Judenburg
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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Steiermark | |
| Politischer Bezirk: | Judenburg (JU) | |
| Fläche: | 13,22 km² | |
| Koordinaten: | 47° 10′ N, 14° 40′ OKoordinaten: 47° 10′ 21″ N, 14° 39′ 37″ O | |
| Höhe: | 737 m ü. A. | |
| Einwohner: | 9619 (31. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 728 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 8750 | |
| Vorwahl: | 03572 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 08 06 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptplatz 1 8750 Judenburg |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeisterin: | Margarete Gruber (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2005) (31 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Judenburg im Bezirk Judenburg | ||
Judenburg ist eine Bezirkshauptstadt im österreichischen Bundesland Steiermark mit ca. 9.619 Einwohnern (Stand 1. Januar 2006).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Judenburg liegt auf einer Seehöhe von 737 m am Rande des Aichfeldes, einem weiträumigen Tal der Alpen.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadtgemeinde gliedert sich in die Katastralgemeinden Judenburg, Tiefenbach und Waltersdorf.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
1940 wurde ein Teil der Gemeinde Murdorf eingemeindet, 1963 die Gemeinde Waltersdorf.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Von Norden, im Uhrzeigersinn:
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung als Judinburch stammt aus dem Jahr 1074. Jüdische Händler spielten zu dieser Zeit eine wichtige Rolle im transalpinen Handel und gründeten Handelsposten in der Region. 1224 erhielt Judenburg die Stadtrechte, und wuchs im 13. und 14. Jahrhundert zu einem überregional bedeutenden Handelszentrum heran, das Handel unter anderem mit Venedig trieb. So galt der Judenburger Gulden als wichtigste Goldmünze Österreichs. Aus dieser Zeit stammt auch die heute noch gut erhaltene historische Altstadt.
Im 14. und 15. Jahrhundert kam es zu mehreren Pogromen[1], und 1496 wurden alle steirischen Juden des Landes verwiesen.
Bis zum Ersten Weltkrieg war Judenburg eine Garnison der K.u.k. Armee. 1914 befand sich hier das Mährische Feldjäger Bataillon Nr. 17.
Heute ist Judenburg eine Industrie- und Handelsstadt und verfügt im schulischen Bereich unter anderem über ein Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium sowie eine Handelsakademie.
Wahrzeichen von Judenburg ist der knapp 76 Meter hohe Stadtturm, der einen wunderbaren Rundblick über das Aichfeld bietet. Mit dem Bau wurde im 15. Jahrhundert begonnen. Ursprünglich wurde er als Glockenturm für die benachbarte Stadtpfarrkirche St. Nikolaus gebaut, die keinen eigenen Kirchturm besitzt. Er diente aber auch als Wachturm in Bezug auf Brände, die bis ins 19. Jahrhundert hinein sowohl die Stadt als auch den Turm selbst heimsuchten. Sein heutiges Aussehen erhielt der Stadtturm nach dem letzten Großbrand im Jahr 1840.
Heute befindet sich im Turm in 50 m Höhe eines der modernsten Planetarien Europas http://www.sternenturm.at.
Das Stadtwappen wurde verliehen mit Wirkung vom 1.6.1959 durch Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 9.2.1959. Beschreibung des Wappens: "Im roten Schild ein rechtsgekehrter Weißer, mit Judenhut bedeckter Judenkopf".
Während der Herrschaft des Nationalsozialismus gab es Bestrebungen, den Namen der Stadt, der aufgrund des Worts Jude/Juden als untragbar angesehen wurde, zu ändern. Die Diskussion darüber wurde allerdings auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verschoben, sodass eine Änderung nicht zustande kam.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945, wurde in Judenburg ein DP-Lager eingerichtet für jüdische so genannte "Displaced Persons". Außenlager existierten in den Ortsteilen Dietersdorf, Liechtenstein, Kobenz und Murdorf.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gibt es 578 Arbeitsstätten mit 6.060 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 1.799 Auspendler und 3.840 Einpendler. Es gibt 41 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 16 im Haupterwerb), die zusammen 3.791 ha bewirtschaften (Stand 1999).
Seit einigen Jahren hat Judenburg mit der kontinuierlichen Abwanderung von Betrieben und Einwohnern zu kämpfen. Die Errichtung eines Einkaufszentrums in der Nachbargemeinde Fohnsdorf hat diese Tendenz noch verschärft und führte zu einer starken Ausdünnung des Handels. Einzelhandel und auch Handelsketten gingen ins EKZ, die Geschäftslokale in der Innenstadt stehen mittlerweile fast zur Gänze leer. Die Stadt reagierte auf diese Probleme mit der Erstellung eines Marketingkonzepts, auf das beispielsweise der Bau des Planetariums zurückgeht. Eine Trendumkehr ist bis jetzt aber noch nicht gelungen.
[Bearbeiten] Politik
Der Gemeinderat besteht aus 31 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2005 aus Mandataren der folgenden Parteien zusammen:
Die SPÖ stellt mit Grete Gruber die Bürgermeisterin.
[Bearbeiten] Sport
Die Bezirkshauptstadt Judenburg verfügt über zahlreiche Sportanlagen zur Ausübung verschiedenster Sportarten. Das Sportstadion Judenburg-Murdorf (seit 1970) ist mit einer Leichtathletikanlage für Wettkämpfe internationalen Formats ausgestattet. Der örtliche Fußballklub FC Judenburg, der mehr als einhundert Knaben und Mädchen durch ausgebildete Trainer betreut, hat auch hier seinen Standort und trägt hier auch seine Heimspiele im Rahmen der Fußballmeisterschaft des steirischen Fußballverbandes aus. Ein Kunstrasenspielfeld (errichtet 2008) mit einer Flutlichtanlage höchster und modernster Qualität steht ebenfalls zur Verfügung. Judenburg ist auch einer von fünf Standorten eines Leistungsausbildungszentrums des steirischen Fußballverbandes. Weiters ist im Stadion Judenburg auch ein moderner Skaterpark eingerichtet. Die Sporthalle Lindfeld (seit 1974) beherrbergt die Sektionen Badminton, Judo und Tischtennis des ATUS Judenburg. In den Wintermonaten werden dort auch Hallenfußballturniere ausgetragen, neuerdings auch Meisterschaftsspiele der österreichischen Futsal-Bundesliga. Die Schulturnhalle der Volksschule Judenburg-Stadt bietet neben den schulischen Aktivitäten auch die Möglichkeit für Mitglieder Judenburger Vereine, ihren sportlichen Interessen nachzugehen. Das Judenburger Erlebnisbad (seit 1990) bietet Familien alle Möglichkeiten wie Spaß- und Kinderbecken, Kleinkinderbereich, Mutter-Kind-Bereich, Spielbach, Strömungs-Schwimmkanal, 70 m Wasserrutsche aber auch ein Sportbecken (25x15m), Erlebnisbecken und ein Nichtschwimmerbecken. Großzügige Liegewiesen, ein Naturrasen-Fußballplatz, ein Beachvolleyballplatz, ein Restaurant und ein großer Saunabereich (mit finnischen Kabinen, Dampfkabine, Biosauna mit Helarium, Infrarot-Wärmekabine, einer Kneippstraße, Massage und Solarium) runden das Angebot ab. Ebenso steht ein Hallenbad mit einem 20m Sportbecken und ein Kleinkinderbereich mit Rutsche zur Verfügung. Die Tennishalle in Judenburg-Strettweg bietet drei gepflegte Teppich-Granulat-Plätze an und die angeschlossene Kletterhalle Judenburg ist mit 820 m² Kletterfläche und einer Wandhöhe von bis zu 17 Metern eine der modernsten Indoor-Kletteranlagen in Österreich und Sportkletter-Stützpunkt des Landes Steiermark. Eine Schulungs- und Genusskletterwand und eine extrem ausladende Vorstiegswand sowie der Boulderbereich wird von vielen Besuchern frequentiert.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Gernot Jurtin, Fußballer Sturm Graz, Nationalteam
- Renate Götschl, österreichische Skiläuferin
- Georg Pichler, österreichischer Schriftsteller
- Alf Poier, österreichischer Liedermacher und Kabarettist
- Josef Riegler, österreichischer Politiker
- Herbert Hufnagl, österreichischer Journalist
- Walter Pfrimer, bekannt durch den sogenannten Pfrimer-Putsch 1931
- Eva Steinberger, Golfproette
- Christoph Sumann, österreichischer Biathlet
- Egon Haar; Dr. mont. Dekan FH-Kufstein-Tirol
- Jack Unterweger; Serienmörder
- Wolfgang Muthspiel; Jazzmusiker
- Christian Muthspiel; Jazzmusiker und Maler
- Kurt Muthspiel; Komponist
- Christian Pfannberger;österreichischer Radrennfahrer
[Bearbeiten] Literatur
- Johann Andritsch: Stadtchronik Judenburg. Judenburg 1989
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Homepage der Stadt
- Sternenturm Judenburg
- DP-Lager Judenburg
- Jugendforum der Region
- Gemeindedaten von Judenburg bei der Statistik Austria
[Bearbeiten] Quellen
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