Ebersberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Ebersberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Ebersberg
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Ebersberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 5′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Höhe: 558 m ü. NN
Fläche: 40,84 km²
Einwohner: 11.116 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 272 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85560
Vorwahl: 08092
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 115
Adresse der Stadtverwaltung: Marienplatz 1
85560 Ebersberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Walter Brilmayer (CSU)
Ortszentrum
Ortszentrum

Ebersberg ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern. Der nördlich von Ebersberg liegende Ebersberger Forst ist eines der größten zusammenhängenden Waldstücke Deutschlands.

Die nächsten Orte sind Grafing bei München, Kirchseeon und Steinhöring. Die bayerische Landeshauptstadt München ist 32 km entfernt und per S-Bahn (S4) erreichbar. Rosenheim und Wasserburg am Inn sind etwa gleich weit entfernt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte Ebersbergs ist eng mit dem 934 von den Grafen von Sempt gegründeten Benediktiner-Kloster Ebersberg verbunden. Seit dem 14. Jahrhundert übte in Ebersberg die Klosterhofmark die niedere Gerichtsbarkeit aus. 1595 wurde das Benediktinerkloster von Papst Clemens VIII. aufgehoben und die Anlage dem Jesuitenorden übergeben, 1773 übernahmen der Malteserorden die Gebäude. Bei der endgültigen Auflösung des Klosters 1808 gingen die Gebäude teils in staatlichen, teils in privaten Besitz über.

1954 wurde Ebersberg zur Stadt erhoben und 1972 an die S-Bahn nach München angeschlossen. Die früher selbstständige Gemeinde Oberndorf wurde nach Ebersberg eingemeindet.

Ebersberg ist die einzige deutsche Stadt, die eine Straße (Valtortagasse) nach einer Kabarettgruppe, der aus Ebersberg stammenden Gruppo di Valtorta benannte. Die zentrale Ebersberger Kultureinrichtung, das Alte Kino Ebersberg, wird heute von einem Trägerverein betrieben, der seine Wurzeln in eben dieser mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichneten Gruppe hat.

[Bearbeiten] Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold auf grünem Dreiberg am rechten Schildrand aufsteigend ein schwarzer Eber.

Auf der Website der Stadt gibt es eine kurze Zusammenfassung der Geschichte (Siehe [1]).

[Bearbeiten] Städtepartnerschaft

[Bearbeiten] Sehenswertes

  • Wallfahrtskirche St. Sebastian: Westteil von 1230, Langhaus und Chor stammen aus dem 15. Jh. 1770 bis 1783 wurde die Kirche im Stil des Rokoko umgestaltet. Das Stifterhochgrab aus rotem Salzburger Marmor am Eingang zum Mittelschiff von 1500 stammt aus der Hand von Wolfgang Leb. Weiter erwähnenswert die Sebastianskapelle mit barocken Stukkaturen und das Kopfreliquiar des Heiligen Sebastians von 1450.
  • Rathaus: das heutige Rathaus am Marienplatz befindet sich in der einstigen Klostertaverne
  • Die Weiherkette mit dem Egglburger See ist ein beliebtes Ausflugsziel.
  • Der Ebersberger Forst mit seinen vielen Spazierwegen.

[Bearbeiten] Verkehr

  • Ebersberg wird von zwei Hauptverkehrsadern gekreuzt: Zum einen von der Bundesstraße 304 (B 304) in Ost-West-Richtung (München - Ebersberg - Wasserburg - Freilassing/Salzburg) und zum anderen von der Staatsstraße 2080 (St 2080) in Nord-Süd-Richtung (Flughafen München - Markt Schwaben - Ebersberg - Rosenheim). Die B 304 wird nach jahrzehntelanger Planung und Auseinandersetzung ab 2010 südlich am Ort in einer Ortsumgehung vorbeigeführt.
  • Für den Nord-Süd-Verkehr wird seit 2008 vom Bauamt Rosenheim eine Umgehungs-Variante erarbeitet. Der Presse war zu entnehmen, dass sowohl eine Ostumfahrung von Ebersberg wie ein etwa 800 Meter langer Tunnel in der Stadt als Lösungen in Frage kommen.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

In Ebersberg wurden geboren:

Ebersberg war außerdem die Heimatstadt von Josef Wintrich, dem zweiten Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts.

[Bearbeiten] Ehrenbürger

  • Martin Guggetzer (1872–1950), kath. Pfarrer, wurde 1946 geehrt
  • Manfred Bergmeister (* 1927), Kunstschmied und Gründungsmitglied der Akademie Handwerk München, Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens, geehrt 1997

[Bearbeiten] Literatur

  • Rainer Beck: Ebersberg oder das Ende der Wildnis. Eine Landschaftsgeschichte. C. H. Beck, München 2003, ISBN 3406510000.

[Bearbeiten] Siehe auch

Grafen von Ebersberg | Williram von Ebersberg | Kloster Ebersberg

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge