Mitsubishi Colt

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Mitsubishi Colt
Produktionszeitraum: 1962–2012
Klasse: Kleinwagen, Kompaktklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi, Kombicoupé, Cabriolet
Vorgängermodell: Mitsubishi 500
Nachfolgemodell: Mitsubishi Space Star
Colt 600 (1962–1965; im Hintergrund); vorne der Mitsubishi 500

Mitsubishi Colt sind eine Reihe von Personenkraftwagen des japanischen Automobilherstellers Mitsubishi Motors. Von 1962 bis 1969 hießen alle Pkw von Mitsubishi, außer dem kleinen Minica und dem großen Debonair, „Colt“, ergänzt um die Zahl für den Hubraum, die von 600 bis 1500 reichte.

Erst seit 1978 ist Colt eine Modellbezeichnung. Während die ersten Modellgenerationen der Kompaktklasse zugeordnet werden, wurden die Modelle der fünften und sechsten Generation in ihren Abmessungen verkleinert und müssen daher nach heutigen Maßstäben als Kleinwagen angesehen werden. Der ab 2004 in Born von NedCar gebaute Colt war erstmals nicht nur als Limousine, sondern auch als Cabriolet erhältlich.

In einigen Ländern werden die Colt-Modelle unter der Bezeichnung Mirage verkauft.

Namensursprung[Bearbeiten]

Colt heißt „männliches Fohlen“, bzw. „junges Pferd“. Damit sollte ursprünglich signalisiert werden, dass der Colt das kleinste Fahrzeug der Mitsubishi-Produktfamilie darstellt. Völlig unabhängig davon gibt es auch Schusswaffen des Herstellers Colt, dabei handelt es sich um einen Eigennamen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Herbst 1962 kam der Colt 600 als Nachfolger des Mitsubishi 500 auf den Markt. Bei gleicher Technik mit Zweizylinder-Heckmotor und gleichem Radstand wurde die Karosserie überarbeitet und vergrößert. Einige Monate später wurde das Angebot um eine Stufenhecklimousine der unteren Mittelklasse erweitert. Die Linienführung mit großen Fensterflächen verdankte der neue Colt 1000 dem Designer Giovanni Michelotti. Noch im selben Jahr kam der Mitsubishi Colt Kombi auf den Markt. 1964 verkaufte Mitsubishi fast 30.000 Fahrzeuge des Colt in der Kombiversion. 1965 belegte Mitsubishi mit 46.000 verkauften Exemplaren den vierten Platz unter allen japanischen Herstellern. Im gleichen Jahr erschien das Nachfolgemodell des Typs 600, der Colt 800 F, und nur einen Monat vor dessen Markteinführung der größere Colt 1500. Dank der erfolgreichen Colt-Modell-Familie erreichte die Produktion 1968 mit 130.253 Pkw einen neuen Höchststand.

In den 1970er und frühen 1980er Jahren wurde der Colt mit Vorgelege-Getrieben mit zwei getrennten Schalthebeln geliefert. Durch die Kombination der vier Vorwärtsgänge mit zwei schaltbaren Untersetzungen am Achsantrieb waren acht Vorwärtsgänge möglich, von denen jedoch nur sechs sinnvoll zu nutzen waren.

Die Boomzeit des Colt waren die 1990er Jahre, in denen gleich drei Modellreihen herausgebracht wurden, zum einen der C50, ab 1992 der CA0 und ab 1996 der CJ0. Besonders die Motoren dieser Modelle wurden als „unverwüstlich“ bezeichnet.

2004 brachte der Konzern die sechste europäische Generation des Colt auf den Markt. Dieser hatte die gleiche Bodengruppe wie der Smart Forfour, und Daimler-Benz war mit technischem Know-how erheblich an der Entwicklung beteiligt. Dieses Modell gab es erstmals nicht nur als dreitürige (CZ3) und fünftürige Version, sondern seit 2006 auch als viersitziges Cabriolet, den Colt CZC.

Colt 600 (1962–1965)[Bearbeiten]

1962 präsentierte Mitsubishi den neuen Colt 600 als Nachfolger des ersten Nachkriegsfahrzeuges 500. Der 90 km/h schnelle Wagen ähnelte dem Goggomobil und dem Fiat 500. Der Hubraum des ersten Colt betrug 594 cm³ und seine Leistung betrug 18 kW/25 PS. Die Karosserie war deutlich kantiger und moderner ausgeführt als beim Vorgänger.

Colt 800/1000F/1100F (1965–1969)[Bearbeiten]

Colt 800/1000F/1100F
Mitsubishi Colt 1100F (1965–1969)

Mitsubishi Colt 1100F (1965–1969)

Produktionszeitraum: 1965–1969
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombicoupé
Motoren: Ottomotoren:
0,8–1,1 Liter
(33–54 kW)
Länge: 3650 mm
Breite: 1450 mm
Höhe: 1370–1389 mm
Radstand: 2200 mm
Leergewicht: 695 kg

1965 ersetzte Mitsubishi den 600 durch den deutlich größeren Colt 800. Dieser war auch technisch völlig anders ausgelegt. Anstelle des Zweizylinder-Viertakt-Heckmotors im Colt 600 hatte er einen wassergekühlten Dreizylinder-Zweitakt-Frontmotor mit 843 cm³ Hubraum und einer Leistung von 33 kW/45 PS. Der Wagen war als dreitüriges Schrägheckcoupé erhältlich, später auch als viertürige Schräghecklimousine.

Mitsubishi führte den Dreizylinder-Zweitakter zu einer Zeit ein, als DKW und Saab sich von dieser Bauart verabschiedeten. Aber auch in Japan traf der Zweitaktmotor nicht auf ungeteilte Zustimmung. Ab Herbst 1966 gab es deshalb zusätzlich den Colt 1000F mit dem Einliter-Viertakt-Vierzylindermotor des größeren Colt 1000 mit 40 kW (55 PS). 1968 erschien sogar der Colt 1100F mit dem Motor des Colt 1100. Gleichzeitig wurde der Colt 800, im Mai 1969 auch der Colt 1000F eingestellt. Übrig blieb allein der seit 1968 produzierte Colt 1100F (ab 1969 Bezeichnung Colt 11F) mit 1,1-Liter-Vierzylindermotor, den es auch als Super Sport-Version mit 74 SAE-PS (54 kW) gab.

Colt 1000/1100/1200/1500 (1963–1970)[Bearbeiten]

Colt 1000/1100/1200/1500
Mitsubishi Colt 1200 (1968–1970)

Mitsubishi Colt 1200 (1968–1970)

Produktionszeitraum: 1963–1970
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,0–1,5 Liter
(37–62,5 kW)
Länge: 3820 mm
Breite: 1490 mm
Höhe: 1395–1420 mm
Radstand: 2350 mm
Leergewicht:

Als erstes Modell der unteren Mittelklasse produzierte Mitsubishi ab Juni 1963 den Colt 1000 mit einem Einliter-Vierzylinder-Viertaktmotor, der später auch im 1000F verwendet wurde. Angeboten wurden eine viertürige Stufenhecklimousine und ein fünftüriger Kombi.

1965 kam der Colt 1500 mit einer 70-PS-Maschine hinzu, im September 1966 ersetzte der Colt 1100 den 1000, im Mai 1968 folgte der Colt 1200 mit 46 kW (62 PS) auf den 1100; gleichzeitig wurde auch der Colt 1500 modernisiert. Im August 1968 erschien der 1500 Super Sport mit einer Zweivergaseranlage und 62,5 kW (85 PS) und einer Spitzengeschwindigkeit von 155 km/h. 1970 endete die Produktion von 1200/1500. In der Folge trugen in Japan die frühen Galant-Modelle offiziell die Bezeichnung Colt Galant; im Export wurde der Name erst 1978 mit dem Colt A150 wiederbelebt, der in Japan Mitsubishi Mirage hieß.

Colt A150 (1978–1984)[Bearbeiten]

1. Generation (A150)
Mitsubishi Colt Dreitürer (1978–1984)

Mitsubishi Colt Dreitürer (1978–1984)

Produktionszeitraum: 1978–1984
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,25–1,4 Liter
(40–77 kW)
Länge: 3790 mm
Breite: 1590 mm
Höhe: 1345 mm
Radstand: 2300 mm
Leergewicht: 810−860 kg

Nach der Europa-Premiere auf dem Genfer Salon im Februar 1978 wurde der neue Colt im Dezember des Jahres auch in Deutschland eingeführt und etablierte sich schnell als das dort meistverkaufte Mitsubishi-Modell. Ab Mai 1979 war neben dem Dreitürer eine fünftürige Variante mit längerem Radstand lieferbar.

Technische Besonderheit des Colt war sein sogenanntes 4×2-Getriebe, ein Vierganggetriebe mit Vorgelege, das in der Economy-Stufe eine sparsame längere und in der Sport-Stufe eine kürzere, für die Beschleunigung vorteilhafte Übersetzung bot.

Im Januar 1980 folgte der Colt GT mit sportlicher Ausstattung, im Mai 1982 der Colt Turbo mit 77 kW/105 PS starkem 1,4-Liter-Motor.

Im Juli 1983 erfuhr der Colt ein kleines Facelift mit einer geänderten Front und einem neuen Armaturenbrett.

Die Kunden schätzten den Colt vor allem wegen seiner Geräumigkeit, seiner Wirtschaftlichkeit, seiner extrem hohen Zuverlässigkeit und einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Colt C10 (1984–1988)[Bearbeiten]

2. Generation (C10)
Mitsubishi Colt Dreitürer (1984–1988)

Mitsubishi Colt Dreitürer (1984–1988)

Produktionszeitraum: 1984–1988
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,2–1,6 Liter
(40–92 kW)
Dieselmotor:
1,8 Liter (43 kW)
Länge: 3870–39 mm
Breite: 1635 mm
Höhe: 1360 mm
Radstand: 2380 mm
Leergewicht: 855−945 kg

1984 stellte Mitsubishi Motors die zweite europäische Generation des Colt vor. Die Schräghecklimousine war in vier Motorvarianten erhältlich, erstmals auch mit einem Dieselmotor. Den 1,5-l-Benziner gab es in einer Schalt- und einer Automatikausführung.

Motoren:
Benzin:

  • 1,2 l, 40–44 kW kW (55–60 PS), 1984–1988
  • 1,5 l, 51–55 kW (70–75 PS), 1985–1988
  • 1,6 l Turbo, 92 kW (125 PS), 1984–1988

Diesel:

  • 1,8 l, 43 kW (58 PS), 1984–1988

Colt C50 (1988–1992)[Bearbeiten]

3. Generation (C50)
Mitsubishi Colt (1988–1992)

Mitsubishi Colt (1988–1992)

Produktionszeitraum: 1988–1992
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,8 Liter
(44–100 kW)
Dieselmotor:
1,8 Liter (44 kW)
Länge: 3950 mm
Breite: 1670 mm
Höhe: 1380–1425 mm
Radstand: 2385 mm
Leergewicht: 850−1155 kg

1988 erschien die dritte Generation. Es gab ihn nur noch als Dreitürer, der bisherige Fünftürer wurde durch den Lancer mit Fließheck ersetzt.

Alle Modelle besaßen ein Fünfganggetriebe, die Benzinmotoren einen geregelten Katalysator. Die leistungsstarken Versionen hatten keinen Turbomotor mehr, sondern einen Hochleistungs-Saugmotor mit vier Ventilen je Zylinder. Topmodell war der Colt 1800 GTI-16V mit 100 kW (136 PS), ABS, einer strafferen Federung und Servolenkung.

Im Sommer 1990 wurden die Motoren von 8 Ventilen auf 12 bzw. 16 Ventile umgestellt.

Motoren[Bearbeiten]

Benzin:

  • 1.3 8V, OHC (4G13), 44 kW (60 PS), Drehmoment 96 Nm bei 3000/min, (9.88–8.90)
  • 1.3 12V, OHC (4G13), 55 kW (75 PS), Drehmoment 102 Nm bei 4000/min, (9.90–3.92)
  • 1.5 8V, OHC (4G15), 62 kW (84 PS), Drehmoment 122 Nm bei 3000/min, (9.88–8.90)
  • 1.5 12V, OHC (4G15), 66 kW (90 PS), Drehmoment 126 Nm bei 3000/min, (9.90–2.92)
  • 1.6 GTi 16V, DOHC (4G61), 91 kW (124 PS), Drehmoment 142 Nm bei 5000/min, (9.88–2.90)
  • 1.8 GTi 16V, DOHC (4G67), 100 kW (136 PS), Drehmoment 162 Nm bei 5000/min, (3.90–3.92)

Diesel:

  • 1.8 8V OHC (4D65), 44 kW (60 PS), Drehmoment 113 Nm bei 3000/min, (9.88–3.92)

Colt CA0 (1992–1996)[Bearbeiten]

4. Generation (CA0)
Mitsubishi Colt (1992–1996)

Mitsubishi Colt (1992–1996)

Produktionszeitraum: 1992–1996
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,3−1,8 Liter
(55−129 kW)
Länge: 3955 mm
Breite: 1680 mm
Höhe: 1365 mm
Radstand: 2440 mm
Leergewicht: 908−1040 kg

Die vierte Generation des Colt wurde im Jahr 1992 auf dem Auto-Salon Paris vorgestellt.

Motoren[Bearbeiten]

  • 1.3 ELi\GLi 12V (4G13), 55 kW (75 PS), 1992−1996
  • 1.5 ELi\GLi 12V (4G15), 66 kW (90 PS), 1992–1993
  • 1.6 GLi\GLXi 16V (4G92 MVV), 66 kW (90 PS), 1994−1996
  • 1.6 GLXi 16V (4G92), 83 kW (113 PS), 1992−1996
  • 1.6 16V (4G92 MIVEC), Mirage Cyborg R, 129 kW (175 PS), 1992–1996 (Japan)
  • 1.8 GTi 16V (4G93), 103 kW (140 PS), 1992−1996

Lizenzbauten[Bearbeiten]

Baugleich mit dem Colt der Baureihe CA0 ist der vom malaysischen Hersteller Proton gefertigte Satria, der in Deutschland in den 1990er Jahren als 300er- und 400er-Serie angeboten wurde.

Heckansicht des Colt

Colt CJ0 (1996–2003)[Bearbeiten]

5. Generation (CJ0)
Mitsubishi Colt (1996–2003)

Mitsubishi Colt (1996–2003)

Produktionszeitraum: 1996–2003
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,6 Liter
(55−76 kW)
Länge: 3880 mm
Breite: 1680 mm
Höhe: 1365 mm
Radstand: 2420 mm
Leergewicht: 1035−1080 kg

Im Jahr 1996 folgte der Mitsubishi Colt CJ0, welcher von der Grundform an die bisherigen Colts angelehnt war. Bereits nach 2 Jahren bekam der CJ0 ein Facelift. Markanteste Veränderungen waren Klarglasrückleuchten, runde statt eckige Nebelscheinwerfer und dass Scheinwerfer und Blinker nun ein Teil waren und nicht wie vorher zweiteilig. Im Jahr 2000 folgte ein Motorüberarbeitung zur Verbesserung der Abgasnormen. Der 1.3-l-Motor hatte nun 82 statt 75 PS und der 1.6-l 103 statt 90 PS. Die Motoren besaßen nun alle einen Vorkatalysator, eine geänderte Ansaugbrücke, Zündspulen statt Zündverteiler und 16 Ventile.

In Japan gab es den Colt unter dem Namen "Mirage Cyborg" in einer schnellen Variante mit einem 1.6-l-MIVEC-Motor und 175 PS.

Die 175 PS MIVEC-Version des 4G92 Motors, ist ab Werk auf 180km/h begrenzt.

Heckansicht des Colt


Motoren[1][Bearbeiten]

Modell Zylinder/Ventile/Nockenwelle Hubraum max. Leistung max. Drehmoment Motorkennung Vmax Beschleunigung 0-100 km/h Bauzeit
1.3 l 4/12/SOHC 1298 cm³ 55 kW/75 PS 108 Nm 4g13 170 km/h 12,5 s 03/1996−09/2000
1.3 l 4/16/SOHC 1298 cm³ 60 kW/82 PS 120 Nm 4g13 170 km/h 12,5 s 09/2000−12/2003
1.6 l 4/16/SOHC 1597 cm³ 66 kW/90 PS 137 Nm 4g92 185 km/h 10,5 s 03/1996−09/2000
1.6 l 4/16/SOHC 1597 cm³ 76 kW/103 PS 141 Nm 4g92 185 km/h 10,5 s 09/2000−12/2003
1.6 l (nur in Japan) 4/16/DOHC MIVEC 1597 cm³ 129 kW/175 PS 167 Nm 4g92 210 km/h 7,8 s 1992–1996

Colt Z30 (2004–2012)[Bearbeiten]

6. Generation (Z30)
Mitsubishi Colt Fünftürer (2004–2008)

Mitsubishi Colt Fünftürer (2004–2008)

Produktionszeitraum: 2004–2012
Karosserieversionen: Kombilimousine, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
1,1–1,5 Liter
(55–145 kW)
Dieselmotoren:
1,5 Liter
(50–70 kW)
Länge: 3810–3940 mm
Breite: 1680–1695 mm
Höhe: 1535–1550 mm
Radstand: 2500 mm
Leergewicht: 1040−1275 kg
Sterne im Euro NCAP-Crashtest(2005)[2] 4-Sterne Crahstest.svg

Die Einführung des neuen Colt, der inzwischen sechsten Generation des Mitsubishi-Modells fand im Jahr 2004 statt.

Den neuen Colt, der zu diesem Zeitpunkt erstmals auch mit dem leistungsstärkeren der beiden vorgesehenen Common-Rail-Dieselmotoren (3-Zylinder von DaimlerChrysler) angeboten wurde, zeichnete im November des gleichen Jahres Bild am Sonntag mit dem Goldenen Lenkrad aus.

Nach 1988 war dies das zweite Mal, dass ein Colt-Modell diesen Preis erhielt. Gebaut wurde er in den Niederlanden von der Firma NedCar, die im Sommer 2012 verkauft wurde. Der letzte Colt wurde dort am 16. November 2012 produziert.

Motoren[Bearbeiten]

Modell Hubraum Leistung Max. Drehmoment Besonderheit Bauzeit
Ottomotoren
1.1 MPI 1124 cm³ 55 kW (75 PS) bei 6000 min-1 100 Nm bei 3500 min-1 nicht im CZC 2004–2008
1.1 MPI 1124 cm³ 55 kW (75 PS) bei 6000 min-1 100 Nm bei 4000 min-1 nicht im CZC / Facelift Cleartec + Änderung am Getriebe 2008–2012
1.3 MPI 1332 cm³ 70 kW (95 PS) bei 6000 min-1 125 Nm bei 4000 min-1 auch mit Allshift-Automatik; nicht im CZC 2004–2012
1.5 MPI 1499 cm³ 80 kW (109 PS) bei 6000 min-1 145 Nm bei 4000 min-1 im Fünftürer auch mit Allshift-Automatik 2004–2008
1.5 Turbo 1468 cm³ 110 kW (150 PS) bei 6000 min-1 210 Nm bei 3500 min-1 nur im CZT und CZC; mit Turbolader 2005–2008
Colt Ralliart mit Turbolader 2008–2011
1.5 Turbo 1468 cm³ 145 kW (197 PS) bei 6000 min-1 260 Nm bei 3500 min-1 Colt Ralliart mit Turbolader
Nur in der Schweiz erhältlich
2009–2011
Dieselmotoren
1.5 DI-D 1493 cm³ 50 kW (68 PS) bei 4000 min-1 160 Nm bei 1600 min-1 nicht im CZC 2005–2007
1.5 DI-D 1493 cm³ 70 kW (95 PS) bei 4000 min-1 210 Nm bei 1800 min-1 nicht im CZC 2004–2008
1.5 DI-D DPF (offen) 1493 cm³ 70 kW (95 PS) bei 4000 min-1 210 Nm bei 1800 min-1 nicht im CZC, mit Rußpartikelfilter (offenes System) 2006–2008

Modellpflege[Bearbeiten]

Auf der Mondial de l’Automobile im Oktober 2008 in Paris wurde eine überarbeitete Version des Mitsubishi Colt vorgestellt, die am 15. November 2008 auf den Markt kam. Die Änderungen an dem drei- bzw. fünftürigen Steilheckmodell betreffen vor allem die Optik.

Die Produktion des Dieselmotors wurde mangels Nachfrage eingestellt. Laut Mitsubishi wurden lediglich 35 % der Karosserieteile des bisherigen Modells beibehalten.[3]

Die Stirnseite der Karosserie wurde an die sogenannte Jet-Fighter-Frontpartie des Lancers angepasst und besitzt nun schmalere und kantiger geformte Scheinwerfer. Der große, zweigeteilte Kühlergrill wird von einer weniger steil stehenden und höher abschließenden Motorhaube nach oben hin begrenzt. Der untere Teil des Stoßfängers besteht beim überarbeiteten Colt aus schwarzem Kunststoff mit Aussparungen für die Nebelscheinwerfer. Die bisher rundum angebrachten Stoßleisten entfielen, und die Verkleidungen der A-, B- und C-Säulen sind anstatt in Wagenfarbe nun in Schwarz ausgeführt. Am Heck des fünftürigen Colt wurden die hohen Rückleuchten verkleinert und schließen am Heckfenster ab; außerdem wurden in die umgestaltete und nun schwarze Heckschürze Reflektoren integriert.

Im Innenraum erhielt das Lenkrad eine neue Form, weiterhin wurden die bisher drei Rundinstrumente durch zwei ersetzt und um ein Informationsdisplay ergänzt. Neben der Überarbeitung der Mittelkonsole mit modifizierten Reglern zur Bedienung von Klima- und Audioanlage soll die Qualität der verwendeten Materialien erhöht und die Geräuschdämmung verbessert worden sein. Durch eine geänderte Rücksitzbank steigt zudem das maximale Kofferraumvolumen von 854 auf 1032 Liter.

Das ausschließlich dreitürige Topmodell Colt CZT entfiel nach der Modellpflege und wurde durch ein neues Sportmodell namens Ralliart ersetzt. Dieses war nun auch als Fünftürer verfügbar, bei dem weiterhin der turbogeladene 1,5-Liter-Ottomotor mit 110 kW (150 PS) Verwendung fand. Neben einem optimierten Fahrwerk mit größeren Vorderachsstabilisatoren für ein besseres Handling zeichnete sich dieses Modell durch ein Ralliart-Emblem am Kühlergrill, Seitenschweller und einen Dachspoiler aus. Darüber hinaus war es mit einem verchromten Auspuffendrohr am Heck sowie mit titanfarbenen Leichtmetallrädern ausgestattet. Seit 2011 ist das Sportmodell Ralliart nicht mehr verfügbar.[4] Im Februar 2012 wurde bekannt gegeben, dass die Produktion des Colt und des Mitsubishi Outlander im Werk Born (Niederlande) aufgrund zu geringer Kapazitäten eingestellt wird. Stattdessen werden nun die neuen Modelle aus Osteuropa und Asien geliefert.

Colt ClearTec[Bearbeiten]

Der Colt ClearTec ist eine seit 2009 erhältliche besonders verbrauchs- und emissionsarme Variante des Colt.

Technologien wie Leichtlaufreifen, eine optimierte Getriebeübersetzung, neues Motorenöl mit niedriger Viskosität und eine Start-Stopp-Automatik ermöglichen, dass Verbrauchs- und Emissionswerte weiter gesenkt wurden.

Sondermodelle[Bearbeiten]

  • 2006: Mitsubishi Colt Remix[5]
  • 2009: Mitsubishi Colt Polar[6]
  • 2010: Mitsubishi Colt In Motion[7]
  • 2010: Mitsubishi Colt In Motion PLUS[7]
  • 2010: Mitsubishi Colt Edition[8]
  • 2011: Mitsubishi Colt Xtra[9]
  • 2012: Mitsubishi Colt 35 Jahre / 35 Jahre Plus [10]
  • 2012: Mitsubishi Colt Athletic[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Motorcodes & Modelle bei BMD, - Brixtons Mitsubishi Datenbank
  2. Ergebnisse des Colts(2005) im Euro-NCAP Crashtest
  3. Auto-Bild Online-Ausgabe vom 7. Oktober 2008: „Mitsubishi Colt in Paris 2008: Große Schnauze
  4. Auto-News Online-Ausgabe vom 2. Oktober 2008: „Mitsubishi in Paris: Der kleine Colt wird zum Jetfighter
  5. http://www.autosieger.de/article11182.html
  6. http://www.autobild.de/artikel/mitsubishi-colt-quot-polar-quot-_1012800.html
  7. a b http://www.autobild.de/artikel/mitsubishi-colt-quot-in-motion-quot-_1222074.html
  8. http://www.bild.de/auto/partner/auto/wie-dreist-ist-das-denn-14495748.bild.html
  9. http://www.focus.de/auto/news/sondermodell-mitsubishi-colt-xtra-mehr-fuer-weniger_aid_616132.html
  10. http://www.heise.de/autos/artikel/Mitsubishi-Colt-Sondermodelle-zum-35-Jubilaeum-1474913.html
  11. http://www.focus.de/auto/news/mitsubishi-colt-sondermodell-athletischer-auftritt_aid_754961.html

Quellen[Bearbeiten]

  • Automobil Revue. Katalognummer 1979
  • Joachim Kuch: Japanische Automobile. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-613-01365-7, S. 121–127.
  • Mitsubishi Colt Betriebsanleitung. dänisch ab 2005

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mitsubishi Colt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien