierte,[42] strengte Hegg im zweiten Halbjahr 1960 einen Beleidigungsprozess gegen Sutermeister an,[49] aber ohne Erfolg.[52] Blickenstorfer und die Redaktion der Zürcher Woche – darunter auch der umstrittene spätere Politiker James Schwarzenbach – standen auf seiner Seite. Schwarzenbach kommentierte: «Der Kampf, den die ‹Zürcher Woche› für eine Revision des Prozesses Jaccoud vor einigen Monaten […] aufgenommen hat, beginnt heute schon seine guten Früchte zu tragen»,[53] wobei die Zürcher Woche deutlich machte, dass sie sich «vor dem Rechtsstreit mit dem Genfer Gerichtschemiker nicht [scheute] und […] den Prozess schon im Interesse der Öffentlichkeit […] mit allem Nachdruck führen» wollte.[54]

Abgesehen von den Blutspurenexpertisen stellte Sutermeister auch andere Aspekte der Ermittlungen gegen Jaccoud in Frage. Er «befragte in Genf und Umgebung Dutzende von Zeugen».[43] Unter «Aufsicht eines mit einer Stoppuhr bewehrten Sportarztes» fuhr er «auf dem Velo von Jaccouds Kanzlei zum Tatort und zurück, um zu zeigen, dass der kränkliche Jaccoud diese Strecke in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit gar nicht hätte zurücklegen können».[43]

Jürgen Thorwald widmete in seinem Sachbuch Blutiges Geheimnis von 1966 dem Fall Jaccoud ein Kapitel; Sutermeisters Aktivismus wird in zwei Seiten erwähnt: Mit unsachlichen Angriffen gegen Expertisen von Erik Undritz und Albert Alder habe Sutermeister «ernst zu nehmende Gerichtsmediziner und Serologen von der Beteiligung an einer Überprüfung der angewandten Methoden zur Blutspurenuntersuchung» abgeschreckt.[46] Andererseits habe sein Eifer dazu beigetragen, Mittel zu sammeln, um die Leitung der Revisionsbemühungen in die Hände der «seriösen» Anwälte Horace Mastronardi und Roland Steiner zu legen.[46] 1976 widmete Sutermeister medizinisch-psychologischen Aspekten des Falles Jaccoud, dem «Glanz und Elend von Expertisen», ein Kapitel in Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer.[55] Die Zweifel an der Rechtmässigkeit von Jaccouds Verurteilung wurden nie ganz ausgeräumt; noch 2001 widmete der Journalist Hanspeter Born diesen Zweifeln einen Artikel im Magazin.[43]

Weitere «Justizirrtümer»[Bearbeiten]

In seinem Waadtländer Chalet bot Sutermeister 1966 dem justizflüchtigen Günter Weigand, Leitfigur der deutschen Antipsychiatriebewegung, Asyl an.[56]

1964 liess Sutermeister für sich und seine Familie ein Chalet im waadtländischen Les Mosses bauen, das ihm bis zu seinem Lebensende als Rückzugsort für sein Schaffen und Erholungsort für seine Familie diente. 1966 bot er dort der justizflüchtigen Leitfigur der deutschen Antipsychiatriebewegung Günter Weigand Asyl an, ein Fall, den er 1976 in seinem Werk Summa Iniuria beschrieb.[57]

Über die Fälle, die Sutermeister als Mitarbeiter des Büros gegen Amts- und Verbandswillkür behandelte, schrieb er unter anderem in der Schweizerischen Rundschau für Medizin (Kriminalpsychologie und Medizin, 1960), im Schweizerischen Beobachter (betreffend Jaccoud: Justizirrtum um einen Mord; Die Legende vom Fachmann: zur Krise der Sachverständigengutachten) und in der Zeitschrift Der Psychologe (Zur Psychologie des Justizirrtums, 1963).[58] Über den Fall Jaccoud hinaus verlangte er 1964 in einer Eingabe an den Schweizer Bundesrat «die Institutionalisierung eines Bundeskriminalamtes nach dem Vorbild Wiesbadens, um als Oberexpertise oder sozusagen als zweite Tatsacheninstanz in reinen Indizienprozessen die Expertisen nachprüfen lassen zu können».[59][60] Er wies darin «auf die Ombudsman-Institution in Skandinavien hin», versuchte mehrere Vorstösse und reichte schliesslich der Julius Bär Stiftung «1974 eine Preisarbeit betreffend Schweizer Institutionsreformen ein».[59]

Mit Gustaf Adolf Neumann, dem Besitzer einer Wiener Boulevardzeitung, wollte Sutermeister eine «Stiftung zur Aufdeckung von Justizirrtümern in der Schweiz, in der Bundesrepublik Deutschland und Österreich» mit dem Namen Letzte Instanz gründen.[61] Sitz der Gesellschaft hätte das Fürstentum Liechtenstein werden sollen; er wollte «gemeinsam in allen drei Staaten» arbeiten, mit dem Ziel, «möglichst viele Justizirrtümer der letzten Zeit» aufzuklären.[61] «In Neumann, dem geistigen Vater [eines] im österreichischen Parlament verabschiedeten Gesetzes über eine volle Entschädigung für unrechtmässig erstandene Haft (Lex Neumann)», sah Sutermeister einen «geeigneten Mitarbeiter».[61] Er wollte auch eine Druckmaschine kaufen, «um Flugblätter und Schriften anfertigen zu können».[61] «Ich bin dazu gezwungen, denn ich hätte Dinge zu veröffentlichen, vor deren Publikation sich die Verleger fürchten», erklärte er. «Der Apparat soll auch der neugegründeten Gefangenengewerkschaft zur Verfügung stehen, deren Vorstandsmitglied» Sutermeister war.[61] «Bestimmend für die Absicht, Eigen-Verleger zu werden, war nach seiner Darstellung der Umstand, dass er sein Manuskript 500 Justizirrtümer nirgends an den Mann bringen konnte. Es handelt[e] sich dabei um eine Sammlung von Gerichtsfällen aus der ganzen Welt»,[61] die er 1976 unter dem Titel Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer im Eigenverlag veröffentlichte.

Politiker 1966–1971[Bearbeiten]

Berner Grossrat[Bearbeiten]

Im Mai 1966 wurde Sutermeister als Mitglied des LdU in den Grossen Rat des Kantons Bern (Wahlkreis Bern-Stadt) gewählt. 1970 gelang ihm «mit den Stimmen der wachsenden bernischen Links-Gruppen» die Wiederwahl.[62] Bis zu seinem Austritt Ende 1971 gehörte Sutermeister sechs grossrätlichen Kommissionen an; er interessierte sich im Grossen Rat besonders «für Schul- und Besoldungsfragen, aber auch für Steuerfragen».[63] Für den LdU war er auch Nationalratskandidat.[64]

Wahl in den Berner Gemeinderat[Bearbeiten]

Im Dezember 1967 wurde Sutermeister als «politischer Aussenseiter»[65] für den LdU in die Stadtberner Exekutive gewählt und löste Paul Dübi als Schuldirektor der Stadt Bern ab.[66][67] Mit seinem Einzug «auf Kosten der gemeinsamen freisinnig-bürgerlichen Liste» in den Berner Gemeinderat wurde der LdU drittstärkste Kraft der Stadt Bern und war zum ersten Mal in seiner Geschichte in diesem Rat vertreten.[68] «Die Abwahl von Gemeinderat Dübi Ende 1967 nach 16 Jahren Amtszeit wirbelte in den bürgerlichen Parteien recht viel Staub auf. Eine Motion verlangt für die Zukunft Majorzwahlen, um derartige Abwahlen zu verhindern […]»[69] Unter anderem dadurch wurde sein Schulverwaltungsbericht 1969 durch den Berner Stadtrat – erstmals in der Geschichte der Stadtberner Regierung – abgelehnt.[70] Sutermeister erhielt Schützenhilfe eines «Kulturpolitischen Podiums», das in der Stadt Bern Flugblätter mit der Überschrift «Das andere Bern – Warum man Dr. Sutermeister fertigmachen will» verteilte.[71] «Die Ablehnung des Schulverwaltungsberichtes der Stadt Bern im Stadtrat bezeichne[te]n die Flugblattverfasser als ‹politisches Manöver der Mehrheitsparteien gegen Sutermeister›.»[71]

Dies, weil Sutermeister anfangs als progressiv, weltoffen und politisch eher links galt. Zu seinen Wählern gehörten unter anderem Kriegsdienstgegner. Er richtete Vorschulen ein[72] und setzte sich im Rat für die Unabhängigkeit des Juras,[73] für eine aufgeklärte Jugend,[74] für das Frauenstimmrecht in der Schweiz[75] und für eine mildere Strafjustiz[76] ein. Im Zusammenhang mit der Administrativen Versorgung nannte er die Schweiz einen «Unrechtsstaat».[77] 1968 gründete er zusammen mit Klaus Schädelin und anderen die Schweizerische Gefangenengewerkschaft (Syndicat suisse des détenus), welche die Interessen von Strafgefangenen verteidigen wollte;[78] einige Zeit lang war er deren Vorstandsmitglied. Er nahm an Debatten im «nonkonformistischen» Diskussionskeller Junkere 37 teil[79] und vertrat im «Burgdorfer Literaturskandal» um das Werk Gilgamesch von Guido Bachmann[80][81] sowie in Kontroversen um Martin Schwanders «Gruppe 67» die Interessen der progressiven Schülerschaft.[82] Sutermeister galt unter Linken als Nonkonformist.[83] Er war Präsident der Berner Sektion der Europa-Union und brachte bildungsreformerische Ideen aus dem Ostblock ein.[84][85]

Seine grössten politischen Gegner waren die Freisinnigen. Ihr Ziel war es, den an den LdU verlorenen Gemeinderatssitz zurückzuerobern. So schreibt die Redaktion des Focus: das zeitkritische Magazin, dass bei Sutermeisters unvorhergesehener Wahl als Schuldirektor «für eine ganze Schicht von verkalkten Parteistrategen die Welt unter[ging]»; denn Sutermeister «findet manchmal, dass es anderswo Schulen gibt – in die ganz ein wenig in die Schule zu gehen, nicht eigentlich zum Schaden von gewissen Schulmeistern unseres Landes gereichen könnte».[86]

Gesamtschule[Bearbeiten]

Sutermeister vertrat als Gemeinderat den Berner Stadtpräsidenten bei einem Treffen mit Lord Provost James Wilson McKay (links) anlässlich des Edinburgh Festivals, August 1970.

Zu Sutermeisters unkonventionellem Stil gehörte, dass er ein Verfechter der Gesamtschule war.[69] Die Gesamtschule hätte «demokratischer» als bisherige Schweizer Schulmodelle sein sollen, d.h. diejenigen, welche sich für die Gesamtschulidee einsetzten, beabsichtigten, «jedes Kind individuell nach seinen besonderen Fähigkeiten zu fördern».[87] Dazu besichtigte Sutermeister Schulsysteme in Kopenhagen, Moskau, Stockholm und Israel.[88][89][90]

Aufgrund seiner Erfahrungen, die er bei Schulbesuchen im Ausland sammelte, wollte Sutermeister eine «stadtbernische Bildungspolitik mit dem Ziel einer inneren und äusseren Schulreform» durchsetzen. Er verfasste dazu zuhanden des Gemeinderats zwei umfangreiche Berichte (Januar[91] und Mai 1971), die dort jedoch kaum diskutiert wurden.[92] In den Protokollen der Sitzungen des Stadtrates und des Grossen Rates des Kantons Bern ist nachzuvollziehen, dass die Debatten spannungsvoll waren, unter anderem da Sutermeister «ein beredter Theoretiker der Gesamtschule» war, «vor den Realitäten» – besonders vor dem Widerstand der Freisinnigen und der BGB) – aber kapitulierte.[93]

Die Ära Sutermeister gilt, trotz oder dank ihrer Kontroversen, als Zeit des «Aufbruchs» im Bildungsbereich für Bern; danach folgte ein «langsame[r], zähe[r] Aufbruch in den siebziger Jahren» und eine Reformdynamik in den 1980er Jahren.[94]

Skandal um das kleine rote schülerbuch[Bearbeiten]

Obwohl Sutermeister innerhalb des LdU als progressives Parteimitglied angesehen wurde, erregte er inner- und ausserhalb seiner Partei einiges Aufsehen, als er 1970 das kleine rote schülerbuch,[95] ein bildungskritisches Manifest, das aus der 68er-Bewegung heraus entstanden war, angriff.[95][96][97] Aus seiner Sicht war es «in seiner Grundtendenz trotz noch vertretbarer antiautoritärer Ideen geschmacklos».[96] Er konnte die Schweizerische Bundesanwaltschaft davon überzeugen, dass das kleine rote Schülerbuch jugendgefährdend war, worauf die Bundesanwaltschaft und die Kantonale Schuldirektion den Verkauf des Büchleins kurze Zeit später einstellen liessen und die Einfuhr in die Schweiz verboten wurde.[96][98] Seine Aktion gegen das kleine rote schülerbuch verschafften dem Büchlein landesweit grosse Publizität.[99] Sämtliche Zeitungen berichteten darüber; unter dem Titel «Ein Hauch von Berner Rouge» lasen im Nebelspalter Leser in den Augen eines (von Franco Barberis gezeichneten) Mädchens in Minirock: «Häsch s rot Büechli nonig gläse?», «Hesch dä gseh? Do isch der Sutermeischter grad e Swinger dergäge!», «Grüezi wohl, Herr Sutermeister!», und «Aber, aber, Herr Sutermeister!»[100]

Ein weiterer «Skandal» wurde durch Vorwürfe Sutermeisters gegen die Schulkommission der Berner Sekundarschule Laubegg ausgelöst.[101][102] Auch geriet der innere Zusammenhalt im LdU immer mehr ins Wanken.[103]

