Stay-behind-Organisation

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Als Stay-behind-Organisation oder Stay-behind (von engl. stay behind, „bleib zurück/dahinter“; Rücklass-Organisation oder Überrollgruppe) wird eine paramilitärische Widerstandsorganisation bezeichnet, die im Fall einer feindlichen Besetzung eines Staates oder Teilgebieten davon hinter der Front nachrichtendienstliche Aufklärung und Sabotageakte gegen die Besetzer verüben soll. Während sich die reguläre Armee vor einem Angreifer zurückzieht, lassen sich diese Einheiten von der Front überrollen, um dann im Rücken des Feindes zu operieren.

Außer einigen Vorläufern in der Zeit des Nationalsozialismus bezeichnet der Sammelbegriff Stay-Behind heute meist geheime Organisationen in Westeuropa, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und später zum Teil der NATO unterstellt wurden. Sie sollten bei einer Invasion von Truppen des Warschauer Paktes hinter den Linien der Besatzer eingesetzt werden. Ihre Existenz in bis zu 16 Staaten Westeuropas wurde großenteils erst 1990 durch die Gladio-Affäre in Italien einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Mit dem Ende des Kalten Kriegs wurden sie nicht mehr gebraucht und aufgelöst.

NATO-Staaten

Belgien

In Belgien wurde der Verdacht geäußert, dass die als Massaker von Brabant bekannt gewordenen Morde mit Gladio in Verbindung standen. Während einer Serie von äußerst brutalen Raubüberfällen von 1982 bis 1985 hatten unbekannte Täter 28 Menschen getötet und mehr als 20 verletzt. Die aus drei festen und mehreren wechselnden Mitgliedern bestehende Gruppe führte die bewaffneten Überfälle mit beinahe militärischer Präzision aus. Die Täter erschossen dabei wahllos unbeteiligte Menschen. Dies führte zu dem Verdacht, dass die Vorfälle ein Versuch sein könnten, das Land gezielt zu destabilisieren. Die bei den Morden verwendeten Tatwaffen waren teilweise aus einem Waffendepot der Polizei gestohlen worden.

1990 sollte eine parlamentarische Untersuchung klären, ob die belgische NATO-Geheimarmee in die Massaker verwickelt war. Die Senatoren bestätigten in ihrem Abschlussbericht, dass unter dem Decknamen SDRA8 in Form einer Untereinheit des militärischen Geheimdienstes SGR (Service Général de Renseignement) eine Stay-behind-Armee in Belgien aktiv war. Sie konnten die Frage nach einer Verbindung mit den Terroranschlägen allerdings nicht abschließend beantworten, da sich SGR-Direktor Bernard Legrand weigerte, die Namen der SDRA8-Mitglieder an die Kommission zu übergeben.[1]

Bundesrepublik Deutschland

Im Jahr 1990 veröffentlichte die deutsche Regierung einen “Stay-behind-Bericht”, der vom Staatsminister im Bundeskanzleramt, Lutz Stavenhagen, verfasst wurde. Dort wurde eingeräumt, dass die Aufgaben, die in der Verantwortung der nationalen Geheimdienste lagen, seit den Jahren 1954/55 unter der Ägide des militärischen Hauptquartiers der NATO, dem sogenannten SHAPE koordiniert wurden. Dementsprechend unterstanden deutsche Einheiten wie der Geheime Widerstand, Kibitz, Gruppe 27 oder der Bund Deutscher Jugend zunächst der Organisation Gehlen und ab 1956 dem Bundesnachrichtendienst (BND). Erste Gespräche und Planungen zur Einrichtung eines deutschlandweiten "Ausweich- und Fluchtnetzwerkes" (Evasion and Escape, E&E) zwischen dem US-amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA und der Organisation Gehlen fanden 1950 statt.[2][3] Im Jahr 1955 sah die Planung die Unterteilung Westdeutschlands in 13 EE-Bezirke sowie die Schaffung einiger 100 Depots mit Notfallausrüstung vor.[4] Diese Aktivitäten wurden vom Bundesnachrichtendienst fortgeführt.[5]

Die Größenordnung der Stay-behind-Organisation des BND war einem ständigen Wechsel unterworfen. Ende der 1950er Jahre umfasste die Organisation ca. 75 hauptamtliche Mitarbeiter. Ihr Bestand an nachrichtendienstlichen Verbindungen betrug zeitweise bis zu 500 Personen. 1983 wurde das Personal auch darin ausgebildet, Sabotageakte in feindlich besetzten Gebieten gegen Angreifer durchzuführen.[6][7][8][9]

Die ausgebildeten Einheiten legten geheime Waffen- und Versorgungsdepots verteilt über die ganze Bundesrepublik Deutschland an. Neben Waffen, Sprengstoff, Funk- und Morsegeräten beinhalteten einige dieser Depots auch Listen mit zu internierenden oder zu liquidierenden Personen (z.B. Politiker der KPD, DKP und SPD). Zwei vollständig erhaltene Depots wurden im Frühjahr 1996 im Berliner Grunewald entdeckt. Der Geheimdienst der DDR (Ministerium für Staatssicherheit) hatte bis 1980 weit über 50 Einheiten, ihre Funkverbindungen, Waffendepots und Mitglieder in der BRD aufgedeckt.[10][11]

Nach dem Ende des Kalten Krieges und der UdSSR sollen alle Stay-behind-Organisationen aufgelöst worden sein. Der BND-Historiker Bodo Hechelhammer bestätigt, "daß in Absprache mit den assoziierten Partnern die deutsche Einheit zum dritten Quartal 1991 aufgelöst und die Kontakte zu den nachrichtendienstlichen Verbindungen eingestellt wurden." [11]

  • Parlamentarische Anfragen

Im Oktober 2013 antwortete Ronald Pofalla, der für die Geheimdienstkoordination zuständige Chef des Bundeskanzleramts, auf eine „Kleine Anfrage“ der Partei Die Linke zu 'Maßnahmen der Bundesregierung zur Aufdeckung der Tätigkeiten von Gladio' („An welchen Übungen hat sich die Stay-Behind-Org. des BND beteiligt?“): „Den bisher ausgewerteten Altunterlagen des BND konnten Hinweise auf sechs Übungen oder Operationen im Sinne der Frage entnommen werden.“[12]

  • Bund Deutscher Jugend

Im September 1952 wurde in der Bundesrepublik Deutschland der Technische Dienst (TD) bekannt, eine Unterorganisation des von Rechtsextremisten dominierten Bundes Deutscher Jugend (BDJ). Der ehemalige SS-Angehörige Hans Otto wollte aus dieser Gruppe aussteigen. Er erklärte der hessischen Kriminalpolizei, er gehöre „einer politischen Widerstandsgruppe an, deren Aufgabe es war, im Fall eines russischen Vormarsches Sabotageakte durchzuführen und Brücken zu sprengen“. Otto sagte weiter aus: Etwa 100 Mitglieder der Organisation wurden politisch geschult, und in der Bedienung von amerikanischen, russischen und deutschen Waffen und in der Anwendung militärischer Taktik unterwiesen. Die Mitglieder dieser Organisation waren hauptsächlich ehemalige Offiziere der Luftwaffe, des Heeres oder der Waffen-SS. Otto erzählte der Polizei, dass ein amerikanischer Geheimdienstmitarbeiter für das Geld und den größten Teil der Ausbildung und Ausrüstung sorgte. Die Männer seien in der Nähe von Wald-Michelbach, einer Gemeinde im hessischen Odenwald, unterrichtet worden, hätten ein Haus mit einer unterirdischen Schießanlage und einem Bunker ganz in der Nähe, ihnen wurde beigebracht zu Töten, ohne Spuren zu hinterlassen.[13][1]

Norbert Juretzko, ein ehemaliger Agent des Bundesnachrichtendienstes, war Anwerber für Unterstützer des BDJ-TD in Deutschland. Seinen Angaben nach rekrutierte er diese unter konservativen oder rechtsextremen eingestellten Bürgern, um die als notwendig erachtete streng antikommunistische Ausrichtung der Organisation sicherzustellen. Sie hätten eine Funkausbildung und ein militärisches Funkgerät erhalten und im Ernstfall vor allem Kommunikationsaufgaben übernehmen sollen.[14]

Bei einer Razzia der deutschen Polizei wurde bekannt, dass die USA die Gruppe monatlich mit 50.000 DM finanziert und mit Waffen, Munition und Sprengstoff beliefert hatten. Im Odenwald fand man ein Waffenlager mit Maschinengewehren, Granaten, leichten Artilleriegeschützen und Sprengstoff.[15] Ferner fand man eine Liste mit 40 deutschen Führungspersonen, die als nicht zuverlässig antikommunistisch eingestuft wurden und als Attentatsopfer vorgesehen waren, darunter der damalige SPD-Parteichef Erich Ollenhauer, Herbert Wehner, Heinrich Zinnkann und einige SPD-Oberbürgermeister.[16] Für eine möglichst effiziente Ausführung der Attentate hatte der BDJ-TD Mitglieder in die SPD geschleust.[17]

Mehrere Mitglieder wurden festgenommen. Nachdem die Bundesanwaltschaft den Fall übernommen hatte, entließ Oberbundesanwalt Carlo Wiechmann die Verdächtigten am 1. Oktober 1952 wieder. Die hessische Polizei und das Bundesjustizministeriums wurden nicht darüber informiert. Das führte zu erheblichen politischen Irritationen.[1] Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (SPD) meinte dazu: „Die einzige rechtliche Erklärung für diese Entlassungen kann für uns nur sein, daß die Leute in Karlsruhe erklärt haben, daß sie im amerikanischen Auftrag tätig waren.“[18] Wer in der Bundesanwaltschaft die Freilassung der Verhafteten veranlasste, konnte nie geklärt werden.[16]

Die USA erklärten am 2. Oktober 1952 erstmals, sie hätten den BDJ-TD aufgebaut und finanziert, diese Aktivitäten jedoch ein halbes Jahr zuvor eingestellt. Von einem Fortbestehen der Organisation habe man nichts gewusst. Zur Untersuchung der Vorgänge wurde eine deutsch-amerikanische Untersuchungskommission gebildet, die im November 1952 wieder eingestellt wurde. Als offizielles Ergebnis wurde mitgeteilt, die USA hätten keine Kenntnis von den illegalen Tätigkeiten des BDJ-TD gehabt.[16][19]

Eine andere westdeutsche Stay-behind-Gruppe leitete der frühere Wehrmachtsangehörige Heinrich Hoffmann und Hans Rues, eine weitere (Codename Kiebitz 15) der ehemalige Wehrmachtsoffizier Walter Kopp.[20][21] Die CIA-Zentrale beklagte im April 1953 das Aufsehen über diese Gruppen in deutschen Medienberichten. Daher wurden einige Gruppen aufgelöst. Laut dem US-Historiker Timothy Naftali zeigen die veröffentlichten CIA-Dokumente, die früheren Nationalsozialisten unter den Mitgliedern hätten den Informationsmangel des Westens über die Sowjetunion für sich selber ausgenutzt.[21]

  • Stay-behind und das Oktoberfestattentat 1980
Hauptartikel: Oktoberfestattentat

Der Schweizer Historiker Daniele Ganser nimmt seit 2005 eine Beteiligung einer deutschen Stay-behind-Organisation /Gladio-Gruppe an dem Attentat an. Er betrachtet Waffendepots des Rechtsextremisten Heinz Lembke, die die Ermittler 1981 fanden, als Depots einer Gladio-Einheit und geht davon aus, dass Mitglieder der Wehrsportgruppe Hoffmann Sprengstoff von dort bezogen und beim Oktoberfestattentat einsetzten. Es wurde aufgedeckt, daß der mutmaßliche Attentäter Gundolf Köhler, der die Bombe zum Eingang der Theresienwiese transportiert und dort ablegte, Verbindungen zur rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann hatte. Beweise für weitere Tatbeteiligte aus dem Umfeld der Wehrsportgruppe hatten die Ermittler jedoch nicht gefunden. Staatliche Ermittler haben diese Zusammenhänge bestritten und Lembkes Waffenlager aus dessen individueller Furcht vor einer sowjetischen Invasion erklärt. Ganser behauptet, damit solle eine Stay-behind-Gruppe und somit die mögliche Beteiligung der NATO und des BND an dem Attentat verdeckt werden.[22]

Heinz Lembke war 1980 in den Verdacht geraten, anderen Rechtsextremisten militärischen Sprengstoff und Training im Umgang damit angeboten zu haben. Nach seiner Festnahme 1981 gab er den Ermittlern über 20 seiner Waffendepots preis und kündigte ein umfassendes Geständnis über deren Zweck an, wurde aber am Vortag der Vernehmung erhängt in seiner Haftzelle gefunden. Tobias von Heymann veröffentlichte 2008 Akten aus dem Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR: Danach sollen unter anderem vom Wohnort Lembkes aus regelmäßige Funkkontakte einer Stay-behind-Untergruppe zum Bundesnachrichtendienst erfolgt sein. Mögliche Verbindungen Lembkes zum BND und zu Gundolf Köhler hatten die Ermittler seinerzeit nicht untersucht. - Der Journalist Ulrich Chaussy, der seit Jahrzehnten zum Oktoberfestattentat forscht, hält die Beteiligung weiterer Rechtsextremisten daran für wahrscheinlich, die Beteiligung einer Gladio-Einheit jedoch für Spekulation.[23] Werner Dietrich, Rechtsanwalt einiger Attentatsopfer, sagt, er sei bei dieser Geheimarmeethese zurückhaltend.[24]

Griechenland

Das Ziel des britischen Premierministers Winston Churchill war es, die kommunistisch angeführte Widerstandsbewegung EAM an der Machtübernahme nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu hindern. Nach der Niederschlagung eines Aufstands von EAM-Anhängern im April 1944 unter den griechischen Streitkräften in Ägypten wurde eine neue und zuverlässige Einheit aufgestellt, die Dritte Griechische Gebirgsbrigade, von der „fast alle Männer von gemäßigt konservativen bis linken Ansichten“ ausgeschlossen waren.[25] Nach der Befreiung im Oktober 1944 kontrollierte die EAM den größten Teil des Landes. Als sie am 3. Dezember 1944 eine Demonstration in Athen veranstaltete, schossen plötzlich Angehörige rechtsgerichteter und pro-royalistischer paramilitärischer Verbände in die Menge. Gedeckt wurden sie dabei von „britischen Truppen und von Polizisten mit Maschinengewehren (…) die auf Hausdächern Stellung bezogen hatten“. Dabei wurden 25 Demonstranten getötet, darunter ein sechs Monate alter Junge, und 148 verletzt.[26] Dies war der Ausbruch der Schlacht um Athen (Dekemvriana), die dann zum Griechischen Bürgerkrieg führte.

Als Griechenland 1952 der NATO beitrat, wurden die LOK (Lochoi Oreinōn Katadromōn, d. h. Gebirgsjägerkompanien) in das europäische Stay-behind-Netzwerk eingegliedert. Die CIA und LOK bekräftigten am 25. März 1955 ihre Zusammenarbeit in einem Geheimdokument, das von General Trascott für die CIA und von Konstantinos Dovas, dem Stabschef des griechischen Militärs unterzeichnet wurde. Außer der Vorbereitung auf einen sowjetischen Einmarsch gab die CIA den LOK auch Anweisungen zur Verhinderung eines linksgerichteten Militärputsches. Der ehemalige CIA-Agent Philip Agee, der in den USA wegen der Enthüllung sensibler Informationen scharf kritisiert worden ist, behauptet, dass „paramilitärische Gruppen, angeführt von CIA-Beamten, während der sechziger Jahre in ganz Europa operierten“ und betont, dass „vielleicht keine Aktivität der CIA so klar wie diese mit der Möglichkeit internationaler subversiver Tätigkeit in Verbindung gebracht werden könne“.[27]

Emblem der griechischen Militärdiktatur (1967–1974). Der Putsch der rechtsgerichteten Obristen gegen die demokratische Regierung wurde unter Mithilfe des griechischen Stay-Behind-Zweigs durchgeführt.

Die LOK waren beteiligt an dem Putsch, der die Griechische Militärdiktatur (1967–1974) an die Macht brachte.[28] Der Putsch wurde am 21. April 1967 durchgeführt, einen Monat vor dem Wahltag, für den Meinungsumfragen einen überwältigenden Sieg der Zentrumsunion (Enosis Kendrou) von Georgios und Andreas Papandreou vorhergesagt hatten. Unter dem Kommando des Fallschirmjägers Oberstleutnant Kostas Aslanides übernahmen die LOK die Kontrolle über das Verteidigungsministerium, während Brigadegeneral Stylianos Pattakos Kommunikationszentralen, Parlament und Königspalast unter seine Kontrolle brachte und aufgrund ausführlicher Listen 10.000 Personen verhaftete. Phillips Talbot, der amerikanische Botschafter in Athen, missbilligte den Militärputsch und beklagte, dass er eine „Vergewaltigung der Demokratie“ darstelle – worauf Jack Maury, der Chef der CIA-Zentrale in Athen erwiderte: „Wie kann man denn eine Hure vergewaltigen?“[29]

Andreas Papandreou wurde festgenommen und ging dann nach Kanada und Schweden ins Exil, kehrte aber später nach Griechenland zurück, wo er 1981 die Wahl zum Premierminister gewann und die erste sozialistische Regierung Griechenlands nach dem Krieg bildete. Seiner eigenen Aussage nach entdeckte er die Existenz der geheimen NATO-Armee, die den Codenamen Red Sheepskin (Roter Schafspelz)[30] trug, als amtierender Premierminister 1984 und gab Anweisungen zu ihrer Auflösung.

Giulio Andreottis Enthüllungen von 1990 zufolge bestätigte der griechische Verteidigungsminister, dass ein Zweig des Netzwerks, genannt Operation Sheepskin, bis 1988 in seinem Land aktiv war.[31] Die sozialistische Opposition forderte eine parlamentarische Untersuchung der Geheimarmee und ihrer angeblichen Verbindungen zu Terrorismus und dem Militärputsch von 1967. Innenminister Yannis Vassiliadis erklärte, es bestehe kein Bedarf, solche „Phantasien“ zu untersuchen, denn „Sheepskin war einer von 50 NATO-Plänen, die vorsahen, dass dann, wenn ein Land von einem Feind besetzt wird ein organisierter Widerstand bestehen solle. Sheepskin sah geheime Waffenverstecke vor und auch Offiziere, die den Kern eines Guerillakrieges bilden konnten, Mit anderen Worten, es war, national gesehen, ein gerechtfertigter Vorgang.“[32]

Im Dezember 2005 veröffentlichte der Journalist Kleanthis Grivas einen Artikel in der griechischen Sonntagszeitung To Proto Thema, in dem er Sheepskin beschuldigte, 1975 einen Mordanschlag auf den Chef der CIA-Filiale in Athen, Richard Welsh verübt zu haben, sowie 2000 einen Mordanschlag auf den britischen Militärattaché Stephen Saunders. Das US-Außenministerium bestritt dies und ließ verlauten, dass „die griechische Terrororganisation 17. November für beide Mordanschläge verantwortlich“ sei, und dass Grivas’ Hauptindiz das Westmoreland Field Manual sei, welches sowohl vom Außenministerium als auch von einem unabhängigen Untersuchungsausschuss des Kongresses als sowjetische Fälschung bezeichnet hätten. Das betreffende Dokument erwähnt jedoch weder Griechenland noch den 17. November noch Welch. Das Außenministerium wies auch auf die Tatsache hin, dass im Fall des Richard Welsh „Grivas bizarrerweise die CIA beschuldigt, bei der Ermordung eines ihrer eigenen leitenden Beamten beteiligt gewesen zu sein“. Sheepskin könne Stephen Saunders aus dem einfachen Grund nicht ermordet haben, weil „die griechische Regierung sagt, sie habe das Stay-behind-Netzwerk 1988 aufgelöst.

Italien

Hauptartikel: Gladio

Luxemburg

Nach einem Zeitungsbericht vom 10. November 1990 in der Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek bestätigte Jacques Santer am 14. November 1990 vor dem Luxemburger Parlament die Existenz einer Stay-behind-Organisation in Luxemburg, verfügte aber als zuständiges Regierungsmitglied deren umgehende Auflösung. Die Organisation war seit 1959 mit Genehmigung des Premiers Pierre Werner aktiviert worden, ihre Steuerung sei durch den luxemburgischen Geheimdienst Service de Renseignement de l’Etat erfolgt, die Koordination erfolgte über eine Dienststelle der NATO. Angehörige der Organisation sowie einzelne Aktionen wurden bisher namentlich nicht offiziell bekannt.[33] Am 17. Dezember 1990 informierte Santer den Verfassungsausschuß des Parlamentes darüber, dass die Organisation nie aus mehr als zwölf Personen bestanden habe und lediglich für die Übermittlung nachrichtendienstlicher Informationen sowie die Ein- und Ausschleusung von Personen vorgesehen war. Handwaffen waren seit 1973 eingelagert worden, ein direkter Zugang dazu war nicht vorgesehen. Am 14. Oktober 1990 wurden die noch lebenden Angehörigen der Organisation über die Auflösung informiert und aufgefordert, ihr Funkmaterial abzugeben.[34]

Im Februar 2013 begann in Luxemburg ein Prozess gegen zwei Polizisten, denen man vorwirft, sie hätten als Angehörige der Brigade mobile de la Gendarmerie (BMG) gemeinsam mit zwei weiteren (inzwischen verstorbenen) Kollegen in den 1980er Jahren Terroranschläge inszeniert, was damals als Bombenlegeraffäre bekannt wurde. In diesem Zusammenhang schilderte der Deutsche Andreas Kramer, laut eigener Aussage Historiker, in einer eidesstattlichen Erklärung die Erinnerungen seines verstorbenen Vaters, der für den deutschen Bundesnachrichtendienst als Verbindungsmann für die Benelux-Staaten gearbeitet haben soll.[35][36] Seinem Sohn zufolge war Kramer Operationsleiter von Gladio und koordinierte Einsätze in Deutschland, Italien, den Benelux-Staaten und der „neutralen“ Schweiz. Das so genannte Allied Clandestine Committee (ACC) sei Teil eines Beschlusses auf höchster Natoebene gewesen.[37] Über Kramers Schreibtisch sollen die Bombenleger-Aktionen koordiniert worden sein. Verwandte von Kramer widersprachen diesen Aussagen.[38][39]

Spanien

Ein Jahr nach dem Tode des spanischen Diktators Franco ermordeten im Mai 1976 rechtsextreme Terroristen zwei linksgerichtete Carlisten. Unter den Attentätern befanden sich der italienische Neofaschist Stefano Delle Chiaie und Mitglieder der Alianza Anticomunista Argentina (AAA), was auf eine Verbindung zum südamerikanischen Schmutzigen Krieg hindeutet.[40]> Dieser Vorfall wurde als das Massaker von Montejurra bekannt. Laut einem CESIS-Bericht war Carlo Cicuttini – der 1972 gemeinsam mit Vincenzo Vinciguerra für den oben beschriebenen Bombenanschlag in Peteano verantwortlich war – 1977 am Blutbad von Atocha beteiligt, bei dem fünf Angehörige der PCE-nahen Gewerkschaft Comisiones Obreras ums Leben kamen. Cicuttini war in Spanien eingebürgert und lebte dort seit 1972, dem Jahr des Peteano-Anschlags.[41]

Als Reaktion auf die umfangreichen Bekenntnisse Giulio Andreottis bestritt Adolfo Suárez, Spaniens erster demokratisch gewählter Ministerpräsident nach Francos Tod, jemals von Gladio gehört zu haben.[42] Suárez’ Nachfolger Leopoldo Calvo-Sotelo gab an, dass Spanien nach dem Beitritt zur NATO nicht über Gladio informiert worden wäre. Auch sagte er, dass ein solches Netzwerk im franquistischen Spanien nicht notwendig gewesen wäre, da „das Regime selber Gladio war“.[43]

General Fausto Fortunato, Leiter des italienischen Geheimdienstes SISMI von 1971 bis 1974, äußerte, dass Frankreich und die USA Spaniens Einstieg in die Organisation Gladio befürworteten, Italien aber sein Veto aussprach. Der spanische Verteidigungsminister Narcís Serra ordnete jedoch eine Untersuchung über Spaniens Verhältnis zu Gladio an.[44][45] Darüber hinaus schrieb die Zeitung Canarias 7 unter Berufung auf den früheren Gladio-Agenten Alberto Volo, dass Anfang August 1991 ein Gladio-Treffen auf Gran Canaria stattgefunden hätte.[46] Volo gab ebenfalls an, in den 1960er und 1970er Jahren als Gladio-Agent Trainings in Maspalomas auf Gran Canaria absolviert zu haben. Die Zeitung El País berichtete außerdem von Vermutungen, dass Gladio in den 1970ern ehemalige Einrichtungen der NASA in Maspalomas genutzt hätte.[47]

Auch der belgische Ex-Geheimagent André Moyen erklärte, dass Gladio in Spanien aktiv gewesen wäre.[48] So hätte Gladio Stützpunkte in Madrid, Barcelona, San Sebastián und auf den Kanaren betrieben.

Türkei

Denkmal für den Journalisten Abdi İpekçi, der im Vorfeld des Militärputschs in der Türkei 1980 von Abdullah Çatlı und dem späteren Papst-Attentäter Mehmet Ali Ağca ermordet wurde.
Hauptartikel: Tiefer Staat

Der türkische Gladio-Zweig wurde unter dem Namen Counter-Guerilla oder Kontra-Guerilla geführt.[1] Eine der maßgeblichen Personen der Counter-Guerilla war der Rechtsextremist und Heroinhändler[49] Abdullah Çatlı, der auch großen Einfluss in der rechtsextremen Partei Graue Wölfe hatte. Çatlı organisierte Straßenkämpfe und die Ausbildung von jungen Anhängern für den Kampf gegen Linksradikale.[50]

Der französischen Monatszeitung Le Monde diplomatique zufolge traf sich Çatlı mehrfach mit Stefano Delle Chiaie in Lateinamerika und im September 1982 in Miami:

„Çatli galt beim türkischen Arm der Organisation Gladio als einer der wichtigsten Männer fürs Grobe. Auch bei den blutigen Ereignissen der Jahre 1976 bis 1980, die die Bedingungen für den Militärputsch vom September 1980 schufen, spielte er eine führende Rolle.“

Kendal Nezan[49]

Ein weiteres Mitglied der türkischen Counter-Guerilla war der Papst-Attentäter Mehmet Ali Ağca. Gemeinsam mit Çatlı ermordete er 1979 den Chefredakteur der großen türkischen Zeitung Milliyet, den Journalisten Abdi İpekçi.[50] Zuvor hatte er in Ankara und Istanbul zusammen mit seinem Freund Çatlı Schießereien und Straßenkämpfe gegen Linksradikale organisiert. İpekçi war besorgt über den zunehmenden, von der extremen Rechten ausgehenden Straßenterror gewesen und hatte daher persönlich beim damaligen CIA-Stationschef Paul Henze (1924–2011) darauf gedrungen, dass der CIA die von İpekçi vermutete Unterstützung der Unruhen einstellen solle.[50]

Der Tod von Çatlı bei einem Verkehrsunfall 1996 löste einen politischen Skandal in der Türkei aus. Der zu diesem Zeitpunkt wegen Mordes mit Haftbefehl in der Türkei und von Interpol gesuchte Çatlı hatte einen vom damaligen Innenminister Mehmet Agar persönlich unterschriebenen Reisepass bei sich, der ihn als Staatsbeamten auswies. Er befand sich in Gesellschaft des Parlamentsabgeordneten der Regierungspartei Sedat Edip Bucak, des stellvertretenden Polizeichefs von Istanbul und der ehemaligen Schönheitskönigin Gonca Us. Nur Bucak, der auch Leiter von umstrittenen, gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) eingesetzten Dorfschützereinheiten im Südosten der Türkei war, überlebte. In dem Unfallwagen fand die Polizei unter anderem mehrere Handfeuerwaffen mit Schalldämpfern. Innenminister Agar hatte zunächst versucht, die Situation damit zu erklären, dass der Polizeibeamte den Gesuchten verhaftet hatte. Als sich dies als Lüge entpuppte, musste er zurücktreten. In der nachfolgenden parlamentarischen Untersuchung wurden zahlreiche Zusammenhänge zwischen Politik, Militär, Geheimdiensten und dem organisiertem Verbrechen in der Türkei aufgedeckt.[51][52] Dieser Komplex wird in der Türkei als Tiefer Staat bezeichnet.

Weitere Staaten

Deutsche Demokratische Republik

Die Militärorganisation der Deutschen Kommunistischen Partei Gruppe Ralf Forster[53] und die Spezialeinheit AGM/S in der DDR[54] werden vereinzelt als Stay-behind-Organisation bezeichnet.

Österreich

Im besetzten Nachkriegsösterreich wurde zunächst im Jahr 1947 von antikommunistischen Gewerkschaftern die Absprachen getroffen, eine schlagkräftige Truppe gegen mögliche kommunistische Umsturzversuche aufzustellen. Nachdem diese unter der Führung von Franz Olah bei den Oktoberstreiks 1950 eine entscheidende Rolle in der Niederschlagung des Generalstreikes gespielt hatte, wurde sie mit Unterstützung der CIA zu einer paramilitärischen Geheimarmee ausgebaut, die sich den Tarnnamen Österreichischer Wander-, Sport- und Geselligkeitsverein gab. Spezialeinheiten wurden in der amerikanischen Besatzungszone als Stay-behind ausgebildet und Scheinfirmen sorgten für die finanzielle Abwicklung. Als Franz Olah 1963 Innenminister wurde und international eine Entspannung im Kalten Krieg erkennbar war, wurde diese Organisation jedoch schrittweise aufgelöst, auch weil sie mit der österreichischen Neutralität nicht vereinbar war.

Im Zuge eines innenpolitischen Skandals kamen im Jahr 1969 erstmals Informationen über diese Geheimarmee an die Öffentlichkeit. Diese wurden jedoch erst nach Ende des Kalten Krieges und der Aufdeckung des Gladio-Netzwerkes in Italien in ihrem internationalen Zusammenhang erkannt. Die Besonderheit der österreichischen Stay-behind-Organisation war, dass sie sich ausschließlich auf sozialistische Gewerkschafter stützte. Verbindung zu Terroranschlägen, besonders im Zusammenhang mit rechtsextremen und neonazistischen Gruppierungen konnten dem OeWSGV nicht nachgewiesen werden.

Im Jahr 1996 wurden in den USA geheime Dokumente aus der Besatzungszeit veröffentlicht, die zur Auffindung von 85 versteckten Waffendepots in Salzburg, Oberösterreich und der Obersteiermark, führten. Um mögliche Versuche, Lager ausfindig zu machen, zu erschweren, wurde das Material nicht nur vergraben, sondern mit einer Schicht aus Metallabfall, in der Regel geleerten Konservendosen, abgedeckt. Beinahe alle Waffen und Ausrüstungsgegenstände entsprachen der Standardausrüstung der US Armee für den Zeitraum 1945 - 1960. Den markantesten Aspekt der Waffenlager stellten die "gewaltigen" Mengen an plastischen Sprengstoff und Zündmitteln dar.[55] Ungeklärt ist jedoch, ob diese für die Versorgung von amerikanischen Agenten oder zur Bewaffnung einer antikommunistischen Partisanenarmee gedacht waren.

Schweiz

Hauptartikel: P-26

In der Schweiz bestand bis mindestens 1990 eine geheime Widerstandsorganisation. Sie hatte zuletzt den Tarnnamen Projekt 26 (P-26) und bildete Schweizer Bürger (Männer und Frauen) zu "Propagandisten" aus. Im Falle einer Besatzung sollten sie durch Flugblätter, Verspotten des Feindes und öffentlichkeitswirksame Sabotageakte den Widerstandswillen unter der Bevölkerung aufrechterhalten.[56] Während Funkgeräte und Chiffriertabellen bereits an die Leiter der Zellen ausgegeben waren, wurde vor allem das sensitive Material wie Sprengstoff und Feuerwaffen in Militärmagazinen gelagert und sollte nur im Falle einer Invasion der Schweiz ausgegeben werden. Gemäß dem nur teilweise veröffentlichten Bericht der Schweizer Untersuchungskommission von 1991 kooperierte die P-26 nicht mit der CIA oder der NATO, sondern nur lose und nur zu Ausbildungszwecken mit dem britischen Geheimdienst MI6 und dem britischen Special Air Service. Die P-26 wird daher nicht als direkt mit dem NATO-Netzwerk verbunden angesehen; dies hätte auch einen eklatanten Verstoß gegen die Neutralität der Schweiz dargestellt. Indirekt gab es allerdings laut Daniele Ganser deutliche Zusammenhänge zwischen der P-26 und den Geheimarmeen der NATO-Staaten:

„Die Schweiz hatte aber sehr enge Verbindungen zum britischen Geheimdienst MI6. Die Schweizer trainierten in England, richteten in London eine Funkübermittlungszentrale ein und verwendeten das Harpoon-Funksystem der Nato-Geheimarmeen. Mit dieser engen Verbindung nach London hatte die P-26 natürlich auch direkten Kontakt zur Geheimarmee-Leitstelle; sie war so also indirekt durchaus integriert.“

Die Existenz der P-26 wurde 1990 von der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK-EMD) zur Fichenaffäre aufgedeckt. Der mögliche Zeuge Oberstleutnant Herbert Alboth, ein früheres Mitglied des Spezialdienstes, eines geheimen Armeestabsteils der Untergruppe Nachrichtendienst und Abwehr (UNA), bot der Kommission an, die „ganze Wahrheit“ aufzudecken. Er wurde kurz vor seiner Aussage tot in seiner Berner Wohnung gefunden, erstochen mit dem eigenen Armee-Bajonett. Die sichergestellten geheimen Unterlagen (alte Schulungs- und Kursunterlagen, Adresslisten von Ehemaligen des Spezialdienstes etc.), für die die unbekannten Täter keinerlei Interesse gezeigt hatten, sowie weitere Tatbestände sprachen gegen die Annahme eines Zusammenhanges zwischen der Tat und der ehemaligen Tätigkeit des Opfers. Die Untersuchungsbehörde vermutete ein Beziehungsdelikt. Alboth war kein Mitglied der P-26.

Die Teile des Untersuchungsberichts, die die Beziehungen der P-26 zum Ausland betreffen (Cornu-Bericht), sind bis heute als geheim eingestuft, da befürchtet wird, dass die Veröffentlichung des gesamten Berichtes „die guten Beziehungen der Schweiz zu anderen Staaten gefährden würde”. Viele Einzelheiten über P-26 sind daher bis heute unbekannt oder sehr fraglich.[57]

Dokumentarfilme

Literatur

militärisches Konzept
  • United States Departement of the Army (Hrsg.): The Tank and Mechanized Infantry Battalion Task Force. Field Manual 1988, S. 47-50
NS-Zeit
  • Frans Kluiters: R-Netz: The stay-behind network of the Abwehr in the Low Countries. In: Ben De Jong, Wies Platje, Beatrice De Graaf (Hrsg.): Battleground Western Europe: Intelligence Operations in Germany and the Netherlands in the Twentieth Century. Het Spinhuis, 2008, ISBN 9789055892815, S. 71–94
NATO und Westeuropa
  • Olav Riste: “Stay Behind”: A Clandestine Cold War Phenomenon. Journal of Cold War Studies, Band 16, Nr. 4, Herbst 2014, S. 35-59 (kostenpflichtiger Download)
  • Daniele Ganser: NATO-Geheimarmeen in Europa: Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung. Orell Füssli, Zürich 2008, ISBN 978-3-280-06106-0
  • J. Patrice McSherry: Predatory States: Operation Condor and Covert War in Latin America. Rowman & Littlefield Publishers, 2012, ISBN 0-7425-6870-9, 2. Kapitel: The European Stay-Behind Armies. S. 38–52
Bundesrepublik Deutschland
  • Leo A. Müller, Werner Raith (Hrsg.): Gladio, das Erbe des Kalten Krieges: Der NATO-Geheimbund und seine deutschen Vorläufer. Rowohlt, Reinbek 1991, ISBN 3-499-12993-0.
  • Ulrich Stoll: Gladio: Späte Spuren einer NATO-Geheimarmee. In: Thomas Leif (Hrsg.): Mehr Leidenschaft Recherche. Skandal-Geschichten und Enthüllungsberichte. Ein Handbuch zur Recherche und Informationsbeschaffung. Verlag für Sozialwissenschaften, 2003, ISBN 3-531-14126-0, S. 177-184
Niederlande
  • Bob de Graaff, Cees Wiebes: Gladio der vrije jongens: een particuliere geheime dienst in Koude Oorlogstijd. SDU, 1992, ISBN 9012066115
  • Paul Koedijk: Dossier Gladio. De Koude Burgeroorlog in Nederland. Vrij Nederland, 18. Juli 1992 (PDF-Download)
  • Paul Koedijk: Dossier Gladio. Nederland was voorbereid op een nieuwe wereldoorlog. Vrij Nederland, 11. Juli 1992 (PDF-Download)
Norwegen
  • Olav Riste: With an eye to history: the origin and development of 'Stay-Behind' in Norway. Journal of Strategic Studies 30 (December 2007), S. 997-1024
Österreich

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d Daniele Ganser: Terrorism in Western Europe: An Approach to NATO’s Secret Stay-Behind Armies. In: The Whitehead Journal of Diplomacy and International Relations 6/Nr. 1, South Orange NJ, 2005, S. 69 ff.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatOutline of stay-behind operation. Central Intelligence Agency, 10. November 1950, abgerufen am 11. April 2015.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDas blutige Schwert der CIA. Der Spiegel, 19. November 1990, abgerufen am 12. April 2015.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatProject outline. Central Intelligence Agency, 29. November 1955, abgerufen am 11. April 2015.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatZDF-Film „Stay behind“ - Die geheimen Kämpfer. Stuttgarter Zeitung, 24. März 2014, abgerufen am 12. April 2015.
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  10. Antwort der Bundesregierung zu Gladio vom 3. März 2014
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