Heiligenblut am Großglockner

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Heiligenblut am Großglockner
Wappen von Heiligenblut am Großglockner
Heiligenblut am Großglockner (Österreich)
Heiligenblut am Großglockner
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Hauptort: Hof
Fläche: 193,15 km²
Koordinaten: 47° 2′ N, 12° 50′ O47.04138611111112.8368083333331288Koordinaten: 47° 2′ 29″ N, 12° 50′ 13″ O
Höhe: 1288 m ü. A.
Einwohner: 1.060 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 5,5 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9844
Vorwahl: 0 48 24
Gemeindekennziffer: 2 06 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hof 4
9844 Heiligenblut
Website: www.heiligenblut.at
Politik
Bürgermeister: Josef Schachner (HBL)
Gemeinderat: (2009)
(15 Mitglieder)
7 HBL, 6 FPÖ&Unabhängige, 2 SPÖ
Lage der Gemeinde Heiligenblut am Großglockner im Bezirk Spittal an der Drau
Bad Kleinkirchheim Baldramsdorf Berg im Drautal Dellach im Drautal Flattach Gmünd in Kärnten Greifenburg Großkirchheim Heiligenblut am Großglockner Irschen Kleblach-Lind Krems in Kärnten Lendorf Lurnfeld Mallnitz Malta Millstatt am See Mörtschach Mühldorf Oberdrauburg Obervellach Radenthein Rangersdorf Reißeck Rennweg am Katschberg Sachsenburg Seeboden am Millstätter See Spittal an der Drau Stall Steinfeld (Kärnten) Trebesing Weißensee Winklern KärntenLage der Gemeinde Heiligenblut am Großglockner im Bezirk Spittal an der Drau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Heiligenblut von oben
Heiligenblut von oben
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Heiligenblut am Großglockner ist eine Gemeinde mit 1060 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Heiligenblut ist ein hoch gelegenes Alpendorf und wird als Ausgangspunkt für den Besuch der Pasterze und für die Besteigung des Großglockners oft besucht. Heiligenblut ist Ausgangspunkt der Großglockner-Hochalpenstraße.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Heiligenblut liegt in durchschnittlich 1288 m Seehöhe am Fuße des Großglockners (3798 m) am obersten Ende des Mölltals im Nationalpark Hohe Tauern. Bei Heiligenblut liegt das Fleißtal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Heiligenblut ist in die Katastralgemeinden Apriach, Rojach sowie Zlapp und Hof gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende elf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Aichhorn (33)
  • Apriach (129)
  • Fleiß (42)
  • Hadergasse (61)
  • Hof (186)
  • Pockhorn (116)
  • Rojach (136)
  • Schachnern (88)
  • Untertauern (70)
  • Winkl (183)
  • Wolkersdorf (35)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

(beide Bez. Zell a.See, Sbg.)

Fusch a.d.Glstr. (Bez. Zell a.See, Sbg.)


Rauris (Bez. Zell a.See, Sbg.)
Kals a.G. (Bez. Lienz, Tir.) Nachbargemeinden
Nußdorf-Debant (Bez. Lienz, Tir.) Großkirchheim

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name „Heiligenblut“ rührt der Legende nach von einem Fläschchen mit dem Blut Christi her, welches Briccius (auch Briktius, Brictius, lat. für Friedrich), ein dänischer Prinz, der hier um 914 auf dem Rückweg von Konstantinopel von einer Lawine verschüttet wurde, in die Wade habe einwachsen lassen, um es vor Räubern zu schützen. Aus den Schneemassen, unter denen er begraben wurde, seien drei Ähren herausgewachsen, wodurch sein Leichnam und die Blutreliquie aufgefunden wurden. Als einige Bauern ihn begraben wollten, habe sich ein Bein störrisch geweigert, unter der Erde zu bleiben. Als man der Sache auf den Grund ging, fand man das Fläschchen, das seither im Sakramentshaus der 1460 bis 1491 erbauten Pfarrkirche des Hl. Vinzenz aufbewahrt wird. Einem Antrag der Gemeinde Heiligenblut, Briccius heiligzusprechen, wurde mangels Beweisen nie zugestimmt, was die Gemeinde nicht davon abgehalten hat, Briccius eine eigene Krypta und einen Altar zu errichten.

Neben der vorherrschenden Land- und Almwirtschaft wurde in Heiligenblut bis ins 20. Jahrhundert hinein Gold abgebaut.

Die Hochgebirgsregion um Heiligenblut entwickelte sich ab Ende des 19. Jahrhunderts zunächst zum klassischen Sommerfrischenort und ab den 1930er Jahren zur zweisaisonalen Tourismusregion. Maßgeblichen Anteil daran hat die 1935 eröffnete Großglockner-Hochalpenstraße, deren südlicher Ausgangspunkt Heiligenblut ist. Rund um die über der Gemeinde befindlichen Berge Schareck (2606 m) und Gjaidtroghöhe (2989 m) wurde ein hochalpines Skizentrum mit modernen Liftanlagen zwischen 1301 m ü. A. und 2900 m ü. A. errichtet.

Politik[Bearbeiten]

Der Hauptplatz von Heiligenblut

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

7
6
2
Von 15 Sitzen entfallen auf:
  • Bürgerliste: 7
  • FPÖ: 6
  • SPÖ: 2

Der Gemeinderat von Heiligenblut hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:


Direkt gewählter Bürgermeister ist seit 1997 Josef Schachner (HBL).

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at heiligenblut.png

Blasonierung:

Gespaltener Schild; vorn in Gold über grünem Schildfuß ein blauer Berg (Form des Großglockners) und eine goldene, spitztürmige Kirche (Form der Kirche von Heiligenblut), hinten in Rot drei grüne, golden gefasste Ähren von einem goldenen Nimbus überlegt, von dessen Mitte ein breitgedrücktes grünes Fläschchen mit roter Flüssigkeit (Reliquie vom heiligen Blut) in den Strahlenkranz ragt.

Die Fahne ist Gelb-Blau mit eingearbeitetem Wappen.

Das gespaltene Wappen zeigt vorne die Wallfahrtskirche vor der stilisierten Bergkulisse des Großglockners, hinten symbolisieren drei Weizenähren und die Ampulle mit dem Blut Christi, von dem ein Heiligenschein ausgeht, die Bricciuslegende. Das Wappen wurde der Gemeinde am 9. Dezember 1965 verliehen [2]

Hauptort der Gemeinde[Bearbeiten]

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Heiligenblut (Dorf)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Spittal an der Drauf8, Kärnten
Pol. Gemeinde Heiligenblut am Großglockner  (KG Zlapp und Hof)
Ortschaft Hof
Koordinaten 47° 2′ 21″ N, 12° 50′ 30″ O47.03929612.8415821291
Höhe 1291 m ü. A.
Gebäudestand ca. 70 f2
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Heiligenblut (20610 000)
Bild
Die markante Kirche mit Teilen des Ortes
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS

Hauptort ist das Dorf Heiligenblut. Es befindet sich etwa 55 Kilometer nordwestlich von Spital. Es liegt inmitten der Gemeinde, auf um die 1290 m ü. A. Höhe links über der Möll, am Südfuß des Schareck (2606 m ü. A.), dem Hausberg, auf den auch die Seilbahn führt. Im Ort endet die Großglocknerstraße (B107), und beginnt die Großglockner-Hochalpenstraße.
Es gehört zur Ortschaft Hof, die daher den nominellen Gemeindehauptort darstellt, und zur Katastralgemeinde Zlapp und Hof.

Der Ort ist ein typisches Kirchdorf, und jüngeren Datums. Es hat sich erst im Zuge des aufkommenden Tourismus entwickelt, besonders ab dem Bau der Hochalpenstraße in den 1930ern. Heute hat es um die 70 Gebäude , das ist ein knappes 17 der ganzen Gemeinde.

Nachbarorte
Winkl Untertauern
Nachbargemeinden Wolkersdorf
Hadergasse Zlapp

Bevölkerung[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 hatte Heiligenblut 1.185 Einwohner. Davon besitzen 97,7 % die österreichische und 1,1 % die deutsche Staatsbürgerschaft.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Zwischen den Volkszählungen 1991 und 2001 hat die Wohnbevölkerung durch Abwanderung um 5,9 % abgenommen; die Abwanderung konnte durch eine leicht positive Geburtenbilanz nicht wettgemacht werden. Davor hatte schon seit 1981 die Bevölkerung um 5,4 % abgenommen.

Religionen[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 waren 95,5 % der Bevölkerung römisch-katholisch, 1,8 % sind evangelisch. Die Anteile anderer Bekenntnisse liegen jeweils unter 1 %. Ohne religiöses Bekenntnis sind 0,7 %.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick vom Kirchenfriedhof Heiligenblut auf den Großglockner

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Hl. Vinzenz, südlich unterhalb des Ortskerns an einem Hang gelegen, ist in ihrem heutigen Erscheinungsbild ein steil aufragender gotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert. Eine Kapelle wurde schon 1271 erstmals urkundlich erwähnt; sie wurde ab 1273 erneuert und 1301 vollendet. Im späten 14. Jahrhundert wurde mit einem Neubau begonnen, dessen Chor um 1430 fertiggestellt wurde. 1909/11 wurde die Kirche restauriert und mit einer neuen Einrichtung und neuen Fenstern ausgestattet. Der Hochaltar von 1520 zeigt in einer Höhe von 11 Metern die Krönung Mariae. Er stammt aus der Bozner Schule, die in der Nachfolge Michael Pachers steht.
Bricciuskapelle bei Heiligenblut
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Heiligenblut

Brauchtum[Bearbeiten]

Die Heiligenbluter Sternsinger, ein Regionaltyp des Sternsingens, wurde mit 2010 in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heiligenblut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 134
  3. Heiligenbluter Sternsinger, Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe, Österreichische UNESCO-Kommission