1971 veröffentlichte Sutermeister in der sozialdemokratischen Zeitschrift Profil einen Artikel über «sozialpsychologische und sozialpolitische Ursachen und Wirkungen» der «Porno- und Haschischwelle».[104] Dem Chefredaktor des Profil Richard Lienhard war Sutermeisters von ausserhalb der Sozialdemokratie kommende Provokation willkommen. Er schrieb: «Warum […] Kritik an einem Beitrag von Gemeinderat Dr. Sutermeister, dessen Versuch, die soziologischen Hintergründe der Porno- und Haschischwelle aufzudecken, dazu beitragen sollte, die längst fällige Stellungnahme aus sozialistischer Sicht zu provozieren? Provokation ist gerade in unserer etwas speckig gewordenen Gesellschaft ein probates Mittel, um Leute aus dem Schlaf zu rütteln, und in Bewegung zu versetzen.»[105] Sutermeisters Freund und Bekannter Franz Keller rezipierte den Artikel kritischer, mit Hinblick auf Sutermeisters zunehmend konservative Position zu Themen der Sexualität und des Drogenkonsums.[106]

Abwahl aus dem Gemeinderat[Bearbeiten]

«Schuldirektor Sutermeister wurde während seiner ganzen Amtszeit vor allem von bürgerlicher Seite scharf beobachtet und musste immer wieder Kritik abwehren.»[69] Seine Reformideen scheiterten gemäss dem Berner Journalisten Hans Kaufmann «vorab an der schier ungeheuren Fülle seiner Interessen und Begabungen».[107] So kam es, dass Sutermeister im Dezember 1971, trotz des neu eingeführten Frauenstimmrechts,[108] den Wahlkampf um seinen Gemeinderatssitz gegen den FDP-Kandidaten Arist Rollier verlor.[109][110] Aus seiner Sicht «verlor der Landesring der Unabhängigen […] Sitze, da die nahende Rezession die Klassenkampffronten erneut verstärkte und Mittelparteien auflöste».[108]

Die «heftigen Angriffe, die damals in der Presse gegen ihn erhoben wurden,[111] bewogen ihn, auch sein Mandat als Mitglied der kantonalen Legislative niederzulegen und auf die Wiedereröffnung einer Praxis in Bern zu verzichten».[112][113] An seine Stelle trat der Arzt Paul Günter in den Berner Grossrat ein.[114] «Obschon sich zahlreiche Politiker für eine Entschädigung ausgesprochen hatten, verweigerte die Berner Exekutive Dr. Sutermeister eine Abfindungssumme.»[115] Die Jahre, an denen er «hauptamtlich der Öffentlichkeit diente, waren vermutlich die unglücklichsten in seinem Leben».[107]

«Die Nichtwiederwahl 1971 ließ Dr. Sutermeister in Eile sein Büro gründlich räumen. Verlassen von Mitstreitern, politischen Freunden und Gegnern, enttäuscht von Mitarbeitern und Hilfesuchenden, denen er hatte helfen wollen, kehrte er zurück in seinen Arztberuf. Wo andern ausgeschiedenen Gemeinderatsmitgliedern Pension und von Freunden zugedachte Arbeitsgebiete warten, begann Dr. Sutermeister als 64-Jähriger den Kampf um die Existenz.»[65]

Karikatur zur Abwahl Sutermeisters von Nico im Tages-Anzeiger, Dezember 1971.

Rezeption[Bearbeiten]

Zu Sutermeisters Zeit als Politiker finden sich einige Zeitungsartikel und ein Buchkapitel.[116] Die ihm eher feindlich gesinnte, da freisinnige Berner Tageszeitung Der Bund und auf der anderen Seite das eher wohlgesinnte Berner Tagblatt, unterscheiden sich in ihrer Rezeption deutlich voneinander. Der Journalist, welcher Sutermeister wahrscheinlich am meisten kritisierte, war Peter Schindler vom Bund.[117] Die Berner Lehrerin und Liedermacherin Rosmarie Walter-Fahrer gehörte zu Sutermeisters Befürwortern.[118]

Gemäss Berner-Tagblatt-Journalist Heinz W. Müller verunsicherte Sutermeisters als «gefühlsbetont» und «sprunghaft» wahrgenommene Führung der Berner Schuldirektion «Verwaltung und Lehrerschaft. Mit seiner von Gedankenblitzen geprägten Politik stiess [er] vielerorts auf Unverständnis. Immerhin konnte Dr. Sutermeister sein grösstes Anliegen, nämlich die Einrichtung eines Gesamtschulversuchs, ‹durchboxen›. Dieses Experiment [lief ein Jahrzehnt später] noch immer.»[115]

Karl Vögeli, Journalist desselben Tagblattes, schrieb versöhnlich: «Trotz der nur kurzen Amtszeit bleiben zwei Ereignisse der städtischen Schulpolitik mit seinem Namen verbunden: er setzte die durchgehende Einführung der sogenannten Koedukation (Knaben und Mädchen in der gleichen Klasse) durch. Ein zweites Ziel hat er in seinem letzten Amtsjahr erreicht. Mit knappem Mehr beschloss der Stadtrat eine allgemeine Schulreform mit dem Ziel, die Gesamtschule einzuführen. Die Planung und die praktische Durchführung dieser Reform wird seinem Nachfolger überlassen sein – Dr. Sutermeister bleibt jetzt, nach seinem Wegzug nach Basel, die Genugtuung, dass es ihm geglückt ist, mit dem Grundsatzentscheid den Stein ins Rollen zu bringen.»[119]

Rückblickend und mit Verweis auf Sutermeisters frühe Novelle Zwischen zwei Welten schreibt der ehemalige LdU-Parteipräsident Anton Schaller: Sutermeister «findet die Balance zwischen den zwei Welten, wird Landesring-Politiker, fühlt sich darin wohl, zwischen den Parteien von links und rechts.»[11]

Sutermeisters persönliches Fazit war:

„Der Durchschnittspolitiker von heute hat kein Rückgrat; er verfügt indessen über eine so dicke Haut, daß er auch ohne Rückgrat zu stehen vermag.“[65]

Letzte Jahre, 1972–1977[Bearbeiten]

Sutermeister in seiner Praxis an der Kasernenstrasse in Bern, 1961

Nach seiner Abwahl aus dem Gemeinderat und seinem Austritt aus dem Grossrat 1972 zog Sutermeister von Bern nach Basel an die Grienstrasse,[112] wo er eine neue allgemeinmedizinische Privatpraxis eröffnete.[107][113] Neben seiner Praxis, die er mit seiner Familie führte, beteiligte er sich «weiterhin engagiert an der Diskussion öffentlicher Fragen», wobei seine Leserbriefe manchmal zu «lebhaften publizistischen Auseinandersetzung[en]»[112] führten.[115] So forderte er im Spiegel die Rettungsfolter im Entführungsfall Richard Oetker,[120] bezog Stellung gegen einen «modischen Singsang gegen die bösen Multis» (der Pharmaindustrie)[121] und wurde im Fall Nestlé tötet Babys von Traude Bührmann als «Rassist» bezeichnet.[122] Peter Krieg wirft Sutermeister implizit vor, dass er «den Mechanismen unserer Weltwirtschaft gegenübersteh[t] wie ein Kleinkind einem Flugzeug gegenübersteht.»[123]

Privat forschte Sutermeister weiter und verfasste (neben den zahlreichen Leserbriefen) die Werke Grundbegriffe der Psychologie von heute und Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer, welche er 1976 in seinem eigenen Elfenau Verlag veröffentlichte.[124] Zu der von ihm beabsichtigten Neuauflage des Werks Von Tanz, Musik und andern schönen Dingen (von 1944) in demselben Verlag kam es nicht mehr, da er am 5. Mai 1977 unerwartet an Herzversagen starb. Die wenigen Nachrufe, die auf ihn in einzelnen Zeitungen erschienen, bezogen sich ausschliesslich auf seine kurze Zeit als Berner Gemeinderat und nicht auf seine lange publizistische Tätigkeit.

