Mundelsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mundelsheim
Mundelsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mundelsheim hervorgehoben
499.2063888888889195Koordinaten: 49° 0′ N, 9° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 195 m ü. NN
Fläche: 10,2 km²
Einwohner:

3.154 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 309 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74395
Vorwahl: 07143
Kfz-Kennzeichen: LB
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 053
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hindenburgstraße 1
74395 Mundelsheim
Webpräsenz: www.mundelsheim.de
Bürgermeister: Holger Haist
Lage der Gemeinde Mundelsheim im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Mundelsheim ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Mundelsheim liegt an einer Schleife des Neckars zwischen Hessigheim und Pleidelsheim auf einer Höhe zwischen 182 und 334 Metern.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zu Mundelsheim gehören das Dorf Mundelsheim, der Weiler Schreyerhof und das Haus Ziegelhütte sowie die abgegangenen Ortschaften Tiefenbach und Seelhofen.[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Um die Zeit der Geburt Christi herum besiedelten die Kelten das Neckartal. Mit dem Einfall der Römer wurde das Gebiet dem römischen Reich eingegliedert. Von der Herrschaft der Römer zeugen die Überreste eines Mithras-Tempels auf dem Gelände des Industriegebietes Ottmarsheimer Höhe. Dieser Tempel gehörte zu einer umfangreichen römischen Siedlung, die seit den 1990er Jahren dort bei Sicherungsgrabungen des Landesdenkmalamtes untersucht wurde. Ein römischer Gutshof wurde bereits beim Bau der Bundesautobahn 81 entdeckt. Um 500 nach Christus begann die Herrschaft der Alemannen; es war ein alemannischer Adeliger namens Mundolf, der dem Ort seinen heutigen Namen gab: „Mundolfsheim“, was im Sprachgebrauch im Laufe der Jahrhunderte zu „Mundelsheim“ verändert wurde. Im Jahr 1245 wurde der Ort „Mundelsheim“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt, seit 1422 besaß Mundelsheim das Stadtrecht. Damals war der Ort im Besitz der Markgrafen von Baden. Diese verkauften ihn 1595 an Württemberg. Bis 1807 war Mundelsheim Sitz eines Amtes, das dann im Oberamt Marbach aufging. Als dieses 1938 im Zuge der Kommunalreform aufgelöst wurde, fiel der Ort an den Landkreis Ludwigsburg, dem er seither angehört.

[Bearbeiten] Religionen

Seit Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert ist Mundelsheim protestantisch geprägt.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Nach der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,58%. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Bürgerliche Wählervereinigung Mundelsheim 4 Sitze (35,55%)
  Freie Bürgerliche Wählervereinigung 4 Sitze (31,90%)
  Freie Wählervereinigung Mundelsheim 3 Sitze (23,50%)
  CDU     1 Sitz  (9,05%)

Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

[Bearbeiten] Wappen und Flagge

Das Gemeindewappen zeigt in Rot unter einer liegenden schwarzen Hirschstange eine aufgehobene silberne Rechthand. Das Wappen wurde nach dem Übergang an Württemberg eingeführt und zeigt wohl eine zum Untertaneneid erhobene Schwurhand; die Hirschstange steht für die Zugehörigkeit zu Württemberg.

Die Gemeindeflagge ist weiß-rot und wurde am 4. August 1980 verliehen.

[Bearbeiten] Partnerschaften

Mundelsheim unterhält seit 1974 freundschaftliche Beziehungen zu La Motte-Servolex in Savoyen, Frankreich.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Mundelsheim liegt an der Württemberger Weinstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

  • Nikolauskirche von 1602 mit klassizistischem Kirchturm von 1836 und Weimer-Orgel von 1784
  • ehemalighe Pfarrkirche St. Kilian, heute Friedhofskirche
  • Historische Bausubstanz mit Fachwerkhäusern aus der Barockzeit
  • Historischer Stadtrundgang
  • Großbottwarer Tor (ehemaliges Stadttor) mit Torhäusle
  • Höldelin-Apotheke
  • Backhaus von 1838

[Bearbeiten] Museen

In der Stiftscheuer gibt es ein Weinbaumuseum.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft Mundelsheims ist, wie die der ganzen Region, durch den Wein- und Obstanbau geprägt. Eine sehr bekannte Weinlage ist der Mundelsheimer Käsberg. Wie auch die anderen Lagen „Mühlbächer“ und „Rozenberg“ gehört er zur Großlage Schalkstein im Bereich Württembergisch Unterland des Weinbaugebietes Württemberg.

[Bearbeiten] Verkehr

Mundelsheim ist durch die Bundesautobahn 81 an das überregionale Straßennetz angebunden. Beliebt bei Fahrradfahrern ist der Neckartal-Radweg.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes

Folgende bekannte Persönlichkeiten stammen aus Mundelsheim:

  • Namosh (* 1981), deutscher Musiker, Sänger und Performance-Künstler kurdischer Abstammung

[Bearbeiten] Literatur

  • Mundelsheim – Weinort am Neckar. Geschichte. Landschaft. Menschen. 1994, ISBN 978-3980417709 (Vertrieb über die Gemeinde).

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Mundelsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 386–387
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