Die Sendung mit der Maus

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Seriendaten
Originaltitel Die Sendung mit der Maus
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) seit 1971
Länge 30 Minuten
Genre Wissens- und Unterhaltungssendung für Kinder
Produktion WDR
RBB
SR
SWR
Idee Gert Kaspar Müntefering
Musik Hans Posegga
Erstausstrahlung 7. März 1971 auf Deutsches Fernsehen
Besetzung

Die Sendung mit der Maus ist eine der erfolgreichsten Kindersendungen im deutschen Fernsehen. Sie wird seit 1971 von der ARD produziert und am Sonntagvormittag ausgestrahlt. Kern der Sendung sind sogenannte Lach- und Sachgeschichten, zu denen neben kurzen Zeichentrickfilmen auch jeweils ein Wissensfilm, beispielsweise über die Herstellung oder Funktionsweise eines Alltagsgegenstandes, zählt.

Allgemeines[Bearbeiten]

Als Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger wurde die Sendung um 1970 von Gert Kaspar Müntefering, Siegfried Mohrhof, Monika Paetow und Armin Maiwald entwickelt. Erste Ausstrahlung war am 7. März 1971 in der ARD. Ein knappes Jahr später, am 23. Januar 1972, wurde sie in Die Sendung mit der Maus umbenannt. Beiträge aus der Sendung werden in fast 100 Ländern gezeigt. Die Sendung erhielt bisher mehr als 100 nationale und internationale Preise. Im Juni 1998 war die Maus Motiv einer Briefmarke. Auf der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover warb sie im deutschen Pavillon für die Bundesrepublik. Die Aufforderung „Frag doch mal die Maus“ wurde zum geflügelten Wort und 2006 zum Titel einer ARD-Show.[2]

Sendetermine[Bearbeiten]

Erstausstrahlung der Sendung ist üblicherweise am Sonntag um 11:30 Uhr im Ersten und im KiKA. Bei Veranstaltungen wie beispielsweise Immer wieder sonntags, Verleihung des deutschen Buchpreises, Wintersportübertragungen, erfolgt im Ersten die Übertragung oft früher. Die Ausstrahlung im KiKA bleibt hingegeben bei 11:30 Uhr. Wiederholungen sind

Fernsehformat[Bearbeiten]

Die Sendung mit der Maus besteht aus drei Grundelementen, die scharf voneinander abgetrennt sind:

  • Die Sachgeschichten sollen den Kindern Wissen vermitteln.
  • Die Lachgeschichten dienen der Unterhaltung und dem Nachdenken.
  • Die in 2D-Tricktechnik animierten Maus-Spots fungieren als Trennelemente.

Obgleich das Zielpublikum Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter sind, liegt das Durchschnittsalter der Zuschauer bei knapp 40 Jahren. Die Eltern sind häufig mit den Kindern vor dem Fernseher.[3]

Produziert wird die Sendung vom WDR, viele Jahre war sie eine der größten Gemeinschaftsproduktionen der ARD, z. B. mit RBB, SR und SWR.

Seit dem 6. Oktober 2005 überträgt ARTE am Sonntagmorgen im deutschsprachigen Programm eine französische Version der Die Sendung mit der Maus, dort heißt sie „La souris souriante“ (Die lächelnde Maus). Seit dem 7. März 1999 hat die Sendung auch einen eigenen Internetauftritt.

Während zuvor schon einzelne Filme im Breitbildformat präsentiert wurden, wird die Sendung seit dem 8. April 2007 komplett in 16:9 ausgestrahlt. Die erste Ausgabe in nativem HD wurde am 1. Januar 2012 gesendet.

Inhalt[Bearbeiten]

Logo der Maus an den WDR Arkaden; rechts der Kölner Dom
Maus als Plastik in Erfurt
Elefant als Plastik in Erfurt

