Niederzier

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niederzier
Niederzier
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederzier hervorgehoben
50.8830555555566.4666666666667100Koordinaten: 50° 53′ N, 6° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Düren
Höhe: 100 m ü. NN
Fläche: 63,43 km²
Einwohner:

14.003 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 221 Einwohner je km²
Postleitzahl: 52382
Vorwahl: 02428
Kfz-Kennzeichen: DN
Gemeindeschlüssel: 05 3 58 048
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 8
52382 Niederzier
Webpräsenz: www.niederzier.de
Bürgermeister: Hermann Heuser (SPD)
Lage der Gemeinde Niederzier im Kreis Düren
Kreis Düren Nordrhein-Westfalen Rhein-Erft-Kreis Kreis Euskirchen Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Stadt Aachen Städteregion Aachen Belgien Heimbach Kreuzau Nideggen Vettweiß Düren Jülich Langerwehe Titz Merzenich Aldenhoven Hürtgenwald Nörvenich Inden Niederzier LinnichKarte
Über dieses Bild

Niederzier ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Düren.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde Niederzier besteht aus den Ortschaften Niederzier, Oberzier, Ellen, Hambach, Krauthausen, Berg, Selhausen und Huchem-Stammeln mit folgenden Ortsgrößen (Hauptwohnsitze, Stand 1. August 2010):

Ortsteil Bevölkerung
Ellen 2.190
Hambach 1.266
Huchem-Stammeln 3.350
Krauthausen 701
Niederzier 3.422
Oberzier 2.968
Selhausen 371

[Bearbeiten] Geografie

Niederzier liegt in der Jülicher Börde, die durch weite, ebene Ackerflächen geprägt ist. Im Südwesten wird Niederzier durch das Rurtal begrenzt, im Norden und Osten bildet die Sophienhöhe und der Tagebau Hambach eine künstliche Begrenzung der Gemeinde. Im Südosten verläuft die Gemeindegrenze entlang der BAB 4.

Angrenzende Städte und Gemeinden sind im Nordwesten die Stadt Jülich, im Norden die Gemeinde Titz, im Nordosten die Stadt Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis), im Südosten die Gemeinde Merzenich, im Süden die Stadt Düren und im Westen die Gemeinde Inden.

[Bearbeiten] Geschichte

Niederzier und Oberzier können bereits im 12. Jahrhundert nachgewiesen werden. Die späteren Teile der Gemeinde gehörten bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 zum Herzogtum Jülich, von 1794 bis 1814 standen die Teile der Gemeinde dann unter französischer Verwaltung. Durch die Grenzziehung des Wiener Kongresses wurden die Ortschaften unter preußische Verwaltung gestellt. Am 1. Juli 1969 wurde Oberzier eingemeindet.[2] Seine heutige Struktur besitzt die Gemeinde seit dem 1. Januar 1972, da zu diesem Zeitpunkt ein Gesetz zur Neuordnung des Raumes Aachen, das Aachen-Gesetz, in Kraft trat. Die ehemaligen Gemeinden Ellen, Hambach, Huchem-Stammeln, Selhausen und Steinstraß wurden eingegliedert.[3] Steinstraß gehörte als Lich-Steinstraß an der nördlichen Gemeindegrenze zum Gemeindegebiet. Dieser Ort besteht heute nicht mehr. Er fiel dem Braunkohletagebau Hambach zum Opfer. Seine Bevölkerung wurde in den 1980er Jahren nach Jülich umgesiedelt.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Kommunalwahl

Ergebnisse der letzten Kommunalwahl am 30. August 2009:

[Bearbeiten] Gemeinderat

Aufgrund dieser Ergebnisse sind die 26 Sitze des Gemeinderates wie folgt verteilt:

  • SPD – 15 Sitze
  • CDU – 9 Sitze
  • Grüne – 2 Sitze

Stand: Kommunalwahl 30. August 2009

[Bearbeiten] Bürgermeister

Hermann Heuser (SPD) wurde am 20. Januar 2008 als gemeinsamer Kandidat von CDU und SPD mit 95,3 % der abgegebenen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,7 % gewählt. Die Bürgermeisterwahl wurde durch den Tod des bei der Kommunalwahl 2004 gewählten Bürgermeisters Hartmut Nimmerrichter (SPD, † 15. September 2007) erforderlich.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „Von Gold und Schwarz geteilt, oben ein schwarzer, rotbewehrter und –bezungter, schreitender Löwe, unten vier goldene Pfähle.“

Alle Orte gehörten ehemals zum Herzogtum Jülich und liegen in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt Jülich. Daher bot sich die Verwendung des Jülicher Löwen als historisches Symbol an. Die neun Felder der unteren Schildhälfte stehen für die neun zusammengeschlossenen Ortschaften; die Farben sind die des Herzogtums Jülich. Die pfahlweise Teilung kann auch aufgefasst werden als Erinnerung an die lange in der Burg Niederzier ansässige und in der jülichschen Landesverwaltung bedeutende Familie von Hochsteden, die im Wappen drei grüne Pfähle in Silber unter roten Schildhaupt führte.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Dr. Ulf-Dietrich Korn aus Münster gestaltet.

[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften

Niederzier unterhält partnerschaftliche Beziehungen mit der französischen Stadt Vieux-Condé (seit 1988) und mit der thüringischen Stadt Bleicherode (seit 1989).

[Bearbeiten] Bauwerke

Das bekannteste Bauwerk der Gemeinde ist die Wasserburg Niederzier, momentan dient sie als Verwaltungssitz der Gemeindeverwaltung. Siehe Burg Niederzier.

Im Dorf Hambach, nach dem der nahegelegene Tagebau benannt ist, findet sich das alte herzogliche Jagdschloss Schloss Hambach, das in Teilen erhalten ist und Reste mittelalterlicher und renaissancezeitlicher Architektur bietet.

[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen

Zu den regionalen Naherholungsgebieten gehört der Ellbachpark in der Ortschaft Niederzier, sowie die Sophienhöhe am Nordrand der Gemeindegrenze. Ebenfalls gibt es einen Skatepark neben dem Jugendzentrum.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Autobahnanschlüsse

BAB 4

  • (Abfahrt Düren / Jülich)

BAB 44

  • (Abfahrt Jülich Ost)
  • (Abfahrt Jülich West)

[Bearbeiten] Bundesstraßen

Durch den südlichen Teil der Gemeinde Niederzier und durch den Ortsteil Selhausen führt die B 56, nordwestwärts Richtung Jülich, südostwärts Richtung Düren.

[Bearbeiten] ÖPNV

Rurtalbahnhof in Krauthausen

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Tagebau

Der Tagebau Hambach ist der tiefste Braunkohletagebau Europas und kann von verschiedenen Aussichtspunkten aus eingesehen werden. Bei Ausgrabungen auf dem Gebiet des Tagebaus wurde 1978 der Goldschatz von Niederzier aus der Keltenzeit entdeckt, welcher heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn ausgestellt ist.

[Bearbeiten] Museum

Siehe Heimatmuseum Haus Horn in Oberzier

[Bearbeiten] Musikschule

Seit 1989 betreibt die Gemeinde eine eigene Musikschule. In den Ortsteilen Oberzier und Huchem-Stammeln wird (Stand Oktober 2010) Unterricht in 17 Instrumenten und Gesang sowie musikalische Früherziehung angeboten. [4]

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Niederzier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
  3. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  4. Netzseite der Musikschule Niederzier
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