Mundelsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mundelsheim
Mundelsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mundelsheim hervorgehoben
499.2063888888889195Koordinaten: 49° 0′ N, 9° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 195 m ü. NHN
Fläche: 10,2 km²
Einwohner: 3226 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 316 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74395
Vorwahl: 07143
Kfz-Kennzeichen: LB
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 053
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hindenburgstraße 1
74395 Mundelsheim
Webpräsenz: www.mundelsheim.de
Bürgermeister: Holger Haist (FDP)
Lage der Gemeinde Mundelsheim im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Mundelsheim ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg, etwa 30 km nördlich von Stuttgart und 20 km südlich von Heilbronn, am Neckar gelegen. Sie gehört zur Metropolregion Stuttgart.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Mundelsheim liegt an einer Schleife des Neckars zwischen Hessigheim und Pleidelsheim auf einer Höhe zwischen 182 und 334 Metern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Mundelsheim gehören das Dorf Mundelsheim, der Weiler Schreyerhof und das Haus Ziegelhütte sowie die abgegangenen Ortschaften Tiefenbach und Seelhofen.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbarorte Mundelsheims sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen): Hessigheim, Ottmarsheim (Stadtteil von Besigheim), Neckarwestheim, Großbottwar, Höpfigheim (Stadtteil von Steinheim an der Murr), Pleidelsheim und Kleiningersheim (Ortsteil von Ingersheim). Bis auf Neckarwestheim (Landkreis Heilbronn) gehören alle zum Landkreis Ludwigsburg. Zusammen mit Besigheim, Freudental, Gemmrigheim, Hessigheim, Löchgau und Walheim bildet Mundelsheim den Gemeindeverwaltungsverband Besigheim. Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirk des Amtsgerichts Besigheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Um die Zeit der Geburt Christi herum besiedelten die Kelten das Neckartal. Mit dem Einfall der Römer wurde das Gebiet dem römischen Reich eingegliedert. Von der Herrschaft der Römer zeugen die Überreste eines Mithras-Tempels auf dem Gelände des Industriegebietes Ottmarsheimer Höhe. Dieser Tempel gehörte zu einer umfangreichen römischen Siedlung, die seit den 1990er Jahren dort bei Sicherungsgrabungen des Landesdenkmalamtes untersucht wurde. Ein römischer Gutshof wurde bereits beim Bau der Bundesautobahn 81 entdeckt.

Um 500 nach Christus begann die Herrschaft der Alemannen; es war ein alemannischer Adeliger namens Mundolf, der dem Ort seinen heutigen Namen gab: „Mundolfsheim“, was im Sprachgebrauch im Laufe der Jahrhunderte zu „Mundelsheim“ verändert wurde. Im Jahr 1245 wurde der Ort „Mundelsheim“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Nach dem Zerfall des Herzogtums Schwaben kam der Ort in den Besitz der Markgrafen von Baden. Diese gaben ihn im 13. Jahrhundert den Herren von Urbach zu Lehen. Im Jahre 1422 verlieh Kaiser Sigismund Mundelsheim die Stadtrechte. Die Herren von Urbach beteiligten sich an vielen Raubüberfällen auf reisende Kaufleute. Deshalb rückten die Reichsstädte Heilbronn und Schwäbisch Hall im Jahre 1440 mit einem Heer von 600 Mann zu Pferd gegen Mundelsheim vor und zerstörten den Ort.

1595 wurde Mundelsheim an das Haus Württemberg verkauft. Bis 1806 war Mundelsheim Sitz eines Amtes, das zunächst im Oberamt Beilstein und dann im Oberamt Marbach aufging. Als dieses 1938 im Zuge der Kommunalreform aufgelöst wurde, fiel der Ort an den Landkreis Ludwigsburg, dem er seither angehört.

Religionen[Bearbeiten]

Seit Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert ist Mundelsheim protestantisch geprägt. Die evangelische Kirchengemeinde Mundelsheim gehört zum Kirchenbezirk Marbach. Außerdem gibt es in Mundelsheim die katholische Kirchengemeinde St. Wolfgang sowie eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,58 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Bürgerliche Wählervereinigung Mundelsheim 4 Sitze (35,55 %)
  Freie Bürgerliche Wählervereinigung 4 Sitze (31,90 %)
  Freie Wählervereinigung Mundelsheim 3 Sitze (23,50 %)
  CDU     1 Sitz  (9,05 %)

Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister ist gemäß der baden-württembergischen Gemeindeordnung Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Gemeindeverwaltung. Er ist hauptamtlicher Beamter auf Zeit und wird von den wahlberechtigten Mundelsheimer Bürgern direkt für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. 1930 änderte die württembergische Gemeindeordnung die Amtsbezeichnung Schultheiß in Bürgermeister. Derzeitiger Amtsinhaber ist seit 2002 Holger Haist (FDP). Er wurde bei der Bürgermeisterwahl am 17. Oktober 2010 mit 98,79 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit bestätigt.[3]

Die seit 1889 amtierenden Schultheißen bzw. Bürgermeister waren:

  • 1889–1928: Heinrich Maulick
  • 1928–1938: Hermann Häberle
  • 1938–1945: Georg Hager
  • 1945–1948: Wendelin Rahner (von der alliierten Militärregierung zum Bürgermeister ernannt)
  • 1948–1966: Georg Hager
  • 1966–2002: Hans Wetzel
  • seit 2002: Holger Haist

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen zeigt in Rot unter einer liegenden schwarzen Hirschstange eine aufgehobene silberne Rechthand. Das Wappen wurde nach dem Übergang an Württemberg eingeführt und zeigt wohl eine zum Untertaneneid erhobene Schwurhand; die Hirschstange steht für die Zugehörigkeit zu Württemberg.

Die Gemeindeflagge ist weiß-rot und wurde am 4. August 1980 verliehen.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Mundelsheim unterhält seit 1974 freundschaftliche Beziehungen zu La Motte-Servolex in Savoyen, Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mundelsheim liegt an der Württemberger Weinstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Nikolauskirche[Bearbeiten]

Bis 1602 war die Nikolauskirche eine Kapelle und wurde erst zu diesem Zeitpunkt als Kirche ausgebaut. 1836 wurde der Turm abgetragen und mit Sandsteinen im klassizistischen Stil aufgebaut. Ein Schmuckstück im Inneren ist die Weimer-Orgel von 1784.

Kilianskirche[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kilianskirche (Mundelsheim)

Bereits 1247 wurde St. Kilian in einer Papstbulle erwähnt und gehörte zum Chorfrauenstift Oberstenfeld. 1440 durch ein Heer der freien Reichsstädte Heilbronn und Hall stark beschädigt und in heutiger größerer Form wieder aufgebaut, beherbergt sie sehenswerte spätgotische Fresken aus den Jahren 1460 bis 1470.

Großbottwarer Tor mit dem "Torhäusle"[Bearbeiten]

Als Zeichen des 1422 erteilten Stadtrechtes war Mundelsheim durch Tore, Mauern und Gräben befestigt. Das einzige erhaltene Tor ist das Großbottwarer Tor. Es war Teil der Ortsbefestigung und gleichzeitig Dienstwohnung des "Torschreibers".

Hölderlin-Apotheke[Bearbeiten]

Das Haus wurde 1747 von Pfarrer Magister Johann Leonhard Hölderlin (Onkel des Dichters Friedrich Hölderlin) errichtet. Der zweigeschossige Putzbau besitzt ein Mansardenwalmdach im Stil des Barock. Seit 1832 wird hier eine Apotheke betrieben, die dem Gebäude den Namen gab.

Gemeindebackhaus[Bearbeiten]

Das ältere der beiden noch vorhandenen Gemeindebackhäuser wurde aufgrund einer herzoglichen Anordnung zur Brandverhütung im Jahr 1838 errichtet. Es wird heute noch regelmäßig als Backhaus genutzt.

Historischer Ortsrundgang[Bearbeiten]

Der historische Ortsrundgang mit 24 Objekten im Ortskern und weiteren Sehenswürdigkeiten im Außenbereich vermittelt einen Einblick in die Geschichte des Ortes. Der Rundgang beginnt auf dem Marktplatz vor dem Bürgerhaus. Dort befindet sich eine Übersichtstafel, auf der alle Objekte verzeichnet sind. An den Gebäuden und Denkmalen befinden sich Hinweistafeln mit kurzen Erläuterungen.

Museum in der Stiftsscheuer[Bearbeiten]

Der Geschichtsverein Mundelsheim hat in der ehemaligen Zehntscheuer des Stiftes Oberstenfeld eine Weinbauausstellung eingerichtet. Auf Schautafeln und in Vitrinen werden den Besuchern die geschichtlichen Hintergründe erläutert. Als weitere Stationen sind eine Küfer- und eine Wagnerwerkstatt eingerichtet.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Wein und Sound: in der Kelter, in der Regel im März
  • Käsbergfest: auf dem Käsbergweg in der Weinlage Käsberg, immer am 1. Samstag im Mai (wenn dieser auf den 1. Mai fällt, dann am darauf folgenden Samstag), seit 2012 an 2 Tagen (Freitag und Samstag)
  • Böcklerfest: auf der Freizeitanlage Böckler in den Weinbergen, immer an Christi Himmelfahrt und Sonntag darauf
  • Pfingstmarkt mit Handwerkerstraße: in der Ortsmitte auf dem Marktplatz und in der Hindenburgstraße, immer am Pfingstmontag
  • Weindorf: auf dem Marktplatz, immer am letzten Augustwochenende (im jährlichen Wechsel mit der Sichelhenket)
  • Neuer Wein und Zwiebelkuchen: vor dem Bürgerhaus auf dem Marktplatz, immer am 2. Sonntag im Oktober
  • Martinimarkt: in der Ortsmitte auf dem Marktplatz und in der Hindenburgstraße, immer am Samstag nach dem Buß- und Bettag
  • Herbst-Event - Weinprobiertage des Käsbergkellers: in der Käsberghalle, immer Ende November

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft Mundelsheims ist, wie die der ganzen Region, durch den Wein- und Obstanbau geprägt. Eine sehr bekannte Weinlage ist der Mundelsheimer Käsberg. Wie auch die anderen Lagen „Mühlbächer“ und „Rozenberg“ gehört er zur Großlage Schalkstein im Bereich Württembergisch Unterland des Weinbaugebietes Württemberg.

Verkehr[Bearbeiten]

Mundelsheim ist über Busverbindungen nach Besigheim und Freiberg an den Schienenverkehr angeschlossen. Besigheim verfügt über einen Bahnhof an der Frankenbahn (Stuttgart - Würzburg). Freiberg wird von der S-Bahn-Linie S4 (Marbach - Stuttgart) bedient.

Mundelsheim liegt direkt an der Bundesautobahn A 81 Heilbronn - Stuttgart mit eigener Autobahnanschlussstelle.

Auch mit dem Schiff ist Mundelsheim zu erreichen. Die Neckar-Personenschifffahrt unterhält direkt am Neckartal-Radweg eine Anlegestelle.

Medien[Bearbeiten]

Mundelsheim Aktuell, das Mitteilungsblatt und öffentliche Bekanntmachungsorgan der Gemeinde, erscheint einmal wöchentlich freitags. Über aktuelle Ereignisse in Mundelsheim berichten regelmäßig die Bietigheimer Zeitung, die Ludwigsburger Kreiszeitung, der Neckar- und Enzbote, die Marbacher Zeitung und die Stuttgarter Zeitung.

Öffentliche und soziale Einrichtungen[Bearbeiten]

Kindergärten[Bearbeiten]

In Mundelsheim gibt es drei Kindergärten: die beiden Gemeindekindergärten "Seelhofen" und "Dammweg" sowie einen evangelischen Kindergarten.

Ortsbücherei[Bearbeiten]

Die Ortsbücherei befindet sich in der Alten Schule. Für die Leser stehen Kinder- und Jugendbücher, Erwachsenenliteratur, informative Sachbücher, Reiseführer sowie Bücher zu den Themen Erziehung, Gesundheit, Haustiere, Garten, Basteln, Kochen und Backen zur Verfügung. Außerdem können Hörbücher, CDs und Spiele ausgeliehen werden.

Freibad[Bearbeiten]

Das in den Sommermonaten von Anfang Mai bis Mitte September geöffnete Freibad ist idyllisch am Neckar gelegen. Vorzüge des kleinen Bades sind das kristallklare und mineralhaltige Wasser mit angenehmen Temperaturen, erholsame Ruhe und ein interessant gestalteter Kinderspielbereich. Es besteht die Möglichkeit, Beach-Volleyball, Tischfußball und Tischtennis zu spielen. Im Eingangsbereich befindet sich ein Kiosk. Parkplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Gemeindepflegehaus[Bearbeiten]

Mit dem Gemeindepflegehaus des Alexander-Stifts verfügt die Gemeinde Mundelsheim über eine Dauerpflegeeinrichtung. Es vereint stationäre Pflege- und Kurzzeitpflegeplätze unter einem Dach. Hinzu kommen betreute Seniorenwohnungen.

Kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die evangelische Nikolauskirche befindet sich in der Schulgasse, ebenso das Pfarramt. Als Gemeindezentrum dient das CVJM-Haus in der Kappelstraße. Die evangelische Kilianskirche befindet sich auf dem Friedhof an der Ecke Kirchhofgasse/Kilianstraße.

Die katholische Kirche St. Wolfgang mit Gemeindezentrum befindet sich im Amselweg.

Die neuapostolische Kirche befindet sich im Fischerwert.

Bildung[Bearbeiten]

Mit der Georg-Hager-Schule verfügt Mundelsheim über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Die Hauptschule besteht aus den Klassen 7, 8 und 9. Hauptschüler/-innen der Klassen 5 und 6 besuchen die Partnerschule in Hessigheim. Weiterführende Schulen können in Besigheim besucht werden.

Ver- und Entsorgung[Bearbeiten]

Stromversorgung[Bearbeiten]

1896 wurde ein kleines Elektrizitätswerk von der Schlossbrauerei Mundelsheim errichtet, die jedoch 1902 Konkurs ging. 1905 wurde in der Neckarmühle ein Wasserkraftwerk in Betrieb genommen. Die Anlagen wurden 1907 an die Stadt Stuttgart verkauft.[4] Die Technischen Werke der Stadt Stuttgart waren bis 1985 Stromnetzbetreiber in Mundelsheim. Seitdem wird das Stromnetz von der Kawag betrieben, der heutigen Syna GmbH, einem Tochterunternehmen der Süwag Energie AG. Das Gewerbegebiet Ottmarsheimer Höhe wird von der EnBW Regional AG mit Strom versorgt.

Gasversorgung[Bearbeiten]

Eine Gasversorgung besteht nur im Gewerbegebiet Ottmarsheimer Höhe, wo ein Erdgasnetz von der EnBW Regional AG bzw. den Vorgängerunternehmen Technische Werke der Stadt Stuttgart AG und Neckarwerke Stuttgart AG seit 1989 betrieben wird.[5]

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Die Wasserversorgung Mundelsheims wurde früher über eigene Quellen sichergestellt. Wasserleitungen speisten die Dorfbrunnen wie beispielsweise den Rathausbrunnen. Eine zentrale Wasserversorgung wurde im Jahr 1896 errichtet. Bis 2004 erfolgte die Wassergewinnung ausschließlich aus eigenen Quellen und Brunnen. Seit dem Anschluss an die Bodensee-Wasserversorgung wird Mischwasser aus Eigenwasser und Bodenseewasser an die Bevölkerung abgegeben.[6] Das Wohngebiet Schreyerhof bezieht sein Trinkwasser über das Hessigheimer Ortsnetz von der Besigheimer Wasserversorgungsgruppe. Das Gewerbegebiet Ottmarsheimer Höhe erhält von der Bodensee-Wasserversorgung sein Trinkwasser.

Abwasserbeseitigung[Bearbeiten]

Die vorhandene mechanisch-biologische Kläranlage hat eine Kapazität von 8.300 EGW. Es sind drei Regenüberlaufbecken (Bauhof, Rathaus, Neckarstraße) vorhanden.[7] Das Wohngebiet Schreyerhof besitzt eine eigene Kläranlage mit einer Kapazität von 200 EGW. Das Gewerbegebiet Ottmarsheimer Höhe ist an die Kläranlage in Neckarwestheim angeschlossen. Sie hat eine Kapazität von 10.000 EGW.

Abfallentsorgung[Bearbeiten]

Die Abfallentsorgung wird von der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL) übernommen. Die AVL erfüllt im Auftrag des Landkreises Ludwigsburg die Aufgaben zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen.

Tourismus[Bearbeiten]

In Mundelsheim befinden sich zahlreiche Wanderwege, darunter der Käsbergweg mit Aussicht auf die bekannte Neckarschleife sowie fünf Wein- und Obstwanderwege, sechs Waldwanderwege und ein Wasser-Wanderweg.

Mundelsheim liegt am Neckartal-Radweg, der von Villingen-Schwenningen über Horb, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Heidelberg bis nach Mannheim rund 410 km entlang des Neckars führt.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Folgende bekannte Persönlichkeiten stammen aus Mundelsheim:

  • Namosh (* 1981), deutscher Musiker, Sänger und Performance-Künstler kurdischer Abstammung

Literatur[Bearbeiten]

  •  Mundelsheim – Weinort am Neckar. Geschichte. Landschaft. Menschen. 1995, ISBN 978-3980417709 (Vertrieb über die Gemeinde).
  •  Geschichtsverein Mundelsheim e. V.: Käsberg, Kälbling, Kappelstaffel. Auf den Spuren der Flur- und Ortsnamen in Mundelsheim. Mundelsheim 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mundelsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 386–387
  3. http://www.staatsanzeiger.de/politik-und-verwaltung/nachrichten/wahlen/buergermeisterwahlen/mundelsheim/
  4. Ernst Weste: Kleine Geschichte der Elektrizitätsversorgung von Mundelsheim. Stuttgart 1971.
  5. Ulrich Kett: 1845 - 1995. 150 Jahre Gasversorgung Stuttgart im Spiegel der Stadthistorie. Stuttgart 1995.
  6. Hans-Peter Winkler: Begegnungen mit Wasser – Entwicklung und Stand der zentralen Trinkwasserversorgung in Mundelsheim. Mundelsheim 2012.
  7. Gemeinde Mundelsheim: Kläranlage Mundelsheim. Mundelsheim 1977.