Kirchheim am Neckar

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirchheim am Neckar
Kirchheim am Neckar
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchheim am Neckar hervorgehoben
49.0438888888899.1463888888889178Koordinaten: 49° 3′ N, 9° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 178 m ü. NHN
Fläche: 8,53 km²
Einwohner: 5348 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 627 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74366
Vorwahl: 07143
Kfz-Kennzeichen: LB
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 040
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 78
74366 Kirchheim am Neckar
Webpräsenz: www.kirchheim-am-neckar.de
Bürgermeister: Uwe Seibold
Lage der Gemeinde Kirchheim am Neckar im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Kirchheim am Neckar ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Kirchheim am Neckar liegt in einer ehemaligen Schleife des Neckars, zwischen Heilbronn (16 km) und der Kreisstadt Ludwigsburg (21 km).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind im Nordwesten die Stadt Brackenheim, im Norden die Stadt Lauffen am Neckar, im Osten Neckarwestheim, alle drei im Landkreis Heilbronn, im Südosten Gemmrigheim, im Süden Walheim und im Westen Bönnigheim im Landkreis Ludwigsburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Kirchheim am Neckar gehören das Dorf Kirchheim am Neckar und das Gehöft Römerhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Kirchheim am Neckar wurde im Jahre 1003 erstmals in einer Urkunde des Kaisers Heinrich II. erwähnt. Kirchheim hatte den Status eines Reichsdorfes, dessen Bürger keine Leibeigenen waren und keine Frondienste leisten mussten. Mit dem zunehmenden Verfall der kaiserlichen Macht fürchteten die Kirchheimer die Begehrlichkeit des benachbarten Adels und stellten sich um 1400 freiwillig unter den Schutz der Grafen von Württemberg. Graf Eberhard V. bestätigte 1477 die Rechte Kirchheims in einem Freiheitsbrief gegen Zahlung einer jährlichen Steuer.

Religionen[Bearbeiten]

Evang. Mauritiuskirche

Seit Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert ist Kirchheim überwiegend protestantisch geprägt. Neben der evangelischen Mauritiuskirche gibt es aber inzwischen mit der Marienkirche auch wieder eine römisch-katholische Kirche im Ort. Das Christliche Centrum Kirchheim hingegen gehört zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Neben den bereits erwähnten Kirchen gibt es auch eine Moschee.

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten]

Kirchheim am Neckar hat einen hohen Anteil an Einwanderern und mit 24,3 % (Stand 2011[3]) den höchsten Ausländeranteil in der Region Stuttgart.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus Kirchheim

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,65 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  WGK1 6 Sitze (38,78 %)
  CDU2 4 Sitze (24,80 %)
  Die Unabhängigen3 3 Sitze (24,68 %)
  SPD4     1 Sitz  (11,75 %)

Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

1Wählergemeinschaft Kirchheim, 2Bürger für Kirchheim - CDU, 3Unabhängige Wählervereinigung Kirchheim, 4SPD... und andere aufgeschlossene Menschen

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen zeigt in Blau eine eintürmige silberne Kirche mit Dachreiter. Die Gemeindeflagge ist weiß-blau. Wappen und Flagge wurden am 18. April 1966 verliehen.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Kirchheim am Neckar unterhält seit 1997 freundschaftliche Beziehungen zu Piolenc in der Provence in Frankreich.

Patenschaft[Bearbeiten]

1986 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Gemeinde Stangendorf im Schönhengstgau übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Neckartor

Kirchheim liegt an der Württemberger Weinstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Kirchheim ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Großlage Stromberg im Bereich Württembergisch Unterland des Weinbaugebietes Württemberg zählen.

RegionalBahn von Stuttgart vor dem Kirchheimer Tunnel

Verkehr[Bearbeiten]

Mit der Anschlussstelle Mundelsheim der Bundesautobahn 81 ist die Gemeinde an das Autobahnnetz angeschlossen. Die Bundesstraße 27 verläuft durch Kirchheim.

Der Ort liegt an der Frankenbahn (StuttgartWürzburg), Haltepunkt ist der Bahnhof Kirchheim (Neckar). Es gibt ungefähr im Halbstunden-Takt Verbindungen mit RegionalBahn-Zügen in Richtung Stuttgart und in Richtung Heilbronn. Busverbindungen bestehen nach Bönnigheim, Gemmrigheim, Walheim und Besigheim.

Auch mit dem Schiff ist Kirchheim zu erreichen, die Neckar-Personenschifffahrt bedient die Anlegestelle unterhalb des Bahnhofs.

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (Schule auf dem Laiern). Daneben gibt es noch je zwei kommunale und evangelische sowie einen römisch-katholischen Kindergarten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirchheim am Neckar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 400–401
  3. Statistisches Landesamt B-W.