Schwanberg (Steiermark)

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Schwanberg
Wappen von Schwanberg
Schwanberg (Steiermark) (Österreich)
Schwanberg (Steiermark)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Deutschlandsberg
Kfz-Kennzeichen: DL
Fläche: 12,01 km²
Koordinaten: 46° 45′ N, 15° 12′ O46.75694444444415.2427Koordinaten: 46° 45′ 25″ N, 15° 12′ 0″ O
Höhe: 427 m ü. A.
Einwohner: 2.035 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 8541
Vorwahl: 03467
Gemeindekennziffer: 6 03 31
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 6
8541 Schwanberg
Website: www.schwanberg.at
Politik
Bürgermeister: Karlheinz Schuster (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
12
3
12 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Schwanberg im Bezirk Deutschlandsberg
Aibl Deutschlandsberg Eibiswald Frauental an der Laßnitz Freiland bei Deutschlandsberg Bad Gams Garanas Georgsberg Greisdorf Gressenberg Groß Sankt Florian Großradl Gundersdorf Kloster Hollenegg Lannach Limberg bei Wies Marhof Osterwitz Pitschgau Pölfing-Brunn Preding Rassach Sankt Josef Sankt Martin im Sulmtal Sankt Oswald ob Eibiswald Sankt Peter im Sulmtal Sankt Stefan ob Stainz Schwanberg Soboth Stainz Stainztal Stallhof Sulmeck-Greith Trahütten Unterbergla Wernersdorf Wettmannstätten Wielfresen Wies SteiermarkLage der Gemeinde Schwanberg (Steiermark) im Bezirk Deutschlandsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die Marktgemeinde Schwanberg mit 2035 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) liegt in der Weststeiermark und gehört zum Bezirk Deutschlandsberg. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist sie ab 2015 mit den Gemeinden Hollenegg, Gressenberg und Garanas zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde wird den Namen Schwanberg weiterführen. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2] Der Ort Schwanberg ist wegen seines Moorbades als Kurort bekannt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Schwanberg liegt am Fuße der Koralpe auf einer Meereshöhe von 431 m im Tal der schwarzen Sulm. Es liegt an der Gabelung zweier alter Straßen über die Koralm, einer alten Weinstraße (Kirchengasse) und der Garanasstraße.[3]

Katastralgemeinden und Ortschaften[Bearbeiten]

Katastralgemeinden und Ortschaften (Einwohner lt. Volkszählung vom 15. Mai 2001) sind: Mainsdorf (522) und Schwanberg (1575).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Jänner 1969 wurde die Gemeinde Mainsdorf eingemeindet.[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (alphabetisch): Garanas, Gressenberg, Hollenegg, Limberg bei Wies, Sankt Peter im Sulmtal, Trahütten und Wielfresen.

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Fundstellen[Bearbeiten]

Im Osten und Süden von Schwanberg befinden sich mehrere archäologische Fundstellen, die bereits im 19. Jhdt. eingehend untersucht wurden. Es handelt sich dabei um Gräber aus der Römerzeit und den nachfolgenden Jahrhunderten, die - wie auch die Grabhügelgruppen in der Gemeinde St. Martin im Sulmtal - eine Besiedlung des Gebietes belegen.[5] [6]

Tanzboden, Vorderer und Hinterer Turm: das Gelände der Altburg Schwanberg[Bearbeiten]

Am „Tanzboden“, der höchsten Stelle des Schwanberger Burgberges,[7] befand sich seit dem 10. Jhdt. eine Burg. Sie wurde um 1580 abgetragen und das Gelände eingeebnet. Der vordere Turm, auch „Metnitzer Turm“ genannt, befand sich an der Stelle der Josefikirche und war ebenfalls ein Teil dieser Anlage.[8] Seine Reste wurden um 1685 als Teil der Kirche weiter verwendet und bilden heute den Chorraum im Ostteil dieser Kirche. Ein „Hinterer Turm“ wird einerseits mit der Burg Spangstein gleichgesetzt,[9] andererseits auf der Amtmannhöhe[10] westlich des Geländes der Altburg angenommen. Er wird auch an der Straßenabzweigung des Weges zur Burg vermutet.[11] Von ihm sind keine Reste mehr erkennbar. Mit den anderen Baumaterialien der Altburg wurde das heutige, aus der Renaissancezeit stammende Schwanberger Schloss ausgebaut.

Bei Ausgrabungen ab 2004 stieß man auf die Reste der alten Burganlage.[12] [13] Die Grabungen ergaben mit Resten einer Ringmauer und eines Rundturms Hinweise auf eine eindrucksvolle spätmittelalterliche oder frühneuzeitliche Festung. Ob diese Befestigungsanlage jemals fertiggestellt werden konnte, ist offen. Es wurden auch Belege dafür gefunden, dass die Anlage auf dem Platz einer viel älteren Burg errichtet wurde.[14]

Marktbefestigung Schwanberg[Bearbeiten]

Reste der Befestigung des Marktes Schwanberg befinden sich im Osten des Ortes im Gebiet der Raiffeisenstraße: Dort steht ein Rundturm (Rondell) mit einem Durchmesser von 5,5 Metern und einer Mauerstärke von 90 cm. Es wird in das 15. Jahrhundert datiert.[15]

Nach der Vierteleinteilung der Steiermark 1462 die aus militärischen und finanziellen Gründen durch den Leibnitzer Generallandtag eingeführt worden war, lag Schwanberg wie die gesamte Weststeiermark im „Viertel dieshalb der Piberalm“: Das war das Gebiet südlich der Gleinalm und westlich der Mur bis zur Drau, es wurde auch „Viertel zwischen Mur und Drau“ genannt. Sein Hauptort war zunächst Leibnitz, dann Marburg.

Peuerlhof[Bearbeiten]

Im Nordosten des Ortes liegt das Gebiet des ehemaligen Peuerlhofes.[16] Dieser Hof wird auf das 12. Jahrhundert zurückgeführt, er bestand aus einem viereckigen Gebäude, das durch eine Mauer und einen Graben geschützt war. Der Peuerlhof wird auch als „Hof zu Trag“, „Bäudlhof“, „Peierlhof“, alter „Beutelhof“ bezeichnet, er war Lehen der Pettauer, seine Herkunft von den Eppensteinern und Wildonern wird als wahrscheinlich gehalten. Seine Besitzer waren in der Umgebung reich begütert, sie waren im 14. Jahrhundert auch Verwalter und Burggrafen verschiedener Burgen im Lavanttal. Der spätere Bischof von Lavant Leonhard Peurl stammt vom Peuerlhof. Als 1470 Andreas Baumkircher gegen Schwanberg zog, soll der Hof vollständig niedergebrannt worden sein, er wurde aber rasch wieder aufgebaut und 1477 neuerlich verlehnt. Die Entwicklung des Besitzes ist eingehend dokumentiert, auch seine Ausstattung: Für die Rüstkammer des Peuerlhofes werden 1618 u. a. 18 Musketen, 103 „gemeine Rohr“ und 40 Spieße und Hellebarden erwähnt.[17] 1622 wurde das Anwesen durch Christof von Galler erworben und mit der Herrschaft Schwanberg verbunden, wobei aber noch 1653 ein eigener Burgfried dokumentiert ist. Damit endet die eigenständige Geschichte der dann als „Gschloss Päuerlhof“ bezeichneten Anlage. Im 18. Jahrhundert wurde ihr Gelände an Bauernhöfe verteilt, die vollständige Abtragung wird für den Beginn des 19. Jahrhunderts angenommen.[18] Das Baumaterial wurde wie bei ähnlichen Anlagen für andere Gebäude verwendet.[19] Zur Lage des Peuerlhofes bestanden verschiedene Ansichten: In den Publikationen Robert Baravalles wird sein Standort am Steilhang des Stullneggbaches angenommen,[17] später wurde jedoch belegt, dass der Hof nicht an der Straße nach Hollenegg lag, sondern an der Straße nach Mainsdorf, ca. 300 Schritte südlich der Annenkapelle.[18] Von der Anlage sind nur mehr Bodenunebenheiten erkennbar, bei einem Hausbau 1961 sollen Schlossmauern freigelegt worden sein.[20]

Almkrieg[Bearbeiten]

Während des Mittelalters war die Grenze zwischen der Herrschaft Schwanberg, die vom Bistum Brixen an die Herren von Pettau verliehen worden war, und jener von Deutschlandsberg unklar, was immer wieder zu Streitigkeiten führte. Einer der langwierigsten Streitfälle dieser Art, der so genannte Almkrieg, entbrannte zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Er währte rund zwei Jahrzehnte und forderte auf beiden Seiten zahlreiche Todesopfer.[21] Während sich diese Auseinandersetzung aber im Wesentlichen auf die Almgebiete rund um Schwanberg und Deutschlandsberg beschränkte, wurden bei der Baumkircherfehde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auch der Markt Schwanberg und sein Umland schwer in Mitleidenschaft gezogen. Sowohl kaiserliche Söldner als auch die Söldner Baumkirchers plünderten und brandschatzten in und um Schwanberg.

Amthof[Bearbeiten]

Der Amthof von Schwanberg lag auf dem Gelände des späteren Kapuzinerklosters. Seine Errichtung wird in das 14. Jahrhundert datiert, in ihm wurde im 16. Jahrhundert die aus Graz vertriebene evangelische Stiftsschule untergebracht. 1681 brannte der Amthof ab, 1706 wurde sein bis dahin öde gelegenes Gelände den Kapuzinern geschenkt, die es zur Errichtung des Klosters verwendeten.

Visitationen 1529, 1544/45[Bearbeiten]

Die landesfürstliche Visitation 1529, die für die Pfarre am 19. und 20. Juni 1529 in Stainz stattfand, nennt als Pfarrer Herrn Niclas Graff, der die Pfarre mit zwei Gsellpriestern und einem Benefiziaten betreut und Streitigkeiten über Abgaben mit den Spangsteinern, die damals die Herrschaft Schwanberg besaßen, anzeigt. Die Zahl der Kommunionbesucher wird mit 700 angegeben.[22] Die Visitation 1544/45 behandelte die Pfarre unter „Pharr Sant Johans des Gottsthauffers zu Schwamberg“: Lehensherr sei die römisch kaiserliche Majestät gewesen, die aber 1479 durch einen Tausch mit dem Bischof von Seckau die Pfarre St. Andrä bei Graz erhalten habe und nun sei der Bischof Lehensherr. Als Confirmator (Firmspender) wird der Bischof von Lavant genannt. Als Comunicanten werden wie bisher etwa 700 Personen angegeben. „Sant Anna“ (Unterfresen, 1498 genannt) wird als Filiale angeführt.[23]

18. und 19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Schwanberg und seine Umgebung lagen ab 1748 im damals neu eingerichteten Marburger Kreis des Herzogtums Steiermark. Ab 1770, der ersten Personen- und Häusererfassung in Österreich, wurden Häuser und Menschen aus dem Gebiet von Schwanberg in „Numerierungsabschnitten“ selbständig erfasst (Konskriptionsgemeinden). Diese Abschnitte waren Wiel (St. Anna), Fresen, Garanas, Gressenberg, Rostock, Mainsdorf, Schwanberg und Kerschbaum. Aus diesen Abschnitten entwickelten sich noch unter Joseph II. die „Steuergemeinden“, in weiterer Folge die Katastralgemeinden des Franziszeischen Katasters.[24]

Die Numerierungsabschnitte wurden in Werbbezirken zusammengefasst (abgeleitet vom Anwerben von Personen für den Militärdienst). Schwanberg war ein solcher Werbbezirk. Nach 1826 kommt zu ihm auch der Werbbezirk Hollenegg. Die Zugehörigkeit der Numerierungsabschnitte zu den Werbbezirken wechselte mehrfach. Der Werbbezirk Schwanberg umfasste im Jahre 1770 3702 Personen (Seelen) und 7 Numerierungsabschnitte (einen weiteren teilweise), 1782 3362 Personen, 1812 2259 (nach einer anderen Quelle[25] 2276) Personen und im Jahre 1846 10 Katastralgemeinden mit 3173 Personen. Benachbarte Werbbezirke waren Landsberg, Hollenegg, Eibiswald und Welsbergl.[26]

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Vom Bahnhof Schwanberg führte eine schmalspurige Werksbahn zu den Kohlebergwerken in Kalkgrub im Süden des Ortes, Gemeinde Limberg. Diese Bahn war die erste Strecke, auf der normalspurige Güterwagen auf Rollwagen transportiert wurden.[27]

Während des nationalsozialistischen Juliputsches im Jahr 1934 wurde der Gendarmerieposten des Marktes, wohin sich auch die Angehörigen der auf Seite der Regierung stehenden Wehrverbände geflüchtet hatten, von einem 200 bis 300 Köpfe zählenden nationalsozialistisch gesinnten Mob regelrecht belagert. Zuvor, in den frühen Abendstunden, war es im Marktgebiet zu mehreren Schusswechseln gekommen, wobei der Sohn des nationalsozialistischen Ortsgruppenleiters von einem Wehrverbandsangehörigen erschossen worden war. In den Morgenstunden des 26. Juli 1934 erzwangen die Nationalsozialisten schließlich die Übergabe des Gendarmeriepostens. Nach dem Zusammbruch des Putsches wurden 74 Personen wegen Beteiligung an demselben verhaftet, eine unbekannte Anzahl weiterer flüchtete über Jugoslawien ins Deutsche Reich.[28]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 12 ÖVP – sie stellt den Bürgermeister und den Vizebürgermeister
  • 3 SPÖ

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Karlheinz Schuster (ÖVP), Vizebürgermeister ist Johann Pirker (ÖVP).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schwanberg (Steiermark)

Museen[Bearbeiten]

Das private Greißlermuseum entstand aus dem Inventar von sechs kleinen Lebensmittelläden. Auf einer 800 m² großen Ausstellungsfläche im sogenannten „Rikerhof“ werden Gegenstände des Kleinhandels und Antiquitäten aus vergangener Zeit ausgestellt und teilweise auch verkauft.

In der „Lebensschmiede“, einem 200 Jahre alten, original restaurierten Anwesen, stellen ansässige Künstler ihre Arbeiten aus.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Kapuzinerkloster mit Klosterkirche wurde von den Kapuzinern errichtet, nachdem ihnen im Jahr 1706 das Grundstück mit der Brandruine einer ehemaligen Stiftsschule vom Grazer Statthalter Graf Falbenhaupt geschenkt worden war. 1968 wurde der Klosterbetrieb eingestellt, 1970 verkaufte es der Orden samt dem Grundstück und der Kirche der Moorbadgesellschaft, die seit 1973 das Moorbad Schwanberg betreibt.

Die Pfarrkirche Schwanberg war ursprünglich eine Kapelle, durch die Erhebung Schwanbergs zur Pfarre im Jahre 1244 wurde sie zur Pfarrkirche, deren romanische Anlage im Kern erhalten ist.[3] Die Erbauer der Kirche waren die Schlossherren von Spangstein.

Josefikirche schwanberg außen.jpg

Die Josefikirche gilt als weithin sichtbares Wahrzeichen des Ortes. Früher stand an der Stelle ein Wachturm, die Wächter gaben bei Annäherung des Feindes Alarm. Unter Einbeziehung der Reste des Turmes wurde später die Kirche zum „Heiligen Josef“ erbaut. Zu der über dem Ort gelegenen Kirche führt ein Kreuzweg.[3]

Maria Theresia erklärte den Hl. Josef im Jahre 1771 zum Landespatron der Steiermark und von Tirol. Es entstand eine große Anzahl von Andachtsstätten und Wallfahrtskirchen, die dem Heiligen geweiht waren. Die einzige verbliebene Wallfahrtskirche dieser Art ist die Josefikirche in Schwanberg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich die Josefikirche in einem bedrohlichen Bauzustand. Pfarrer Alois Polaschek hatte sich zum Ziel gesetzt, die Josefikirche der Nachwelt zu erhalten. Um einen Gegenwartsbezug herzustellen, sollte die Freskierung des Innenraumes erfolgen. Im Jahr 1957 erhielt der Künstler Jakob Laub den Auftrag, die Josefikirche mit Fresken der Heilsgeschichte auszumalen. Mit längeren Unterbrechungen wurden die Fresken 1960 (Gewölbe) und 1981 (Seitenwände), vollständig erst 1995, unter sechsjähriger geistiger und materieller Betreuung durch den neuen Pfarrer Anton Lierzer fertig gestellt.

Blick zum Altar
Blick zur Ostwand

Das Schloss Schwanberg liegt auf einem westlich gelegenen Berg weit über dem Ort. Die vom Geschlecht der Pettauer im 11. und 12. Jahrhundert erbaute sogenannte „erste Burg“ wurde auf Befehl des Böhmenkönigs Ottokar im Jahre 1269 zerstört. Einige Jahre danach begann der Wiederaufbau der Burg durch die Pettauer (12. bis 14. Jahrhundert). Das Schloss wurde im Jahre 1581 in seiner heutigen Form fertiggestellt. Vom 14. Jahrhundert bis zum 17. Jahrhundert herrschten die Galler, anschließend die Saurauer (unter ihnen Franz Josef Graf Saurau) bis zum Jahre 1822. Das Schloss und die Ländereien waren darauf im Besitz der Liechtensteiner, von denen es 1891 vom Land Steiermark gekauft wurde. Seit 1892 dienen die Gebäude als Pflegeanstalt für chronisch Kranke.

Der nördlich von Schwanberg gelegene[29] Brendlhof war im 17. Jahrhundert ein protestantisches Bethaus mit einem dazugehörigen Friedhof. In ihm befinden sich Ausstellungsräume, die u. a. ein Bauernmuseum enthalten. Im Südtrakt befindet sich eine wertvolle Stukkaturdecke mit Engelsköpfen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Das im ehemalige Kapuzinerkloster gelegene Moorbad Schwanberg ist seit 1973 in Betrieb. Grundlage für die Kuranwendungen bilden die Produkte aus dem Hochmoor von Garanas bei Schwanberg. Die Indikationen für eine Kur liegen in allen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.[30]

Bildung[Bearbeiten]

Im Ort gibt es einen Kindergarten, eine Volksschule (Direktor Franz Koch) und eine Hauptschule

Historische Landkarten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwanberg (Styria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 2 Z 4 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 2.
  3. a b c Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch - Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1. Seite 507–509.
  4. Gesetz vom 3. Dezember 1968 über Gebietsänderungen von Gemeinden, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 27. Dezember 1968, 22. Stück, Nr. 164. S. 187.
  5. V(áclav, auch: Wenzel) Radimský: Urgeschichtliche Forschungen in der Umgegend von Wies in Mittel-Steiermark. I. Die prähistorischen Denkmale der Umgebung von Wies. In: Franz Hauer (Red.): Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien - MAG. Band XIII (Band III der neuen Folge) Jahrgang 1883. ISSN 0373-5656, ZDB-ID 206023-1. Verlag Gerold. Wien. V(áclav, auch: Wenzel) Radimský, Joseph Szombathy: Urgeschichtliche Forschungen in der Umgegend von Wies in Mittel-Steiermark. III. Fortsetzung des Berichtes über die Grabungen in den Jahren 1881, 1882 und 1883. Seiten 77–108. MAG XVIII (neue Folge VIII). Jahrgang 1888.
  6. Fundortverzeichnis der Steiermark (abgerufen 2. Juni 2010).
  7. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Mittelalterliche und Frühneuzeitliche Wehrbauten im Bezirk Deutschlandsberg: Aufnahme der Bodendenkmale. Mit Zeichnungen von Stefan Karl. Beiträge zur Mittelalterarchäologie in Österreich BMÖ. Band 10, Jahrgang 1994. Hrsg: Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie ÖGM, Wien. ISSN 1011-0062, ZDB-ID 805848-9. S. 65, Lageskizze S. 91. Koordinaten der Altburg Schwanberg: 46° 45′ 18″ N, 15° 11′ 35″ O46.75515.193055555556
  8. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Wehrbauten S. 65–66, Koordinaten der Metnitzer Turms: 46° 45′ 19″ N, 15° 11′ 48″ O46.75527777777815.196666666667.
  9. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Eine enzyklopädische Sammlung der steirischen Wehrbauten und Liegenschaften, die mit den verschiedensten Privilegien ausgestattet waren. Graz 1961, Verlag Stiasny. S. 82.
  10. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Wehrbauten S. 66, Koordinaten des Hinteren Turms, Amtmannhöhe: 46° 45′ 39″ N, 15° 10′ 44″ O46.76083333333315.178888888889.
  11. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Wehrbauten S. 66, Koordinaten des Hinteren Turms, Straßenabzweigung: 46° 45′ 30″ N, 15° 11′ 13″ O46.75833333333315.186944444444.
  12. Wochenzeitung „Weststeirische Rundschau“ vom 17. September 2010. 83. Jahrgang Nr. 37, ZDB-ID 2303595-X. Seite 1.
  13. Allgemeines zur Altburg Schwanberg (abgerufen 21. September 2010.)
  14. Bernhard Schretter: Fundbericht. In: Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Fundberichte aus Österreich. (FÖ) Band 50, Jahrgang 2011. Wien 2012. ISSN 0429-8926, ZDB-ID 213982-0. Seiten 392–394.
  15. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Wehrbauten S. 66, Lageskizze S. 92. Koordinaten des Schwanberger Rondells: 46° 45′ 28″ N, 15° 12′ 3″ O46.75777777777815.200833333333.
  16. Lage nach Murgg, Hebert, Wehrbauten: 46° 45′ 38″ N, 15° 12′ 2″ O46.76055555555615.200555555556.
  17. a b Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. S. 80.
  18. a b Werner Murgg, Bernhard Hebert: Wehrbauten. S. 68.
  19. Bezirkstopographie: Helmut-Theobald Müller (Hrsg.), Gernot Peter Obersteiner (wissenschaftliche Gesamtleitung): Geschichte und Topographie des Bezirkes Deutschlandsberg. Graz-Deutschlandsberg 2005. ISBN 3-90193815X. Steiermärkisches Landesarchiv und Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg 2005. In der Reihe: Große geschichtliche Landeskunde der Steiermark. Begründet von Fritz Posch†. Erster Teilband, Allgemeiner Teil. Gernot Obersteiner: Siedlung, Verwaltung und Gerichtsbarkeit bis 1848. ZDB-ID 568794-9. Seite 58.
  20. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. S. 79–80.
  21. Werner Tscherne: Von Lonsperch zu Deutschlandsberg. Eigenverlag der Stadtgemeinde Deutschlandsberg, o.J. (1990) Seite 60.
  22. Anton Albrecher: Die landesfürstliche Visitation und Inquisition von 1528 in der Steiermark. Edition der Texte und Darstellung der Aussagen über die kirchlichen Zustände. In: Quellen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK, XIII. Band. Graz 1997. Selbstverlag der HLK. ISBN 3-901251-10-3, ZDB-ID 559606-3. Seiten 76, 127, 230, 368 und 414.
  23. Rudolf Karl Höfer: Die landesfürstliche Visitation der Pfarren und Klöster in der Steiermark in den Jahren 1544/1545. Edition der Texte und Darstellungen zu Nachrichten über das kirchliche Leben. Quellen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK. XIV. Band. Graz 1992. Selbstverlag der HLK. ISBN 3-901251-02-2, ZDB-ID 559606-3. Seiten 192 und 193.
  24. Manfred Straka: Verwaltungsgrenzen und Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark 1770–1850. Erläuterungen zur ersten Lieferung des Historischen Atlasses der Steiermark. Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, XXXI. Band. Herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK. Selbstverlag der HLK. Graz 1978. ZDB-ID 501108-5. Seite 91.
  25. Karl Schmutz: Historisch-topographisches Lexicon von Steyermark. zitiert nach Straka, Verwaltungsgrenzen, Seite 215.
  26. Straka: Verwaltungsgrenzen. Seiten 213–224.
  27. Walter Krobot, Josef Otto Slezak, Hans Sternhart: Schmalspurig durch Österreich. Geschichte und Fahrpark der Schmalspurbahnen Österreichs von 1825 bis 1975. Verlag Slezak, 3. Auflage Wien 1984. ISBN 3-85416-095-X. S. 132–133.
  28. Gerald M. Wolf: „Jetzt sind wir die Herren …“ Die NSDAP im Bezirk Deutschlandsberg und der Juli-Putsch 1934 (= Grazer zeitgeschichtliche Studien, Band 3) StudienVerlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2008. ZDB-ID 2261424-2. Seiten 165–157, 183 (Totenliste) und 186, ISBN 978-3-7065-4006-3.
  29. Koordinaten des Brendlhofes: 46° 45′ 34″ N, 15° 11′ 49″ O46.75944444444415.196944444444.
  30. http://www.heilmoorbad.at Homepage des Heilmoorbades Schwanberg
  31. Biographie. Dass sie aus Schwanberg „gebürtig“ wäre (wie es in der Wochenzeitschrift „Weststeirische Rundschau“ vom 5. Februar 2010, 83. Jahrgang Nummer 5, Seite 1, erwähnt ist), lässt sich aus anderen Quellen nicht bestätigen.