Fünfstetten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fünfstetten
Fünfstetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fünfstetten hervorgehoben
48.832510.764444444444500Koordinaten: 48° 50′ N, 10° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wemding
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 26,72 km²
Einwohner: 1327 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86681
Vorwahl: 09091
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 148
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulberg 7
86681 Fünfstetten
Webpräsenz: www.fuenfstetten.de
Bürgermeister: Werner Siebert (CSU)
Lage der Gemeinde Fünfstetten im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Brand (gemeindefreies Gebiet) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Fünfstetten ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wemding.

Geografie[Bearbeiten]

Fünfstetten liegt in der Region Augsburg in der hügelreichen Landschaft zwischen Schwäbischer Alb und Fränkischer Alb auf dem östlichen Rand des Rieskraters (Nördlinger Ries).

Gemeindeteile sind Asbacherhof, Biberhof, Fünfstetten, Heidmersbrunn, Ingershof, Mittelwegerhof, Nußbühl, Obere Beutmühle, Rothenbergerhof und Untere Beutmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen 1057 und 1075 weihte hier Bischof Gundekar II. von Eichstätt eine dem hl. Dionysius gewidmete Kirche. Fünfstetten war im Mittelalter Adelssitz unter der Graisbacher Herrschaft. Im Jahr 1233 wird ein Herr von Fünfstetten erwähnt. Im 14. Jahrhundert erwerben die Herren von Wemding hier Besitz. Der Ort war Sitz einer geschlossenen Hofmark, die 1505 zum neugebildeten Fürstentum Pfalz-Neuburg kam. Die Einführung der Reformation 1554 wurde vom Landesherrn Pfalzgraf Ottheinrich angeordnet. Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm verfügte 1618 für Fünfstetten die Rekatholisierung. Die Hofmark samt Schloss gehörte von 1762 bis 1810 den Freiherren von Rehlingen. Seit der Vereinigung der wittelsbachischen Lande 1777 gehört Fünfstetten zum Kurfürstentum Bayern. 1810 gelangte die Hofmark Fünfstetten zusammen mit dem nahe gelegenen Otting durch Kauf an Karl Friedrich Stephan von Schönfeld, der 1817 zum Grafen von Otting-Fünfstetten erhoben wurde. Karl Friedrich Stephan war ein außerehelicher Sohn von Friedrich Michael von Pfalz-Birkenfeld und Halbbruder von König Maximilian I. Joseph (Bayern); sein Nachfolger Maximilian Josef Graf von Otting-Fünfstetten verkaufte seine Besitzungen an den Fabrikbesitzer Oskar Kürzel.

Religionen[Bearbeiten]

Fünfstetten gehört zur katholischen Diözese Eichstätt (Pfarrkirche St. Dionysius mit prachtvollem Barockaltar). Die Pfarrei zählt zu den Urpfarreien des Bistums.

Am südlichen Ortsrand von Fünfstetten liegt eine barocke Marienkapelle.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Nussbühl mit ihren Ortsteilen eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Stand: Kommunalwahl am 1. Mai 2008.

Wappen[Bearbeiten]

In Rot eine aufsteigende und eingeschweifte silberne Spitze, darin ein schwarzes Giebelhäuschen, beiderseits je ein zugekehrtes silbernes Fangeisen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

2011 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: ein Kindergarten mit drei Gruppen, 35 Plätze belegt
  • Grundschule: 1.-4. Klasse, 102 Schüler und 6 Lehrer

Verkehr[Bearbeiten]

Knapp östlich von Fünfstetten verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg. Der Ort ist über die Kreisstraße DON 20 und Gemeindeverbindungsstraßen an die umliegenden Ortschaften und die etwa 5 km im Osten liegende Bundesstraße 2 angeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fünfstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 398.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793.