Buchdorf

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Buchdorf in Bayern. Zur Bezeichnung Buchdorf für Orte mit zahlreichen Antiquariaten siehe Bücherdorf.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Buchdorf
Buchdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buchdorf hervorgehoben
48.78333333333310.816666666667552Koordinaten: 48° 47′ N, 10° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Monheim
Höhe: 552 m ü. NHN
Fläche: 16,8 km²
Einwohner: 1641 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86675
Vorwahl: 09099
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 126
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 94
86675 Buchdorf
Webpräsenz: www.gemeinde-buchdorf.de
Bürgermeister: Georg Vellinger (CSU)
Lage der Gemeinde Buchdorf im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Brand (gemeindefreies Gebiet) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Buchdorf ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Monheim.

Buchdorf zählt zu den Grenzorten des alemannischen Dialektraums zum Bairischen hin. Auch der Ortsteil Baierfeld ist ein Grenzort.

Geografie[Bearbeiten]

Ortsteile sind Buchdorf und Baierfeld.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kloster Kaisheim und das Kloster Heilig Kreuz in Donauwörth waren im Mittelalter die bedeutendsten Grundherren in Buchdorf. Allerdings spielen die Nachbargemeinden Baierfeld und Bergstetten eine wesentlich wichtigere Rolle: Beide werden schon 1137 in einer Urkunde Bischof Gebhards von Eichstätt erwähnt, sogar der Baierfelder Pfarrer Hartwig wird hier namentlich genannt. Der schwärzeste Tag in der Geschichte des Ortes war der Barnabastag (11. Juni) des Jahres 1504. Maximilian I. ließ an diesem Tag das Dorf niederbrennen, da die Buchdorfer Bauern zuvor im Kontext der Streitigkeiten um die Erbfolge im Hause Wittelsbach einen kaiserlichen Boten ermordet hatten. Buchdorf gehörte vorübergehend zum Herzogtum Pfalz-Neuburg. Seine Bewohner waren gemäß den Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens in dieser Zeit (1554 bis 1618) evangelisch-lutherisch.

1736 wurde der Grundstein der heutigen Pfarrkirche St. Ulrich gelegt. Die Pläne für den Neubau stammten von Gabriel de Gabrieli (1671−1747). Reste des gotischen und vielleicht auch eines romanischen Vorgängerbaues sind in den beiden ersten Geschossen des Turmes erhalten. Eines der wertvollsten Stücke der Innenausstattung ist die spätgotische Rosenkranz-Madonna, auf deren Gewand ein Reichsadler zu sehen ist. Sie stammt aus der Reichsabtei Kaisheim, die das Patronat besaß.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1976 wurde die bisher selbständige Gemeinde Baierfeld eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Durch einen von Rot und Silber geschachten Pfahl gespalten von Silber und Blau; vorne ein aufrechtes grünes Buchenblatt, hinten ein aufrechter silberner Fisch. Erläuterung: Der Rot und Silber geschachte Zisterzienserbalken erinnert an das Kloster Kaisheim, das einer der Grundherren in Buchdorf war und das Patronat der Pfarrkirche St. Ulrich innehatte. Die Schildfarben Blau und Silber weisen darauf hin, dass Buchdorf vorübergehend wittelsbachisch war. Das Buchenblatt steht redend für den Ortsnamen. Der Fisch deutet auf den hl. Ulrich hin, dem die Ortskirche geweiht ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben dorftypischen Geschäften wie Einzelhandel, Supermarkt, Metzger und Bäcker existieren Baugeschäfte, ein Steinmetzbetrieb, Glaserei, Elektrofachbetriebe sowie ein Sägewerk. Das Dorf ist geprägt durch Landwirtschaft.

Die vier größten Arbeitgeber am Ort sind:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Buchdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793.