Oberalben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Oberalben
Oberalben
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Oberalben hervorgehoben
49.5784416666677.4002388888889310Koordinaten: 49° 35′ N, 7° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Kusel
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 5,62 km²
Einwohner: 246 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66871
Vorwahl: 06381
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 070
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
66869 Kusel
Webpräsenz: vg.kusel.de
Ortsbürgermeister: Walter Dick
Lage der Ortsgemeinde Oberalben im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild

Oberalben ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kusel an.

Geographie[Bearbeiten]

Oberalben liegt im Saar-Nahe-Bergland. Zur Gemeinde gehört auch der Wohnplatz Mayweilerhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Wort „Alb“ ist wahrscheinlich keltischen Ursprungs, bedeutet Bach und weist auf die, den Ort durchfließende Kuralb hin. „Alb“ bedeutet auch hell, glänzend, und ist auch mit dem lateinischen Wort „albus“ verwandt, welches „weiß“ übersetzt wird. Die Vorfahren übernahmen wohl den von Kelten gebrauchten Namen. Der Bachname übertrug sich auf die Siedlung, die sich an diesem entwickelte. Bis ins 16. Jahrhundert wurde das 1387 erstmals urkundlich erwähnte Dorf „Alben“ genannt, ehe zur Unterscheidung zum Ort Alben an der Steinalb (Niederalben), die Silbe „Ober“ vorangestellt wurde.

Von 1816 an gehörte Oberalben zum Königreich Bayern und war Teil des Kantons Cusel im Rheinkreis. Im Jahr 1840 hatte der Ort 23 Häuser und 229 Einwohner. Er wurde als evangelisches Dorf bezeichnet und war der Pfarrei Ulmet zugeordnet.[3]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Oberalben, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 188
1835 229
1871 310
1905 349
1939 324
Jahr Einwohner
1950 340
1961 311
1970 293
1987 260
2005 262

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Oberalben besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau ein silberner Schrägrechtswellenbalken, oben rechts die verschlungenen, goldenen Großbuchstaben ‚A‘ und ‚V‘, unten links ein rotbewehrter und -bezungter, goldener Löwe“.

Im Jahre 1983 wurde das Wappen von der Bezirksregierung der Pfalz in Neustadt an der Weinstraße genehmigt. Der silberne gewellte Schrägbalken stellt den Dorfbach, die Kuralb, dar. Der goldene Löwe zeigt die einstige Zugehörigkeit zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Der blaue Grund erinnert an die frühere Lage in der Grafschaft Veldenz. Die Buchstaben „A V“ bedeuten Amt Ulmet und weisen auf das zweibrückische Amt Ulmet (auch Schultheißerei Ulmet) hin, dem Oberalben bis Ende des 18. Jahrhunderts angehörte. Die verschlungenen Buchstaben sind in Siegeln des Amtes seit 1753 überliefert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Auswanderermuseum Oberalben zeigt die Hintergründe, den Ablauf und die Ansiedlung von Auswanderern. Insbesondere nach Nordamerika wanderten über 300 Jahre lang viele Menschen aus; unter diesen waren auch die Vorfahren des legendären US-amerikanischen Baseballspielers Babe Ruth.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Oberalben

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Süden befindet sich die A 62. In Kusel ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberalben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 98 (PDF; 2,3 MB)
  3. Max Siebert: Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form, Verlag Georg Franz, München 1840. S. 156 (Google Books)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen