Daiting

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Daiting
Daiting
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Daiting hervorgehoben
48.810.9445Koordinaten: 48° 48′ N, 10° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Monheim
Höhe: 445 m ü. NHN
Fläche: 25,44 km²
Einwohner: 790 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86653
Vorwahl: 09091
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 129
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Kirchberg 1
86653 Daiting
Webpräsenz: www.gemeinde-daiting.de
Bürgermeister: Johann Roßkopf
Lage der Gemeinde Daiting im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Holzheim (Donau-Ries) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Daiting ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Monheim.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Ussel in der Region Donau-Ries.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Daiting hat folgende Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten]

Die auf der Daitinger Burg Meilenhart residierende Adelsfamilie Meilenhart war Marschall der Grafen von Lechsgmünd und starb Ende des 13. Jahrhunderts aus. Bedeutendste Persönlichkeit des Geschlechtes war wohl Reinboto von Meilenhart, der Bischof von Eichstätt wurde. Burg Meilenhart wurde 1421 in einem Rachezug ausgeraubt und zerstört. Der Ort kam später zum Herzogtum Pfalz-Neuburg, sodass nach dem Augsburger Religionsfrieden (1555) von 1560 bis 1621 die Bewohner von Daiting der evangelisch-lutherischen Konfession angehörten. 1818 entstand im Zuge der Reformen in Bayern die Gemeinde Daiting.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde im Tagebau erzhaltiges Gestein gefördert und mit Pferdefuhrwerken nach Obereichstätt transportiert, wo ein Schmelzofen stand. Um das Jahr 1860 wurde der Betrieb unrentabel. Der nach der Schließung des letzten Geschäftes entstandene „Dorfladen Daiting“ öffnete am 13. Januar 2005.

Der Gemeindeteil Unterbuch mit nur ca. 60 Einwohnern ist bekannt durch den „Schnupfclub Unterbuch“, der regelmäßig die ersten Plätze bei nationalen und internationalen Schnupfmeisterschaften belegt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1974 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Hochfeld und Natterholz eingegliedert.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Hauptartikel St. Martin (Daiting)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • 1402 wurde in Daiting Friedrich Reiser geboren; er war eine der wichtigsten Persönlichkeiten innerhalb der waldensischen Glaubensgemeinschaft im 15. Jahrhundert. Er bemühte sich um einen Zusammenschluss mit den Hussiten und wurde 1458 in Straßburg als Ketzer auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.

Literatur[Bearbeiten]

de Lange, Albert/Utz Tremp, Kathrin (Hgg.): Friedrich Reiser und die „waldensisch-hussitische Internationale“ im 15. Jahrhundert (Waldenserstudien 3), Ubstadt-Weiher u. a. 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daiting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 792.