Otto Skorzeny

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Skorzeny in Friedenthal, 1943

Otto Skorzeny (* 12. Juni 1908 in Wien; † 5. Juli 1975 in Madrid) war ein österreichischer Offizier der Waffen-SS, zuletzt im Range eines SS-Obersturmbannführers der Reserve.[1] Bekannt wurde seine Beteiligung am Unternehmen Eiche zur Befreiung des abgesetzten und unter Arrest gestellten italienischen Diktators Benito Mussolini.

Leben bis 1943[Bearbeiten]

Skorzeny wuchs in einer bürgerlichen Familie auf, sein Vater war Baumeister. 1926 begann er an der Technischen Hochschule Wien ein Ingenieurstudium. 1927 trat er der akademischen Burschenschaft Markomannia zu Wien bei, von der er bis zu seinem Tode als Alter Herr geführt wurde. Aus dieser Zeit stammen auch die deutlich sichtbaren Narben aus dreizehn studentischen Mensuren, weshalb er später von den Alliierten „Scarface“ (zu deutsch „Narbengesicht“) genannt wurde. Im gleichen Jahr fungierte er als Fahnenträger der Akademischen Legion, eines antimarxistischen Studentenfreikorps. Nachdem die Legion von der österreichischen Heimwehr vereinnahmt worden war, trat Skorzeny nach eigenem Bekunden aus.[2] 1931 legte er sein Examen ab und war zunächst arbeitslos. Von der nationalsozialistischen Ideologie beeindruckt, trat er 1932 der österreichischen NSDAP bei. Ferner war er Mitglied der SA. Am 12. März 1938 – dem Tag der reichsdeutschen Annexion Österreichs – konnte er durch sein Auftreten den österreichischen Bundespräsidenten Wilhelm Miklas vor der Misshandlung durch SA-Leute schützen. Er trat 1940 in die SS-Leibstandarte Adolf Hitler (SS-Nr. 295.979) ein, nachdem man ihn bei der Luftwaffe aus Altersgründen für nicht tauglich befunden hatte. 1940 kam auch sein einziges Kind, die Tochter Waltraut, auf die Welt.[3] Nach Einsätzen in Frankreich, den Niederlanden und der Sowjetunion wurde er wegen einer Gallenerkrankung in Berlin zum Reichssicherheitshauptamt, Amt VI – Auslandsnachrichtendienst, versetzt. Nach seiner Entlassung aus dem Lazarett wurde er Wachsoldat in der „Leibstandarte Adolf Hitler“ in Berlin.

Bereits 1929 hatte Skorzeny zum ersten Mal Ernst Kaltenbrunner in Linz getroffen; kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges trafen sich die Familien beider Männer regelmäßig.[4] Kaltenbrunner, der Anfang 1943 Chef der Sicherheitspolizei und des SD wurde, griff bei der Neubesetzung von Positionen häufig auf österreichische SS-Männer zurück.[5]

Am 20. April 1943 wurde Skorzeny zum SS-Hauptsturmführer der Reserve befördert. In dieser Zeit plante die SS die Aufstellung eines neuen Sonderverbandes für Kommandounternehmen, der mit dem Sonderverband Brandenburg der Abwehr konkurrieren sollte. Admiral Wilhelm Canaris, der damals die Abwehr leitete, wurde von der SS von jeher argwöhnisch beobachtet. Man vermutete, er sei ein Hitler-Gegner, der seine Kommandoeinheiten eventuell gegen das NS-Regime einsetzen werde. Da das Unternehmen Zeppelin nicht den erhofften Erfolg hatte, wurde schließlich Skorzeny, der sich schon immer für geheime Kommandoeinsätze begeistern konnte, beauftragt, den SS-Sonderverband z.b.V. „Friedenthal“ zu bilden. Skorzeny studierte dazu Spezialoperationen der britischen SOE.[6] In der Folgezeit erhielt er das Kommando über weitere Truppen, darunter ein Luftwaffengeschwader, das er für Fallschirmsprungeinsätze einsetzte.

Die Befreiung Benito Mussolinis[Bearbeiten]

Skorzeny und Mussolini

Nachdem die Alliierten im Königreich Italien gelandet waren, machte der Große Faschistische Rat Mussolini für sämtliche Fehlschläge während des Zweiten Weltkriegs verantwortlich, worauf er auf Befehl des Königs Viktor Emanuel III. verhaftet wurde. Hitler ordnete daraufhin eine Befreiungsmission an, wobei Mussolini unter allen Umständen unverletzt befreit werden sollte. Zusammen mit General der Fallschirmtruppe Kurt Student und seinen Truppen suchte Skorzeny in ganz Italien nach Mussolini, der von seinen Bewachern mehrfach an einen anderen Ort gebracht wurde. Nach einigen vergeblichen Anläufen schafften es die Deutschen, den ehemaligen Diktator im Hotel Campo Imperatore im Gebirgszug Gran Sasso zu lokalisieren.

Am 12. September 1943 startete dann das Unternehmen Eiche:

Die Talstation einer zum Hotel führenden Bergseilbahn in der Nähe des Ortes Assergi wurde von der Stabskompanie sowie der ersten und zweiten Kompanie des Fallschirmjäger-Lehr-Bataillons unter Major Harald Mors, der von Student mit der Durchführung des gesamten Unternehmens beauftragt worden war, gegen 14:00 Uhr auf dem Landweg eingenommen. Bereits vorher waren von diesen Truppen alle Telefonverbindungen gekappt worden. Die italienischen Verteidiger leisteten nur geringen Widerstand; es gab zwei Tote auf italienischer Seite.[7]

Gleichzeitig um 14:00 Uhr landeten 72 Fallschirmjäger der ersten Kompanie des Fallschirmjäger-Lehr-Bataillons unter dem Kommando von Oberleutnant Georg Freiherr von Berlepsch sowie ein kleines SS-Kommando mit Skorzeny, dem italienischen PAI-General Fernando Soleti mit insgesamt zehn Lastenseglern DFS 230 auf dem Berghang und erstürmten das Hotel. Der italienische General Soleti hatte die Aufgabe, den Bewachern Mussolinis das Schießen zu untersagen, diese gaben jedoch sofort ohne Widerstand auf.[8] Von den Lastenseglern machte lediglich einer eine Bruchlandung, wobei Personen an Bord schwer verletzt wurden.[9]

Um 14:45 Uhr kam der Kommandeur des Unternehmens Major Mors mit der Seilbahn zum Hotel, woraufhin der unverletzt befreite „Duce“ mit einem Fieseler Storch ausgeflogen werden sollte.[10] Fast wäre das Unternehmen gescheitert, da Skorzeny darauf bestand, in der zwar dreisitzigen, aber aufgrund der dünnen Höhenluft mit 3 Personen stark überlasteten Maschine mitzufliegen. Nach Startschwierigkeiten konnte jedoch der Pilot, Hauptmann Gerlach, persönlicher Pilot Students, das Flugzeug sicher nach Pratica di Mare, 30 km südlich von Rom, bringen.[11] Von dort wurden Mussolini und Skorzeny mit einer deutschen Heinkel He 111 nach Wien weitergeflogen, wo sie übernachteten. Am nächsten Tag wurden sie nach München gebracht.[12] Am 14. September um 14:30 Uhr trafen sie Hitler im Führerhauptquartier in Rastenburg.[13]

Obwohl Skorzeny weder an der direkten Planung dieser Operation beteiligt war noch Befehlsgewalt dabei hatte, wurde er für die Befreiungsaktion hoch gelobt, zum SS-Sturmbannführer befördert und am 13. September 1943 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.[14]

Weitere Operationen[Bearbeiten]

Nachdem die Deutschen von den alliierten Vorbereitungen zur Konferenz von Teheran erfahren hatten, soll es angeblich Planungen zum Unternehmen Weitsprung mit dem Ziel der Ermordung oder Entführung der drei beteiligten Staatsführer Stalin, Churchill und Roosevelt unter der Leitung von Skorzeny gegeben haben. Der russische Spion Geworg Wardanjan berichtete, dass dieses Unternehmen gestoppt wurde, nachdem es seiner sowjetischen Agentengruppe gelungen war, ein deutsches Vorauskommando in Teheran zu verhaften.[15]

Eine Aktion mit dem Namen „Weitsprung“ hat es wohl gegeben. Dieses Unternehmen kam aber über das reine Planungsstadium nie hinaus. Skorzeny wurde nie mit dem Unternehmen „Weitsprung“ beauftragt. Bei einem Treffen mit Hitler und Walter Schellenberg Anfang November 1943 äußerte sich Skorzeny: „Der Plan war einfach undurchführbar […] Hitler stimmte mir zu.“[16]

Auch die Person des Sturmbannführers von Oertel, der den Attentatsplan an den sowjetischen Agenten Nikolai Iwanowitsch Kusnezow verraten haben soll, ist eine Erfindung. Der nicht existierende von Oertel soll Kusnezow gesagt haben: „Wir bringen Stalin und Churchill um, um die Wende im Krieg zu erreichen. Wir entführen Roosevelt, um Amerika nachgiebiger zu machen […] Die Agenten wurden bereits in einer Spezialschule in Kopenhagen ausgebildet.“[17] Welchen Zweck Wardanjan mit der Verbreitung dieser Falschinformationen über ein deutsches Kommandounternehmen verfolgte, ist bis heute nicht geklärt.

Am 20. Juli 1944 nahm Skorzeny, der sich an diesem Tag in Berlin befand, an der Gefangennahme der Hitler-Attentäter um Claus Schenk von Stauffenberg teil. Als es Sturmbannführer Dr. Piffrader nicht gelang, die Verschwörer festzunehmen, holte man Skorzeny im Anhalter-Bahnhof aus dem Urlauberzug. Gegen 01:00 nachts am 21. Juli drang dann Skorzeny mit einer SS-Kompanie in das OKW ein, wo er sich von den Anführern des Gegenstoßes, der inzwischen stattgefunden hatte, berichten ließ.

Skorzeny in Budapest, Oktober 1944

Im Oktober desselben Jahres wurde er nach Ungarn entsandt, da es Anzeichen für ein mögliches Umschwenken im Kurs des nationalistischen Herrschers Admiral Miklós Horthy gab, der sein Bündnis mit Deutschland aufkündigen wollte. Unter dem Namen Unternehmen Panzerfaust stürmten Skorzeny und Angehörige des SS-Fallschirmjägerbataillons 600 die wichtigen Regierungsstellen in Budapest und entführten Miklós Horthy jr., den einzigen lebenden Sohn des Reichsverwesers, worauf sich dieser in deutsche Gefangenschaft begab und seinen Rücktritt erklärte. Das Unternehmen endete aus Skorzenys Sicht erfolgreich: General Géza Lakatos wurde abgesetzt und durch Ferenc Szálasi, einen Vertreter der faschistischen Pfeilkreuzler, ersetzt. Ein Alternativplan des SS-Obergruppenführers Erich von dem Bach-Zelewski, der beabsichtigte, den Regierungssitz mit Artillerie zusammenzuschießen, wurde nicht umgesetzt.

Gegen Ende des Jahres 1944 wurde die deutsche Ardennenoffensive im Westen geplant, die die weit ins Land vorgerückten Alliierten zurückdrängen sollte. Skorzeny stellte einen Kommandoverband auf, dessen Soldaten in amerikanischen Uniformen hinter den gegnerischen Linien operieren sollten (Unternehmen Greif).

Wegen dieser Einsätze unter der Verwendung falscher Uniformen wurde Skorzeny wegen Kriegsverbrechen angeklagt (s. u.). Während der im Dezember gestarteten Offensive setzten die Kommandos alles daran, alliierte Soldaten durch kriegsrechtlich nicht zulässige Einsätze zu bekämpfen. Es verbreitete sich sogar das Gerücht, dass der amerikanische Oberbefehlshaber, General Eisenhower, getötet werden sollte, worauf die Amerikaner ihre Wachsamkeit erhöhten und Skorzeny den Ruf als der „gefährlichste Mann Europas“ bekam.

Skorzeny bei einer Lagebesprechung mit SS-Führern einer SS-Fallschirmjäger-Einheit an der Oder (Februar 1945)

Am 31. Januar des Jahres 1945 versetzte man Skorzeny an die Ostfront in das Gebiet um Schwedt/Oder, wo er mit einer Reihe zusammengewürfelter Verbände einen Brückenkopf für eine Gegenoffensive gegen die Rote Armee sichern sollte. Skorzeny wurde am 28. Februar 1945 abberufen, drei Tage bevor der Brückenkopf aufgegeben wurde. Die Kämpfe wurden von beiden Seiten mit größter Härte geführt, wobei die Rolle von Skorzeny in diesen als historisch zweifelhaft gelten muss: So wurde am 4. Februar 1945 der Bürgermeister und Volkssturm-Kommandant von Königsberg/Neumark, der die Stadt ohne Rückzugsbefehl verlassen hatte, in Schwedt durch von Skorzeny befehligte SS hingerichtet. Ebenso waren die Kämpfe von geringem militärischem Nutzen, forderten aber auf beiden Seiten sowie unter den Flüchtlingen und der Zivilbevölkerung sehr viele Opfer. Am 9. April 1945 erhielt er als 826. Soldat das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, nachdem er bereits am 16. Januar 1945 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet worden war.[14]

Gegen Kriegsende wurde Skorzeny noch zum Obersturmbannführer befördert. Im April 1945 wurde er ins Alpengebiet geschickt und sollte mithelfen, den letzten deutschen Widerstand in der Alpenfestung zu organisieren.[18] Am 15. Mai 1945 stellte sich Skorzeny US-amerikanischen Streitkräften in der Steiermark, nach anderen Quellen in Salzburg.[18]

Er wurde später als Kriegsverbrecher während der Dachauer Prozesse vor Gericht gestellt.

Otto Skorzeny als Insasse des Gefängnisses von Nürnberg (November 1945)

Vom 18. August bis zum 9. September 1947 wurde der Prozess (United States of America v. Otto Skorzeny et al.) gegen Otto Skorzeny und neun weitere Angeklagte geführt. Die vier Anklagepunkte, die sämtlich mit „Verletzung der Kriegsgesetze und -gebräuche“ überschrieben waren, umfassten die „Misshandlung und Tötung Kriegsgefangener“, „Beraubung Kriegsgefangener“, „missbräuchliche Benutzung alliierter Uniformen“ und „Einbehaltung von Paketen Kriegsgefangener“. Skorzeny war Leiter einer Sondereinheit, die im Rahmen der Ardennenoffensive, getarnt als alliierte Soldaten, Spezialaufträge ausführen sollte. Aufgrund des Kriegsverlaufes kam es jedoch nicht zur Durchführung des Unternehmens, nur einige Mitglieder dieser Einheit kamen während der Ardennenoffensive zum Einsatz. Alle Angeklagten wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen.[19]

Leben nach dem Krieg[Bearbeiten]

Skorzeny versteckte sich unter dem Pseudonym Rolf O. S. Steinbauer[3] in den Alpen. Er wurde als Kriegsverbrecher angeklagt, da seine Kommandos während der Ardennenoffensive entgegen militärischen Grundsätzen in amerikanischen Uniformen operiert hatten. Er wurde jedoch freigesprochen, da ein britischer Offizier, Wing Commander Edward Yeo-Thomas, der als Widerstandskämpfer unter dem Namen „Das weiße Kaninchen“ bekannt wurde, aussagte, dass alliierte Spezialeinheiten ebenfalls in gegnerischen Uniformen kämpften. Anschließend wurde er den deutschen Behörden für weitere Untersuchungen übergeben und saß im Gefängnis von Darmstadt, bis ihm am 27. Juli 1948 mit Hilfe des Gefängniskommandanten die Flucht ermöglicht wurde und er sich somit einer möglichen weiteren Strafe entziehen konnte.[20]

Er floh zunächst nach Paris, dann nach Spanien und 1949 nach Argentinien. Laut einem US-Geheimbericht vom 20. Januar 1947[21] soll Skorzeny der Führer des angeblichen Untergrund-Netzwerks O.d.e.SS.A. gewesen sein (Existenz nie bewiesen), dessen Aufgabe gewesen sein soll, ehemaligen NS-Größen zur Flucht aus Europa zu verhelfen. Skorzeny soll Kontakt gehabt haben zu Albert Schnez, von dem berichtet wird, er habe hinter dem Rücken der Bundesregierung eine Geheimarmee aufgebaut. [22].

Im Februar 1950 meldete Der Spiegel: „Otto Skorzeny verkaufte seine Memoiren der Münchener Illustrierten Quick. Die Memoiren werden von dem Publizisten Hans Werner Richter kommentiert und, wo nötig, richtiggestellt. Sie sollen aufschlußreiches und sehr ernüchterndes Material über die Herren des ‚Dritten Reiches‘ enthalten. Die Buchrechte hat sich ein Hamburger Verlag gesichert.“[23]

Anfang der 1950er Jahre kehrte er wieder ins franquistische Spanien zurück, wo er unter dem Schutz des spanischen Diktators Francisco Franco stand. Daher musste er keinerlei Einschränkungen mehr befürchten und konnte weiterhin Kontakte zu ehemaligen Größen der NS-Zeit, vor allem Léon Degrelle, aufrechterhalten. In einer einschlägigen Darstellung heißt es, Skorzeny sei in Spanien „ein Kristallisationspunkt für eine beträchtliche Anzahl von Männern“[24] gewesen. In dieser Zeit schrieb er auch seine Erinnerungen unter dem Titel Lebe gefährlich nieder und brüstete sich in mehreren Interviews seiner Taten während des Zweiten Weltkriegs.[25]

1952 heiratete er zum dritten Mal. Ab 1953 fungierte er unter anderem als Berater des argentinischen Präsidenten Juan Perón und des ägyptischen Staatschefs Nasser.

Skorzeny war durch seine diversen Geschäftstätigkeiten (unter anderem hatte er die Generalvertretung der österreichischen VÖEST für Spanien und Lateinamerika) wohlhabend, er bewohnte in Madrid eine Etagenwohnung und besaß auf Mallorca ein Fischerhaus. Er pflegte auch weiterhin Beziehungen zu früheren SS-Männern und gründete 1960 die Neonazibewegung CEDADE (Círculo Español de Amigos de Europa). Otto Skorzeny starb am 6. Juli 1975 im Alter von 67 Jahren in Madrid an Lungenkrebs. Er wurde eingeäschert, die Urne später auf dem Döblinger Friedhof beigesetzt. Bei seiner Beerdigung in Wien salutierten „alte Kameraden“ mit dem Hitlergruß.

Sein Bruder Alfred Skorzeny wurde in der Sowjetunion in Sippenhaftung im Jahr 1948 zu 20 Jahren Besserungslager verurteilt. Im Jahr 1955 wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen und repatriiert.[26]

Schriften[Bearbeiten]

  • Geheimkommando Skorzeny. Autobiografie. Hansa Verlag Toth, Hamburg 1950[27]
  • Lebe gefährlich. Deutsche Kommandos im 2. Weltkrieg, Band 1, 2. Auflage. Cramer, Königswinter 1973, ISBN 3-920139-00-3[28]
  • Wir kämpften – wir verloren. Für Deutschland, Band 4. Ring-Verlag, Siegburg-Niederpleis 1962[29]
  • Skorzeny's Special Missions. The Memoirs of ’The Most Dangerous Man in Europe’. Greenhill Books, London 1997, ISBN 1-85367-291-2
  • Meine Kommandounternehmen. Klassiker der Zeitgeschichte. Winkelried-Verlag, Dresden 2007, ISBN 978-3-938392-11-9

Literatur[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

  • Befreiung, Teil 2: Der Durchbruch, mit dem rumänischen Schauspieler Florin Piersic in der Rolle Skorzenys.
  • Hitlers „gefährlichster Mann“. ZDF-History Dokumentation, Erstausstrahlung 12. Juni 2012 und Mediathek

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Otto Skorzeny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Nikolaus von Preradovich: Österreichs höhere SS-Führer. Vowinckel, Berg am See 1987, ISBN 3-921655-55-2, S. 317.
  2. Otto Skorzeny: Meine Kommandounternehmen. Krieg ohne Fronten. Universitas, München 1993, ISBN 3-8004-1282-9, S. 16
  3. a b Menschen & Mächte: Idole der Nazis (1): Otto Skorzeny – SS-Agent für Hitler. Erstausstrahlung im ORF 2 am 2. Dezember 2010
  4. Befragungsprotokoll vom November 1945, abgerufen in: Cornell University Law Library (PDF; 1,6 MB)
  5. Philip W. Blood: Hitler's Bandit Hunters, S. 110, abgerufen über google books
  6. O. Skorzeny: Skorzeny's Special Missions, S. ix, abgerufen über google books
  7. Óscar González López: Fallschirmjäger at the Gran Sasso. AF Editores, Valladolid 2007, ISBN 978-84-96935-00-6, S. 20
  8. Óscar González López: Fallschirmjäger at the Gran Sasso. AF Editores, Valladolid 2007, ISBN 978-84-96935-00-6, S. 8–19
  9. Kurt Student, Hermann Götzel (Bearb.): Generaloberst Kurt Student und seine Fallschirmjäger. Die Erinnerungen des Generaloberst Kurt Student. Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1980, ISBN 3-7909-131-8 (formal falsche ISBN), Permalink Deutsche Nationalbibliothek, S. 425.
  10. Óscar González López: Fallschirmjäger at the Gran Sasso. AF Editores, Valladolid 2007, ISBN 978-84-96935-00-6, S. 24–34
  11. Óscar González López: Fallschirmjäger at the Gran Sasso. AF Editores, Valladolid 2007, ISBN 978-84-96935-00-6, S. 34
  12. Hermann Götzel: Generaloberst Kurt Student und seine Fallschirmjäger, Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1980, ISBN 3-7909-0131-8, S. 429
  13. Erich Kuby: Verrat auf deutsch. Wie das Dritte Reich Italien ruinierte. Hoffmann und Campe, Hamburg 1982, ISBN 3-455-08754-X, S. 269.
  14. a b Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündeter Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs; Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 708
  15. http://de.rian.ru/comments_interviews/20071015/84043255.html
  16. Otto Skorzeny: Meine Kommandounternehmen. Winkelried, Dresden 2007; ISBN 978-3-938392-11-9; S. 190
  17. Juri Plutenko: ''Teheran 1943: Wie das Attentat auf Stalin, Roosevelt und Churchill vereitelt wurde. Interview mit Gework Wartanjan vom 15. Oktober 2007; abgerufen am 17. August 2012
  18. a b Wenn geschlagen wird, gibt’s 2 Tote: Befreite Ausländer; Der Spiegel vom 14. Juli 1949
  19. Robert Sigel: Im Interesse der Gerechtigkeit. Die Dachauer Kriegsverbrecherprozesse 1945–48. Frankfurt am Main 1992, S. 124ff.
  20. siehe auch spiegel.de vom 4. September 1948: Otto Skorzeny. DER SPIEGEL 36/1948
  21. Guido Knopp: Die SS – Eine Warnung der Geschichte. Wilhelm Goldmann Verlag, München, 2003 S. 378
  22. 'BND-Akten: Weltkriegsveteranen bauten geheime Armee auf; SPIEGEL ONLINE, 11. Mai 2014
  23. Otto Skorzeny; Der Spiegel 8/1950
  24. Nikolaus von Preradovich: Österreichs höhere SS-Führer. Vowinckel, Berg am See 1987, ISBN 3-921655-55-2, S. 317. Preradovich war u. a. Autor der rechtsextremen Zeitschriften Die Aula und Deutschland in Geschichte und Gegenwart.
  25. Tim Ripley: Die deutschen Spezialeinheiten und ihre Waffensysteme. 1939–1945. Panzer – Kampfflugzeuge – U-Boote – V1 – V2. Neuer Kaiser Verlag Gesellschaft m.b.H, Klagenfurt 2003, ISBN 3-7043-5036-2, S. 147
  26. Stefan Karner: Im Archipel GUPVI; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1995, S. 36
  27. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
    Permalink Deutsche Nationalbibliothek.
  28. 1971 auf den Index der Deutschen Prüfstelle für jugendgefährdende Schriften gesetzt. – Siehe: Zwei Bücher des Mussolini-Befreiers (…) In: Arbeiter-Zeitung, 12. Jänner 1971, S. 6, Mitte rechts
  29. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
    Permalink Deutsche Nationalbibliothek. 1971 auf den Index der Deutschen Prüfstelle für jugendgefährdende Schriften gesetzt. – Siehe: Zwei Bücher des Mussolini-Befreiers (…) In:
    Arbeiter-Zeitung, 12. Jänner 1971, S. 6, Mitte rechts
  30. Inhaltstext online.
  31. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.