Jettenbach (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Jettenbach
Jettenbach (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Jettenbach hervorgehoben
49.5355555555567.5558333333333355Koordinaten: 49° 32′ N, 7° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Lauterecken-Wolfstein
Höhe: 355 m ü. NHN
Fläche: 10,24 km²
Einwohner: 837 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66887
Vorwahl: 06385
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 048
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 6a
67742 Lauterecken
Webpräsenz: www.jettenbach.de
Ortsbürgermeister: Timo Harth
Lage der Ortsgemeinde Jettenbach im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild
Jettenbacher Kirche ("Musikantendom")

Jettenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.

Geographie[Bearbeiten]

Jettenbach liegt im Pfälzer Bergland. Im Norden befindet sich Eßweiler, im Osten liegt Rothselberg und westlich liegt Bosenbach. Zu Jettenbach gehören auch die Wohnplätze Röhlhof, Gangelbornerhof und Korbüsch-Hof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1348 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zur Grafschaft Veldenz. Ab 1694 gehörte Jettenbach zur Kurpfalz.

Der Ortsname[Bearbeiten]

Die erste Silbe des Ortsnamens bezieht sich auf den noch heute am Ortsbach wachsenden Wiesenlolch.

Diesen aus dem althochdeutschen stammenden Namensteil „jetto“ verwendete man damals für Unkraut, bzw. als Pflanzennamen für Wiesenlolch. Ein Personennamen, welcher mit diesem jetto in Verbindung gebracht werden könnte, ist nicht bekannt. So ist anzunehmen, dass die ersten Siedler diesen Lolch ausjäten mussten, um die Wiesen, aber auch den Ortsmittelpunkt urbar zu machen. Diesem Beiwort „jetto“ hängte man noch das Grundwort -bach an. Somit wäre der ursprüngliche Sinn des Ortsnamens als Bach, welcher durch ein mit Wiesenlolch (jetto) bewachsenes Tal fließt, zu erklären.[3]

Ersterwähnungsurkunde[Bearbeiten]

Die Ersterwähnungsurkunde enthält den Text:

Ersterwähnung.JPG

„Ich Betzelin von Wolfstein ein Edelknecht dun kunt allen den(en), die diesen brief ansehent oder horent lesen / daz wir um alsolich zweiunge biz her uff diesen dag gewest ist twischen mir und Enichin, Wernher und Cunrad genannt Gauwe(r) von Rich(e)nbach und allen den yren um den zehnde(n) und allen gutden zu Jettenbach die zu lehen rurent von mine(m) lie(e)n Herren(n), H(err)n Johan von Randecke daz der Edel min lieber genediger Herre G(ra)ve Heinr(ich) von Veldenzen uns des bit unse(rer) beider wiszin und will(e)n ubermits des v(or)gen(annten) mins Herren, H(err)n Johans von Randecken gutlich und lieblich mit ein gevaht und gescheiden hat, als waz ich an dem selben gekauft han, daz das mir und minen Lehens erben v(er)bliben sol und waz do(ge)vallen ist vo(n) H(err)n Symondt seligen von Rich(e)nbach daz dem v(or)gen(annten) Enichin, Wu(lf)he(r) und Cun(rad) oder yren Lehens erben v(er)bliben sol und geloben auch diesen Bescheit d(urch) mich und min(e) Lehens Erb(e)n. bit …… wulfen an eydes stad stede und veste zu halten ane alle ger(er)de und han auch des zu urkunde gebeden (den) v(or)gen(annten) min(en) H(e)re(n) H(err)n Joh(ann) von Randecke. wan daz bit si(n)me gutden ….. und wißende gescheen ist, daz er sin Ingesiegel zu einre meren stedekeit bij daz mine an diesem brief hat angehangen und ich Joh(ann) von Randecken v(or)gen(annt) dorch bede willen betzelins bekennen daz min gut willen ist alles des daz da vor geschrieb(e)n steht und des zu urkunde han ich min Ingesiegel bij daz sine an diesen brief gehangen, der gegeb(e) wart do man zalte nach crist geburte druzehnhund(er)t und dar nach eht und v(ier)nzig Jare an dem nehesten Mandage von Sante Jacobs dage des heiligen zwolf botden“[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Jettenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde wurde 1967 in Zusammenarbeit mit dem damaligen Lehrer Straßenberg und dem Landesarchiv Speyer entworfen.

Die Wappenbeschreibung ist folgende: „In Grün ein silberner Schräglinkswellenbalken, oben rechts eine goldene Lyra, unten links ein goldenes Ährenbüschel (Wiesenlolch)“.

Dieses Wappen wurde am 21. April 1967 durch das Ministerium des Innern in Mainz genehmigt. Als Begründung ist im Wappenbuch zu lesen: “Schrägwellenbalken und Ährenbüschel sind redende Bilder den Ortsnamen, denn getto oder jetto ist die althochdeutsche Form für Ährenbüschel oder Wiesenlolch. Die Lyra oder Leier weist Jettenbach als bekanntes pfälzisches Musikantendorf aus“.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Osten verläuft die Bundesstraße 270. Im Zuge der Projektierung der Bachbahn, gab es Bestrebungen, die Strecke ab Weilerbach Richtung Norden über Jettenbach und Essweiler bis nach Offenbach am Glan zu führen. Diese setzten sich jedoch nicht durch. In Kreimbach-Kaulbach ist ein Bahnhof der Lautertalbahn.

Vereine[Bearbeiten]

Die Korbuschhütte des PWV Jettenbach
  • Der Gesangverein „Harmonie“ 1860 Jettenbach e. V. feierte im Jahr 2010 sein 150-jähriges Jubiläum und gehört zu den ältesten Vereinen im Kreis Kusel.
  • Der mitgliederstärkste Verein in der Gemeinde ist der Turn- und Sportverein Jettenbach.
  • Musikverein, gegründet 1882. Zweitältester und seit seiner Gründung durchweg aktiver Verein im Landkreis Kusel.
  • Der Tischtennisverein Jettenbach (TTV) ist seit seiner Gründung im Jahr 2007 in Jettenbach ansässig.
  • Der Pfälzerwald-Verein, Ortsgruppe Jettenbach.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jettenbach (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 100 (PDF; 2,2 MB)
  3. a b c Quelle: Jettenbach 1348 - 1998 Ortschronik
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen