Piper J-3

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Piper L-4)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Piper J-3 Cub
PiperJ-3Cub02.jpg
Piper J-3 Cub
Typ: Schulflugzeug
Entwurfsland: Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller: Piper Aircraft Corporation
Erstflug: 1938
Produktionszeit: 1938 bis 1947
Stückzahl: 14.125
Der kleine Bär[1] gab der verbreiteten Piper CUB ihren Namen

Die Piper J-3 Cub ist ein einmotoriges, zweisitziges Leichtflugzeug des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Piper Aircraft Corporation. Sie ist Vorläufer der PA-18 und startete 1938 zu ihrem Erstflug.

Inhaltsverzeichnis

Der Hochdecker besitzt ein starres Heckspornfahrwerk. Insgesamt sind von diesem Typ 14.125 Maschinen hergestellt worden.

Die Flugeigenschaften dürfen als „gutmütig“ bezeichnet werden, solange man nicht zu langsam fliegt. Wie die meisten Spornradflugzeuge braucht man beim Landen ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl, da dieser Flugzeugtyp gerade bei Landungen unter Seitenwindeinfluss zum Ausbrechen neigt. Das Flächenprofil der Piper J-3 ist für niedrige Geschwindigkeiten ausgelegt. Daher besitzt die J-3 im Gegensatz zur PA-18 keine Landeklappen.

Die Motorisierung betrug zunächst 29 kW (40 PS). Dies wurde später auf bis zu 63 kW (85 PS) gesteigert. Das Flugzeug erreicht eine Reisegeschwindigkeit von ca. 75 mph (ca. 125 km/h). Nur noch wenige flugtaugliche Flugzeuge von diesem Baumuster sind heute erhalten. Ein Exemplar findet sich noch im Aero-Club Coburg/Brandensteinsebene mit dem Kennzeichen D-ELUM.

Die Konstruktion Piper J-3 und L-4 dienten als Vorbild für zahlreiche andere Flugzeuge, auch heute noch ist ein nahezu identischer Nachbau der Firma RANS, die RANS S-7 Courier, als Ultraleichtflugzeug in Produktion. Die Firma Maule Air entwickelte die Konstruktion bis zum heutigen Tag konsequent weiter.

[Bearbeiten] Piper L-4

Die Piper L-4 oder auch Piper O-59 Grasshopper ist ein für militärische Zwecke modifizierte Variante der Piper J-3 und gilt als der am weitesten verbreitete Typ der „L“-Flugzeuge. Das Präfix „L“ (Abkürzung für „Liaison“) war bei der USAAF die Kennzeichnung für leichte Verbindungs- und Aufklärungsmaschinen. Insgesamt wurden von der L-4 über 5.800 Stück produziert.

Piper Typ L-4 in originaler Bemalung
Piper Typ L-4, HB-OCI, 1944, Werknummer 12534

Die L-4 wurde im Zweiten Weltkrieg u.a. als Kurier- Erkundungs- und Beobachtungsflugzeug eingesetzt; außerdem wurde sie zum Abwurf von Rauchbomben und zum Verlegen von Fernmeldekabeln verwendet. Zu diesem Zwecke erhielt dieses Baumuster im Vergleich zur Piper J-3 größere Fenster an den Seiten und über den Sitzen, um die Sicht vor allem nach hinten zu verbessern. Mit Hilfe des Brodie-Systems konnte die L-4 zudem als Aufklärungsflugzeug von Bord kleinerer Schiffe eingesetzt werden.

Versionen mit stärkerer Motorisierung wie die L-4E/F mit 55 kW (75 PS) und die L-4G mit 66 kW (100 PS) wurden in geringen Stückzahlen ausgeliefert. Die US-Navy kaufte 100 L-4Gs und verwendete sie mit der Bezeichnung HE-1, nach einer Änderung des Bezeichnungssystems wurden sie in AE-1 umbenannt. Diese Maschinen konnten eine Krankenliege im Rumpf aufnehmen. Eine modernisierte Version der L-4 kam als L-18 im Koreakrieg zum Einsatz.

[Bearbeiten] Technische Daten (L-4B)

Kenngröße Daten
Besatzung 2
Länge 6,83 m
Spannweite 10,76 m
Leermasse 345 kg
Höchstgeschwindigkeit 142 km/h in Meereshöhe
Triebwerk ein Continental O-170-3 mit 48 kW (65 PS)

[Bearbeiten] Vergleichbare Typen

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Let's See What We Have Here. Piper Aviation Museum Store, abgerufen am 27. August 2010 (englisch): „Large Cub Bear decal“

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Piper Cub – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen