Vassil Evtimov

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Basketballspieler
Vassil Evtimov
Vassil Evtimov EuroBasket 2009.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Vassil Iliev Evtimov
Spitzname Vasco
Geburtstag 30. Mai 1977
Geburtsort Sofia, Bulgarien
Größe 207 cm
Position Power Forward
College UNC Chapel Hill
Vereinsinformationen
Verein BC Orchies
Liga LNB Pro B
Trikotnummer 20
Vereine als Aktiver
1996–1997 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten UNC Tar Heels (NCAA)
1997–1998 FrankreichFrankreich Élan Béarnais Pau-Orthez
1998–1999 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten UNC Tar Heels (NCAA)
1999–2000 GriechenlandGriechenland AO Dafni Athen
2000–2001 GriechenlandGriechenland Marousi Athen
2001–2002 ItalienItalien Fortitudo Skipper Bologna
000002002 RusslandRussland Ural Great Perm
2002–2003 FrankreichFrankreich ASVEL Lyon-Villeurbanne
2003–2005 SpanienSpanien Caja San Fernando Sevilla
000002005 ItalienItalien Lottomatica Virtus Rom
200500000 SlowenienSlowenien Union Olimpija Ljubljana
000002006 ItalienItalien Orlandina Basket
2006–2007 ItalienItalien Fortitudo Climamio Bologna
2007–2008 SpanienSpanien CB Valladolid
200800000 BulgarienBulgarien Lewski Sofia
2008–2009 ItalienItalien Trenkwalder Reggio Emilia
000002009 UkraineUkraine Chimik Juschne
2009–2010 GriechenlandGriechenland Panionios Athen
000002010 Zypern RepublikRepublik Zypern AEL Limassol
201000000 DeutschlandDeutschland Mitteldeutscher BC
000002011 FrankreichFrankreich Paris-Levallois Basket
2011–2012 BulgarienBulgarien Lewski Sofia
2012–2013 FrankreichFrankreich Limoges CSP Élite
Seit 0 2013 FrankreichFrankreich BC Orchies
Nationalmannschaft
1999–2002
0000000
FrankreichFrankreich Frankreich
BulgarienBulgarien Bulgarien

Vassil Iliev Evtimov (bulgarisch Васил Евтимов [1]; * 30. Mai 1977 in Sofia, Bulgarien) ist ein französisch-bulgarischer Basketballspieler, der in verschiedenen Ländern Europas gespielt hat. Der größte Erfolg des zweimaligen EM-Teilnehmers, davon je einmal für seine Wahlheimat Frankreich und für sein Geburtsland Bulgarien, war der Gewinn des Saporta Cups mit Marousi Athen 2001. In der BBL-Saison 2010/11 spielte Vasco Evtimov, wie er auch genannt wird, kurzzeitig auch in der deutschen Basketball-Bundesliga beim MBC aus Weißenfels. Dort erregte er besondere Aufmerksamkeit durch einen „Buzzer Beater“ aus 23 Metern.[2] Nachdem sein Vertrag zum Jahreswechsel nicht verlängert wurde, kehrte er über die französische Liga nach Bulgarien zurück.

College in den Vereinigten Staaten[Bearbeiten]

Evtimov wuchs in Frankreich auf und war zunächst in seiner Jugend für französische Auswahlmannschaften aktiv. 1996 begann er ein Studium an der University of North Carolina in Chapel Hill in den Vereinigten Staaten. Die Universität ist berühmt für ihre Basketballmannschaft Tar Heels, welche bis 1997 von dem sehr erfolgreichen Coach und Mitglied der Hall of Fame Dean Smith trainiert wurde. Auch Evtimov war Spieler dieser Mannschaft in der NCAA Division I. 1997 wurde der Doppel-Staatsbürger zum bulgarischen Wehrdienst einberufen, den er jedoch beim französischen Militär leistete. Um sich für die französische Herren-Nationalmannschaft zu empfehlen, spielte Evtimov in der Saison 1997/98 in der französischen LNB Pro A für den Verein Élan Béarnais aus Pau, die in jener Saison französischer Meister wurden. Die Teilnahme in der französischen Meisterschaft verstieß jedoch gegen die Regularien der NCAA, so dass er nach seiner Rückkehr ans College 1998 für mehrere Spiele suspendiert wurde.[3] Im Anschluss beendete Evtimov sein Studium in den USA und spielte fortan als Profi in Europa.

Profi in Europa[Bearbeiten]

Seine erste reguläre Profi-Station war 1999 der Verein AO Dafni im griechischen Athen. In der folgenden Spielzeit wechselte er zum Lokalrivalen Marousi, mit dem er den von der FIBA Europa ausgespielten Saporta Cup, dem Nachfolgewettbewerb des Europapokals der Pokalsieger gewann. 2001 wechselte er zum ersten Mal zu Fortitudo aus Bologna in die italienische Serie A.[4] Im März 2002 wechselte er während der laufenden Saison ins russische Perm zu Ural Great. Für beide Vereine war er in der vereinigten ULEB Euroleague aktiv, welche nun offiziell der Nachfolgewettbewerb des Europapokals der Landesmeister war. Nach dem Ende der Saison 2001/2002 kehrte er nach Frankreich zurück und spielte in Villeurbanne für den französischen Meister ASVEL, welcher in der Saison 2002/03 den Titel jedoch nicht verteidigen konnte, sondern Evtimovs früherem Verein EB Pau-Orthez im Finale unterlegen war. Anschließend wechselte er in die spanische Liga ACB zu Caja San Fernando aus Sevilla.[5] Erstmals blieb er mehr als eine Spielzeit bei einem Verein, doch auch die zweite Spielzeit in der Saison 2004/05 spielte er für den andalusischen Verein nicht zu Ende, sondern wechselte im Februar 2005 zurück nach Italien zu Lottomatica nach Rom. Während seiner Zeit in Rom wurden bei Evtimov Herzrhythmusstörungen festgestellt.[6]

Nach dem Saisonende spielte er zunächst im slowenischen Ljubljana für den dortigen Spitzenverein und Serienmeister KK Union Olimpija, bevor er im Februar 2006 erneut nach Italien wechselte zu Upea aus dem sizilianischen Capo d’Orlando. Die folgende Spielzeit spielte er wieder bei Fortitudo in Bologna,[4] die diese Spielzeit unter dem Sponsorennamen Climamio bestritten und wurde im Februar 2007 als „Player of the Week“ (Spieler der Woche) der Euroleague geehrt, wenngleich seine Mannschaft in der ersten Gruppenphase ausschied.[7] Interessanterweise war in jener Spielzeit sein sechs Jahre jüngerer Bruder Ilian Evtimov ausgerechnet beim lokalen Rivalen und früher viel erfolgreicheren Verein Virtus Bologna aktiv. Nach dem Ausscheiden Fortitudos in der Euroleague wechselte Vasco noch im Februar 2007 zurück in die spanische Liga ACB, diesmal nach Valladolid.[5] In der Saison 2006/07 noch knapp dem Abstieg entronnen, stieg CB Valladolid jedoch nach der Saison 2007/08 ab.

Anschließend war Evtimov zu Saisonbeginn 2008/09 kurzfristig in seiner Geburtsstadt Sofia für Lewski aktiv, bevor er im Dezember 2008 für vier Wochen von Trenkwalder Reggio Emilia aus Reggio nell’Emilia in der zweiten italienischen Liga LegADue verpflichtet wurde.[8] Anschließend war Evtimov noch an der ukrainischen Schwarzmeerküste in Juschne aktiv. Die Saison 2009/10 spielte er zunächst wieder in der griechischen Liga A1 Ethniki in Athen, diesmal für Panionios. Während der Saison wechselte er zu Proteas AEL in Limassol auf Zypern, wo er erstmals mit seinem jüngeren Bruder Ilian zusammenspielte. Zur BBL-Saison 2010/11 wechselte Vasco schließlich in die deutsche Bundesliga,[9] in der Ilian für die Skyliners Frankfurt bereits von 2007 bis 2009 aktiv war. Nachdem sein Vertrag zum Jahreswechsel 2010/11 nicht verlängert wurde, wechselte für den Rest der Spielzeit in die erste französische Liga Pro A zum Fusionsklub Paris-Levallois Basket. Mit dem Verein verpasste er die Play-offs um die französische Meisterschaft und konnte den Klassenerhalt nur mit einem Sieg Vorsprung gegenüber dem ersten Absteiger aus Vichy sichern.

Für die Spielzeit 2011/12 kehrte Evtimov nach Bulgarien zu Lewski Sofia zurück. Nachdem man das Finalspiel der Balkan International Basketball League knapp beim ausrichtenden israelischen Verein Hapoel Gilboa Galil verlor, konnte man auch die Finalserie in der nationalen Meisterschaft gegen Lukoil Akademik nicht gewinnen und musste jeweils mit der Vizemeisterschaft vorliebnehmen. Für die folgende Spielzeit kehrte Evtimov nach Frankreich zurück und spielt für den Erstliga-Rückkehrer Cercle Saint-Pierre aus Limoges.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Evtimov hat für seine Wahlheimat Frankreich an der Basketball-Europameisterschaft 2001 in der Türkei teilgenommen. Nach dem Gruppensieg verlor die französische Auswahl der deutschen Nationalmannschaft im Viertelfinale und wurde am Ende Sechster hinter Russland. In der Folge wechselte der Doppel-Staatsbürger zum bulgarischen Verband und war für dessen Auswahl unter dem legendären israelischen Trainer Pini Gershon Teilnehmer der Basketball-Europameisterschaft 2009 in Polen. Doch auch die Erfahrung von Trainer Gershon und Spieler Evtimov änderte nichts an den drei Niederlagen und dem vorzeitigen Ausscheiden in der ersten Gruppenphase.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vassil Evtimov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die korrekte deutsche Transkription wäre Wassil Iliew Ewtimow, da Evtimov jedoch auch Franzose ist, wird die französische Schreibweise hier vorgezogen.
  2. Jahrhundertwurf Basketball von Vassil Evtimov - Aus 23 Meter Entfernung zum Korb! YouTube, 30. Oktober 2010, abgerufen am 24. Juni 2012 (Videoupload von „Mbcwoelfe“).
  3. Evtimov to Sit 13 More Games. Atlantic Coast Conference, 20. November 1998, archiviert vom Original am 5. Oktober 1999, abgerufen am 19. März 2013 (englisch, Medien-Info UNC Tar Heels).
  4. a b Legabasket: Vassil Evtimov. Lega Basket Serie A, abgerufen am 2. November 2013 (italienisch, Spielerprofil).
  5. a b ACB.COM: Vasco Evtimov. Liga ACB, 2008, abgerufen am 19. März 2013 (spanisch, Profil und Statistiken).
  6. Bob Joseph: Tar Heel Pros News & Notes - EVTIMOV BEING EVALUATED. Scout.com, 14. März 2005, abgerufen am 10. Oktober 2010 (englisch).
  7. Week 14 MVP: Vasco Evtimov, Climamio Bologna. ULEB Euroleague, 2. Februar 2007, abgerufen am 10. Oktober 2010 (englisch).
  8. Legadue Basket: Vassil Evtimov. Legadue, abgerufen am 2. November 2013 (italienisch, Spielerprofil).
  9. Beko BBL – Spieler-Statistik – Vasco Evtimov – Mitteldeutscher BC. Basketball-Bundesliga, 2011, abgerufen am 2. November 2013 (Spielerprofil).