Heckenkirschen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heckenkirschen
Winter-Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima)

Winter-Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Gattung: Heckenkirschen
Wissenschaftlicher Name
Lonicera
L.

Die Heckenkirschen oder Geißblätter (Lonicera) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Die etwa 180 Arten sind auf der Nordhalbkugel weit verbreitet.

Als „Heckenkirschen“ werden vor allem die strauchig wachsenden Arten bezeichnet, bei denen die Blüten paarweise stehen. Die aus einem Blütenpaar hervorgehenden Beeren sind bei manchen Arten zu einer Doppelbeere verwachsen (diese Arten heißen auch Doppelbeere). Die Lianen (mit mehrblütigen Blütenständen) werden dagegen meist als „Geißblatt“, umgangssprachlich auch als Jelängerjelieber, bezeichnet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration von Lonicera macrantha
Schwarze Heckenkirsche (Lonicera nigra) mit Früchten

Erscheinungsbild, Knospen und Blätter[Bearbeiten]

Lonicera-Arten sind immergrüne oder laubabwerfende, verholzende Pflanzen, die meist als Sträucher oder Lianen, selten als Bäume wachsen. Die Sprossachsen sind bei manchen Arten hohl. Die Winterknospen besitzen ein bis einige Paare gerundete oder spitz vierkantige Knospenschuppen, wobei die inneren manchmal weiterwachsend oder zurückgebogen sind. Manchmal ist die Endknospe reduziert und von zwei Seitenknospen ersetzt.

Die meist gegenständig oder selten wirtelig angeordneten Laubblätter sind gestielt oder ungestielt. Die Blattspreiten sind meist einfach mit ganzen oder selten gezähnten Blatträndern. Nebenblätter fehlen meist.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Oft stehen unter den Blütenständen ein oder zwei Paare kleinen oder laubblattartiger Hochblätter. Die seiten- oder endständigen, manchmal auf Blütenstandsschäften stehenden, schirmtraubigen Gesamtblütenstände bestehen aus gegenständigen, sitzenden, zymösen Teilblütenständen, die ein bis mehrere Blüten enthalten; manchmal ist der Blütenstand kopfförmig. Bei einigen Arten ist der Blütenstand auf ein Blütenpaar, selten auch eine oder drei Blüten reduziert. paarweise in den Blattachseln oder in endständigen kopfigen Blütenständen zusammen. Die Blüten stehen über einem Paar von Deckblättern, die meist frei, manchmal mehr oder weniger stark verwachsen sind und gelegentlich die Fruchtknoten umhüllen können.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und meist fünf-, selten vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf, selten vier Kelchblätter sind röhrig oder becherförmig verwachsen, manchmal gestutzt; manchmal befindet sich an ihrer Basis eine kragenähnliche Emergenz. Die Farben der Kronblätter reichen von weiß über weißlich bis gelb und von rötlich bis purpurrot, oft ändert sich die Farbe beim Verblühten. Die meist fünf, selten vier Kronblätter sind zu einer mehr oder weniger langen bis sehr langen, glockenförmigen bis trichterförmigen Kronröhre verwachsen. Die Krone endet mit mehr oder weniger regelmäßigen vier oder fünf Kronzipfeln oder zweilippig. Wenn die Krone zweilippig ist dann ist die Oberlippe vierlappig. Nach der Entfaltung der Knospe ist die Kronröhre noch geschlossen und sieht dann keulenförmig aus. Der verdickte Teil spaltet sich dann in einen einzelnen, nach unten zeigenden Zipfel, welcher eine Unterlippe darstellt, und vier (bei vielen Arten weitgehend miteinander verwachsene) Zipfel, die nach oben zeigen. Die Kronröhre ist leicht bis stark gewölbt an der Unterseite zur Basis hin, selten ist ein Sporn vorhanden; dort befinden sich kompakte, sitzende Nektardrüsen, manchmal in fünf gleichmäßigen Linien; selten sind sie angeschwollen an der Basis des Griffels.

Es ist ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Meist zwei bis drei, selten bis zu fünf Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, zwei- bis drei-, selten bis zu fünfkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Wenn die Blüten paarweise zusammen stehen, dann können die Fruchtknoten teilweise oder vollständig verwachsen sein. Der lange und dünne, behaarte oder kahle Griffel endet in einer kopfigen Narbe.

Die verschiedenen Arten sind an Nachtfalter (speziell Schwärmer), Hummeln, Bienen, Wespen oder Schwebfliegen als Bestäuber angepasst (Entomophilie).

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die Beeren stehen einzeln oder in Paaren: Doppelbeere. Die bei Reife sich weiß, rot, blau-schwarz bis schwarz färbenden oder grünen, manchmal bereiften Beeren enthalten ein bis viele Samen. Manchmal wachsen die Deckblätter bis zur Fruchtreife und umhüllen dann die Doppelbeere. Die glatten, narbigen oder granulösen Samen besitzen viel Endosperm und einen kleinen, geraden, gerundeten Embryo.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Lonicera ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet. Sie gedeihen hauptsächlich in den Gemäßigten Gebieten. Sie kommt im Nordafrika, Eurasien und Nordamerika vor. In China kommen etwa 57 Arten vor, davon 23 nur dort.

In Mitteleuropa sind die Sträucher: Alpen-Heckenkirsche (Lonicera alpigena), Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea), Schwarze Heckenkirsche (Lonicera nigra), Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) und die Lianen: Gartengeißblatt (Lonicera caprifolia) sowie Waldgeißblatt (Lonicera periclymenum) beheimatet. Der Strauch Tataren-Heckenkirsche (Lonicera tatarica) ist in vielen Gebieten der Gemäßigten Zonen ein Neophyt.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Lonicera wurde durch L. 1753 in Species Plantarum, 1, S. 173 aufgestellt. Als Lectotypus wurde 1913 Lonicera caprifolium L. durch N.L. Britton unc A. Brown in Ill. Fl. N.U.S., 2. Auflage, 3, S. 277 festgelegt. Homonyme sind Lonicera Boehm. in Definitiones Generum Plantarum ed. 3 Boehmer, 1760. 139, Lonicera Gaertn. in De Fructibus et Seminibus Plantarum ..., 1, 1788, S. 132, Lonicera Adans. in Familles des Plantes, 2, 1763, S. 157. Weitere Synonym für Lonicera L. sind: Xylosteon Mill., Caprifolium Miller, Euchylia Dulac.[1] Der Gattungsname Lonicera ehrt den deutschen Mathematiker, Arzt und Botaniker Adam Lonitzer (lat. Lonicerus).

Die Gattung Lonicera gehört zur Tribus Caprifolieae innerhalb der Familie der Caprifoliaceae.

Alpen-Heckenkirsche (Lonicera alpigena)
Gartengeißblatt (Lonicera caprifolium)
Blütenpaare der Doppelbeeren-tragenden Blauen Heckenkirsche (Lonicera caerulea)
Doppelbeeren der Blauen Heckenkirsche (Lonicera caerulea)
Blütenstand von Lonicera hildebrandiana
Windendes Geißblatt (Lonicera implexa)
Doppelbeeren von Lonicera involucrata
Zygomorphe Blüten von Lonicera japonica
Blühender Lonicera maackii
Waldgeißblatt (Lonicera periclymenum)
Blühender Lonicera pileata
Blütenstand und verwachsenes Hochblattpaar von Lonicera sempervirens
Tataren-Heckenkirsche (Lonicera tatarica)
Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)

Es gibt weltweit etwa 180 Arten;[2][3] hier eine Auswahl:

  • Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata Wall., Syn.: Caprifolium fuchsioides (Hemsl.) Kuntze, Caprifolium henryi (Hemsl.) Kuntze, Lonicera acuminata var. depilata P.S.Hsu & H.J.Wang, L. affinis Hook. & Arnott var. angustifolia Hayata, L. alseuosmoides Graebner, L. apodantha Ohwi, L. buddleioides P.S.Hsu & S.C.Cheng, L. fuchsioides Hemsl., L. giraldii Rehder, L. henryi Hemsl., L. henryi var. angustifolia (Hayata) Ohwi, L. henryi var. fulvovillosa Ohwi, L. henryi var. setuligera W.W.Smith, L. henryi var. subcoriacea Rehder, L. henryi var. transarisanensis (Hayata) Yamamoto, L. henryi var. trichosepala Rehder, L. pampaninii H.Lév., L. transarisanensis Hayata, L. trichosepala (Rehder) P.S.Hsu): Diese immergrüne Liane ist in Indien, Bhutan, Nepal, Myanmar, China und auf den Philippinen weitverbreitet.[3]
  • Lonicera albiflora Torr. & A.Gray: Sie ist von den südlichen USA bis ins nördliche Mexiko weit verbreitet und kommt in den Bundesstaaten Oklahoma, New Mexico, Texas, Arizona, Chihuahua, Coahuila und Nuevo Leon vor.
  • Alpen-Heckenkirsche (Lonicera alpigena L.): Sie kommt in vielen Gebieten mit gemäßigten Klima in Eurasien vor: in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien, dem früheren Jugoslawien und der früheren Tschechoslowakei, Albanien, Rumänien sowie Griechenland, außerdem auf den Kurilen und Sachalin sowie auf den japanischen Inseln Hokkaido und südlichen Honshū.
  • Lonicera altmannii Regel & Schmalh.: Sie kommt im südöstlichen Kasachstan, Kirgistan und westlichen Xinjiang vor.[3]
  • Lonicera angustifolia Wall. ex DC. (Syn.: Lonicera minutifolia Kitam., Lonicera myrtillus Hook. f. & Thomson): Dieser laubabwerfende Strauch kommt mit zwei Varietäten in Afghanistan, Indien, Pakistan, Bhutan, nördlichen Myanmar, Nepal und in den chinesischen Provinzen südwestliches Sichuan, Yunnan sowie in Xizang vor.[3]
  • Lonicera arborea Boiss.: Dieser Strauch oder bis 9 Meter hohe Baum kommt in Spanien und Nordwestafrika vor.
  • Lonicera bournei Hemsl. (Syn.: Caprifolium bournei (Hemsl.) Kuntze, Lonicera obscura Collett & Hemsl.): Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen zwischen 800 und 2000 Metern in Guangxi, Yunnan und Myanmar.[3]
  • Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea L., Syn.: Lonicera caerulea var. altaica Pallas, L. caerulea var. edulis Turczaninow ex Herder, L. caerulea var. tangutica Maxim., Xylosteon caeruleum (L.) Dumont de Courset): Dieser laubabwerfende Strauch ist auf der Nordhalbkugel weitverbreitet: China, Japan, Korea, Mongolei, Russland, Europa und Nordamerika.[3]
  • Lonicera calcarata Hemsl.: Diese Liane gedeiht in Höhenlagen zwischen 1200 und 2500 Metern in den chinesischen Provinzen Guangxi, südwestlichen Guizhou, südwestlichen Sichuan, Yunnan und in Xizang.[3]
  • Gartengeißblatt (Lonicera caprifolium L.): Diese Liane ist in Europa weit verbreitet: Norwegen, Schweden, Österreich, Ungarn, Polen, ehemalige Tschechoslowakei, ehemaliges Jugoslawien, Albanien, Rumänien, Italien und Spanien.
  • Lonicera chrysantha Turcz. ex Ledeb.: Dieser laubabwerfende Strauch kommt in China, Japan, nördlichen Korea, Mongolei, Russland und Europa vor.[3]
  • Lonicera ciliosa (Pursh) Poir. ex DC.: Diese Liane ist im westlichen Nordamerika im südwestlichen British Columbia, nördlichen Idaho, westlichen Montana, Oregon, Washington und westlichen Kalifornien beheimatet.
  • Lonicera cinerea Pojark.
  • Lonicera confusa (Sweet) DC.: Sie ist in Nepal, im nördliche Vietnam und in den chinesischen Provinzen Guangdong, Guangxi sowie Hainan verbreitet.[3]
  • Lonicera crassifolia Batalin: Sie gedeiht in Höhenlagen von meist 900 bis 1700, selten bis zu 2300 Metern in den chinesischen Provinzen Guizhou, südwestliches Hubei, nordwestliches Hunan, Sichuan sowie Yunnan.[3]
  • Lonicera cyanocarpa Franch.: Sie kommt in Sikkim, Nepal, Sichuan, Yunnan sowie in Xizang vor.[3]
  • Lonicera dasystyla Rehder: Sie kommt in Vietnam und Guangdong sowie Guangxi vor.[3]
  • Lonicera elisae Franch., (Syn.: Caprifolium elisae (Franchet) Kuntze, C. praecox Kuntze, Lonicera infundibulum Franchet, L. infundibulum var. rockii Rehder, L. pekinensis Rehder, L. praecox (Kuntze) Rehder (1911) non K.Koch 1872): Dieser laubabwerfende Strauch gedeiht in Wäldern und Gebüschen in Höhenlagen zwischen 500 und 1600 (bis zu 2300) Metern in den chinesischen Provinzen südwestliches Anhui, südöstliches Gansu, Hebei, Henan, westliches Hubei, südliches Shaanxi, südliches Shanxi, Sichuan und nordwestliches Zhejiang.[3]
  • Lonicera etrusca G.Santi: Sie ist in Südeuropa, Nordafrika und in Südwestasien weitverbreitet.[4]
  • Lonicera fargesii Franch.: Sie gedeiht mit zwei Varietäten in Höhenlagen zwischen 1600 und 2900 Metern in den chinesischen Provinzen Chongqing, südliches Gansu, westliches Henan, südliches Shaanxi, Shanxi, Sichuan.[3]
  • Lonicera ferdinandi Franch.: Sie kommt Nordkorea vor und gedeiht in weiten Gebieten Chinas in Höhenlagen zwischen 200 und 2700 Metern.[3]
  • Lonicera ferruginea Rehder : Sie ist in Indien, im nördlichen Thailand und in China verbreitet.[3]
  • Lonicera flava Sims: Sie ist in den USA verbreitet.
  • Lonicera fragilis H.Lév.
  • Winter-Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima Lindl. & Paxton): Sie gedeiht mit zwei Varietäten in Höhenlagen von 100 bis 2700 Metern in den chinesischen Provinzen Anhui, Gansu, Guizhou, Hebei, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan sowie Zhejiang.[3]
  • Lonicera graebneri Rehder
  • Lonicera gynochlamydea Hemsl.: Sie gedeiht in Höhenlagen von meist 1200 bis 1900, selten bis zu 3000 Metern in den chinesischen Provinzen Anhui, Chongqing, Gansu, Guizhou, Hubei, Hunan, Shaanxi, Sichuan sowie Yunnan.[3]
  • Lonicera hemsleyana (Kuntze) Rehder
  • Lonicera hildebrandiana Collett & Hemsl.: Sie ist in Myanmar, Thailand und in den chinesischen Provinzen Guangxi sowie Yunnan verbreitet.[3]
  • Lonicera hispida Pall. ex Roem. & Schult. (Syn.: Caprifolium hispidum (Pallas ex Roemer & Schultes) Kuntze, Lonicera anisocalyx Rehder, L. chaetocarpa (Batalin ex Rehder) Rehder, L. finitima W.W.Smith, L. hispida var. anisocalyx (Rehder) P.K.Chou, L. hispida var. chaetocarpa Batalin ex Rehder, L. hispida var. glabrata Batalin, L. hispida var. hirsutior Regel, L. hispida var. setosa J.D.Hooker & Thomson, L. montigena Rehder): Sie ist vom Iran über Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Russland und die Mongolei bis Sikkim, Pakistan (Kashmir), Bhutan, Nepal und China weitverbreitet.[4][3]
  • Lonicera humilis Kar. & Kir.: Sie ist in Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan und Xinjiang verbreitet.[3]
  • Lonicera hypoglauca Miq.: Sie ist Japan, Taiwan und China verbreitet.[4][3]
  • Lonicera hypoleuca Decne.: Sie ist im Iran, in Pakistan, Nepal und Indien verbreitet.[4]
  • Windendes Geißblatt (Lonicera implexa Aiton): Diese Liane kommt nur in Algerien und Portugal natürlich vor.
  • Lonicera inconspicua Batalin
  • Lonicera involucrata (Richardson) Banks ex Spreng.: Sie ist in Nordamerika von Alaska bis ins nördliche Chihuahua weit verbreitet.
  • Japanisches Geißblatt[5] (Lonicera japonica Thunb.): Die ursprüngliche Heimat ist Japan, Korea und China.[4]
  • Lonicera jilongensis P.S.Hsu & H.J.Wang
  • Lonicera kansuensis (Batalin ex Rehder) Pojark.: Sie gedeiht in Höhenlagen zwischen 1800 und 2400 Metern in den chinesischen Provinzen Gansu, Ningxia, Shaanxi sowie Sichuan.[3]
  • Lonicera karelinii Bunge ex P.Kir.
  • Lonicera kawakamii (Hayata) Masam.: Sie gedeiht im Gebirge in Höhenlagen zwischen 3000 und 3900 Metern nur in Taiwan.[3]
  • Lonicera ligustrina Wall.: Mehrere Varietäten sind in Indien, Nepal, Bhutan und China verbreitet:[3]
    • Lonicera ligustrina Wall. var. ligustrina: Sie ist im östlichen Indien, Bhutan, Nepal und China verbreitet.[3]
    • Immergrüne Kriech-Heckenkirsche[5] (Lonicera ligustrina var. pileata (Oliver) Franchet, Syn.: Lonicera pileata Oliv.): Dieser immergrüne Strauch ist in den chinesischen Provinzen Guangdong, Guangxi, Guizhou, westliches Hubei, Hunan, südliches Shaanxi, Sichuan sowie Yunnan verbreitet.[3]
    • Lonicera ligustrina var. yunnanensis Franchet: Sie ist in den chinesischen Provinzen südliches Gansu, südwestliches Shaanxi, Sichuan sowie Yunnan verbreitet.[3]
  • Lonicera litangensis Batalin: Sie ist in Bhutan, Sikkim, Nepal und in den chinesischen Provinzen Sichuan, Yunnan sowie in Xizang verbreitet.
  • Lonicera longiflora (Lindl.) DC. (Syn.:Lonicera longituba H.T.Chang ex P.S.Hsu & H.J.Wang): Die Heimat ist China (Guangdong, Guangxi, Hainan, Yunnan), wo sie in Höhenlagen zwischen 1200 und 1700 Metern vorkommt.
  • Lonicera maackii (Rupr.) Maxim.: Die Heimat ist China, die Mongolei, Korea, Japan und das fernöstliche Russland.[4]
  • Lonicera macrantha (D.Don) Spreng. (Syn.: Caprifolium macranthum D.Don, Lonicera esquirolii H.Lév., L. fulvotomentosa P.S.Hsu & S.C.Cheng, L. guillonii H.Lév. & Vaniot, L. hirtiflora Champion ex Bentham, L. inodora W.W.Sm., L. macrantha var. calvescens Chun & F.C.How, Lonicera calvescens (Chun & F.C.How) P.S.Hsu & H.J.Wang, L. macranthoides Hand.-Mazz., L. strigosiflora C.Y.Wu ex X.W.Li): Sie ist in Indien, Bhutan, Nepal, Myanmar, Vietnam, Taiwan und China verbreitet.[4][3]
  • Lonicera maximowiczii (Rupr.) Regel: Sie ist in Russlands Fernen Osten, in Korea und in den chinesischen Provinzen Heilongjiang sowie Jilin verbreitet.[3]
  • Lonicera mexicana (Kunth) Rehder: Die Heimat ist Mexiko.
  • Lonicera microphylla Willd. ex Schult.: Sie ist in Russland, im Iran, in Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, in der Mongolei und in China weitverbreitet.[4][3]
  • Lonicera minutifolia Kitam.: Die Heimat ist Nepal.
  • Lonicera modesta Rehder: Sie gedeiht in Höhenlagen zwischen 500 und 1700 Metern in den chinesischen Provinzen Anhui, südöstlichen Gansu, westlichen Henan, Hubei, Hunan, Jiangxi, südlichen Shaanxi, Zhejiang und vielleicht in Fujian.[3]
  • Lonicera mucronata Rehder: Sie gedeiht in Höhenlagen zwischen 800 und 1500 Metern nur in den chinesischen Provinzen Hubei sowie Sichuan.[3]
  • Lonicera nervosa Maxim.: Sie gedeiht in Höhenlagen zwischen 2100 und 4000 Metern in den nordwestlichen chinesischen Provinzen Gansu, westliches Henan, Ningxia, Qinghai, Shaanxi, südliches Shanxi sowie Sichuan.[3]
  • Schwarze Heckenkirsche (Lonicera nigra L., Syn.: Lonicera acrophila H.Lév., Lonicera barbinervis Kom., Lonicera decipiens Hook. f. & Thomson, Lonicera lanceolata Wall.): Sie ist in Europa, Indien, Bhutan, Nepal, Korea und in den chinesischen Provinzen westliches Anhui, nordöstliches Guizhou, westliches Hubei, Jilin, Sichuan, Yunnan sowie in Xizang weitverbreitet.[3]
  • Lonicera nubium (Hand.-Mazz.) Hand.-Mazz.
  • Lonicera oblata K.S.Hao ex P.S.Hsu & H.J.Wang: Dieser Endemit gedeiht an steinigen Hängen in Höhenlagen von etwa 1200 Metern nur in Neiqiu in der chinesischen Provinz Hebei.[3]
  • Lonicera oiwakensis Hayata
  • Lonicera oreodoxa Harry Sm. ex Rehder: Sie gedeiht nur in größeren Höhenlagen zwischen 4700 und 4800 Metern nur im nördlichen Sichuan.[3]
  • Lonicera pallasii Ledeb. (Syn.: Lonicera caerulea var. pallasii (Ledeb.) Cinovskis): Sie ist vom südöstlichen Schweden, Estland sowie Lettland und in Russland bis Sibirien verbreitet.[4]
  • Waldgeißblatt (Lonicera periclymenum L.): Sie ist in Südeuropa und Marokko verbreitet.[4]
  • Lonicera pilosa (Kunth) Spreng.
  • Lonicera praeflorens Batalin: Sie ist China, Korea, Japan und in Russlands Fernen Osten verbreitet.[4]
  • Lonicera prolifera (Kirchner) Booth ex Rehder
  • Lonicera prostrata Rehder: Die Heimat ist China.[4]
  • Lonicera pyrenaica L., kommt in Spanien und Frankreich vor; mit den Unterarten:
    • subsp. majoricensis (Gand.) Browicz, kommt nur auf den Balearen vor.
    • subsp. pyrenaica
  • Lonicera retusa Franch.: Die Heimat ist China (Gansu, Shaanxi, Shanxi, Sichuan), wo sie in Höhenlagen zwischen 2000 und 2300 Metern vorkommt.
  • Lonicera rhytidophylla Hand.-Mazz.
  • Lonicera rupicola Hook. f. & Thomson (Syn.: Lonicera thibetica Bureau & Franchet, Lonicera syringantha Maxim., Lonicera codonantha Rehder, Lonicera syringantha var. minor Maxim., Lonicera wolfii (Rehder) K.S.Hao, Lonicera minuta Batalin): Dieser meist laubabwerfende Strauch kommt in China, Bhutan, Nepal und Indien vor.
  • Lonicera ruprechtiana Regel (Syn.: Caprifolium ruprechtianum (Regel) Kuntze, Lonicera brevisepala P.S.Hsu & H.J.Wang, L. chrysantha var. subtomentosa (Ruprecht) Maxim., L. ruprechtiana var. lanceolata Skvortsov, L. ruprechtiana var. xanthocarpa Zabel, Xylosteon gibbiflorum Ruprecht & Maxim. var. subtomentosum Ruprecht): Dieser laubabwerfende Strauch kommt in Heilongjiang, Jilin, Liaoning und im nördlichen Korea sowie Russland vor.
  • Lonicera saccata Rehder: Die Heimat ist Bhutan und China.[4]
  • Lonicera schneideriana Rehder
  • Lonicera semenovii Regel: Die Heimat ist Afghanistan, Iran, Kasachstan, Kirgisistan, Kaschmir und China (Xinjiang, Xizang), wo sie in Höhenlagen von 4000 bis 4300 Metern vorkommt.
