Sachsenheim

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde in Deutschland, zum Ort in Österreich siehe Sachsenheim (Elixhausen).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sachsenheim
Sachsenheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sachsenheim hervorgehoben
48.969.0647222222222246Koordinaten: 48° 58′ N, 9° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 57,92 km²
Einwohner: 17.616 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 304 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74343
Vorwahlen: 07147 und 07046Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LB, VAI
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 076
Adresse der
Stadtverwaltung:
Äußerer Schloßhof 5
74343 Sachsenheim
Webpräsenz: www.sachsenheim.de
Bürgermeister: Horst Fiedler
Lage der Stadt Sachsenheim im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Sachsenheim liegt im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg und hat ca. 17.000 Einwohner. Sie gehört zur Randzone des Einzugsgebietes von Stuttgart.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Sachsenheim ist eine Flächengemeinde mit einer Südost-Nordwest-Ausdehnung von etwa 17 Kilometern. Groß- und Kleinsachsenheim liegen an der Einmündung des Kirbachs in die Metter, die im benachbarten Bietigheim-Bissingen in die Enz mündet. Das Stadtzentrum liegt etwa 14 km von der Kreisstadt Ludwigsburg entfernt. Die Ortsteile Hohenhaslach, Ochsenbach/Kirbachhof, Spielberg und Häfnerhaslach liegen im Tal des Kirbachs im südwestlichen Teil des Strombergs. Die Ortsmitte von Großsachsenheim liegt auf ca. 250 m Höhe. Höchster Punkt ist der Baiselsberg bei Hohenhaslach mit 477 m, tiefster Punkt die Metter an der Grenze zu Bietigheim-Bissingen mit 196 m.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Sachsenheim besteht aus den Stadtteilen Großsachsenheim, Kleinsachsenheim, Hohenhaslach, Ochsenbach, Spielberg und Häfnerhaslach. Die Stadtteile sind ehemalige Gemeinden gleichen Namens, in den Stadtteilen Hohenhaslach, Ochsenbach, Spielberg und Häfnerhaslach sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und einem Ortsvorsteher als dessen Vorsitzendem eingerichtet. Zum Stadtteil Großsachsenheim gehören die Stadt Großsachsenheim, der Weiler Egartenhof und das Haus Eichwald. Zum Stadtteil Häfnerhaslach gehören das Dorf Häfnerhaslach sowie die abgegangene Ortschaft Heimburg. Zum Stadtteil Hohenhaslach gehören das Dorf Hohenhaslach, herzogliche Domäne und Weiler Rechentshofen und das Haus Kelterle. Zum Stadtteil Kleinsachsenheim gehören das Dorf Kleinsachsenheim und das Haus Obere Mühle sowie die abgegangene Ortschaft Borzingen. Zum Stadtteil Ochsenbach gehören das Dorf Ochsenbach, der Weiler Kirbachhof und das Haus Bromberg sowie die abgegangenen Ortschaften Nirbenhof (Unterbromberg) und Schippach. Zum Stadtteil Spielberg gehört das Dorf Spielberg.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte, Gemeinden und Ortsteile grenzen an die Stadt Sachsenheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Bönnigheim, Freudental, Löchgau, Bietigheim-Bissingen, Unterriexingen (Stadt Markgröningen), Oberriexingen, Sersheim, Vaihingen an der Enz (alle Landkreis Ludwigsburg), Sternenfels (Enzkreis), Zaberfeld, Pfaffenhofen, Güglingen und Cleebronn (alle Landkreis Heilbronn).

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichte Sachsenheims[Bearbeiten]

Ruine Altsachsenheim über dem Enztal

Sachsenheim wird 1090 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt von dem Geschlecht der Herren von Sachsenheim, die ihren Stammsitz auf der Burg und heutigen Ruine Altsachsenheim hatten. Um 1400 wurde der Sitz in das neu erbaute Wasserschloss Sachsenheim in der heutigen Stadt verlegt. 1495 werden Sachsenheim die Stadtrechte verliehen. Der gotische Bau des Wasserschlosses brannte im Jahr 1542 ab und wurde von Reinhard von Sachsenheim im Stil der Renaissance wieder aufgebaut. 1561 ging die Stadt an Württemberg und wurde Amtsstadt, später Oberamtsstadt.

Die Stadt verlor während und nach dem Dreißigjährigen Krieg rund die Hälfte ihrer Einwohner. Auch im 18. und 19. Jahrhundert sorgten Missernten und Hungersnöte (u.a. Hungerkatastrophe von 1816/17) für weitere Rückgänge der Einwohnerschaft. Sachsenheim wurde zu einem rein landwirtschaftlich geprägten Dorf. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Oberamt Sachsenheim aufgelöst und der Ort kam zum Oberamt Vaihingen, aus dem 1934 der Landkreis Vaihingen wurde. Der wirtschaftliche Aufschwung begann mit dem Anschluss an die Eisenbahn im Jahr 1853 und der nachfolgenden Industrialisierung. Im Zweiten Weltkrieg befand sich südöstlich von Großsachsenheim ein Flugplatz der Luftwaffe.[3] Sein Ausbau erfolgte mit Zwangsarbeitern durch die Organisation Todt und 1944/45 auch mit KZ-Häftlingen. Beim Flugplatz entstand außerdem ein „Krankenlager“ als zentrales Sammellager für schwerkranke Zwangsarbeiter u. a. aus dem nahen Durchgangslager Bietigheim, wo 668 osteuropäische Zwangsarbeiter, unter ihnen 23 Kinder und 33 Jugendliche, den Tod fanden.[4]

Am 1. Dezember 1971 wurde Kleinsachsenheim nach Großsachsenheim eingemeindet. Nur wenige Tage zuvor, am 24. November, hatte Großsachsenheim im Hinblick auf die bevorstehende Eingemeindung seinen Namen in „Sachsenheim“ geändert. Am 1. Januar 1973 erfolgte dann die Eingemeindung von Hohenhaslach, Ochsenbach, Spielberg und Häfnerhaslach.

Geschichte der Stadtteile[Bearbeiten]

Großsachsenheim von Norden
Kleinsachsenheim von Süden
Hohenhaslach von Südwesten
Spielberg von Westen
Ochsenbach von Westen
Häfnerhaslach von Süden

Kleinsachsenheim[Bearbeiten]

Kleinsachsenheim wird erstmals im Jahr 1140 urkundlich erwähnt. Von Anfang an bestand eine enge Beziehung zu Großsachsenheim. Es wird vermutet, dass Kleinsachsenheim von einer Seitenlinie der Herren von Sachsenheim gegründet wurde. Die so genannte Kleinsachsenheimer Linie baute in Kleinsachsenheim eine Burg, später ein Schloss. Beide Bauten sind nicht mehr vorhanden. 1561 ging auch Kleinsachsenheim an Württemberg. Die wirtschaftlichen Krisenzeiten im 17. und 18. Jahrhundert überstand der Ort besser als das benachbarte Großsachsenheim und war zu dieser Zeit zeitweise das größere der beiden „Sachsenheims“, was man auch daran erkennen kann, dass die Kleinsachsenheimer Kelter komplett, die Großsachsenheimer nur teilweise aus steinernen Mauern bestand.

Kleinsachsenheim war früher außerdem von mehreren Türmen und einer Ringmauer umgeben, was für Dörfer eher unüblich war. 1971 schlossen sich die beiden Orte zusammen.

Hohenhaslach[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hohenhaslach

Im Jahr 800 wurden Grundstücke in Haselahe dem Kloster Lorsch geschenkt. Als Haselahe bzw. Haslach verstand man damals den heute Kirbach genannten Bach und sein gesamtes Tal. Die älteste Siedlung innerhalb dieser Markung könnte wohl Niederhaslach sein, jedoch ist in den frühen Quellen stets nur von Haslach die Rede. Die unterschiedlichen Ortsnamen Niederhaslach, Oberhaslach und Häfnerhaslach bildeten sich erst im Lauf der Zeit aus. 1283 wurde erstmals zwischen Haselach superiori et inferiori (Hohenhaslach und Niederhaslach) unterschieden. Lange Zeit war Hohenhaslach der größte und bedeutendste der heutigen Teilorte Sachsenheims. Aufgrund des wehrhaften Ausbaus wurde der Ort im 14. Jahrhundert als Stadt bezeichnet, in der Gadnerschen Forstlagerkarte von 1585 ist Hohenhaslach der größte der Orte.

Bis Mitte des 13. Jahrhunderts gehörten Hohen-, Mittel- und Niederhaslach mit Horrheim und Ensingen zur Herrschaft der Herren von Eselsburg, die um 1230 das Kloster Rechentshofen stifteten. Nach deren Aussterben um 1252 ging ihr Besitz über die Heirat einer Eselsburg-Tochter an die Grafen von Vaihingen über, mit deren Aussterben 1356 an das Haus Württemberg.

Häfnerhaslach[Bearbeiten]

Häfnerhaslach geht wohl auf ein 1138 erwähntes Hofgut im Talgrund in Haslach zurück, das das Stift Speyer dem Kloster Odenheim überließ. Der Ort wurde 1403 erstmals urkundlich auch Häfnerhaslach genannt. Der Ortsname geht entweder auf den Beruf des Häfners oder aber die im 15. Jahrhundert dort belegte Familie Heffner zurück. 1443 kaufte Graf Ludwig von Württemberg das Dorf dem Zisterzienserinnenkloster Frauenzimmern ab.

Ochsenbach[Bearbeiten]

Ochsenbach ist seit 1268 urkundlich belegt. 1664 ließ Herzog Eberhard III. ein Jagdschloss bauen, von dem jedoch nur noch Reste vorhanden sind. Zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser (das älteste Haus stammt aus dem Jahr 1559) zeugen von dem Wohlstand des Weinbauorts. Bekannt ist Ochsenbach auch durch seine Fossilienfunde: 1936 fand Otto Linck das Skelett eines frühen Plateosaurus. Es ist der älteste Plateosaurus, der bislang in Europa gefunden wurde.

Spielberg[Bearbeiten]

Spielberg ist das kleinste der drei Walddörfer und wird erstmals 1161 urkundlich erwähnt.[5]

Religionen[Bearbeiten]

Seit der Einführung der Reformation in Württemberg im 16. Jahrhundert sind die heutigen Stadtteile von Sachsenheim überwiegend evangelisch geprägt. In den verschiedenen Stadtteilen gibt es vier Pfarrämter der Evangelischen Landeskirche mit insgesamt fünf Kirchen. Außerdem gibt es in Kleinsachsenheim und Hohenhaslach je eine evangelisch-methodistische Kirche und in Großsachsenheim die Volksmission entschiedener Christen sowie die landeskirchliche Süddeutsche Gemeinschaft. Dazu gibt es seit dem frühen 20. Jahrhundert noch drei neuapostolische Gemeinden in Großsachsenheim, Kleinsachsenheim und Hohenhaslach.

Seit nach dem Zweiten Weltkrieg deutschstämmige Heimatvertriebene aus Osteuropa in Sachsenheim ansässig wurden, gibt es auch wieder eine römisch-katholische Pfarrgemeinde. Vorher war das Stadtpfarramt Bietigheim für die nähere Umgebung zuständig. Heute umfasst die katholische Gemeinde mit der Franziskuskirche in Großsachsenheim auch die Filialkirche Zum Heiligen Kreuz in Ochsenbach.

Seit 1997 existiert der türkisch-islamische Kultur- und Sportverein DITIB Mimar Sinan Moschee in Sachsenheim. Das Vereinsheim umfasst auch eine Moschee im osmanisch-türkischen Stil.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Sachsenheim hat seit der letzten Wahl 21 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte zu folgendem Ergebnis:[6]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 51,44 %
 %
40
30
20
10
0
34,35 %
32,64 %
17,07 %
15,94 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,05 %p
+0,45 %p
+6,57 %p
-2,47 %p
-0,51 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 34,4 8 38,4 10
FWV Freie Wählervereinigung Sachsenheim 32,6 7 32,2 7
GLS Grüne Liste Sachsenheim 17,1 3 10,5 2
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 15,9 3 18,4 4
EB Einzelbewerber 0,5
gesamt 100,0 21 100,0 23
Wahlbeteiligung 51,4 % 50,6 %

Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 2003 ist Horst Fiedler Bürgermeister von Sachsenheim. Am 6. Februar 2011 wurde er mit 91,2 % der Stimmen wiedergewählt. Sein einziger Gegenkandidat Rüdiger Widmann erreichte 6,4 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 31,3 %.[7]

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Die Stadt führt auch nach der Umbenennung und den Eingemeindungen das Wappen und die Flagge von Großsachsenheim. Dieses zeigt „in Silber unter einer liegenden schwarzen Hirschstange ein rotes Büffelgehörn mit Grind“. Die Büffelhörner sind bereits Teil des Wappens der Herren von Sachsenheim (erstmals dokumentiert im Jahr 1284). Am 6. September 1966 wurde Großsachsenheim zudem eine Flagge in den Farben Rot-Weiß verliehen.

Die in Sachsenheim aufgegangenen Gemeinden hatten eigene Wappen:

  • Häfnerhaslach: In Blau ein goldener Tonkrug zwischen zwei unten schräggekreuzten goldenen Haselnusszweigen.
  • Hohenhaslach: In gespaltenem Schild vorne in Gold drei liegende schwarze Hirschstangen übereinander, hinten in Gold auf grünem Berg ein aufrecht sitzender roter Hase. Am 15. Februar 1956 erhielt Hohenhaslach zudem eine Flagge in den Farben Rot-Gelb.
  • Kleinsachsenheim: In Rot zwei silberne Büffelhörner mit silbernem Grind, dazwischen ein silbernes Schwert.
  • Ochsenbach: In Silber auf grünem Boden ein stehender roter Ochse.
  • Spielberg: In Gold ein auf grünem Dreiberg sitzender, grün gekleideter Hirte mit roten Schuhen, roter Hirtentasche und roter Hutfeder, der auf einem naturfarbenen bocksförmigen Dudelsack mit roten Flöten und rotem Mundstück bläst.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Mit Valréas, Frankreich, besteht seit 1994 eine Städtepartnerschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Ortsteile im Kirbachtal liegen an der Württemberger Weinstraße. In Ochsenbach gibt es einen kulturhistorischen Weinlehrpfad und eine historische, renaturierte Weinlage mit Trockenmauern und seltenen Pflanzen und Insekten, den Ochsenbacher Geigersberg.

Museen[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über ein Stadtmuseum, das sich mit der Geschichte der Stadt und ihrer Stadtteile beschäftigt. In Kleinsachsenheim gibt es zudem ein Feuerwehrmuseum.

Bauwerke[Bearbeiten]

Fachwerkhäuser an der Dorfstraße von Ochsenbach
Das Großsachsenheimer Wasser-Schloss von Osten
Der Äußere Schlosshof in Großsachsenheim
Das evangelische Pfarramt in Großsachsenheim
Der Großsachsenheimer Bahnhof
  • Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist das Wasserschloss in Großsachsenheim. Erbaut im 14. Jahrhundert, abgebrannt 1542 und neu errichtet im Jahr 1544. Nach einer Sage soll beim Brand des ersten Schlosses der Schlossgeist „Klopferle“ seine Finger im Spiel gehabt haben. Das Klopferle ist als Steinfigur am Toreingang des Schlosses verewigt. 1952 wurde das Schloss von der Stadt Großsachsenheim erworben und ist seit 1962 Rathaus.
  • Evangelische Stadtkirche „St. Fabian und Sebastian“ in Großsachsenheim, ehemalige Wehrkirche, erstmals 1265 erwähnt
  • Reste der alten Stadtmauer mit Wehrturm (Sachsenheim war allerdings nie komplett mit einer Stadtmauer umgeben)
  • Ruine Altsachsenheim über dem Enztal nahe Untermberg
  • Evangelische Stadtkirche Kleinsachsenheim, ehemalige Wehrkirche (Schießschartenöffnungen am Kirchturm), umgebaut 1460 und 1619, Wiederaufbau 1948-1950
  • Rathaus Kleinsachsenheim, Fachwerkbau, 1614 erstmals erwähnt
  • Pfarrkirche „St. Georg“ Hohenhaslach, um 1230. Wertvolle frühgotische Fresken (entdeckt bei der Innenrenovierung 1957)
  • Dorfstraße Ochsenbach, Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert
  • Evangelische Pfarrkirche „Unserer lieben Frau“ Ochsenbach, um 1290 erbaut, gotische Fresken von 1430
  • Evangelische Kirche „St. Remigius“ Häfnerhaslach, gotischer Chor mit Kreuzrippengewölbe, Fresken (um 1400)
  • Rundlingstraße Häfnerhaslach, Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert
  • In Rechentshofen sind Reste des Klosters Rechentshofen erhalten, die im Wirtschaftshof der dortigen Domäne aufgingen
  • Nördlich von Ochsenbach befindet sich der Fernmeldeturm Brackenheim 1

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Urzelnlauf am Fasnetsamstag
  • Heimatfest im fünfjährigen Rhythmus
  • Krämermarkt in Hohenhaslach (immer am 1. Mai)
  • Sommer am Schloß (immer am 3. Juliwochenende)
  • Sachsenheimer Summer Special (immer am 3. Septemberwochenende)
  • Wengerter Advent am Panoramaweg in Hohenhaslach (immer am 1. Adventswochenende)
  • Weihnachtsmarkt im Äußeren Schloßhof (immer am 2. Advent)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten]

Die Stadtteile im Kirbachtal und Kleinsachsenheim blicken auf eine lange Weinbaugeschichte zurück. Ca. 250 Hektar der Gemarkungsfläche der Stadt bestehen aus Rebflächen. Die Lagen gehören zur Großlage „Stromberg“ im Bereich „Württembergisch Unterland“ des Weinbaugebietes Württemberg.

Verkehr[Bearbeiten]

Sachsenheim liegt rund 30 Kilometer von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Es gibt zwei Alten- und ein Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime.

Bildung[Bearbeiten]

Mit dem Lichtensterngymnasium, der Eichwald-Realschule Sachsenheim, der Burgfeldschule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule) und der Kraichertschule (Förderschule), alle in Großsachsenheim, der Kirbachschule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule) in Hohenhaslach und der Grundschule Kleinsachsenheim verfügt die Stadt über ein reichhaltiges Bildungsangebot. Außerdem gibt es sieben evangelische und drei städtische Kindergärten.

Unternehmen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 447–451.
  3. Wikimapia: Hier befand sich der Einsatzhafen „Großsachsenheim“. Die Lage der alten Start- und Landebahn soll auf Luftbildern immer noch sehr gut zu erkennen sein.
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 74, ISBN 3-89331-208-0.
  5. Website der Stadt Sachsenheim (Version vom 13. Juli 2009 im Internet Archive) zu Spielberg, abgerufen am 30. Juni 2011.
  6. Endgültige Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2009 mit Vergleichsangaben von 2004. Stadt Sachsenheim. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2012, abgerufen am 8. Februar 2012.
  7. Vorläufiges Endergebnis Bürgermeisterwahl 2011, http://www.sachsenheim.de/wDeutsch/aktuelles/meldungen/wahlen_wahlergebnis.php
  8. Übersicht der Regionaldirektionen der Kreissparkasse Ludwigsburg

Literatur[Bearbeiten]

  • Sachsenheim, Tor zum Stromberg, herausgegeben von der Stadt Sachsenheim, 1975
  • Die Mörin, Vierteljahrespublikation des Geschichtsvereins zur Heimatgeschichte

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Stadt Sachsenheim wurde bundesweit bekannt, als publik wurde, dass die Terroristen Christian Klar, Knut Folkerts und Günter Sonnenberg sich mehrere Wochen in dem Wohn- und Geschäftskomplex gegenüber dem Bahnhof eingerichtet hatten. Hier fanden die Polizisten, nach dem Anschlag auf Siegfried Buback, später den Fluchtwagen – einen silbergrauen Alfa Romeo Giulia – und führten daraufhin eine Durchsuchung in großem Stile durch.

Entenwick ist eine Koboldfigur aus Sachsenheim.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sachsenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien