Tapfheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tapfheim
Tapfheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tapfheim hervorgehoben
48.67366910.683134415Koordinaten: 48° 40′ N, 10° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 44,46 km²
Einwohner: 3884 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86660
Vorwahl: 09070
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 218
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ulmer Straße 66
86660 Tapfheim
Webpräsenz: www.tapfheim.de
Bürgermeister: Karl Malz
Lage der Gemeinde Tapfheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Holzheim (Donau-Ries) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Tapfheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Donau, etwa sieben Kilometer südwestlich von Donauwörth. Bis auf Rettingen liegen alle Ortsteile nördlich der Donau, in Rettingen reicht das Gemeindegebiet bis an die untere Zusam.

Ortsteile[Bearbeiten]

Gemeindeteile sind: Abtsholzerhof, Bauernhansenschwaige, Bergmühle, Birkschwaige, Bäldleschwaige, Brachstadt, Donaumünster, Dreiwinkelschwaige, Erlingshofen, Furtmühle, Hubelschwaige, Hundeschwaige, Kilischwaige, Obere Hoserschwaige, Oppertshofen, Rettingen, Rothahnenschwaige, Tapfheim und Untere Hoserschwaige.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Rokokokirche St. Peter (1747–1749)
Südfront der Pfarrkirche St. Peter

Tapfheim wurde zwischen 750 und 800 erstmals anlässlich von Güterschenkungen an das Kloster Fulda urkundlich erwähnt. Der Ort war Sitz eines niederen Adels, der Herren von Tapfheim, das von 1067 bis 1401 bezeugt wird. Die Augsburger Bürgerfamilie Küchenmeister („Küchenmeister von Tapfheim“), in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts urkundlich erwähnt, war durch besondere Rechte mit Tapfheim verbunden. Ihr Wappen (Einhornrumpf) wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in das Siegel des Gerichts Tapfheim übernommen. Nachdem gegen Ende des 14. Jahrhunderts die Hofmark Tapfheim den Herren von Waldkirch gehörte, wurde diese im Jahre 1505 dem neu gegründeten Fürstentum Pfalz-Neuburg zugeteilt. Die Bayernherzöge und die Fürsten von Pfalz-Neuburg setzten Vögte als ihre Verwalter ein, die im Tapfheimer Schloss amtierten. Zum Zisterzienserkloster Kaisheim bestanden zwischen 1269 und 1803 enge kirchliche Beziehungen.

Südgiebel vom Schloss Tapfheim

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemalige
Gemeinde
Einwohner
(1970)
Datum Anmerkung
Brachstadt 332 1. Juli 1972
Donaumünster 599 1. Juli 1972 Umbenennung am 12. Februar 1924
(vorher Gemeinde Münster)
Erlingshofen 601 1. Juli 1972
Oppertshofen 318 1. Juli 1972
Zusum-Rettingen 215 1. Juli 1972 Eingliederung von 134 der 215 Einwohner,
Umgliederung der anderen Einwohner nach Donauwörth

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

1. Bürgermeister Karl Malz ist seit 2004 im Amt; er wurde am 10. Oktober 2010 ohne Gegenkandidat mit 96 % wieder gewählt. Seine Vorgänger waren Alfred Stöckl (1986–2004, jetzt stv. Landrat) und Johannes Strasser (1972–1986), der anschließend (1986–2003) Abgeordneter des Bayerischen Landtags war.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Im Gemeinderat der Wahlperiode 2008/2014 sind vertreten:

  • CSU: 5
  • SPD: 3
  • PWG: 4
  • UBG: 3
  • Alternative/Die Linke: 1

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gewerbebetriebe[Bearbeiten]

Am 30. Juni 2011 gab es nach der amtlichen Statistik 407 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1564. Im Jahr 2010 bestanden 64 landwirtschaftliche Betriebe (ab 5 ha Nutzfläche). Vier Gaststätten bieten insgesamt 41 Gästebetten; 2012 wurden 7074 Übernachtungen registriert.

Gemeindesteuern[Bearbeiten]

Die wesentlichen Steuereinnahmen waren 2011, jeweils in 1000 €: Grundsteuern 408, Gewerbesteuer 665, Gemeindeanteil an der Einkommensteuer 1701 und Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer 44.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Tapfheim sowie die Ortsteile Donaumünster und Erlingshofen verläuft die B 16. Am Ort befindet sich ein Bahnhof der Donautalbahn.

Bildung[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es zwei Kindertageseinrichtungen mit zusammen 123 belegten Plätzen, darunter 17 Kinder unter drei Jahren (Stand 2012), sowie eine Grundschule mit 144 Schülern in 7 Klassen. Alle weiterführenden Schulen sind in Donauwörth.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Tapfheim

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tapfheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 401.