Sutermeisters Nachlass befindet sich in der Burgerbibliothek Bern; er umfasst persönliche Dokumente, Korrespondenz und Handexemplare.

Sutermeisters Grab mit Enkel, 1984

Schriften[Bearbeiten]

Im Almanach deutschsprachiger Schriftstellerärzte 2015 erschienen im September 2014 Sutermeisters

  • Politiker-Aphorismus,
  • Hund Bobbys Lebenslauf,
  • Lina, Ursula, Mia,
  • Masse und Musik und
  • die Heinrich Heine–Parodie Medizynischer Liebeskummer (erstmals im Nebelspalter veröffentlicht).[3]

Eine Auswahl weiterer seiner Schriften:

Cover von Sutermeisters unter Pseudonym veröffentlichter autobiografischer Novelle Zwischen zwei Welten von 1942

Literatur[Bearbeiten]

Nachschlagewerk[Bearbeiten]

  •  Willy Keller (Hrsg.): Sutermeister, Hans-Martin. In: Schweizer Biographisches Archiv. 1, EPI Verlag Internationaler Publikationen, Zürich/Lugano/Vaduz 1952, S. 123–124.

Schriftsteller[Bearbeiten]

Populärwissenschaftler (Auswahl)[Bearbeiten]

Eine Liste von Rezensionen zu Sutermeisters wissenschaftlichen Schriften finden sich in der englischsprachigen Wikipedia.

Fehlurteilsjäger (Auswahl)[Bearbeiten]

  •  Affaire Jaccoud: beaucoup de bruit pour rien. Un médecin bernois à la rescousse. In: Voix Ouvrière. Nr. 166, 19. Juli 1960.
  •  E. L.: Schweizer Arzt und Krankenschwester in den Fußstapfen Sherlock Holmes. In: Sie und Er. Nr. 31, 28. Juli 1960, S. 26–27.
  •  Jaccoud. Ein gewisses Lächeln. In: Der Spiegel. Nr. 45, 1960, S. 71–73 (online).
  •  Gerhard Mauz: Schuldig, weil wir keinen anderen haben: SPIEGEL-Reporter Gerhard Mauz über die Fehlurteilsjäger Hans Martin Sutermeister und Gustav Adolf Neumann. In: Der Spiegel. Nr. 18, 1965, S. 116, 118 (online).
  •  Jürgen Thorwald: Blutiges Geheimnis. In: Die Stunde der Detektive: Werden und Welten der Kriminalistik. Band 1, Knaur, München/ Zürich 1969, S. 257–258.
  •  pa: Schuldirektor Dr. H. M. Sutermeister als Kämpfer gegen Justizirrtümer auf internationaler Basis. In: Berner Tagblatt. 82, Nr. 182, Montagmorgen 7. Juli 1969, S. 3.
  •  Karl Peters: Sutermeister, Hans M.: Summa Iniuria. Ein Pitaval der Justizirrtümer. Basel 1976. In: Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft. 88, Nr. 1, 1976, S. 993–995.
  •  Hanspeter Born: Mörder gesucht. In: Das Magazin. 29. September 2001, S. 30–31.

Politiker (Auswahl)[Bearbeiten]

  • «Satirische Linse» mit Fotomontage. Berner Tagwacht, 27./28. September 1969, S. 6.
  •  Die Diskussion wäre vernünftiger gewesen: Berns Schuldirektor verschafft umstrittenem Buch aus Dänemark Publizität. Frühjahr 1970.
  •  h.u.b.: Schuldirektor zensiert Radio Bern. In: National-Zeitung. Nr. 280, Abendblatt 23. Juni 1970, S. 3.
  •  Heinz Däpp: Die zwei Seelen in Sutermeisters Brust. In: National-Zeitung. Nr. 282, 24. Juni 1970, S. 6.
  •  Sergius Golowin: Die Schule der Angst. In: Focus: das zeitkritische Magazin. Nr. 10 (Sondernummer), Juli/August 1970, S. 44.
  •  z/p: Herr Sutermeister und die Landesring-Ideale. In: Der Landbote. Nr. 161, 15. Juli 1970, S. 6.
  •  Heinz Däpp: Sutermeister und die Folgen: Wie sollen linke Berner wählen?. In: National-Zeitung. Nr. 356, 6. August 1970, S. 3.
  •  Hans Mühlethaler: die kleine rote schülerbuch-affäre. In: Focus: das zeitkritische Magazin. Nr. 11, 1970, S. 26–28.
  •  K: Entscheid ohne Wenn und Aber: Schuldirektor Dr. Sutermeister deutlich geschlagen – Arist Rollier an der Spitze des Gemeinsamen Vorschlages gewählt. In: Der Bund. Nr. 292, 14. Dezember 1971, S. 33.
  •  Eduard Nacht: Sutermeister wurde nicht mehr gewählt. Mit einer Karikatur von Nico. In: Tages-Anzeiger. Nr. 292, 14. Dezember 1971, S. 5.
  •  Karl Vögeli: Mit dem Dank der Oeffentlichkeit in den verdienten Ruhestand: Letzter Amtstag von Gemeinderat Dr. Hans Martin Sutermeister. Bericht mit Kurzbiografie und Foto. In: Berner Tagblatt. 29. Dezember 1971, S. 11.
  • Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997. Kapitel
    • 2.4.1 Legislaturperiode 1968 bis 1971 (Schuldirektor H. M. Sutermeister, LdU). S. 41–46.
    • 3.2.1 Das ‚Reglement‘ von Konrad Schütz und der weitere Verlauf bis zur Abwahl von Schuldirektor Sutermeister. S. 66–75.
  •  Fredi Lerch: Muellers Weg ins Paradies: Nonkonformismus im Bern der sechziger Jahre. Rotpunktverlag, Zürich 2001, ISBN 3-85869-218-2, S. 677–678 (fredi-lerch.ch, abgerufen am 26. Dezember 2014).

Nachrufe[Bearbeiten]

  •  Gustaf Adolf Wanner: H. M. Sutermeister gestorben. In: Basler Zeitung. Nr. 94, 7. Mai 1977, S. 31.
  •  Hans Kaufmann: H. M. Sutermeister ist gestorben. Mit Foto. In: Der Bund. Nr. 107, Bern 9. Mai 1977, S. 9.
  •  Heinz W. Müller: Dr. Hans Martin Sutermeister gestorben: Engagierter Arzt und Politiker. Mit Foto. In: Berner Tagblatt. 9. Mai 1977, S. 6.
  •  -ld: † Dr. Sutermeister. In: Berner Nachrichten. 9. Mai 1977, S. 11.
  •  Urs Marc Eberhard: In Basel gestorben: alt Schuldirektor Dr. med. H. M. Sutermeister. In: Berner Jugend – Berner Schule: Zeitschrift für die Eltern, herausgegeben von Lehrerschaft und Schuldirektion der Stadt Bern. Nr. 2, Schulamt der Stadt Bern, Bern Juni 1977, S. 11.

Filmdokumente[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kataloge[Bearbeiten]

Cover von Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer (1976), Sutermeisters umfangreichste und neben Schiller als Arzt (1955) bedeutendste Schrift

Kurzbiografien[Bearbeiten]

Abbildungen[Bearbeiten]

 Commons: Hans Martin Sutermeister – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

Kleiner Walzer, für Klavier und Geige arrangiert, 1949 unter dem Pseudonym «Hans Möhrlen» veröffentlicht (PDF)
  1. a b c d  Willy Keller (Hrsg.): Schweizer Biographisches Archiv. Band 1, EPI Verlag Internationaler Publikationen, Zürich 1952, S. 123–124.
  2.  Friedrich Meyer (Hrsg.): Das Humanistische Gymnasium Basel 1889–1989. Schwabe, Basel 1989, ISBN 3-7965-0893-6.
  3. a b c d e f  Dietrich Weller (Hrsg.): Hans Martin Sutermeister. In: Almanach deutschsprachiger Schriftstellerärzte. 37, W. E. Weinmann, Filderstadt 2014, ISBN 978-3-921262-65-8, S. 548–558.
  4. a b  Gerhard Mauz: Schuldig, weil wir keinen anderen haben: SPIEGEL-Reporter Gerhard Mauz über die Fehlurteilsjäger Hans Martin Sutermeister und Gustav Adolf Neumann. In: Der Spiegel. Nr. 18, 1965, S. 116, 118 (online).
  5.  Hans Moehrlen: Zwischen zwei Welten: Novelle. Mettler & Salz, Bern 1942, S. 21–23, DNB 575152796.
  6.  Hans Moehrlen: Zwischen zwei Welten: Novelle. Mettler & Salz, Bern 1942 (passim).
  7.  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 26.
  8.  Hans Martin Sutermeister: Das schweizerische Tuberkulosegesetz: Geschichte, Inhalt, Ausführung und Erfolg bis zur Gegenwart. Dissertation der Universität Basel. Benno Schwabe & Co., Basel 1941 (Internet Archive).
  9.  Leichenfund. In: Liechtensteiner Nachrichten. Nr. 70, 25. Juni 1931, S. 2 Sp. 2 (eliechtensteinensia.li (PDF; 283 kB), abgerufen am 26. Dezember 2014).
  10.  S'étant endormi à la montagne, un touriste meurt gelé. In: L’Express. 24. Juni 1931, S. 6.
  11. a b Anton Schaller: Zwischen zwei Welten: Erinnerung an den Landesring oder was eine kleine Novelle bewirken kann. Kolumne 182 auf Seniorweb.ch, 29. April 2012.
  12. a b c d e  Fredi Lerch: Frühes Zeugnis von Schweizer Nonkonformismus. In: Revista Espaço Acadêmico. Band 12, Nr. 134, Juli 2012, S. 181–183.
  13. a b  Hans Martin Sutermeister: Neue Gesichtspunkte in der Psychologie. In: Schweizerische Zeitschrift für Psychologie und ihre Anwendungen. 2, Nr. 4, 1944, S. 307–312.
  14. Hans Martin Sutermeister. In: Lexikon der Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller (Universität Bern)
  15. Davon zeugen unter anderem seine Publikationen Über den gegenwärtigen Stand der Föhnforschung (1944), Hundert Jahre Föhnforschung (1944), Föhn und Föhnkrankheit (1945), Krankheit, Wetter und Klima (1945) und Das Föhnproblem im Rahmen der modernen Meteoropathologie (1960).
  16. a b c d e f g h  Mario von Galli (Hrsg.): Neue Psychologie auf der Suche nach den Ursachen der geistigen Gegenwartskrise: Zu den Thesen Hans Sutermeisters. In: Apologetische Blätter. 9, Nr. 9, Zürich 15. Mai 1945, S. 81–83.
  17. Hans Martin Sutermeister: Zur Geschichte der Völkerbundsidee. In: Rote Revue: sozialistische Monatsschrift, Band 24 (1944–1945), Heft 2, S. 60–64, doi:10.5169/seals-335090.
  18. Hans Martin Sutermeister: Fabianismus. In: Rote Revue: sozialistische Monatsschrift, Band 24 (1944–1945), Heft 9, S. 311–314, doi:10.5169/seals-335115.
  19. a b c Hans Martin Sutermeister: Psychologie und Weltanschauung. Hans Huber, Bern 1944, S. 163.
  20. a b c  Gustav Bally: Dr. Hans Martin Sutermeister: Nomen atque omen. In: Schweizerische Zeitschrift für Psychologie und ihre Anwendungen. 2, 1943–1944, S. 221–222.
  21.  Gebhard Frei: Psychologie, Parapsychologie und Weltanschauung. In: Schweizer Rundschau. 46, Nr. 7/8, Oktober/November 1946, S. 585–593.
  22.  Jakob Bührer: Die geistige Katastrophe: offener Brief an Herrn Dr. Hans Suttermeister. In: Rote Revue: sozialistische Monatsschrift. 22, Nr. 11, 1942–1943, S. 397–399 (doi:10.5169/seals-334656).
  23. Emil J. Walter: Kulturelle Gesundungskrise? In: Rote Revue: Sozialistische Monatsschrift. 22. Jahrgang, Mai 1943, Heft 9, S. 305–308. doi:10.5169/seals-334642
  24. a b  Uwe Henrik Peters: Lexikon Psychiatrie, Psychotherapie, Medizinische Psychologie. 6. Auflage. Urban & Fischer, München/ Jena 2007, ISBN 978-3-437-15061-6, S. 36.
  25.  Franz Josef Friederich: Soziale Implikationen der Musiktherapie: eine soziologische Untersuchung der Situation des psychisch Kranken. Köln 1980, S. 162.
  26. Partei der Arbeit, Sektion Bern-Stadt, Mitgliederverzeichnis vom 12. Januar 1949, S. 83.
  27. Fahrt durch Europas Ruinen: Erlebnisse eines Berner Flüchtlingsarztes, Dr. med. Hans Sutermeister. Romanseiten der Sonntagsbeilagen des Berner Tagblatts vom 15. Mai 1949, S. 12, und 22. Mai 1949, S. 7.
  28.  Zur Geschichte des Psychogeniebegriffs. Buchbesprechung. In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. Band 133, 1953, ISSN 0080-7362, S. 141–142 (retro.seals.ch, abgerufen am 26. Dezember 2014).
  29. Kursprogramme 1953, 1954 und 1955 der Volkshochschule Bern
  30.  Hans Martin Sutermeister: Grundbegriffe der Psychologie von heute. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 1.
  31. 1955 wurde Schiller als Arzt als Band 13 der Berner Beiträge zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften veröffentlicht. Quelle:  14. Bericht der Kommission für die Stiftung Dr. Joachim de Giacomi für das Jahr 1953. In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. Band 134, 1954, ISSN 0080-7362, S. 256 (online, abgerufen am 26. Dezember 2014).
  32.  Hans Martin Sutermeister: In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. 133, 1953, S. 141–142 (retro.seals, abgerufen am 26. Dezember 2014).
  33. a b  Marcel H. Bickel: Henry E. Sigerist: Vier ausgewählte Briefwechsel mit Medizinhistorikern der Schweiz. Peter Lang, Bern 2008, ISBN 978-3-03911-499-3, S. 378, 572–574.
  34. Vgl.  Franz Keller: Kommune – Entartung oder Fortschritt?. In: Profil: sozialdemokratische Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur. 50, Nr. 3, 1971, S. 86–88 (doi:10.5169/seals-338363, abgerufen am 26. Dezember 2014).
  35. Wie auf Worldcat ersichtlich ist.
  36.  Peter F. Ostwald: Schumann: The Inner Voices of a Musical Genius. Northeastern University Press, Boston 1987, ISBN 1-55553-014-1, S. 302.
  37.  Peter Sutermeister: Robert Schumann, sein Leben nach Briefen, Tagebüchern und Erinnerungen. Ex Libris, Zürich 1949.
  38. Passim in: Zeitschrift für Psychotherapie und medizinische Psychologie, 1967, Band 17, S. 81–89
  39. Carl Zibung: Der Föhn – Landplage oder Sündenbock. Zweiteilige Reportage über Entstehung und Wirkung des Föhn. Mit Peter Wyss (Reporter), Johann Häfelin, Hans Martin Sutermeister, Étienne Grandjean, Fridolin Tschudi, Walter Mörikofer, Jean Lugeon, Wolf Weihe und Rolf Knie senior und anderen. Schweizer Fernsehen, 22. und 29. Mai 1964.
  40. a b  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 22, OCLC 800806162.
  41. Le procès Jaccoud sera-t-il revisé? Le docteur Sutermeister apporterait de nouveaux éléments importants. D'après lui, X. le Suisse d'Espagne existe bel et bien et il aurait vu M. Zumbach peu avant le meurtre. In: L’Express, 28. Juli 1960, S. 8. Und: G. S.: A propos du procès Jaccoud. Le Dr Sutermeister: «Une affaire politique!» In: L'Express, 2. August 1960, S. 8.
  42. a b c Walter Blickenstorfers 1960 in der Zürcher Woche erschienene Artikelserie umfasste folgende Artikel (Seite 3 der jeweiligen Ausgabe): Nr. 3 (15. Januar): Die Tragödie Jaccoud. Nr. 5 (29. Januar): Impressionen aus Genf: Jaccoud – schuldig oder unschuldig?. Nr. 6 (5. Februar): Jaccoud und die Revolte der Fünfzigjährigen: Porträt eines Januskopfes. Nr. 8 (19. Februar): Die Grenzen der Geschworenen. Nr. 17 (22. April): War die «Rote Hand» im Spiele?. Nr. 19 (6. Mai): Die «Rote Hand»: Patrioten und Killer. Nr. 20 (13. Mai): Peinliche Fragen zum Fall Jaccoud. Nr. 26 (24. Juni): Reaktionen auf den Fall Jaccoud. Nr.32 (5. August): Zum Fall Jaccoud: Gerichtsmediziner Hegg antwortet. (Lead: Herr Hegg, Leiter des Kriminalistischen Laboratoriums des Kantons Genf, beantwortet durch seinen Zürcher Anwalt, Dr. Albert Züblin, unsere «peinlichen» Fragen.). Nr. 44 (28. Oktober): Jaccoud-Experte Hegg klagt gegen die «Zürcher Woche».
  43. a b c d e f g h  Hanspeter Born: Mörder gesucht. In: Das Magazin. 29. September 2001, S. 16–32.
  44. Siehe Artikelserie von Redaktor E. L. in der Boulevardzeitschrift Sie und Er, u. a.  E. L.: Schweizer Arzt und Krankenschwester in den Fußstapfen Sherlock Holmes. In: Sie und Er. Nr. 31, 28. Juli 1960, S. 26–27.
  45. Siehe auch: Affaire Jaccoud: beaucoup de bruit pour rien. Un médecin bernois à la rescousse. In: Voix ouvrière, 19. Juli 1960, Nr. 166. Und: U.P.I.: Toujours la révision du procès Jaccoud: Le Dr Sustermeister apporterait des éléments nouveaux. Qui est le mystérieux « Suisse d'Espagne » ? In: L’Impartial, 27. Juli 1960, S. 14. Und: A.R.: La confrontation entre le chauffeur de taxi et le mystérieux «M. X.» de l'affaire Jaccoud: Les «révélations du Dr Sutermeister» réduites à néant. In: L’Impartial, 8. August 1960, S. 6.
  46. a b c d  Jürgen Thorwald: Blutiges Geheimnis. In: Die Stunde der Detektive: Werden und Welten der Kriminalistik. Band 1, Knaur, München/Zürich 1966, S. 257–258.
  47.  Aufsehenerregende Enthüllungen des führenden Pariser Gerichtsmediziners: ‚Falscher Mordbeweis gegen Jaccoud!‘. Frühe 1960er Jahre, S. 3 und ?.
  48. Au Congrès de Graz: Controverses autour des expertises de l'affaire Jaccoud. In: L'Express, 18. Oktober 1960, S. 13.
  49. a b  Jaccoud. Ein gewisses Lächeln. In: Der Spiegel. Nr. 45, 1960, S. 71–73 (online).
  50.   In: Bunte. 1963, S. 12 Sp. 3.
  51. Siehe auch:  Marta González-Santander Martínez: Blas Aznar González: una figura eminente de la medicina legal española contemporánea. Dissertation. Universität Complutense Madrid 2002, S. 416.
  52.  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 757–758.
  53.  James Schwarzenbach: Der Fall Jaccoud nicht zu Ende. In: Zürcher Woche. Nr. Nr.32, 5. August 1960, S. 3.
  54.  Redaktion: Jaccoud-Experte Hegg klagt gegen die «Zürcher Woche». In: Zürcher Woche. Nr. 44, 28. Oktober 1960, S. 3.
  55.  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, Der Fall Pierre Jaccoud (oder die Affäre, die keine war), S. 47–81.
  56. Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 676.
  57. Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 676.
  58. Hans Martin Sutermeister. Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Basel: Elfenau, 1976, S. 80–81.
  59. a b  Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Elfenau Verlag, Basel 1976, S. 255.
  60. Hans Martin Sutermeister: Brauchen wir ein Bundeskriminalamt? (Gespräch mit Bundesanwalt Hans Walder.) In: Der Ring, Nr. 3, 1973.
  61. a b c d e f  pa: Schuldirektor Dr. H. M. Sutermeister als Kämpfer gegen Justizirrtümer auf internationaler Basis. In: Berner Tagblatt. 82, Nr. 182, Montagmorgen 7. Juli 1969, S. 3.
  62. Kurzbiografie im Nonkonformismus Archiv Fredi Lerch, Schweizerisches Literaturarchiv, 2011.
  63.  Grosser Rat des Kantons Bern (Hrsg.): In: Tagblatt des Grossen Rates des Kantons Bern. Bern 7. Februar 1972, S. 3.
  64.  Bernhard Wyss: Der Landesring in den Nationalratswahlen von 1963, 1967 und 1971. Diplomarbeit. Hochschule St. Gallen 1974.
  65. a b c  Urs Marc Eberhard: In Basel gestorben: alt Schuldirektor Dr. med. H. M. Sutermeister. In: Berner Jugend – Berner Schule: Zeitschrift für die Eltern, herausgegeben von Lehrerschaft und Schuldirektion der Stadt Bern. Nr. 2, Schulamt der Stadt Bern, Bern Juni 1977, S. 11.
  66.  Ueberraschender Ausgang der Berner Gemeinderatswahlen: Landesringkandidat Dr. H. M. Sutermeister gewählt. – Schuldirektor P. Dübi bleibt auf der Strecke. In: Berner Tagblatt. Band 80, Nr. 341, Morgenausgabe 11 Dezember 1967.
  67.  Wa: Gemeinderats- und Stadtratswahlen in Bern: Landesring hält mit Dr. H. M. Sutermeister erstmals Einzug in den Gemeinderat: Schuldirektor Paul Dübi (freis.) blieb als Opfer des Proporz auf der Strecke. Mit Foto. In: Berner Tagblatt. Band 80, Nr. 341, Abendausgabe 11 Dezember 1967, S. 3 oder 4.
  68.  Landesringerfolge auch in Bern. Mit Foto von Sutermeister. In: Die Tat. 12. Dezember 1967, S. 4.
  69. a b c  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, ISBN 3-906754-67-7, 2.4.1 Legislaturperiode 1968 bis 1971 (Schuldirektor H. M. Sutermeister, LdU), S. 41.
  70. ATS: Le directeur des écoles a été imprécis… Le Conseil de ville de Berne refuse le rapport de gestion de la direction des écoles. In: L’Express, 14. Juni 1969, S. 27.
  71. a b  gf: Flugblätter pro Sutermeister. In: Berner Tagblatt. 82, Nr. 182, Montagmorgen 7. Juli 1969, S. 3.
  72. Einrichtung von Vorschulen in der Stadt Bern durch Schuldirektor Dr. med. H. R. Sutermeister. In: Schweizerische Lehrerzeitung 43, 24. Oktober 1968. Und: Schule und Psychologie. Band 15. Ernst Reinhardt Verlag, Basel, 1968.
  73. Le directeur des écoles de Berne: blâmé pour son attitude envers le Jura. In: Le Nouvelliste. 30. November/1. Dezember 1968, S. 2. Und: ats: Le directeur des écoles de Berne sur la sellette. In: L’Express, 30. November 1968, S. 8 / L'Impartial 30 novembre 1968, S. 28.
  74. Vergleiche:  Grosser Rat des Kantons Bern (Hrsg.): Interpellation. von Hans Martin Sutermeister betreffend Ausschluss eines Schülers am Gymnasium Burgdorf. In: Tagblatt des Grossen Rates des Kantons Bern. Bern 16. Februar 1967, S. 176–177.
  75.  Grosser Rat des Kantons Bern (Hrsg.): Schriftliche Anfrage. von Hans Martin Sutermeister betreffend Frauenstimmrecht. In: Tagblatt des Grossen Rates des Kantons Bern. Bern 15. September 1966, S. 392–393 (Schriftliche Anfrage) und 608 (Antwort).
  76. Zum Beispiel in: Hans Martin Sutermeister: Summa Iniuria: Ein Pitaval der Justizirrtümer. Basel, 1976, S. 659–660.
  77. Tagblatt des Grossen Rates des Kantons Bern. Jahrgänge 1966–1972. Buchdruckerei Neukomm AG, Bern. Und: Protokolle der Sitzungen des Stadtrates und der Gemeindeabstimmungen. Stadt Bern, Jahrgänge 1968–1971.
  78.  Kurt Marti, Hektor Leibundgut, Klaus Bäumlin, Bernard Schlup (Hrsg.): Notizen und Details 1964–2007: Beiträge aus der Zeitschrift „Reformatio“. Theologischer Verlag Zürich, Zürich 2010, ISBN 3-290-17541-3, S. 294.
  79. Chronologie der Junkere 37 und Kurzbiografie im Nonkonformismus Archiv Fredi Lerch, Schweizerisches Literaturarchiv, 2011.
  80.  Fredi Lerch: Das Skandalbuch: „Gilgamesch“ und die Folgen. In: Berner Zeitung. 28. Oktober 2003, S. 22.
  81.  Der „Burgdorfer Literaturskandal“ und seine Folgen bis heute. In: Burgdorfer Tagblatt. 28. Februar 2007, S. 14–15 (pdabern.ch (PDF; 2,3 MB), abgerufen am 26. Dezember 2014).
  82.  Hans Martin Sutermeister: Warum proben unsere Mittelschüler und Studenten den Aufstand?. In: Der Bund. Nr. 138, Bern 16. Juni 1968.
  83. Gemäss dem sozialistischen Zeitdienst war Sutermeister «in Bern für seine Extravaganzen im Rat und als ‚Nonkonformer‘ bekannt»; Quelle:  U. Schreiber: Roter Leitfaden zur Lehrer-Erziehung. In: Zeitdienst: Unabhängige sozialistische Information. Nr. 25, 26. Juni 1970, S. 162.
  84.  Sergius Golowin: Die Schule der Angst. In: Focus: das zeitkritische Magazin. Nr. 10 (Sondernummer), Juli/August 1970, S. 44.
  85. Luzius Theiler: Bern 80. Ideen für eine wohnliche Stadt. Schriftenreihe des Landesrings der Unabhängigen, Stand Bern. Nr. 2, 1970, S. 21 (mit Foto: «Schuldirektor Sutermeister: Kampf für eine bessere Schule»).
  86. Lead zu:  Hans Martin Sutermeister: Ist Moskau eine Reise wert? Neue Schul-Modelle in Ost und West. In: Focus: das zeitkritische Magazin. Nr. 7, April 1970, S. 35–36.
  87.  Luzius Theiler: Bern 80. Ideen für eine wohnliche Stadt. In: Schriftenreihe des Landesrings der Unabhängigen, Stand Bern. Nr. 2, 1970, S. 22.
  88.  Stadtrat Bern (Hrsg.): Kleine Anfrage von Fritz Hess (Freisinniger) «betreffend die Reise des Schuldirektors nach Israel». In: Protokolle der Sitzungen des Stadtrates und der Gemeindeabstimmungen. Bern Erstes Halbjahr 1971, ISSN 0523-0357, S. 255, 513–514.
  89.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, ISBN 3-906754-67-7, 2.4.1 Legislaturperiode 1968 bis 1971 (Schuldirektor H. M. Sutermeister, LdU), S. 41–46.
  90.  Hans Martin Sutermeister: Möglichkeiten einer inneren und äusseren Schulreform im Sinne der Gesamtschule in der Stadt Bern. Schuldirektion, Bern 1971.
  91.   In: Éducateur et bulletin corporatif: organe hebdomadaire de la Société Pédagogique de la Suisse Romande. Band 107, Nr. 21, 18. Juni 1971, S. 488 (retro.seals.ch, abgerufen am 26. Dezember 2014).
  92.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, S. 45.
  93.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, S. 69–73.
  94.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, S. 6 und passim.
  95. a b  Klaus Thiele-Dohrmann: Ruhestörung in Bern. In: Die Zeit. Nr. 30, 1970 (zeit.de).
  96. a b c  Peter H. Schürmann: Viel Lärm um ein rotes Büchlein. Das Verbot ist ausgesprochen – die Diskussion geht weiter. In: Schweizer Illustrierte. Nr. 28, 6. Juli 1970, S. 16–17.
  97.  Paul Ehinger: In: Schweizerische Vereinigung für politische Wissenschaft (Hrsg.): Année politique suisse – Schweizerische Politik im Jahre 1970. Sechster Jahrgang, Bern 1971, III. Parteien und Verbände – Partis et associations, S. 190.
  98. Sutermeister «exponiert […] sich gegen das ‚Kleine rote Schülerbuch‘, das er als ‚kommunistische Zersetzungsarbeit‘, die ‚die Jugend sturmreif‘ mache, bezeichnet». Verweis auf: Sergius Golowins Artikel Die Schule der Angst in Focus: das zeitkritische Magazin, Nr. 10 (Sondernummer), Juli/August 1970, S. 44. In der Kurzbiografie im Nonkonformismus Archiv Fredi Lerch, Schweizerisches Literaturarchiv, 2011.
  99.  Fritz Hirzel: Bundesanwaltschaft beschlagnahmt „grob unzüchtige“ Literatur. In: Tages-Anzeiger. 11. Juli 1970 (fritzhirzel.com, abgerufen am 26. Dezember 2014).
  100. Ergebnisse des Bildlegenden-Wettbewerbs ‹Was Sie in den Augen lasen!› In: Nebelspalter, Nr. 33, 19. August 1970, S. 18.
  101. Sutermeisters zweiter Streich. In: AZ-Basel, Nr. 56, Frühling 1971.
  102. Zur Affäre Laubegg. In: Der Bund, Nr. 129, Sommer 1971.
  103. Berner Landesring als linke Alternative: Quittung für das gescheiterte Ausschlussverfahren gegen Luzius Theiler. Linksrutsch im Vorstand. Die Hypothek Sutermeisters. In: National–Zeitung. Nr. 112, Frühling 1971.
  104.  Hans Martin Sutermeister: Die Porno- und Haschischwelle: sozialpsychologische und sozialpolitische Ursachen und Wirkungen. In: Profil: sozialdemokratische Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur. 50, Nr. 1, 1971, S. 4–9 (doi:10.5169/seals-338343, abgerufen am 26. Dezember 2014).
  105.  Richard Lienhard: Wozu noch Druckerschwärze?. In: Profil: sozialdemokratische Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur. 50, Nr. 3, 1971, S. 68–69 (doi:10.5169/seals-338358, abgerufen am 26. Dezember 2014).
  106.  Franz Keller: Kommune – Entartung oder Fortschritt?. In: Profil: sozialdemokratische Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur. 50, Nr. 3, 1971, S. 86–88 (doi:10.5169/seals-338363, abgerufen am 26. Dezember 2014).
  107. a b c  Hans Kaufmann: H. M. Sutermeister ist gestorben. In: Der Bund. Nr. 107, Bern 9. Mai 1977, S. 9.
  108. a b  Hans Martin Sutermeister: Möglichkeiten einer inneren und äusseren Schulreform im Sinne der Gesamtschule in der Stadt Bern. Schuldirektion, Bern 1971, Nachwort (Nach Sutermeisters Abwahl vom 12. Dezember 1971 durch ihn zwischen S. 197 und 198 eingefügt).
  109.  Karl Vögeli: Gemeinderatswahl: Sutermeister ging leer aus. Mit einem Foto von Hans Martin Sutermeister. In: Berner Tagblatt. 14. Dezember 1971, S. 11.
  110.  Karl Vögeli: Wunder wiederholen sich nicht: Landesring Verlierer der Wahl. Mit einem Foto von Hans Martin Sutermeister. In: Berner Tagblatt. 14. Dezember 1971, S. 11.
  111. Siehe auch: Hintergründe eines Wegzuges. In: Vaterland, Nr. 296, Dezember 1971. Und: Jürg Frischknecht: HM’s letzte Amtshandlung. In: National-Zeitung, Nr. 27, Januar 1972. Siehe auch Sutermeisters Replik in der National-Zeitung, Nr. 47, S. 21.
  112. a b c  Gustaf Adolf Wanner: H. M. Sutermeister gestorben. In: Basler Zeitung. Nr. 94, 7. Mai 1977, S. 31.
  113. a b Sutermeister kommt nach Basel. In: Basler Nachrichten. 21. Dezember 1971.
  114.  Wechsel im Grossen Rat. In: Der Bund. Nr. 297, Bern 20. Dezember 1971, S. 27.
  115. a b c  Heinz W. Müller: Dr. Hans Martin Sutermeister gestorben: Engagierter Arzt und Politiker. In: Berner Tagblatt. 9. Mai 1977, S. 6.
  116.  Liselotte Lüscher: Geschichte der Schulreform in der Stadt Bern von 1968 bis 1988: Eine Analyse des Vorgehens und der Widerstände. Peter Lang, Bern 1997, S. 41–46 und S. 66–75.
  117. Einige Bund-Artikel zu den Berner Gemeinderatswahlen vom Dezember 1967 und vom Dezember 1971.
  118. Siehe z. B. ihre Artikel in Berner Jugend – Berner Schule sowie ihre «Libres opinions» im L’Express: Les indésirables, 19. Juni 1969, S. 8; Encurageons la subversion scolaire! À propos du ‹Petit livre rouge des écoliers›. 16. Juli 1970, S. 8; Encore quelques remarques sur le «Petit livre rouge des écoliers», 23. Juli 1970, S. 8.
  119.  Karl Vögeli: Mit dem Dank der Oeffentlichkeit in den verdienten Ruhestand: Letzter Amtstag von Gemeinderat Dr. Hans Martin Sutermeister. In: Berner Tagblatt. 29. Dezember 1971, S. 11.
  120. Leserbrief in Der Spiegel 04/1977 vom 17. Januar 1977, S. 12, und Leserantwort in folgenden Ausgaben.
  121. Leserbrief in Der Spiegel, 41/1976 vom 4. Oktober 1976, S. 6.
  122. Traude Bührmann: Sterben Kinder durch Nestlé? In: Courage: Berliner Frauenzeitung. Nr. 3, 1978, Heft 2, S. 26–27.
  123. Peter Krieg: Plädoyer für die Unduldsamkeit. In: Jane Cottingham (Hrsg.): Flaschenkinder: Dokumentation zum Problem der künstlichen Babynahrung. Carouge: Internationaler Fraueninformationsdienst, 1976, S. 35–37.
  124.  Barbara Verrel: Internationales Verlagsadressbuch mit ISBN-Register. K. G. Saur, 1983, S. 681.
  125. mm: Pornographie und Gesellschaft: Bekannte Vartationen zu bekanntem Thema. In: Basler Nachrichten. Nr. 452, 27. Oktober 1970, S. 5. Und: Manuel Isler: Für das Recht auf die sogenannte Pornographie: Der erste Montagabend in der Basler «Komödie» galt einem aktuellen Thema. In: National-Zeitung. Nr. 496, 28. Oktober 1970, S. 5 (mit Foto der Teilnehmer).
  126. Sion: Exposition de presse. In: Le Confédéré, 26. November 1970, S. 8.
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Dieser Artikel wurde am 23. Dezember 2012 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.
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