Timea Bacsinszky

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Timea Bacsinszky Tennisspieler
Timea Bacsinszky
Timea Bacsinszky 2014 in Wimbledon
Spitzname: Timi
Nationalität: SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag: 8. Juni 1989
Größe: 170 cm
Gewicht: 62 kg
1. Profisaison: 2004
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Dimitri Tsawialoff
Preisgeld: 1.414.430 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 290:160
Karrieretitel: 1 WTA, 12 ITF
Höchste Platzierung: 37 (7. Juni 2010)
Aktuelle Platzierung: 78
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 129:73
Karrieretitel: 3 WTA, 14 ITF
Höchste Platzierung: 36 (31. Januar 2011)
Aktuelle Platzierung: 212
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 25. August 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Timea Bacsinszky (* 8. Juni 1989 in Lausanne) ist eine Schweizer Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Bacsinszky wurde im Jahr 2000 Schweizer Meisterin der Juniorinnen. Im Alter von 12 Jahren gewann sie das prestigeträchtige Juniorenturnier Les Petits As in Tarbes. 2003 gewann sie das Turnier erneut, wie bereits Martina Hingis elf Jahre zuvor. Einen Tag nach ihrem 14. Geburtstag bestritt sie ihr erstes Turnier auf der WTA Tour, die Zurich Open, für die sie eine Wildcard für die Qualifikation erhalten hatte; in ihrer Zweitrundenpartie gegen Caroline Maes musste sie allerdings wegen einer Adduktorenverletzung aufgeben. Sie bekam eine Einladung von den Verantwortlichen für das Schweizer Fed-Cup-Team, für das sie bislang 34 Begegnungen (18 Siege) bestritten hat.

Erste Erfolge als Profispielerin[Bearbeiten]

Ende 2004 war sie die Nummer 224 der Tennis-Weltrangliste. Wegen Problemen mit dem Schweizer Tennisverband Swiss Tennis sowie Streitigkeiten mit dem Fed-Cup-Team und einer Turnierpause fiel sie bis Ende 2005 jedoch zurück. Mit dem Fed-Cup-Team verlor sie zwar gegen Japan, bezwang dabei aber zum ersten Mal eine Top-100-Spielerin.

Durch zwei ITF-Turniersiege verbesserte sie sich auf Platz 204. Dadurch erschien sie im Mai 2006 in Straßburg erstmals auf der Setzliste eines WTA-Turniers. Bei den Zurich Open bezwang sie 2006 zwei Top-Ten-Spielerinnen und gelangte bis ins Viertelfinale.

Mit einem Sieg über Anda Parianu in der dritten Qualifikationsrunde stand Bacsinszky erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers: mit einem Sieg in Runde eins der French Open über Zheng Jie verbesserte sie sich auf Position 89 der Weltrangliste. Auch für Wimbledon bekam sie einen Platz im Hauptfeld, scheiterte aber gleich an Wera Duschewina.

2008−2010[Bearbeiten]

Timea Bacsinszky 2008 in Budapest

Bei ihrem Saisonstart beim WTA-Turnier von Gold Coast schied Bacsinszky nach erfolgreicher Qualifikation in zwei Sätzen gegen Flavia Pennetta aus. Auch bei den Australian Open überstand sie die Qualifikation; sie besiegte die Australierin Sophie Ferguson mit 6:4, 6:3 und unterlag anschließend Sania Mirza mit 1:6, 6:4 und 5:7. Im Februar in Antwerpen gewann sie erneut alle drei Qualifikationsspiele. In der ersten Runde besiegte sie dann Wolha Hawarzowa mit 6:3, 3:6 und 7:5, nachdem sie beim Stande von 4:5 einen Matchball abgewehrt hatte. Im Achtelfinale setzte sie sich gegen Julie Ditty in zwei Sätzen durch, anschließend profitierte sie beim 6:2, 4:6 und 4:1 gegen Daniela Hantuchová von deren verletzungsbedingter Aufgabe. Im Halbfinale unterlag sie der Nummer 1, Justine Henin, mit 6:2, 3:6 und 3:6. Dennoch machte Bacsinszky einen Sprung von Rang 94 auf Platz 60 der Weltrangliste. In Dubai und Miami scheiterte sie dann jeweils schon in der ersten Runde der Qualifikation, in Amelia Island wie auch in Charleston in Runde eins des Hauptfelds. Beim Turnier in Straßburg besiegte sie zunächst Jelena Dokić in zwei, dann die an Nummer 8 gesetzte Yan Zi in drei Sätzen. Im Viertelfinale gelang ihr gegen die an Nummer 2 gesetzte Aljona Bondarenko die Revanche für die Niederlage in Zürich im Jahr zuvor. Ihr erstes Finale auf der Profitour verpasste Bacsinszky mit einer Zweisatzniederlage gegen Anabel Medina Garrigues. Bei den French Open besiegte sie Tamira Paszek in drei Sätzen, ehe sie gegen Patty Schnyder mit 4:6, 6:4 und 1:6 verlor. Danach legte sie eine Pause ein und begann mit ihren Vorbereitungen für die Rasensaison. In Wimbledon schlug sie Julie Ditty mit 7:5 und 6:3. Gegen die an Nummer 5 gesetzte Jelena Dementjewa lag sie im dritten Satz, nach 6:4 und 3:6 in den Sätzen eins und zwei, bereits mit 3:0 in Führung, verlor dann aber den entscheidenden Satz mit 3:6.

Die Australian Open musste sie 2009 wegen einer Knieverletzung absagen. Im Februar unterlag sie mit dem Schweizer Fed-Cup-Team Deutschland mit 2:3. Im März konnte sie in Indian Wells die zweite Runde erreichen, in der sie Caroline Wozniacki unterlag. Bei den French Open erreichte sie nach dem Auftaktsieg über Émilie Loit wiederum die zweite Runde, scheiterte dort aber an Li Na. In Wimbledon unterlag sie Marion Bartoli ebenfalls in Runde zwei. Bei den US Open konnte Bacsinszky ihr gutes Vorjahresergebnis nicht wiederholen; sie schied in der zweiten Runde gegen Hantuchová in drei Sätzen aus. Im Oktober gelang ihr der bis dahin größte Karriereerfolg, als sie im Endspiel der BGL Luxembourg Open Sabine Lisicki mit 6:2, 7:5 besiegen und ihren ersten WTA-Titel feiern konnte.

Ihr bestes sportliches Ergebnis allerdings war der Einzug 2010 ins Finale von Bad Gastein, in dem sie Julia Görges in zwei Sätzen unterlag. Beide Spielerinnen hatten sich dort bereits im Finale der Qualifikation gegenüber gestanden, das mit demselben Ergebnis endete. Zudem erreichte sie in Miami (Kategorie: Premier Mandatory) das Achtelfinale (glatte Niederlage gegen Yanina Wickmayer). Bei den French Open unterlag sie in Runde zwei Alexandra Dulgheru.

seit 2012[Bearbeiten]

Kurz vor ihrem 23. Geburtstag trennte sich Bacsinszky nach rund acht Jahren von ihrem Trainer Erfan Djahangiri.[1] Nach einer Unterleibserkrankung, wegen der sie unter anderem die French Open absagen musste, hatte sie zehn Tage zuvor das Training wieder aufgenommen. Sie trat zunächst wieder bei ITF-Turnieren in Italien an.

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 25. Oktober 2009 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hartplatz DeutschlandDeutschland Sabine Lisicki 6:2, 7:5

Doppel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 11. Juli 2010 UngarnUngarn Budapest WTA International Sand ItalienItalien Tathiana Garbin RumänienRumänien Sorana Cîrstea
SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues
6:3, 6:3
2. 18. Juli 2010 TschechienTschechien Prag WTA International Sand ItalienItalien Tathiana Garbin RumänienRumänien Monica Niculescu
UngarnUngarn Ágnes Szávay
7:5, 7:64
3. 24. Oktober 2010 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hartplatz ItalienItalien Tathiana Garbin TschechienTschechien Iveta Benešová
TschechienTschechien Barbora Záhlavová-Strýcová
6:4, 6:4

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Bilanz Karriere
Australian Open 2 1 1 1:3 2
French Open 2 2 2 2 2 5:6 2
Wimbledon 1 2 2 1 2 3:5 2
US Open 1 3 2 1 1 2 4:6 3

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2008 2009 2010 2011 Bilanz Karriere
Australian Open 2 2 2:2 2
French Open 2 1 1:2 2
Wimbledon 1 2 1:2 2
US Open 1 1 AF 2:3 AF

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Timea Bacsinszky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Le Matin vom 6. Juni 2012, online abgerufen am 1. Juli 2012