Möttingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Möttingen
Möttingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Möttingen hervorgehoben
48.81666666666710.583333333333415Koordinaten: 48° 49′ N, 10° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 31,83 km²
Einwohner: 2422 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86753
Vorwahl: 09083
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 185
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrgasse 6
86753 Möttingen
Webpräsenz: www.moettingen.de
Bürgermeister: Erwin Seiler (Dorfgem.Appetshofen-Lierheim)
Lage der Gemeinde Möttingen im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Holzheim (Donau-Ries) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Möttingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Geografie[Bearbeiten]

Möttingen liegt in der Region Augsburg im durch Meteoriteneinschlag geformten Nördlinger Ries, etwa 7 km südöstlich von Nördlingen. Der Forellenbach fließt durch den Ort und mündet in die knapp nördlich verlaufende Eger.

Gemeindeteile sind Appetshofen, Balgheim, Betzenmühle, Donismühle, Enkingen, Kleinsorheim, Lierheim und Möttingen. Es existieren die Gemarkungen Appetshofen, Balgheim, Enkingen, Kleinsorheim und Möttingen.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im 12. Jahrhundert hatten der örtliche Adel, die Grafen von Oettingen, die Edlen von Lierheim, die Klöster Kaisheim und Zimmern sowie die Herren von Woellwarth Grundbesitz im Ort. 1323 verkauften die Grafen von Oettingen ihren Besitz zusammen mit dem Vogtei- und dem Patronatsrecht dem Deutschen Orden. Die Deutschorden-Landkommende Ellingen teilte sich danach die Dorfherrschaft mit den Grafen Oettingen-Wallerstein, die weiter die Landeshoheit innehatten. Möttingen selbst war ein seit der Reformation protestantisches Pfarrdorf. Die Grafschaft Oettingen gehörte zum Schwäbischen Reichskreis, während die Deutschordensballei Franken zum Fränkischen Reichskreis gezählt wurde. Beide Rechtsträger des Ortes wurden 1805/06 mediatisiert. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 ließen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Appetshofen, Enkingen und Kleinsorheim im Zuge der Gebietsreform freiwillig eingemeinden. Am 1. Mai 1978 kam die Gemeinde Balgheim hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2002 2005 2008 2011
Einwohner 1911 1973 2054 2013 1965 2939 2303 2255 2249 2465 2546 2482 2451

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Dem Gemeinderat von Möttingen gehören seit der Kommunalwahl vom 2. März 2008 (Wahlbeteiligung 79,5 %) neben dem Bürgermeister 14 Ratsmitglieder an, darunter ist eine Frau.

Bürgermeister ist seit 2008 Erwin Seiler (Dorfgemeinschaft/Wählergruppen/Wählergemeinschaft).

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.718.000 €, davon waren 559.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt; oben in zwei Reihen Eisenhutfeh in Rot und Gold, unten in Silber ein schwarzes Tatzenkreuz.

Evangelische Kirche St. Georg in Möttingen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

2011 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 158 und im Bereich Handel und Verkehr 89 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 966. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 92 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 2759 Hektar, davon waren 2312 ha Ackerfläche und 439 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Möttingen führt die Bundesstraße 25 von Nördlingen nach Donauwörth. Die Staatsstraße St 2221 und die Kreisstraßen DON 10 und DON 11 gehen innerorts davon ab.

Die Riesbahn Aalen – Donauwörth mit eigenem Haltepunkt verläuft nördlich angrenzend.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 gab es drei Kindergärten mit 110 Plätze und insgesamt 81 betreuten Kindern sowie eine Volksschule zur sonderpädagogischen Förderung mit 96 Schülern, die von 15 Lehrkräften unterrichtet wurden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Möttingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 792 und 793.