Die Sendung mit der Maus wurde aus den „Lach- und Sachgeschichten“ entwickelt. Der Ideengeber dafür war Gert K. Müntefering. Die ersten Sachgeschichten drehte Armin Maiwald im Auftrag des WDR ohne Worte, die Lachgeschichten enthielten unter anderem die „Geschichte von der Maus im Laden“, die Isolde Schmitt-Menzel gezeichnet hatte. Das Redaktionsteam Siegfried Mohrhof (Leiter Familienfernsehen), Gert K. Müntefering (Leitung Kinderfernsehen) und Monika Paetow (Redakteurin im Kinderprogramm), beschloss, die Maus aus dieser Lachgeschichte zur Vorlage für die Mausspots heranzuziehen. Als deutsches Programm für kleine Kinder und in direkter Konkurrenz zur frisch importierten „Sesamstraße“ wurde innerhalb eines Jahres Die Sendung mit der Maus zur Serienreife entwickelt. Armin Maiwald, ursprünglich nur Regisseur, erhielt den redaktionellen Auftrag, seine Stimme und seine Form der Recherche als bewusstes Stilmittel einzusetzen und wurde so zur Identifikationsfigur in der Sendereihe. Redakteur Dieter Saldecki öffnete die Sendereihe für neue gesellschaftliche und wissenschaftliche Themen, die gemeinhin als zu schwierig für ein Kinderpublikum galten. 1983 ergänzte Christoph Biemann in seinem grünen Pulli auf komödiantische und einfallsreiche Weise die Leiste der Sachgeschichten. Seit 1999 erklärt auch Ralph Caspers dem Maus-Publikum in kleinen Einspielfilmen (den sogenannten „Sachgeschichten“) auf einfache Art und Weise mitunter sehr komplexe Vorgänge und Themen. Selten werden die Sachgeschichten auch von anderen Moderatoren wie z. B. Johannes Büchs,[4] Malin Büttner,[5] Fulgencio Morente Gómez[6] und Urs Wehrli[7] präsentiert. Die Maus selbst wurde aus der Vorlage von Isolde Schmitt-Menzel durch die Trickfilm-Spots von Friedrich Streich zur eigentlichen Fernsehmaus. Das Alte Rom, Brennnesseln, das Archimedische Prinzip, Bundestagswahl, Tschernobyl, Kettenreaktion, Internet, Nachkriegszeit, die Weltraumstation Mir, die Herstellung unzähliger Produkte (von der Milch und den Brötchen über den Bleistift und Tennisball bis hin zum Flugzeug) und vieles mehr wurden und werden dem Zuschauer auf sehr anschauliche Weise nähergebracht. Dazu gehören auch Fragen wie „Wer malt die Streifen in die Zahnpasta?“, „Wie macht man Kaugummi – und wie ihn später auf dem Bürgersteig wieder weg?“ und die klassisch krumme Bananenfrage „Wie kommen die Löcher in den Käse?“

Die Sendung dauert ungefähr 30 Minuten. Die Vorstellung der Themen einer Sendung geschieht zuerst auf Deutsch (gesprochen von Günter Dybus), dann in einer Fremdsprache (gefolgt von der Erklärung, z. B.: „Das war Norwegisch.“). Ein weiterer fester Bestandteil der Sendung sind Kinderlieder, filmische Umsetzungen von Gedichten (beispielsweise Fünfter Sein von Ernst Jandl, realisiert von Norman Junge), wechselnde Mini-Serien (die so genannten „Lachgeschichten“), wie Der kleine Maulwurf, Petzi, Der Hase und der faule Förster, Nulli und Priesemut, Käpt’n Blaubär oder Shaun das Schaf. Im Wesentlichen durch die redaktionelle Arbeit von Enrico Platter, der auch Leiter des Kinderfernsehens WDR war, wurden die Arbeiten von Janosch einem größeren Publikum – durch den Vertrieb auch international – bekannt. Das gelang mit „Janoschs Traumstunde“ als Mausspezialsendung. „Oh wie schön ist Panama“ ist dabei in besonderer Erinnerung. Er allein wurde 25 mal vom WDR weltweit in Lizenz vergeben.

Weiterer Bestandteil sind die „Sachgeschichten“, meist ein Film von und mit Armin und ein zweiter von und mit Christoph. Diese Geschichten werden in der Regel in einer Folge abgeschlossen. Bei längeren Filmen werden sie oft von einem Kurzfilm mit der Maus unterbrochen. Nicht von Beginn an, aber heute inzwischen fast immer sind Sach- und Lachfilm sowie Maus-Spots auch thematisch verbunden.

Besonders komplexe Themen werden auf mehrere Folgen verteilt, z. B. der Bau eines Airbus, den ein Kamerateam über lange Zeit verfolgte, oder ein Biobauernhof im Laufe des Jahres. Besondere Anlässe, wie die Katastrophe von Tschernobyl oder die Nachkriegszeit bekommen eine Art Sondersendung, die nur dieses Thema behandeln, aber auch sonstige Sachgeschichten, wie der Bau eines Passivhauses oder Geschichten über die Kartoffel.

Für ihre herausragende Leistung wurde die Sendung (z. B. die „Atom-Maus“) mehrfach ausgezeichnet (siehe unten), erhielt generelle Anerkennung und läuft inzwischen in fast 100 Ländern (wenn auch selten komplett), womit sie als eine der erfolgreichsten deutschen Fernsehproduktionen überhaupt gilt.

Maiwalds charakteristische Stimme und seine teils flapsige Art, mit der er die Filme kommentiert, wurde mittlerweile häufig parodiert. Die Beiträge von Christoph Biemann spricht nicht er selbst, sondern werden mit einer Stimme aus dem „Off“ kommentiert, die häufig Elke Heidenreich oder Evi Seibert gehört. Dass Christoph immer in einem grünen Pullover auftritt, hat einen einfachen Grund: Für einen längeren Film, in dem er immer wieder zu sehen war, brauchte er identische Kleidung, um immer gleich auszusehen und so beim Filmschnitt Anschlussfehler zu vermeiden. Da er zwei grüne Pullover besaß, die er bei Bedarf unbemerkt wechseln konnte, wurde(n) diese(r) zu seinem Markenzeichen.

Die Maus, die der Sendung ab dem 23. Januar 1972 ihren Namen gab und die gemeinsam mit ihren Freunden – dem kleinen blauen Elefanten und der gelben Ente (seit 1987) – in kleinen Einspielfilmchen, den so genannten Maus-Spots, zu sehen ist, wurde von der Illustratorin Isolde Schmitt-Menzel erschaffen. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte die Maus in der Lachgeschichte „Die Maus im Laden“, einer von Isolde Schmitt-Menzel illustrierten Bildergeschichte. Die Animationen wurden vom Zeichentrickfilmer Friedrich Streich erstellt, die berühmte Eröffnungsmelodie stammt von Hans Posegga.

Chronologische Daten[Bearbeiten]

  • 07. Mär. 1971: Erste Sendung Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger.
  • 10. Mär. 1971: Erster Auftritt der Maus in der Sendung in der Bildergeschichte Maus im Laden.
  • 23. Jan. 1972: Die Sendung bekommt den Namen Die Sendung mit der Maus. Der bisherige Sendetitel blieb der Nebentitel.
  • 06. Feb. 1972: Der erste Film mit dem kleinen Maulwurf wird in der Sendung gezeigt.
  • 15. Okt. 1972: Die von Hans Posegga komponierte, bekannte Vor- und Abspannmusik feiert Premiere.
  • 09. Sep. 1973: Erstmals beginnt die Sendung mit einem zusätzlichen, fremdsprachigen Vorspann.
  • 23. Feb. 1975: Premiere des kleinen, blauen Elefanten.
  • 28. Okt. 1979: Der Trickfilm zur Janosch-Geschichte Oh, wie schön ist Panama wird in der Sendung gezeigt.
  • 1982: In der Sachgeschichte Tomatenketchup steht Christoph Biemann erstmals für die Sendung vor der Kamera.[8][9][10]
  • 27. Nov. 1983: Christoph Biemann präsentiert erstmals als Hauptdarsteller eine Sachgeschichte. Sie trägt den Namen Die zehn besten Methoden, einen Fluss zu überqueren.
  • 07. Mär. 1984: Enthüllung des Denkmals Maus und Elefant von Olaf Höhnen im Foyer des WDR-Vierscheibenhauses.
  • 28. Okt. 1984: Die 500. Episode der Sendung mit der Maus.
  • 02. Jan. 1987: Die gelbe Ente hat ihren ersten Auftritt.
  • 27. Mär. 1988: In der Sondersendung Atom-Maus trägt Christoph zum ersten Mal seinen grünen Pullover.
  • 06. Okt. 1991: Die erste Käpt’n-Blaubär-Folge läuft in der Maus.
  • 15. Mär. 1992: Der Raumfahrer Klaus-Dietrich Flade nimmt eine Maus mit zu einem Flug zur Raumstation Mir.
  • 15. Nov. 1992: Premiere in der Maus für den kleinen Eisbären.
  • Aug./Sep. 1999: Ralph Caspers präsentiert seine ersten, eigenen Sachgeschichten Wie kommt der Henkel an den Becher? und Wie funktioniert ein Leergutautomat?.
  • 01. Juni 2000 bis zum 31. Okt. 2000: Auf der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover ist Die Sendung mit der Maus im Pavillon Deutschland ausgestellt.
  • 08. Apr. 2007: Premiere für Shaun das Schaf bei Die Sendung mit der Maus.
  • 24. Juni 2012: Premiere für zwölf digital überarbeitete Folgen der von 1967 bis 1977 produzierten jugoslawischen Trickfilmserie Professor Balthazar, die in den 1970er Jahren im deutschen Fernsehen lief.
  • 03. Okt. 2012: Erster Maus-Türöffnertag unter dem Motto „Türen auf für die Maus“

Besonderes[Bearbeiten]

Maus-Lied[Bearbeiten]

Anlässlich des 25. Geburtstags der Kindersendung im Jahre 1996 re-arrangierte der Entertainer Stefan Raab die 1971 von Hans Posegga komponierte Titelmusik. Er erweiterte die Melodie zu dem Hip-Hop-Remix Hier kommt die Maus, der es mit 400.000 verkauften Einheiten bis auf Platz 2 der deutschen Charts schaffte. Hans Posegga und Stefan Raab erhielten eine Goldene Schallplatte. Am 23. März 2014 wurde von Anke Engelke ein weiteres Maus-Lied „Irgendwas ist immer – frag doch mal die Maus“ vorgestellt.[11]

Wanderausstellung[Bearbeiten]

1998 wurde eine Wanderausstellung namens MAUS OLEUM zusammengetragen, die sich bis 2004 auf Tour befand. Unter anderem konnte man Experimente nachstellen, Filme anschauen und einen Blick in über 30 Jahre „Maus“-Geschichte werfen. Stationen der Ausstellung waren unter anderem das Filmmuseum in Potsdam, das Museum Industriekultur in Osnabrück und das Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer.

Eine steinerne Maus-Statue, die in einer Maus-Sendung von einem Bildhauer geschaffen wurde, ziert seitdem den Eingangsbereich des WDR.

Aktion „Frag doch mal die Maus“[Bearbeiten]

Am 15. Mai 2005 startete Die Sendung mit der Maus die Aktion „Frag doch mal …“, bei der insgesamt über 75.000 Fragen gesammelt und die am häufigsten gestellten festgehalten wurden (s.u.). Am 8. April 2006 und am 30. August 2008 wurden Wiederholungen dieser Sendung im Ersten ausgestrahlt.

Die WDR-Medienforschung gab bei Prof. Dr. Lothar Mikos von der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam eine Begleitstudie in Auftrag, in der durch Interviews typische Interessengebiete ermittelt werden sollten. Sie ergab, dass sich Kinder im Grunde genommen für alles interessieren und es keine typischen Kinderfragen gibt.

Dies spiegelte sich auch im Fragenspektrum der Aktion „Frag doch mal …“ wider: Die meistgestellte Frage wurde 781mal gefragt, vereinigte also nur ungefähr ein Prozent der Stimmen auf sich.

Die Top 10 der meistgestellten Kinderfragen[Bearbeiten]

  1. Warum ist der Himmel blau?
  2. Alles über Maus und Elefanten
  3. Wie entsteht ein Regenbogen?
  4. Wie funktioniert ein Fernseher?
  5. Wie fliegen Flugzeuge?
  6. Warum erscheint Meerwasser blau?
  7. Was ist Strom?
  8. Wie kommt die Musik auf die CD?
  9. Wie funktioniert ein Computer?
  10. Warum ist die Banane krumm?

Liste der Sondersendungen[Bearbeiten]

  • Athen-Maus (2004)
  • Atom-Maus (1988; aktualisierte Fassung 2011)
  • Brasilien-Maus (2012)
  • Eisenbahn-Spezial (2008)
  • Erdöl-Maus (1991)
  • Fernseh-Maus (1996)
  • Geld-Maus (1994)
  • Gesetzes-Maus (2002)
  • Griechenland-Maus (2013)[12]
  • Indien-Maus (2009)
  • Island-Maus (2014)
  • Japan-Maus (2005)
  • Kartoffel-Spezial (2006)
  • Mittelalter-Maus (2000)
  • Müll-Maus (1993)
  • Nachkriegs-Maus (1989)
  • Olympia-Spezial (2004)
  • Rom-Maus (1995)
  • Solar-Maus (2004)
  • Steinzeit-Maus (1997)
  • Strom-Spezial (2005)
  • Südafrika-Maus (2010)
  • Türkei-Maus (2008)
  • Varus-Schlacht-Maus (2005)
  • Spezial Vom Glück des Lebens (2013)[13]
  • Wahl-Maus (1998)
  • Weltraum-Maus (1998)
  • Woll-Maus (1995)
  • Zirkus-Maus (1988)

Hinzu kommen Best-of-Sendungen wie „Die Nacht mit der Maus“ am 9. März 1996 (ARD), „Die 70er-Jahre-Maus“ am 1. Januar 1999 (Kika) und „Die lange Maus-Nacht“ am 10. Juli 2011 (WDR).

Deutschlandreise 2007[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2007 gab es einen weiteren Aufruf, bei dem die Kinder Fragen an das Maus-Team schicken konnten. Diesmal sollten die Fragen in Form von Rätseln geschickt werden, die dann jeweils abwechselnd von Armin, Christoph und Ralph gelöst werden sollen. In den Sommermonaten wurden die Lösungen vom 26. Juli bis 19. August 2007 ausgestrahlt.[14]

15. Juli 2007

  • 1. Rätsel (Armin): Welcher Kirchturm ist der höchste der Welt und wie hoch ist er? Lösung: Ulmer Münster mit 161,53 m
  • 2. Rätsel (Christoph): Wer waren die Rassler? Lösung: Aus dem Pforzheimer Umland in die Stadt pendelnde Goldschmiede

22. Juli 2007

  • 3. Rätsel (Ralph): Welchen Beruf hat der Vater von Leon? Er wird nur von Männern ausgeübt und wurde bisher auch noch nie von einer Frau ausgeübt! Es gibt ihn insgesamt 750mal in ganz Deutschland. Der Beruf ist ganz wichtig und jeder kennt ihn. Lösung: Lotse
  • 4. Rätsel (Christoph): In welchem der ältesten Rathäuser Deutschlands befindet sich ein anerkanntes Naturschutzgebiet und welche Mäuse leben dort? Lösung: Duderstadt, der Dachboden des Rathauses ist ein anerkanntes Naturschutzgebiet, da hier Fledermäuse wohnen.
Lösung des 6. Rätsels: Grabplatte auf der Terrasse von Schloss Sanssouci in Potsdam (von Bewunderern mit Kartoffeln belegt).

29. Juli 2007

  • 5. Rätsel (Armin): Durchfahrt den kürzesten Fluss Deutschlands von der Quelle bis zur Mündung, soweit dies möglich ist. Lösung: Die Pader in Paderborn.
  • 6. Rätsel (Ralph): Findet den ungewöhnlichen Ort in Potsdam, an dem Kartoffeln liegen, und jemand, der diese dorthin legt und erklärt, was das soll. Lösung: Das Grab von Friedrich dem Großen im Park von Sanssouci.

5. August 2007

  • 7. Rätsel (Christoph): In welchem Ort im Umkreis von 50 km von Paderborn schwimmen Seifenblasen in der Luft? Lösung: Auf der Grenzschicht zwischen CO2 und Luft in der Dunsthöhle in Bad Pyrmont.
  • 8. Rätsel (Armin): Finde in der sächsischen Schweiz eine Aussichtsplattform, von der man eine Fähre sieht, die ohne Motor fährt. Lösung: Gierseilfähre auf der Elbe

12. August 2007

  • 9. Rätsel (Ralph): Kennt ihr die Geschichte von der Mumie, die ein Dachdecker gewesen sein soll? Welches Geheimnis wurde von den Forschern gelüftet? Lösung: Im Bleikeller in Bremen liegt eine Mumie, von der man lange Zeit dachte, sie sei ein vom Dach gestürzter Dachdecker. Dabei handelt es sich um einen erschossenen Soldaten aus dem Dreißigjährigen Krieg.
  • 10. Rätsel (Christoph): Welche Familie macht seit mehreren Jahrhunderten etwas Besonderes in Stadtlohn und was ist es? Lösung: Eine Familie, die das traditionelle Beiern ausübt.

19. August 2007

  • 11. Rätsel (Ralph): Findet in Bad Harzburg den Geheimgang, durch den König Heinrich IV. vor ca. 1.000 Jahren seinen Belagerern entkommen ist und zeigt ihn. Lösung: Ein Geheimgang im Brunnen der Harzburg
  • 12. Rätsel (Armin): Ein schnelles Tier gibt in Paderborn ein Rätsel auf. Wie lautet der Rätselvers und wo sieht man die Lösung? Lösung: Das Dreihasenfenster im Kreuzgang des Paderborner Doms. Der Rätselvers lautet: „Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei“

MausShow[Bearbeiten]

Die Maus live

1991 betrat die Maus selber die Bühne von Die Sendung mit der Maus. Anlass für den ersten Live-Auftritt des WDR-Charakters war ihr 20. Geburtstag. Beauftragt mit der Aufgabe, die Maus zum Leben zu erwecken, wurde die Terbrüggen Show-Produktion aus Köln. Dabei sollte sie so aussehen und auch so sein, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Der Erfolg der ersten MausShow gab den Startschuss zu vielen weiteren Auftritten bei Familienfesten, Stadtfesten oder den WDR Studiofesten.

Türen auf für die Maus[Bearbeiten]

Seit 2012 veranstaltet die Sendung mit der Maus jedes Jahr am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, einen Türöffner-Tag unter dem Motto „Türen auf für die Maus“, bei dem Betriebe aller Art in ganz Deutschland ihre Türen für neugierige Kinder öffnen. Über diesen Tag berichtet die Sendung mit der Maus in einer Sondersendung im Ersten Fernsehprogramm.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Denkmäler für Maus und Elefant an der Rathausbrücke in Erfurt (Sitz des KiKA)

Außerdem erhielt die Sendung rund 75 weitere nationale und internationale Preise.

Ableger[Bearbeiten]

eine Maus-Plüschfigur auf einem Kinderfest

Maus-Club[Bearbeiten]

Von 1996 bis 2000 gab es im WDR und im Kinderkanal ein Wissensmagazin zusätzlich zu Die Sendung mit der Maus. Moderiert wurde diese Sendung von 1996 bis 1998 von Randi Crott und Shary Reeves und von 1998 bis Juli 2000 von Ralph Caspers, Tina Halverscheid und Shary Reeves. Ab August bis zur Einstellung im Dezember 2000 moderierten nur noch Reeves und Caspers.

Weitere zusätzliche Sendungen[Bearbeiten]

In der Bibliothek der Sachgeschichten präsentiert Armin Maiwald seine Sachgeschichten aus Die Sendung mit der Maus. Sendetermin ist sonn- und feiertags um 10:15 Uhr auf ARD-alpha. In den Schulferien gibt es zusätzliche Sendungen.

Es gab auch kurzzeitig eine Kochsendung für Kinder mit dem Namen Kochen mit der Maus.

Um den Bedürfnissen, den Interessen und dem Entwicklungsstand der Vorschulkinder gerecht zu werden, ist Die Sendung mit dem Elefanten entwickelt worden, die sich speziell an Drei- bis Sechsjährige richtet.[16]

Bevor Die Sendung mit dem Elefanten entwickelt und produziert wurde, gab es die Sendung „Wolkenkuckucksheim“, in der viele alte Lachgeschichten und Lieder aus Die Sendung mit der Maus gezeigt wurden.

Am 17. September 2011 feierte die Tiersendung für Kinder „elefantierisch!“ im Ersten Premiere mit über 13 Ausgaben.

Seit 9. April 2006 gibt es zweimal im Jahr eine große Samstagabendshow mit Namen „Frag doch mal die Maus“ im Ersten Fernsehprogramm.

Zeitschrift[Bearbeiten]

Seit 2008 gibt es das zweimonatliche Wissensmagazin „Frag doch mal die Maus“, das an die Sendung mit der Maus angelehnt ist.

Trivia[Bearbeiten]

Streetart von Maus und Elefant
  • Einen Kurzauftritt hatte 1973 Peter Lustig, der ursprünglich als Tontechniker arbeitete, in der Serie „Peter und Atze“ von Karlheinz Freynik.
  • In Extra Drei gab es eine Parodie auf die Sendung, Die Sendung mit dem Klaus – Ach- und Krachgeschichten.
  • Der Airbus A321 D-AIRY „Flensburg“ zeigt am Heck die Fernsehfigur „Die Maus“, da die Entstehung und Inbetriebnahme des Flugzeugs 1999 vom WDR für Die Sendung mit der Maus in neun Folgen verfilmt wurde.
  • Im Jahr 2014 reiste die Maus ein zweites Mal als Stofftier ins All, als der Astronaut und Forscher Alexander Gerst sie auf die ISS mitnahm.[17] Laut der Maus-Sendung dazu am 25. Mai 2014 nimmt er auf viele seiner Expeditionen ein Mausstofftier mit.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dirk Ulf Stotzel: Das Magazin „Die Sendung mit der Maus“: Analyse einer Redaktions- und Sendungskonzeption. Harrassowitz, Wiesbaden 1990, ISBN 3-447-02991-9.
  • Sophie von Lenthe: Das Mausbuch – Die besten Lach- und Sachgeschichten der „Sendung mit der Maus“. 1. Auflage. Verlag Zabert Sandmann, München 2000, ISBN 3-932023-61-7.
  • Frag doch mal … die Maus! Die meistgestellten Fragen an die Maus. cbj, München 2005, ISBN 3-570-13094-0.
  • Christoph Biemann: Christophs Experimente. 1. Auflage. Hanser, München/ Wien 2003, ISBN 3-446-20339-7.

Diskografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Die Sendung mit der Maus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Maus öffnet viele Türen: Am 3. Oktober laden Unternehmen zu Sachgeschichten live ein. In: Nordwestzeitung vom 15. September 2012.
  2. Vgl. zu diesem Absatz das Westfalenblatt vom 5./6. März 2011.
  3. WDR Lernzeit: Diktat der Jugend? Von „relevanten Zielgruppen“ und anderen Zuschauern; Informationen zur Sendung vom 19. April 2008.
  4. Die Sendung mit der Maus vom 19. September 2010, 11. März 2012, 10. Juni 2012 und 28. April 2013.
  5. Die Sendung mit der Maus vom 5. Oktober 2008, 8. Februar 2009, 15. Februar 2009, 10. Januar 2010, 21. März 2010, 6. Mai 2012 und 15. Juli 2012.
  6. Die Sendung mit der Maus vom 1. April 2007, 16. September 2007, 4. November 2007, 20. April 2008, 28. Dezember 2008, 3. Mai 2009, 19. Juli 2009, 13. September 2009, 1. November 2009, 27. Dezember 2009, 11. April 2010, 9. Mai 2010, 30. Januar 2011, 3. April 2011 und 31. Juli 2011.
  7. Die Sendung mit der Maus vom 11. Oktober 2009, 20. Februar 2011, 16. Oktober 2011 und 8. Juli 2012.
  8. Sachgeschichten A–Z-Liste T. Abgerufen am 28. Juni 2012.
  9. Bibliothek der Sachgeschichten T2
  10. Die 80er-Jahre-Maus, gezeigt im ARD-Fernsehen am 3. Oktober 2003.
  11. Maus-Lied mit Anke. WDR, abgerufen am 5. April 2014.
  12. Ralphs Griechenland-Tagebuch. Abgerufen am 9. März 2014.
  13. http://programm.ard.de/?sendung=2800810946626797
  14. Deutschlandreise
  15. Lehrer-Welsch-Preis für die Maus. Abgerufen am 16. Mai 2012.
  16. Sonja Pohlmann: Das blaue Wunder. ARD. Der Tagesspiegel, 8. August 2007, abgerufen am 9. Februar 2013.
  17. http://www.augsburger-allgemeine.de/community/profile/40plus/Alexander-Gerst-und-die-Maus-gewoehnen-sich-an-das-Leben-im-All-id30009277.html, abgerufen am 29. Mai 2014