  • Lonicera sempervirens L.: Die Heimat ist Kanada und die USA.[4]
  • Lonicera serreana Hand.-Mazz.
  • Lonicera setifera Franch.: Die Heimat ist Indien und China (Sichuan, Xizang, Yunnan), wo sie in Höhenlagen zwischen 2300 und 3800 Metern vorkommt.
  • Lonicera similis Hemsl. (Syn.: Caprifolium simile (Hemsl.) Kuntze, Lonicera buchananii Lace, L. delavayi Franchet, L. macrantha var. biflora Collett & Hemsl., L. macrantha var. heterotricha P.S.Hsu & H.J.Wang, L. macranthoides Handel-Mazzetti var. heterotricha (P.S.Hsu & H.J.Wang) B.K.Zhou, L. omeiensis (P.S.Hsu & H.J.Wang) B.K.Zhou, L. similis var. delavayi (Franchet) Rehder, L. similis var. omeiensis P.S.Hsu & H.J.Wang): Sie gedeiht in Höhenlagen zwischen 400 und 1600 (bis zu 2200) Metern in China und Myanmar.
  • Lonicera spinosa Jacq. ex Walp. (Syn.: Lonicera albertii Regel): Dieser laubabwerfende Strauch ist in Xinjiang, Xizang, Afghanistan, Indien, Kaschmir, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan verbreitet.
  • Lonicera stephanocarpa Franch.: Sie ist in den chinesischen Provinzen Gansu, Ningxia, Shaanxi und Sichuan verbreitet.[4]
  • Lonicera subaequalis Rehder (Syn.: Lonicera carnosifolia C.Y.Wu ex P.S.Hsu & H.J.Wang): Diese Liane gedeiht an schattigen in Bergwäldern in Höhenlagen zwischen 1500 und 2500 Metern nur in den chinesischen Provinzen Guizhou und Sichuan.
  • Lonicera subhispida Nakai: Sie ist in Korea, Russland und China verbreitet.
  • Lonicera sublabiata P.S.Hsu & H.J.Wang
  • Lonicera subspicata Hook. & Arn.: Die Heimat ist Kalifornien.[4]
  • Fliederblütige Heckenkirsche (Lonicera syringantha Maxim., Syn.: Lonicera rupicola subsp. syringantha (Maxim.) Zabel): Die Heimat ist Bhutan und China.[4]
  • Lonicera szechuanica Batalin
  • Lonicera taipeiensis P.S.Hsu & H.J.Wang
  • Lonicera tangutica Maxim.: Die Heimat ist Bhutan, Nepal, Sikkim und China, wo sie in Höhenlagen zwischen 800 und 4500 Metern vorkommt.
  • Tataren-Heckenkirsche (Lonicera tatarica L.): Das Verbreitungsgebiet reicht vom osteuropäischen Russland bis Mittelasien, Sibirien und China.[4]
  • Lonicera tatarinowii Maxim.: Die Heimat ist Nordchina, Korea und die Mongolei.[4]
  • Lonicera tomentella Hook. f. & Thomson: Die Heimat ist Bhutan, Nepal, Sikkim und China (Xizang, Yunnan).[4]
  • Lonicera tragophylla Hemsl.: Die Heimat ist China.[4]
  • Lonicera trichogyne Rehder: Sie kommt nur in Sichuan vor.
  • Lonicera trichosantha Bureau & Franch.: Die Heimat ist China.[4]
  • Lonicera tubuliflora Rehder: Sie gedeiht in Höhenlagen zwischen 2100 und 3100 Metern nur in Sichuan.[3]
  • Lonicera virgultorum W.W.Sm.: Sie kommt in nur in Yunnan vor.
  • Lonicera webbiana Wall. ex DC.: Sie ist Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar und China weitverbreitet.[4]
  • Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum L.): Sie ist in Eurasien weitverbreitet.
  • Lonicera yunnanensis Franch. (Syn.: Lonicera ciliosissima C.Y.Wu ex P.S.Hsu & H.J.Wang, L. mairei H.Lév., L. yunnanensis var. linearifolia C.Y.Wu ex X.W.Li, L. yunnanensis var. tenuis Rehder): Sie gedeiht in Höhenlagen zwischen 1700 und 3000 Metern nur in den chinesischen Provinzen südwestliches Sichuan sowie nordwestliches Yunnan.[3]

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten und Sorten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet.

Häufig angepflanzte Arten und Hybriden sind:

  • Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata Wall.)
  • Lonicera ciliosa (Pursh) Poir. ex DC. (orangeblühende Liane)
  • Maibeere (Lonicera caerulea var. kamtschatica Sevast., Syn.: Lonicera kamtschatica (Sevast.) Pojark.)
  • Winter-Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima Lindl. & Paxton): Sie ist in China beheimatet. (weißblühender, sommergrüner Strauch)
  • Lonicera ×heckrottii Osborn (kompakt wachsende Liane)
  • Heckenmyrte (Lonicera ligustrina subsp. yunnanensis (Franch.) P.S.Hsu & H.J.Wang, Syn.: Lonicera nitida E.H.Wilson)
  • Lonicera ligustrina var. pileata (Oliv.) Franchet (Syn.: Lonicera pileata Oliv.) (niedriger immergrüner Strauch)
  • Goldgeißblatt (Lonicera ×tellmanniana Magyar ex H.L.Späth) (üppig gelborangeblühend, kompakt wachsende Kletterpflanze)

Quellen[Bearbeiten]

  •  Qiner Yang, Sven Landrein, Joanna Osborne & Renata Borosova: Caprifoliaceae. In: Flora of China Editorial Committee: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Hong Deyuan (Hrsg.): Flora of China. Cucurbitaceae through Valerianaceae with Annonaceae and Berberidaceae. Volume 19, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing u. a., 9. März 2011, ISBN 978-1-930723-99-3, Lonicera, S. 620 (Online-Text ist mit dem gedruckten Werk identisch, „Lonicera - Online“). (Abschnitt Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
  •  Rubina Akhter: Caprifoliaceae. In: eFloras.org (Hrsg.): Flora of Pakistan. Lonicera (textgleich zu gedrucktem Werk online, „Lonicera - Online“).

Ergänzende Literatur zu europäischen Arten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lonicera bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  2. ThePlantList - Bewertung welche Arten gültig sind.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am  Qiner Yang, Sven Landrein, Joanna Osborne & Renata Borosova: Caprifoliaceae. In: Flora of China Editorial Committee: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Hong Deyuan (Hrsg.): Flora of China. Cucurbitaceae through Valerianaceae with Annonaceae and Berberidaceae. Volume 19, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing u. a., 9. März 2011, ISBN 978-1-930723-99-3, Lonicera, S. 620 (Online-Text ist mit dem gedruckten Werk identisch, „Lonicera - Online“).
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w Eintrag bei GRIN Taxonomy for Plants.
  5. a b Deutscher Name nach  Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 376–393.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heckenkirschen (Lonicera) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien