Timea Bacsinszky

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Timea Bacsinszky Tennisspieler
Timea Bacsinszky
Spitzname: Timi
Nationalität: SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag: 8. Juni 1989
Größe: 170 cm
Gewicht: 62 kg
1. Profisaison: 2004
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Dimitri Tsawialoff
Preisgeld: 1.237.457 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 237:144
Karrieretitel: 1 WTA, 10 ITF
Höchste Platzierung: 37 (7. Juni 2010)
Aktuelle Platzierung: 256
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 115:68
Karrieretitel: 3 WTA, 12 ITF
Höchste Platzierung: 36 (31. Januar 2011)
Aktuelle Platzierung: 438
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 14. Oktober 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Timea Bacsinszky (* 8. Juni 1989 in Lausanne) ist eine Schweizer Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Bacsinszky gewann im Jahr 2000 die Schweizer Meisterschaften der Juniorinnen. Im Alter von 12 Jahren gewann sie das prestigeträchtige Juniorenturnier Les Petits As in Tarbes; 2003 konnte sie das Turnier erneut gewinnen, wie bereits Martina Hingis elf Jahre zuvor. Einen Tag nach ihrem 14. Geburtstag spielte sie ihr erstes Turnier auf der WTA Tour, die Zurich Open, für die sie eine Wild Card für die Qualifikation erhalten hatte; in der zweiten Runde musste sie gegen Caroline Maes allerdings wegen einer Adduktoren-Verletzung aufgeben. Sie bekam eine Einladung ins Schweizer Fed-Cup-Team, für das sie einige Matches bestreiten durfte.

Erste Erfolge als Profi[Bearbeiten]

Ende 2004 war sie die Nummer 224 der Tennis-Weltrangliste. Wegen Problemen mit dem Schweizer Tennisverband Swiss Tennis, Streitigkeiten mit dem Fed-Cup-Team und einer Turnierpause fiel sie bis Ende 2005 jedoch zurück. Mit dem Fed-Cup-Team verlor sie dann gegen Japan, bezwang aber zum ersten Mal eine Top-100-Spielerin.

Durch zwei ITF-Turniersiege verbesserte sie sich auf Platz 204. Dadurch kam sie im Mai 2006 in Straßburg erstmals auf die Setzliste eines WTA-Turniers. Bei den Zurich Open bezwang sie 2006 zwei Top-Ten-Spielerinnen und gelangte bis ins Viertelfinale.

Mit einem Sieg über Anda Parianu in der dritten Runde der Qualifikation für die French Open 2007 stand Bacsinszky erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Mit einem Sieg in Runde eins gegen Zheng Jie verbesserte sie sich auf Position 89 der Weltrangliste. Auch für die Wimbledon Championships 2007 bekam sie einen Platz im Hauptfeld, scheiterte aber in der ersten Runde an Wera Duschewina.

Saison 2008[Bearbeiten]

Bacsinszky startete mit dem WTA-Turnier von Gold Coast in die Saison. Nach überstandener Qualifikation scheiterte sie in der ersten Runde des Hauptfeldes in zwei Sätzen an Flavia Pennetta. Auch bei den Australian Open überstand sie die Qualifikation, anschließend besiegte sie die Australierin Sophie Ferguson mit 6:4 und 6:3. In Runde zwei verlor sie gegen Sania Mirza mit 1:6, 6:4 und 5:7.

In Antwerpen gewann sie im Februar erneut alle drei Qualifikationsspiele. In der ersten Runde besiegte sie Wolha Hawarzowa mit 6:3, 3:6 und 7:5, nachdem sie beim Stande von 4:5 einen Matchball abgewehrt hatte. Im Achtelfinale gewann sie gegen Julie Ditty in zwei Sätzen, anschließend profitierte sie gegen Daniela Hantuchová beim 6:2, 4:6 und 4:1 davon, dass diese verletzt aufgeben musste. Im Halbfinale verlor sie gegen die damalige Nummer 1, Justine Henin, mit 6:2, 3:6 und 3:6. Damit machte sie in der Weltrangliste einen Sprung von Rang 94 auf Rang 60.

Bei den folgenden vier Turnieren konnte sie nicht an diese Leistung anknüpfen. In Dubai und Miami scheiterte sie jeweils schon in der ersten Runde der Qualifikation, in Amelia Island wie auch in Charleston in Runde eins. Beim Turnier in Straßburg besiegte sie erst Jelena Dokić in zwei, dann die als Nummer 8 gesetzte Chinesin Yan Zi in drei Sätzen. Im Viertelfinale gelang ihr die Revanche gegen die als Nummer 2 gesetzte Ukrainerin Aljona Bondarenko für die Niederlage in Zürich im Jahr zuvor. Ihren ersten Finaleinzug auf der Profitour verpasste Bacsinszky mit einer Zweisatzniederlage gegen Anabel Medina Garrigues.

Bei den French Open besiegte sie Tamira Paszek in drei Sätzen. Gegen Patty Schnyder verlor sie in der zweiten Runde mit 4:6, 6:4 und 1:6. Danach pausierte sie und begann mit den Vorbereitungen auf Rasen. In Wimbledon schlug sie Julie Ditty mit 7:5 und 6:3. Danach bekam sie es mit der als Nummer 5 gesetzten Jelena Dementjewa zu tun. Bacsinszky lag nach 6:4 und 3:6 im dritten Satz bereits mit 3:0 vorne, doch dann verlor sie den entscheidenden Satz mit 3:6.

Saison 2009[Bearbeiten]

Die Australian Open 2009 musste Bacsinszky wegen einer Knieverletzung absagen. Im Februar unterlag sie mit dem Schweizer Fed-Cup-Team Deutschland mit 2:3.

Im März konnte sie in Indian Wells die zweite Runde erreichen, in der sie Caroline Wozniacki unterlag. Bei den French Open erreichte sie nach dem Auftaktsieg gegen Émilie Loit wiederum die zweite Runde, scheiterte dort aber an Li Na. Ebenfalls die zweite Runde erreichte sie in Wimbledon, wo sie Marion Bartoli unterlag.

Bei den US Open konnte Bacsinszky ihr gutes Vorjahresergebnis nicht wiederholen; sie verlor in der zweiten Runde gegen Hantuchová in drei Sätzen. Im Oktober schaffte sie ihren bislang größten Karriereerfolg, als sie im Endspiel der BGL Luxembourg Open Sabine Lisicki mit 6:2, 7:5 besiegen und ihren ersten WTA-Titel gewinnen konnte.

Saison 2010[Bearbeiten]

Ihr bestes sportliches Ergebnis bisher ist der Einzug ins Finale von Bad Gastein, in dem sie Julia Görges in zwei Sätzen unterlag. Beide Spielerinnen standen sich auch im Finale der Qualifikation des Turniers gegenüber, das mit demselben Ergebnis endete. Zudem erreichte sie in Miami (Kategorie: Premier Mandatory) das Achtelfinale (glatte Niederlage gegen Yanina Wickmayer). Bei den French Open verlor sie in der zweiten Runde gegen Alexandra Dulgheru.

Saison 2012[Bearbeiten]

Kurz vor ihrem 23. Geburtstag trennte sich Bacsinszky nach rund acht Jahren von ihrem Trainer Erfan Djahangiri.[1] Nach einer Unterleibserkrankung, wegen der sie auch die French Open absagen musste, hatte sie zehn Tage zuvor wieder mit dem Training begonnen. Sie bestritt erst einmal ITF-Turniere in Italien.

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 25. Oktober 2009 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hart DeutschlandDeutschland Sabine Lisicki 6:2, 7:5

Doppel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 11. Juli 2010 UngarnUngarn Budapest WTA International Sand ItalienItalien Tathiana Garbin RumänienRumänien Sorana Cîrstea
SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues
6:3, 6:3
2. 18. Juli 2010 TschechienTschechien Prag WTA International Sand ItalienItalien Tathiana Garbin RumänienRumänien Monica Niculescu
UngarnUngarn Ágnes Szávay
7:5, 7:64
3. 24. Oktober 2010 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hart ItalienItalien Tathiana Garbin TschechienTschechien Iveta Benešová
TschechienTschechien Barbora Záhlavová-Strýcová
6:4, 6:4

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Bilanz Karriere
Australian Open 2 1 1 1:3 2
French Open 2 2 2 2 4:4 2
Wimbledon 1 2 2 1 2:4 2
US Open 1 3 2 1 1 3:5 3

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2008 2009 2010 2011 Bilanz Karriere
Australian Open 2 2 2:2 2
French Open 2 1 1:2 2
Wimbledon 1 2 1:2 2
US Open 1 1 AF 2:3 AF

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Timea Bacsinszky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Le Matin vom 6. Juni 2012, online abgerufen am 1. Juli 2012