Münster (Lech)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Münster
Münster (Lech)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Münster hervorgehoben
48.62305555555610.906111111111417Koordinaten: 48° 37′ N, 10° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Rain
Höhe: 417 m ü. NHN
Fläche: 17,7 km²
Einwohner: 1124 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86692
Vorwahl: 08276
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 187
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
Webpräsenz: www.gemeinde-muenster.de
Bürgermeister: Gerhard Pfitzmaier (Fr.Wählergem. / Fr.Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Münster im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Holzheim (Donau-Ries) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Münster ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rain.

Geografie[Bearbeiten]

Münster liegt in der Planungsregion Augsburg.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Münster. Neben Münster gehören die Ortsteile Gut Hemerten und Sulz zur Gemeinde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Münster gilt als Gründung irisch-schottischer Mönche. Es gehörte später zum Rentamt München und zum Landgericht Rain des Kurfürstentums Bayern. Bis zur Säkularisation 1803 war das Zisterzienser-Kloster Niederschönenfeld wichtigster Grundherr im Ort. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die selbstständige Gemeinde Münster. Bis zum 1. Juli 1972 gehörte Münster zum Landkreis Neuburg an der Donau und wurde dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern dem Landkreis Donau-Ries zugeschlagen.

Gebietsveränderungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Münster trat am 1. Mai 1978 die Ortsteile Altenbach und Königsbrunn an das südlich angrenzende Thierhaupten (Landkreis Augsburg) ab.[2] Am 1. Juli 2014 bekam Münster noch eine Teilfläche von 1,5 km² des ehemaligen gemeindefreien Gebietes Brand zugeschlagen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 0809 Einwohner[2]
  • 1970: 0735 Einwohner[2]
  • 1987: 0856 Einwohner
  • 2000: 1028 Einwohner
  • 2011: 1079 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

1. Bürgermeister war von 1978 bis 1994 Konrad Dumberger und von 1994 bis 2008 Alois Stuber. Bei den Kommunalwahlen 2008 und 2014 wurde jeweils Gerhard Pfitzmaier (ohne Mitbewerber) zum 1. Bürgermeister gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

→ Siehe Gut Hemerten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 325.000 €, davon waren umgerechnet 9.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 14 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 357. Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Bauhauptgewerbe gab es einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 37 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.046 ha, davon waren 845 ha Ackerfläche. Die Gemeinde hat sich wirtschaftlich zu Beginn des 21. Jahrhunderts sehr positiv entwickelt, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten am Arbeitsort stieg von 31 im Jahr 2000 auf 208 im Jahr 2010. Beschäftigte am Wohnort sind 2010 in der Statistik mit 494 ausgewiesen.

Bildung[Bearbeiten]

2010 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 1 mit 50 Plätzen, derzeit 36 Plätze belegt
  • Grundschule in Holzheim (3 km), Mittelschule und Realschule in Rain (9 km)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Albert Schönberger (* 1949), Komponist und von 1985 bis 2010 Organist am Hohen Dom zu Mainz, verbrachte in Münster seine Kindheit und Jugendjahre und übte hier an der Kirchenorgel.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Münster (Lech) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien