Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
| Universität für Musik und darstellende Kunst Graz | |
|---|---|
| Gründung | 1970 (Vorläufer 1816) |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Graz |
| Staat | Österreich |
| Rektor | Georg Schulz |
| Studenten | 2300 (inkl. Mitbelegern in interuniversitären Studien und „echten Mitbelegern“) |
| Mitarbeiter | 562 Köpfe / 389,6 Vollzeitäquivalente |
| davon Professoren | 101 |
| Website | www.kug.ac.at |
Die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, auch Kunstuniversität Graz (KUG), ist eine österreichische Universität. Sie geht auf die im Jahr 1816 gegründete Musikschule des Akademischen Musikvereins zurück.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
1963 wurde das Konservatorium des Landes Steiermark zu einer staatlichen Einrichtung des Bundes – zur Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz. Durch das Kunsthochschulorganisationsgesetz 1970 wurde die Akademie wiederum in die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz umgewandelt. Gegründet wurde die Akademie von Erich Marckhl, der von 1963 bis 1971 Erster Präsident war.[1] Zum ersten Rektor der Hochschule wurde Friedrich Korcak gewählt. Ihm folgten Otto Kolleritsch und später Sebastian Benda nach. Rektor der KUG von 2000 bis 2007 war erneut Otto Kolleritsch; 2007 folgte ihm der bisherige Vizerektor Georg Schulz nach.
Seit dem Jahr 1983 hat die KUG (damals noch Hochschule) das Sponsionsrecht, seit 1986 wird ein Doktoratsstudium angeboten. Am 21. Juni 1991 fand die erste feierliche Promotion statt.
Ihren derzeitigen Namen erhielt die KUG im Jahre 1998, als alle österreichischen Kunsthochschulen mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Organisation der Universitäten der Künste (KUOG ’98) in „Universitäten“ umbenannt wurden. Im Wintersemester 2009/10 waren an der KUG 1545 ordentliche, 374 Mitbeleger in interuniversitären Studien, 335 außerordentliche Studierende sowie 46 „echte Mitbeleger“ gemeldet. Der Anteil weiblicher Studierender liegt bei etwa 47 Prozent, der Anteil ausländischer Studierender bei etwa 54 Prozent (bezogen auf ordentliche Studierende).
Institute der Kunstuniversität [Bearbeiten]
- Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren
- Klavier
- Saiteninstrumente
- Blas- und Schlaginstrumente
- Musikpädagogik (IMPG)
- Kirchenmusik und Orgel
- Gesang, Lied, Oratorium
- Jazz
- Schauspiel
- Musiktheater
- Bühnengestaltung
- Oberschützen
- Ethnomusikologie
- Musikästhetik
- Alte Musik und Aufführungspraxis (IAP)
- Jazzforschung (IJF)
- Elektronische Musik und Akustik (IEM)
Studienrichtungen der Kunstuniversität [Bearbeiten]
- Bühnengestaltung
- Darstellende Kunst
- Dirigieren
- Doktoratsstudien: wissenschaftlich sowie künstlerisch (doctor artium)
- Elektrotechnik-Toningenieur
- Gesang
- Instrumental(Gesangs-)Pädagogik: Klassik, Jazz und Volksmusik
- Instrumentalstudien: Klassik
- Jazz
- Katholische & Evangelische Kirchenmusik
- Komposition & Musiktheorie
- Lehramt: Unterrichtsfächer Musikerziehung und Instrumentalmusikerziehung
- Musikologie
Neben den alleine durchgeführten Studien bietet die Kunstuniversität die Studienrichtung Musikologie[2] gemeinsam mit der Karl-Franzens-Universität Graz sowie die Studienrichtung Elektrotechnik-Toningenieur[3] gemeinsam mit der TU Graz an. In fast allen Studienrichtungen (außer Bühnengestaltung, Darstellende Kunst und Lehramt) sind die Studienpläne bereits auf die Bologna-Systematik (3- oder 4-jährige Bachelorstudien, 2-jährige Masterstudien) umgestellt.
Ehrenmitglieder der Universität (mit Jahr der Ernennung) [Bearbeiten]
- Frank Martin, Schweizer Komponist (1966)
- Zoltán Kodály, ungarischer Komponist (1966)
- Darius Milhaud, französischer Komponist (1968)
- Alfred Brendel, österreichischer Pianist (1981)
- Andrés Segovia, spanischer Gitarrist (1985)
- Christa Ludwig, deutsche Sängerin (1988)
- György Ligeti, ungarischer Komponist (1989)
- Art Farmer, US-amerikanischer Jazztrompeter (1998)
- Hans Werner Henze, deutscher Komponist (1999)
Bekannte Professorinnen und Professoren der Universität [Bearbeiten]
- Ida Bieler, Geigerin
- Dena DeRose, Jazzsängerin
- Andreas Dorschel, Philosoph
- Julius Drake, Pianist
- Beat Furrer, Komponist
- Angelika Kirchschlager, Sängerin
- Gerd Kühr, Komponist
- Boris Kuschnir, Geiger
- Hans Schavernoch, Bühnenbildner
- Markus Schirmer, Pianist
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Geschichte der KUG Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Abgerufen am 21. Juni 2010
- ↑ Musikologie Graz
- ↑ Lehre und Services
Weblinks [Bearbeiten]
47.072515.450277777778Koordinaten: 47° 4′ 21″ N, 15° 27′ 1″ O