Ohmbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ohmbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ohmbach
Ohmbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ohmbach hervorgehoben
49.4495277777787.3501969444444313Koordinaten: 49° 27′ N, 7° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Schönenberg-Kübelberg
Höhe: 313 m ü. NHN
Fläche: 3,9 km²
Einwohner: 833 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 214 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66903
Vorwahl: 06386
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 076
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 8
66901 Schönenberg-Kübelberg
Webpräsenz: www.ohmbach.com
Ortsbürgermeister: Jochen Mayer (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Ohmbach im Landkreis Kusel
Waldmohr Dunzweiler Breitenbach (Pfalz) Schönenberg-Kübelberg Gries (Pfalz) Brücken (Pfalz) Dittweiler Altenkirchen (Pfalz) Ohmbach Frohnhofen Nanzdietschweiler Börsborn Steinbach am Glan Krottelbach Langenbach (Pfalz) Herschweiler-Pettersheim Wahnwegen Henschtal Hüffler Quirnbach/Pfalz Rehweiler Glan-Münchweiler Matzenbach Selchenbach Herchweiler Albessen Konken Ehweiler Schellweiler Etschberg Theisbergstegen Haschbach am Remigiusberg Kusel Blaubach Oberalben Dennweiler-Frohnbach Körborn Thallichtenberg Ruthweiler Reichweiler Pfeffelbach Rathsweiler Niederalben Ulmet Erdesbach Bedesbach Rammelsbach Altenglan Welchweiler Elzweiler Horschbach Bosenbach Rutsweiler am Glan Föckelberg Niederstaufenbach Oberstaufenbach Neunkirchen am Potzberg Jettenbach (Pfalz) Rothselberg Kreimbach-Kaulbach Wolfstein Rutsweiler an der Lauter Eßweiler Oberweiler im Tal Aschbach (Westpfalz) Hinzweiler Oberweiler-Tiefenbach Relsberg Hefersweiler Einöllen Reipoltskirchen Nußbach (Pfalz) Hoppstädten Kappeln (bei Lauterecken) Medard (Glan) Odenbach Adenbach Ginsweiler Cronenberg (bei Lauterecken) Hohenöllen Heinzenhausen Lohnweiler Lauterecken Unterjeckenbach Langweiler (bei Lauterecken) Merzweiler Homberg (bei Lauterecken) Herren-Sulzbach Grumbach (Glan) Kirrweiler (bei Lauterecken) Sankt Julian Hausweiler Wiesweiler Deimberg Buborn Glanbrücken Offenbach-Hundheim Nerzweiler Saarland Landkreis Birkenfeld Landkreis Bad Kreuznach Donnersbergkreis Kaiserslautern Landkreis Südwestpfalz Landkreis Kaiserslautern ZweibrückenKarte
Über dieses Bild

Ohmbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg an.

Geographie[Bearbeiten]

Ohmbach liegt im Ohmbachtal in der Westpfalz. Die höchste Erhebung ist der Knechtenberg mit 387 Meter ü. NN. Angrenzend im Norden liegt Herschweiler-Pettersheim, im Osten Steinbach am Glan, im Süden Brücken und im Westen Altenkirchen.

Blick auf Ohmbach von "de Platt"
Blick auf Ohmbach vom Wartturm aus

Geschichte[Bearbeiten]

Ohmbach entwickelte sich aus den ursprünglich selbständigen Gemeinden Ober- und Niederohmbach (ehemals Weitersbach). Ohmbach wurde im Jahr 977 als Ovenbach erstmals urkundlich erwähnt. 1410 gelangte Ovinbach zu Pfalz-Zweibrücken, während Weitersbach ab 1437 Teil der Kurpfalz war. Die getrennte Geschichte der beiden Orte hielt bis zur Französischen Revolution stand. Um 1600 wandelte sich der Ortsnamen von Weitersbach zu Ohmbach. 1793 eroberte die französische Revolutionsarmee den Landstrich. Im neugebildeten Département Donnersberg wurden die beiden Orte erstmals zur Commune d'Ohmbach zusammengeschlossen. Ab 1816 war Ohmbach bayerisch. 1840 trennte sich die Gemeinde in Ober- und Niederohmbach auf, bis sie im Jahr 1937 wieder zusammengelegt wurde.[2] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie Bestandteil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Erste urkundliche Erwähnung Ohmbachs
Römisches Götterrelief aus der Ohmbacher Kirchenmauer

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ohmbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]

  SPD CDU FWG Gesamt
2009 4 7 1 12 Sitze
2004 3 7 2 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Von Schwarz und Gold gespalten, rechts ein rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, links ein wachsender linksgekrümmter roter Abtstab, unten überlegt von einem blauen Wellenbalken. Ohmbach gehörte mit seinen beiden Ortsteilen im Alten Reich zur Kurpfalz, was durch die linke Schildhälfte und die Schildfarben zum Ausdruck kommt. Die Kirche gehörte früher dem Kloster Disibodenberg, wofür der Krummstab steht. Der Wellenbalken weist auf den dem Ortsnamen entsprechenden Ohmbach hin. Dieses Wappen genehmigte die Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz im Jahre 1971.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wartturm[Bearbeiten]

Der Ohmbacher Wartturm wurde 2005 etwas unterhalb des 375 m hohen Aussichtsberges Wartenstein errichtet und dient als Aussichtspunkt. Der Turm ist Teil des "Begehbaren Geschichtsbuches" das mit 3 Rundwanderwegen und vielen Sehenswürdigkeiten durch die Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg führt.

Wartturm

Vereine und Vereinigungen[Bearbeiten]

  • Freizeitclub
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Feuerwehr-Förderverein
  • Jugendfeuerwehr
  • Katholische Frauengemeinschaft
  • Kindergarten-Förderverein
  • Landfrauenverein
  • Obst-Garten-Natur- und Kulturverein
  • Pensionärverein
  • Reservistenkameradschaft
  • Sportverein
  • Sportverein-Förderverein
  • Schachclub
  • Turnverein

Religionen[Bearbeiten]

Die seit mittelalterlicher Zeit quer durch Ohmbach entlang des Weitersbach (auch Betzenbach genannt) verlaufende Landesgrenze zwischen dem Kurfürstentum Pfalz und dem Herzogtum Zweibrücken, war nicht nur die politische, sondern auch die kirchliche Entwicklung der beiden Ortsteile getrennt. Oberohmbach war vorwiegend protestantisch, Niederohmbach katholisch. 2012 waren ca. 40 % der Einwohner katholisch und 43 % evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.

Evangelische Christuskirche[Bearbeiten]

Die evangelische Kirche ist das älteste Bauwerk Ohmbachs aus dem 9. Jahrhundert. Von 1779 bis 1785 wurde die romanische Kirche auf Grund von Baufälligkeit durch eine barocke Hallenkirche ersetzt. Der mittelalterliche Turm wurde in den Grundprinzipien erhalten. In der Kirche befindet sich wohl die älteste Stummorgel im Landkreis Kusel.

Katholische Liebfrauenkirche[Bearbeiten]

Das katholische Gotteshaus wurde im Jahre 1969/70 erbaut und am 18. Oktober 1970, am Tag der Ohmbacher Kerwe eingeweiht. Die Kirche erhebt sich gleichsam als Gegenpol zur alten protestantischen Kirche oberhalb der Ohmbachtalaue.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Durch Ohmbach führt die Landesstraße 350 die Konken mit Brücken verbindet. Südöstlich verläuft die A 6, nordöstlich die A 62. In Glan-Münchweiler ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel. Buslinien der Saar-Pfalz-Bus GmbH verbindet Ohmbach mit den Bahnhöfen Homburg und Kusel.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 504
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ohmbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien