Löderburg

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51.87805555555611.53916666666767Koordinaten: 51° 52′ 41″ N, 11° 32′ 21″ O

Löderburg
Stadt Staßfurt
Wappen von Löderburg
Höhe: 67 m
Fläche: 19,84 km²
Einwohner: 3448 (1. Jan. 2014)
Eingemeindung: 1. März 2003
Postleitzahl: 39446 Löderburg, Staßfurt
Vorwahl: 039265
Löderburg (Sachsen-Anhalt)
Löderburg

Lage von Löderburg in Sachsen-Anhalt

Löderburg ist eine Ortschaft der Stadt Staßfurt im Salzlandkreis in der Magdeburger Börde in der Mitte Sachsen-Anhalts mit rund 3.500 Einwohnern. Löderburg liegt 34 Kilometer südlich von Magdeburg und 58 Kilometer nördlich von Halle. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1170 n. Chr., trat Löderburg nie groß in Erscheinung. Der Ort ist bereits seit 1600 eine Gemeinde, da er sich mit Athensleben zusammenschloss. Löderburg wurde bekannt durch den großen Salz- und Kohleabbau in der Region. Heute ist Löderburg einer der größten Ortsteile der Stadt Staßfurt, mit einer Fläche von 19,84 Quadratkilometern und einer Einwohnerzahl von 3448 Personen. Der Ort liegt an der Bode und besitzt zwei Übergänge darüber. Bei Löderburg liegt das Touristenzentrum „Am Löderburger See“, welches ein bedeutender Freizeitpunkt im Raum Staßfurt ist. [1]

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Geologie[Bearbeiten]

Stadt Staßfurt im Salzlandkreis

Löderburg liegt etwa 3,5 km in nordwestlicher Richtung vom Stadtkern Staßfurts entfernt. Als Folge des bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts betriebenen Bergbaus entstanden zahlreiche Seen (teilweise mit künstlicher Haltung des Wasserstandes), die das Gesicht des Ortes heute mitprägen. Am Ort verläuft die Bode in Süd-Nord-Richtung. Dieser Fluss entspringt im Harz und mündet bei Nienburg in die Saale. Die Kreisstraße 1303 stellt Verbindungen zur Landesstraße 71 her, die nur etwa 1 km vom Ort entfernt liegt, und in Atzendorf zu den Landesstraßen 70 und 50 führt.

Löderburg liegt an der Bode in der fruchtbaren Magdeburger Börde und ist dadurch umgeben von landwirtschaftlich genutzten Flächen, entlang der Ufer der Bode erstreckt sich ein schmales Waldgebiet. Um Löderburg liegen die Orte Lust und Athensleben im Norden, Neu Staßfurt im Osten, Atzendorf und Förderstedt im Nordosten und Staßfurt im Süden . Alle umliegenden Orte zählen wie Lust zum Stadtgebiet Staßfurts im Salzlandkreis.

Luftbild und Schematischer Aufbau Löderburgs

Nachbarortschaften und -gemeinden[Bearbeiten]

Wappen Loederburg.png Athensleben
3 km
Wappen Loederburg.png Lust (Staßfurt)
2,5 km
Wappen Atzendorf.png Atzendorf (Staßfurt)
7 km
Wappen Einheitsgemeinde Hecklingen.png Groß Börnecke
5 km
Nachbargemeinden Wappen Stassfurt.png Neu Staßfurt
1 km
Wappen Einheitsgemeinde Hecklingen.png Hecklingen
4 km
Wappen Einheitsgemeinde Hecklingen.png Gänsefurth
1 km
Wappen Stassfurt.png Staßfurt
2 km
Bode bei Löderburg
Bodebrücke Löderburg
Fußgänger Bodeübergang am Thie

Wasseranbindungen[Bearbeiten]

Flüsse[Bearbeiten]

Löderburg liegt direkt an der Bode. Der Ort besitzt einen Verkehrsübergang am Drachenschwanz und einen Fußgängerübergang am Thie. Die Bode war zudem einer der Hauptgründe zur Niederlassung und der damit folgenden Entstehung des Orts. In der Nähe des Ortes Ligen die Wehre von Staßfurt-Nord und Rothenförde.

Seen[Bearbeiten]

Löderburg besitzt mehrere Seen wie die Laake, den Salzteich, den Kreuzteich und den Seemann welche aus den ehemaligen Tagebauen um Löderburg entstanden, da sich diese nach ihrer Schließung mit Wasser füllten. Zudem kommt der umgebaute Löderburger See welcher ein Touristenzentrum ist, alle anderen Seen werden als Anglerseen genutzt, alle Seen sind reine Süßwasserseen.

Klima[Bearbeiten]

Der durchschnittliche Jahresniederschlag Löderburgs liegt bei etwa 500 mm. Gemessen am gesamtdeutschen Durchschnitt gilt das als niedrig; der Ort liegt noch im Regenschatten des Harzes. Der trockenste Monat ist der März, niederschlagreichster Monat ist Januar. Wärmster Monat ist der Juli, kühlster Monat ist laut Statistik der Januar.

Klimadiagramm Löderburgs[Bearbeiten]

Monatliche Klimadurchschnitte in Löderburg
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 4 8 13 18 22 24 23 20 14 7 3 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −3 −2 0 4 8 11 13 13 10 6 2 -2 Ø 5
Sonnenstunden (h/d) 1,0 2,0 3,0 5,0 6,0 7,0 7,0 6,0 5,0 3,0 1,0 1,0 Ø 3,9
Regentage (d) 17 15 13 14 14 13 14 13 13 14 15 15 Σ 170
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Löderburg hat ganzjährig ein gemäßigtes Klima mit kalten Wintern, warmen Sommern und milden Wechseljahreszeiten.

Geschichte[Bearbeiten]

1170 n. Chr. wurde Löderburg erstmals urkundlich erwähnt; zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Ludwigsburg in Löderburg errichtet, der spätere Namensgeber des Ortes; zudem besaß der Ort eine Kirche und ein Pfarrhaus. Um 1600 übernahm Löderburg die Verwaltung von Athensleben, das zu dieser Zeit ein kleiner Ort von Fischern und Kaufleuten war. Dies führte später zu einem Zusammenschluss der Orte und somit zu einem gemeinsamen Ortsherren. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wohnten ca. 46 steuerpflichtige Personen und deren Familien in Löderburg, die zu großen Teilen aus Bauern und Handwerkern bestanden. Zu dieser Zeit gab es nur wenige Verbindungen zu anderen Orten, da das Gebiet von großen Sümpfen umgeben war. 1726 und 1748 brachen Großbrände in Löderburg aus, die mehrere Gebäude und sogar die Kirche angriffen, es wurde aber niemand getötet.

Am 5. Mai 1809 zog Ferdinand von Schill, der auf dem Weg von Dessau nach Dodendorf bei Magdeburg war, mit seiner Garnison durch Löderburg. Dort begann dann die Schlacht bei Dodendorf. Voller Tatendrang schloss sich Schill der Löderburger Heyer an, der von da an nicht mehr nach Löderburg zurückkehrte. Heyer ist der heutige Namensgeber für die Heyerstraße am Thie in Löderburg. 1815 gehörte Löderburg zur Preußischen Provinz Sachsen, die in direkter Nähe eine Grenze des Gebiets zur Provinz Anhalt hatte. 1861 lebten in Löderburg bereits 852 Einwohner.

1877 wurde der Ortsteil Thie über einen Damm geographisch und politisch mit Löderburg verbunden, was dazu führte, dass Löderburg die erste Dorfschule bekam, die sich am Thie befand.

1848 begann der Bau des ersten Braunkohlenwerks in Löderburg; zu diesem Zeitpunkt lebten hier etwa 1.050 Einwohner. Nach dem großen Aufschwung durch die SalzSchächte und der Pottaschefabrik wuchs die Einwohnerzahl von Löderburg sehr schnell, im Jahr 1880 waren es bereits 1.918 Einwohner, durch den großen Einwohnerzuwachs wurde dann die erste Feuerwehr in Löderburg von Alexander von Boremsky gegründet. Und im Jahr 1900 wuchs die Einwohnerzahl auf 5.500 Personen. Der Aufschwung brachte auch infrastrukturelle Vorteile, es wurde die erste richtige Schule gebaut, eine Gemeindeverwaltung errichtet, und ein Gasthof in Löderburg gegründet. Doch nach der Schließung der Salzbergwerke ging die Einwohnerzahl wieder etwas zurück, im Jahr 1926 waren es dann nur noch 4.200 Einwohner und im Jahr 1928 3.785 Einwohner. 1885 begann der Bau der ersten festen Straßen in Löderburg und 1900 gab es eine Verbindung an die nach Staßfurt führende Staßfurter Straßenbahn, der Betrieb wurde allerdings 1957 eingestellt. 1945 wurde im Braunkohletagebau bei Löderburg wegen der Kohleknappheit immer weitere Möglichkeiten zum Kohleabbau entwickelt; dieser Standort war dabei bedeutend, als zum Beispiel Schüttelrutschen und Transportbänder erstmals eingesetzt wurden und bereits um 1939 genutzt war, außerdem begann hier die Einführung des Kurzstrebbruchbaues (1944) und des ersten Steigkettenförderers der DDR im Kurzstreb (1951). 1952 wurde der Tagebau wegen zu geringer Abgaben geschlossen. Infolge des Grubenunglücks im Jahr 1935 wurde, zum Gedenken an die Grubenarbeiter ein Kreuz errichtet, doch nach einigen Jahren zerfiel es und am 26. April 2004 wurde ein neues 7,5 m hohes Stahlkreuz am Ortsausgang errichtet. Nach der Schließung entstanden in den Gruben Seen, die heute als Anglerseen genutzt werden; der größte See ist der Löderburger See der etwa 400 m außerhalb von Löderburg liegt.

Infolge der DDR-Zeit entstanden in Löderburg neue infrastrukturelle Orte, wie das Großwohngebiet mit den für die DDR typischen Plattenbauten, der Sportplatz, eine Kindertagesstätte bzw. ein Schulhort, eine Kaufhalle, die noch heute steht, aber vom direkt daneben errichteten NP-Markt ersetzt wurde, und eine Sekundarschule, die heute als Wohnblock genutzt wird. Im Zuge einer Gebietsreform in Sachsen-Anhalt verlor Löderburg am 1. März 2003 seinen Status als eigenständige Gemeinde und ist seitdem ein Ortsteil der Stadt Staßfurt.[2] Zur früheren Gemeinde Löderburg gehörten auch die Ortschaften Athensleben, Lust und Rothenförde, die aber weiterhin das Wappen von Löderburg führen. Seit 2007 läuft ein umfangreiches Sanierungsprojekt in Löderburg, in dem alle Straßen neu saniert werden.

Namensentwicklung[Bearbeiten]

Die Namensentwicklung von Löderburg ist auf die Ludwigsburg zurückzuführen, auf der der Adlige Ludwig regierte und somit zur Entstehung des Ortes führte. Dadurch ergaben sich die folgenden Namen, die sich immer wieder nach der Deutschen Neuschreibweise richteten.

  • 1170 - Luderdeborch
  • 1180 - Luderdeburg
  • 1658 - Lödderburgk, Loderdeburgk, Loderburg, Loederburg
  • 1700 - Löderburg

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung von Löderburg hat sich im Laufe der Zeit immer an historischen Ereignissen orientiert, wie zum Beispiel um das 20. Jahrhundert und kurz zuvor ein großer Anstieg der Einwohnerzahl zu vermerken ist, was sich an der Bergbausituation zurückzuführen ist, oder der daraus folgende Abstieg nach der schließung der Bergwerke oder Tagebaue.

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Einwohnerentwicklung Löderburgs (tabellarisch)[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1817 493
1820 467
1822 481
1825 484
1828 521
Jahr Einwohner
1831 520
1834 543
1837 553
1840 593
1843 592
Jahr Einwohner
1846 611
1849 643
1852 709
1855 720
1858 766
Jahr Einwohner
1861 852
1864 1004
1867 1050
1871 1285
1875 1526
Jahr Einwohner
1880 1918
1900 5500
1910 4603
1925 3880
1927 3825
Jahr Einwohner
1928 3785
1930 3876
1933 3490
1939 3262
2012 3448

Quelle: Website der Deutschen Gemeinden, Seite von Löderburg

Einwohnerentwicklung Löderburgs (graphisch)[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Bürger- und Schützenhaus Löderburg

Öffentliche Einrichtungen von Löderburg sind neben der Gemeindeverwaltung und der Feuerwehr der „Löderburger Hof“ und das Bürger- und Schützenhaus Löderburg, welches für Großveranstaltungen und Privatfeiern genutzt werden kann.

Jugend- und Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Der Ort verfügt über eine Vielzahl an Bildungs- und Jugendstätten wie zum Beispiel:

Bildungsstätten: Grundschule Löderburg (GSL)

KiTa/Hort: Kindertagesstätte Zwergenland

Jugend-Centren: Kinder- und Jugendzentrum Löderburg

Wohnlage[Bearbeiten]

Der zu DDR Zeiten errichtete neue Ortskern zeichnet sich durch eine große Anzahl an Wohnblocks aus, welche heute von der Umland-Wohnungsbaugesellschaft mbH und der Wohnungs- und Baugesellschaft mbH Staßfurt verwaltet werden. Zudem wurden die zwei großen Siedlungsgebiete ,Am Wasserturm und Friedrich-Wolf Siedlung neu errichtet, diese sind Siedlungsgebiete sind mit Einfamilienhäusern, zudem werden im Bereich der Seen um Löderburg neue Wohnviertel geschaffen. Der Ort spricht vor alle junge Familien mit Kindern an, da sich der Ort durch dein attraktives Wohnangebot auszeichnet, welches sich durch mehrere Wohnungen, Spielplätze, einer Kindertagesstätte und Schulhort abzeichnet.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Löderburg ist umgeben von guten landwirtschaftlichen Nutzflächen in der Magdeburger Börde mit Bodenwertzahlen von 90 und mehr. In der Region werden neben Zuckerrüben und Raps auch verschiedenste Getreidesorten angebaut.

NP Markt in Löderburg

Versorgung[Bearbeiten]

Im Ort befindet sich neben einem NP-Markt, der eine Grundversorgung an Lebensmitteln stellt, auch das Dönerbistro „Mac Döner“, welches ein breites Gastroangebot bietet. Zudem befinden sich in Staßfurt mehrere Discounter und Supermärkte; außerdem befinden sich im Ort drei Fleischereifachgeschäfte und zwei Backshops. Weiterhin befindet sich im Ort ein Allgemeinarzt, eine Physiotherapiepraxis, zwei Zahnärzte und eine Apotheke.

Verkehr[Bearbeiten]

Hauptstraße in Löderburg

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Der R1 verläuft auch durch Staßfurt. Rechts zu sehen ist der Fluss Bode
PKW-Verkehr[Bearbeiten]

Löderburg besitzt eine Anschlussstelle über Staßfurt an die A 14 Magdeburg–Halle–Dresden. Die autobahnähnliche Schnellstraße B 6n (auch „Nordharzautobahn“ genannt) verläuft etwa 12 Kilometer südlich des Orts. Mehrere Landesstraßen sorgen für regionale Verknüpfung des Ortes.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Es verkehren regelmäßig Linienbusse der Regionalverkehrsbetriebe Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH (KVG) mit den Untergruppen: Starker Nahverkehr, Magdeburger Regionalverkehr (marego) und der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt, welche für eine Regionale anbindung nach Staßfurt, Aschersleben und Egeln aber auch Magdeburg sorgen.

Radverkehr[Bearbeiten]

Löderburg liegt am bedeutenden Europaradweg R1 welcher sich durch eine große Anzahl von Stätten in Europa zieht, Der weg ist mit typisierten Schildern gekennzeichnet, welche das Synonym R1 und ein Fahrradsymbol zeigen.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Im Nahbereich von Löderburg befinden sich mehrere Bahnhöfe, zum Beispiel in Staßfurt, Neundorf und Förderstedt. Die Gemarkung Löderburg wird tangiert durch das Industriegleis Staßfurt - Neu-Staßfurt - Schacht VI, welches heute nördlich des ehemaligen Bahnübergangs Triftweg stillgelegt und teilweise abgebaut ist.

Feuerwehr[Bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehr Löderburg[Bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehr Löderburg

Die Freiwillige Feuerwehr Löderburg ist eine Stützpunktfeuerwehr im Raum Staßfurt.

Sie wurde von Alexander von Boremsky am 1. April 1885 gegründet. Damals waren es 14 freiwillige Kameraden, als Kommandant fungierte Alexander von Boremsky.

Die Freiwillige Feuerwehr Löderburg ist eine Ortsfeuerwehr der Stadt Staßfurt. Sie verfügt insgesamt über 66 Mitglieder, davon sind 48 aktiv und zwei in der Alters- und Ehrenabteilung tätig. In der Jugendfeuerwehr verrichten 16 Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren ihren Dienst.

Da dieser Standort eine Stützpunktfeuerwehr ist, verfügt sie über umfangreiche Technik, Ausrüstung und Fahrzeuge: Tanklöschfahrzeug 16/25, Löschgruppenfahrzeug 8/6, Mehrzweckfahrzeug, Gerätewagen, Feuerwehranhänger und einem Rettungsboot. Die Ortsfeuerwehr Löderburg fährt jährlich durchschnittlich 50 bis 70 Einsätze, die hauptsächlich aus Hilfeleistungen und Brandbekämpfung bestehen. Eine wöchentliche Ausbildung findet freitags ab 18.00 Uhr im Feuerwehrhaus der Feuerwehr statt, aber auch Lehrgänge sowie Schulungen werden im FTZ und BKS–Heyrothsberge regelmäßig besucht.

Auch der Feuerwehrsport spielt eine Rolle, im Lauf der Jahre wurden etliche Erfolge der Wettkampfmannschaften verzeichnet. Neben zahlreichen Öffentlichkeitsarbeiten, die mittlerweile schon etwas Traditionelles haben wie z. B. das jährliche Osterfeuer und das Nikolausfest, unterstützt die Freiwillige Feuerwehr benachbarte Vereine und Kindertagesstätten bei Veranstaltungen, Festumzügen oder durch Präsentation und Vorführung der Technik.

Tourismus[Bearbeiten]

Touristenzentrum Am Löderburger See

Löderburger See[Bearbeiten]

Hauptartikel: Löderburger See

Der Löderburger See ist einer der größten Badeseen in der Region durch das Touristenzentrum und dem Wakeboardcenter ist es ein bedeutender Tourismusmagnet für Löderburg. Er ist aus einem ehemalig größten Tagebaue im Bereich Staßfurt entstanden, der 1918 eröffnet worden ist. Anfang der 1970er Jahre wurde der ca. 36 ha große Restlochsee zu einem Naherholungsgebiet ausgebaut und im Juli 1977 eingeweiht. Nach 1990 wurde das Tourismuszentrum „Löderburger See“ privatisiert, bevor es der Gemeinde Löderburg 2001 rückübertragen wurde.

Wasserturm in Löderburg
Gemeindeverwaltung Löderurg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Am Dorfplatz findet man die Gemeindeverwaltung des Ortes. In der Nähe befindet sich auch die „Glück Auf“ Apotheke, sie wurde im Jahr 1901 gegründet und wurde 1949 verstaatlicht, aber um 1990 wieder privatisiert[3], und ein historischer Torbogen, der die ehemalige Einfahrt eines Guts war. Etwas weiter westlich befindet sich die Evangelische Dorfkirche St. Jakobi, und am Ortsausgang Richtung Staßfurt der 1912 erbaute Wasserturm Löderburg, er dient seit dem 6. Juni 1998 als Aussichtsturm und ziert die Ansicht Löderburgs als Standardmotiv. Außerdem hat der Ort neben dm NP-Markt zudem noch eine alte Kaufhalle, die aber bereits seit 1995 nicht mehr genutzt wird; seither dient der NP-Markt als Versorgungsmarkt.

Museen[Bearbeiten]

Zusätzlich zur Gemeindeverwaltung befindet sich im gleichen Gebäude ein Heimatmuseum, welches den Haushalt vor 1960 und teilweise die Geschichte des Orts widerspiegelt. Der Heimatverein und Museum Löderburg sind stetig beim Festumzug des Staßfurter Salzlandfestes mit einem Festwagen vertreten.

Theater[Bearbeiten]

Der Ort beherbergte vor 1980 gleich zwei Filmtheater, wovon das Filmtheater, welches sich im Ortskern befand, abbrannte; das andere, welches sich im Gemeindeteil Löderburg-Thie befand, wurde später geschlossen wurde.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Grubenarbeiter Denkmal Löderburg[Bearbeiten]

Das Gedenkkreuz bei Löderburg

Das Stahlkreuz am Ortsausgang (Richtung Lust (Staßfurt)) erinnert an die verunglückten Grubenarbeiter am Bergbau in Löderburg. Da das ehemalige Holzkreuz verfallen war, wurde am 26. April 2004 ein 7,5m hohes Stahlkreuz errichtet.

Opferdenkmal Löderburg[Bearbeiten]

Das Opferdenkmal in Löderburg

1966 wurde in deutscher und französischer Sprache ein Opferdenkmal errichtet und 1992 erneuert, welche die Worte auf dem Linken Stein zieren: DEN OPFERN DES 1. U. 2. WELTKRIEGES ZUM GEDENKEN und auf dem rechten Stein in Deutsch: EHRENDES GEDENKEN DEN VON FASCHISTEN ERMORDETEN INTERNATIONALEN WIDERSTANDSKÄMPFERN IN DER SCHACHTANLAGE VI. In jedem Jahr findet am 19. Juni und 1. September eine Kranzbeilegung durch den Oberbürgermeister der Stadt Staßfurt und des Ortschefs der Gemeinde Löderburg statt.

Gedenkstein Alexander von Boremsky[Bearbeiten]

Gedenkstein Alexander von Boremsky

Der Gedenkstein zur Erinnerung an Alexander von Boremsky, dem Gründer der Feuerwehr Löderburg wurde 2003 von der Freiwilligen Feuerwehr Löderburg errichtet.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Löderburg veranstaltete bereits als Gemeinde viele Events, nach der Eingemeindung nach Staßfurt blieben aber diese Traditionen erhalten, wahrscheinlich auch weil sich die Freiwillige Feuerwehr Löderburg so stark dafür engagiert. Die Heute bestehenden Veranstaltungen sind:

Naherholungsgebiete[Bearbeiten]

Neben dem Löderburger See als Naherholungsgebiet gibt es um den Ort verschiedene Kleingartenanlagen die für viele Bewohner ein wichtiger Freizeitpunkt sind.

Kleingartenvereine[Bearbeiten]

Die in Löderburg ansässigen Kleingartenvereine sind:

  • Kleingartenverein „Thiedamm + Laake“ e.V. Löderburg
  • Kleingartenverein „Am Friedhof“ e.V. Löderburg
  • Kleingartenverein „Am Sportplatz“ e.V. Löderburg
  • Kleingartenverein „Am Wasserturm“ e.V. Löderburg

Politik[Bearbeiten]

Ortschaftsrat[Bearbeiten]

3
1
2
2
1
Von 9 Sitzen entfallen auf:

Der Rat des Orts besteht in der 2009 begonnenen Legislaturperiode aus 9 Ratsmitgliedern.

(Stand: Kommunalwahl am 10.Juni.2009)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Löderburg:

  • 1852–1857: Christoph Wallstabe
  • 10. Juli 1857–1871: Andreas Rühle
  • 20. November 1871–30. Juni 1886: Sebastian Kurtz
  • 1. Juli 1886–8. November 1904: Andreas Heyer
  • 3. Dezember 1904–31. Juli 1919: August Lange
  • 6. Oktober 1919–21. Juli 1924: Karl Lohe
  • 1924–1929: Otto Dolge
  • 1929: Hermann Hoffmann
  • 1973–1989: Werner Danneberg
  • 1990–1994: Christian Neubauer
  • 1994–2002: Rolf Funda
  • 2002–2003: Dieter Pratsch
Profilbild von Elvira Bartsch

Seit der administrativen Zugehörigkeit zur Stadt Staßfurt, die am 28. Februar 2003 in Kraft trat, besitzt die Ortschaft Löderburg einen Ortsbürgermeister. Dieses Amt wird seither von Elvira Bartsch bekleidet.

Wappen Loederburg.png

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein gelber Mann, der in seiner rechten Hand drei Ähren und in der linken Hand einen Fisch hält.“ Das Wappen wurde 1994 vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet; neben Löderburg nutzen es auch Athensleben, Lust (Staßfurt) und Rothenförde, durch die frühere Gemeindezugehörigkeit.

Bedeutung des Wappens[Bearbeiten]

Die Ähren des Wappens sollen die Landwirtschaft die sich vorfallen zur Gründerzeit auf Getreide bezog symbolisieren, der Fisch steht für die Anglerseen um Löderburg, welche einen hohen Fischbestand aufweisen.

Untergeordnete Orts- und Gemeindeteile[Bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten]

Löderburg sind verwaltungstechnisch die drei Ortsteile Athensleben, Lust und Rothenförde zugeschrieben. Nach der Eingemeindung nach Staßfurt wurden diese Gleichzeitig nach Staßfurt übertragen werden aber von Löderburg mitverwaltet.

Gemeindeteile[Bearbeiten]

Löderburg-Thie[Bearbeiten]
Geschichte[Bearbeiten]

Der einzige Gemeindeteil von Löderburg ist der Thie welcher den Namen vom Volksversammlungsplatz Thie hat. Der Thie wurde 1877 mit der damaligen Gemeinde Löderburg über einen Damm verbunden, diese Stelle heißt noch Heute Thiedamm obwohl es keinen Damm mehr gibt. Vor der Vereinigung mit Löderburg war der Thie eine eigenständige Gemeinde mit einer Verwaltung, einer Schule einer Lebensmittelladen und sogar einer Sporthall. Der Thie war Versammlungsplatz für Innenpolitische Entscheidungen der Bevölkerung. Nach der Verbindung mit Löderburg verfielen die öffentlichen Einrichtungen und zogen sich nach Löderburg, zu dieser Zeit entstanden auch die Tagebaue um den Thie, welche Heute kleine Anlegerseen sind. Der Thie wird seitdem als Gemeindeteil von Löderburg anerkannt.

Bedeutung des Thie´s für Löderburg[Bearbeiten]

Der Thie war damalig ein Versammlungspunkt welcher später zu einer Gemeinde wurde, Heute ist der Thie ein großer Gemeindeteil von Löderburg, er besitzt eine Sporthalle, in der der „Black Horse Square Dance Verein Löderburg“ ist, mehrere Anglerseen und die Vertriebsbetrieb AERMA. Der Gemeindeteil macht etwa ein fünftel der Bevölkerung von Löderburg aus und ist deshalb ein Kommunal wichtiges Standbein des Ortes.

Wahlen und Wahllokale[Bearbeiten]

Öffentliche Wahlen finden in Löderburg im Bürger- und Schützenhaus Löderburg (ersatzweise: im Kinder - und Jugendzentrum Löderburg) und der Grundschule statt. Löderburg ist ein wählerischer Unterpunkt, da die Eingemeindung nach Staßfurt eine Bürgermeisterwahl unnötig macht, dennoch gibt es einen Ortsbürgermeister. Die Wahlbeteiligung in Löderburg bei der letzten Kommunalwahl (2009) lag bei 35,2 % das entspricht 717 Wählerinnen und Wählern.

Sport[Bearbeiten]

Neue Sporthalle in Löderburg

Sportliche Aktivitäten in Löderbug[Bearbeiten]

Seit 1988 findet jährlich der Gänsefurther Schlossbrunnen-Triathlon statt, welcher aus einem Schüler und einem Fitness/Staffel Triathlon der Gänsefurther Sport Bewegung e.V. am Löderburger See statt. Außerdem veranstaltet der Jugendclub Löderburg in den Sommerferien einen Kindersportwettstreit.

Sportvereine[Bearbeiten]

FC Bode 90 Löderburg[Bearbeiten]

Der FC Bode 90 Löderburg ist ein 1990 gegründeter Regionaler Fußballverein, der fast ausschließlich an Spielen der Kreisliga teilnimmt. Der Verein Spielt im Kreisberband Salzland im Salzlandkreis und konnte seither durchschnittlich viele Erfolge auf Kreisebene verzeichnen.

Weitere Sportvereine[Bearbeiten]

Die in Löderburg bestehenden Sportvereine sind:

  • 1. Line-Dance-Verein Staßfurt e.V.
  • 1. Schützengilde Löderburg 1922 e.V.
  • Sportfischerverein e. V. Löderburg/Hecklingen
  • Tischtennisverein des FC Bode 90 Löderburg
  • Marineclub Löderburg e.V. / Seesportzentrum Löderburger See

Sportstätten[Bearbeiten]

Die Sportstätten sind der Sportplatz Karlstraße in Löderburg, die neue Sport- und Mehrzweckhalle, welche sowohl für Schul- und Vereinssport als auch für größere Veranstaltungen genutzt wird und die alte Sporthalle am Thie, welche den 1. Line_Dance-Verein Staßfurt e.V. beherbergt.

Ereignisse[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 gab es eine große Debatte zum Thema „Ausbau der Infrastruktur in Ortsteilen von Staßfurt“ bei diesem “Wettstreit” ging es darum welcher Ortsteil von Staßfurt die Ortskernsanierung erhält. Die Favorit bei diesem Ereignis waren die Orte Neundorf und Löderburg welche fast auf einer Stufe standen. Letztendlich entschied sich das Land für Löderburg, da hier mehr Einwohner leben und der Ort Straßeninfrastruktur halber besser geprägt ist als Neundorf .

Im Jahr 2012 gab es im Ort ein großes Hochwasser, wobei vor allem die niedrig gelegenen Gebäude an der Bode betroffen waren. Für das Jahr 2016 sind daher Hochwasserschutzmaßnahmen geplant, welche sich durch die Errichtung von Dämmen und Hochwasserschutzmauern abzeichnen wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Alexander von Boremsky (* 1856 in Ziegenhals; † 4. August 1899), Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Löderburg

Religion[Bearbeiten]

Religiöse Einrichtungen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Zur evangelischen St. Jakobigemeinde gehört die gleichnamige Kirche am Kirchplatz, welche 1866 eingeweiht wurde. Das zuständige Pfarramt befindet sich in Förderstedt.[4] Die Kirche gehört zum Kirchenkreis Egeln im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die katholische Kirche St. Josef, welche in der Gänsefurther Straße lag, wurde 1902 erbaut, da sich zu dieser Zeit, ausgelöst durch den Arbeitskräftebedarf im Bergbau und in der Landwirtschaft, wieder Katholiken im mit Einführung der Reformation evangelisch gewordenen Löderburg niedergelassen hatten. Da die Zahl der Katholiken wieder abgesunken war, wurde die Kirche im Jahre 2011 geschlossen.

Die Friedhofskapelle, welche sich im Friedhofspark des Löderburger Friedhofs befindet, wird als Verabschiedungseinrichtung und Gedenkzentrum Verstorbener genutzt.

Weitere Kirchengemeinden befinden sich in Staßfurt und den eingemeindeten Ortschaften.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.stassfurt.de
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  3. www.apotheke-loederburg.de/
  4. http://www.kirchenkreis-egeln.de/kirchenkreis/pfarraemter-und-gemeinden/foerderstedt/loederburg/

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Danzfuß: O du Heimatflur! - Ein schlichtes Buch unserer Heimat, gleichzeitig eine kurze Chronik von Löderburg und Athensleben, gedruckt in der Buchdruckerei des Eckartshauses, Eckartsberga i. Thür., 1930.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Löderburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien