Peter Simonischek

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Peter Simonischek (2014)

Peter Maria Simonischek (* 6. August 1946 in Graz) ist ein österreichischer Schauspieler, seit 1999 Ensemblemitglied des Burgtheaters. Von 2002 bis 2009 verkörperte er den Jedermann bei den Salzburger Festspielen.

Leben[Bearbeiten]

Seine Kindheit verbrachte er im oststeirischen Markt Hartmannsdorf, wo sein Vater als Dentist tätig war. Die Mittelschulzeit verbrachte er im Internat des Stiftsgymnasiums in Sankt Paul im Lavanttal, wo er mehrfach im Schülertheater auftrat. Der Vater wollte, dass er Medizin studiert, was Simonischek verweigerte. Stattdessen fing er ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Graz an. Auf Druck des Vaters begann er gleichzeitig mit einer Zahntechniker-Ausbildung, die er jedoch nicht beendete.

Während der Zeit an der Hochschule wuchs Simonischeks Interesse Richtung Schauspielkunst, und er meldete sich heimlich an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz an. Nach Abschluss des Studiums war er zuerst in St. Gallen, in Bern und am Schauspielhaus in Düsseldorf engagiert, dann von 1979 bis 1999 als Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne unter der Leitung von Peter Stein und später Andrea Breth beschäftigt. Seit der Spielzeit 1999/2000 gehört Peter Simonischek dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an.

Seit 1982 spielt er Hauptrollen bei den Salzburger Festspielen, seit Sommer 2002 (bis 2009) die Titelrolle im Jedermann von Hugo von Hofmannsthal. Seit 1995 spielt Simonischek in der deutschsprachigen Erstaufführung von Yasmina Rezas Satire „Kunst.“

Privatleben[Bearbeiten]

Seit dem 26. August 1989 ist Peter Simonischek mit der Kärntner Schauspielerin Brigitte Karner verheiratet. Er hat zwei Söhne aus dieser Ehe, aus seiner früheren Ehe mit der Schauspielerin Charlotte Schwab (die inzwischen mit Sven-Eric Bechtolf verheiratet ist) einen dritten Sohn, Max,[1] der ebenfalls Schauspieler ist. Seine beiden jüngeren Söhne erhielten ihre musikalische Ausbildung bei den Wiener Sängerknaben. Peter Simonischeks Bruder ist der Schauspieler und Regisseur Reinhard Simonischek.

Theater (Auswahl)[Bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1980: Das eine Glück und das andere (TV-Film)
  • 1983: Herrenjahre (TV-Film)
  • 1986: Drei Schwestern (TV-Film)
  • 1986: Lenz oder die Freiheit (TV-Mehrteiler)
  • 1987: Die Puppe
  • 1988: Fürchten und Lieben (Paura e amore)
  • 1989: Die Affäre Rue de Lourcine (TV-Film)
  • 1990: Der veruntreute Himmel (TV-Film)
  • 1990: Der achte Tag
  • 1990: Derrick (TV-Serie, eine Folge)
  • 1991: Der einsame Weg (TV-Film)
  • 1992: Der Berg
  • 1992: Krücke
  • 1994: Tief oben
  • 1994: Kein Platz für Idioten (TV-Film)
  • 1995: Tödliches Geld (TV-Film)
  • 1995: Die Grube (TV-Film)
  • 1996: Der Blinde (TV-Film)
  • 1996: Stockinger (TV-Serie, eine Folge)
  • 1997: Kunst (TV-Film)
  • 1997: Agentenfieber (TV-Film)
  • 1997: Reise in die Dunkelheit (TV-Film)
  • 1998: Babyhandel Berlin – Jenseits aller Skrupel (Assignment Berlin)
  • 1998: Liebe deine Nächste
  • 1998: Speer (TV-Film)
  • 1998: HeliCops – Einsatz über Berlin (TV-Serie, eine Folge)
  • 2000: Vertrauen ist alles (TV-Film)
  • 2000: Liebst du mich (TV-Film)
  • 2001: Blumen für Polt (TV-Film)
  • 2002: Gebürtig
  • 2003: Alles Glück dieser Erde (TV-Film)
  • 2003: Hierankl
  • 2004: Jedermann (TV-Film)
  • 2005: Einmal so wie ich will (TV-Film)
  • 2006: Tatort (TV-Serie, eine Folge)
  • 2007: Einsatz in Hamburg - Die letzte Prüfung
  • 2007: Eine folgenschwere Affäre (TV-Film)
  • 2008: Daniel Käfer – Die Schattenuhr (TV-Film)
  • 2008: Bella Block (TV-Serie, eine Folge)
  • 2008: Gott schützt die Liebenden (TV-Film)
  • 2008: Mozart in China
  • 2009: Anna und der Prinz (TV-Film)
  • 2010: Tod in Istanbul (TV-Film)
  • 2011: Der Alte (TV-Serie, eine Folge)
  • 2011: Liebesjahre (TV-Film)
  • 2012: Ludwig II.
  • 2013: Rubinrot

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • Peter Simonischek "Ich stehe zur Verfügung" Im Gespräch mit Andreas Müry, Amalthea Verlag, Wien 2006, ISBN 3-85002-567-5; beinhaltet Audiobook-CD mit Lesung von Arthur Schnitzler: "Die Toten schweigen" und "Die Frau des Weisen"

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Spiegel, Kultur und Gesellschaft
  2. http://www.landespressedienst.steiermark.at/cms/beitrag/10077783/374565/