Werther (Westf.)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Werther (Westfalen))
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Werther (Westf.)
Werther (Westf.)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Werther (Westf.) hervorgehoben
52.0763888888898.4136111111111130Koordinaten: 52° 5′ N, 8° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Gütersloh
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 35,42 km²
Einwohner: 11.353 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 321 Einwohner je km²
Postleitzahl: 33824
Vorwahl: 05203
Kfz-Kennzeichen: GT
Gemeindeschlüssel: 05 7 54 052
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Mühlenstraße 2
33824 Werther (Westf.)
Webpräsenz: www.stadt-werther.de
Bürgermeisterin: Marion Weike (SPD)
Lage der Stadt Werther (Westf.) im Kreis Gütersloh
Gütersloh Schloß Holte-Stukenbrock Verl Rietberg Langenberg Rheda-Wiedenbrück Herzebrock-Clarholz Steinhagen Werther (Westf.) Halle (Westf.) Harsewinkel Borgholzhausen Versmold Kreis Paderborn Kreis Lippe Kreis Soest Bielefeld Kreis Herford Kreis Warendorf Niedersachsen Nordrhein-WestfalenKarte
Über dieses Bild

Werther (Westf.) ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Gütersloh. Sie liegt im Ravensberger Hügelland am Nordrand des Teutoburger Waldes. Wegen des dort geborenen und lebenden Expressionisten Peter August Böckstiegel (1889–1951) wird sie auch als Böckstiegelstadt bezeichnet.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Werther liegt am Nordhang des Teutoburger Waldes. Der Höhenzug ist an dieser Stelle Teil der Weser-Ems-Wasserscheide.

Die Kleinstadt mit rund 11.500 Einwohnern ist 10 km von der Universitätsstadt Bielefeld entfernt und als einzige Stadt im Kreis Gütersloh der Ravensberger Mulde zugeordnet. Im Norden und im Osten ist die Stadtgrenze gleichzeitig Kreisgrenze (zum Teil gebildet durch die Warmenau), im Norden teilweise gleichzeitig Landesgrenze zum Bundesland Niedersachsen. Das Stadtgebiet weist große Höhenunterschiede auf, der niedrigste Punkt befindet sich auf 92 m ü. NN am Zufluss des Grenzgrabens in die Warmenau nördlich von Rotenhagen, direkt an der Grenze zu Niedersachsen und zum Kreis Herford. Der Hengeberg ist mit 316 m ü. NN die höchste Erhebung.

Im Stadtgebiet entspringen unter anderem die Warmenau und der Schwarzbach.

Geologie[Bearbeiten]

Geothermische Karte von Werther

Das Gebiet von Werther, das vollständig nördlich des Kamms des Teutoburger Waldes liegt, wird zum Ravensberger Hügelland gerechnet und besteht im Wesentlichen aus Tonmergel-, Kalk- und Sandsteinen des Erdmittelalters, also Trias, Jura und Kreide. Die ein bis zwei Kilometer starken Sedimente wurden im Verlauf der Erdgeschichte herausgehoben und durch gebirgsbildende Vorgänge in Sättel, Mulden, Horste und Gräben zerlegt. In diesem Bruchfaltengebirge sind die früher ungestört übereinanderfolgenden Gesteinsschichten heute nebeneinander und zum Teil in überkippter Lagerung angeordnet. Im tieferen Untergrund sind wieder die Gesteine des Erdaltertums anzutreffen.

Auf dem Kamm treten nährstoffarme, saure, steinige Heideböden (Podsole) aus Unterkreide-Sandstein auf. Die nordöstlich vorgelagerten Kuppen aus Muschelkalk des Erdmittelalters tragen flachgründige, basenreiche, tonig-lehmige Böden (Rendzinen). Das Ravensberger Hügelland ist von einem mehlartigen Flugstaub (Löß) des Eiszeitalters überzogen, der zu fruchtbaren braunen Böden (Parabraunerden) verwittert ist. Teilweise verhindern durchlässige Schichten die Versickerung des Bodenwassers. Diese staunassen Böden (Pseudogleye) aus Löß sind vielfach zur besseren Ackernutzung dräniert. Die Täler, die nur noch stellenweise ihre ursprüngliche V- oder Muldenform aufweisen, wurden überwiegend im 19. und 20. Jahrhundert zu Kastentälern umgeformt, um den Ertrag dieser Grünlandstandorte zu erhöhen. Hier dominieren Grundwasserböden (Gleye), die bis in den Oberboden mit Wasser erfüllt sind[2].

Werther eignet sich mittelmäßig, in Hanglagen jedoch gut bis sehr gut, zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte)[3].

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Flächennutzung in Werther

Die Stadt umfasst eine Fläche von 35,32 km². Der überwiegende Teil besteht aus landwirtschaftlich genutzter Fläche und Waldfläche, zusammen etwa 82 %, gefolgt von bebauter Fläche und Verkehrsfläche, zusammen etwa 17 %. Die größte Ausdehnung in Nordsüdrichtung ist etwa 7,8 km, in Ostwestrichtung etwa 8,3 km.

Fläche
nach Nutzungsart
Landwirt-
schaftsfläche
Wald-
fläche
Gebäude-, Betriebs-
und Freifläche
Verkehrs-
fläche
Wasser-
fläche
Sport- und
Grünfläche
sonstige
Nutzung
Fläche in km² 23,86 5,20 4,13 1,81 0,20 0,22 0,07
Anteil an Gesamtfläche 67,55 % 14,72 % 11,69 % 5,12 % 0,57 % 0,62% 0,2 %

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Melle- Neuenkirchen Spenge
Borgholzhausen Windrose klein.svg Bielefeld
Halle

Werther grenzt im Osten an die kreisfreie Stadt Bielefeld, sowie im Süden an die Stadt Halle (Westf.), im Westen Borgholzhausen (beide zum Kreis Gütersloh gehörend), im Nordwesten an Melle (Landkreis Osnabrück) in Niedersachsen und im Norden an Spenge (Kreis Herford).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Gliederung der Stadt Werther (Exklaven der Ortsteile nicht dargestellt)

Werther besteht neben Werther aus den Ortschaften Häger, Isingdorf, Rotenhagen, Rotingdorf, Schröttinghausen und Theenhausen. Lediglich Werther, Häger und Theenhausen sind geschlossene Ortschaften. Die Hauptsatzung der Stadt unterscheidet keine verschiedenen Ortschaften oder Stadtteile[4].

Alt-luth. Kirche im Ortsteil Rotenhagen

Zwischen Rotenhagen, Rotingdorf und Theenhausen liegt Langenheide. Es handelt sich dabei nicht um die Zusammenfassung dieser Ortsteile, sondern um eine Orts- und Flurbezeichnung, die sich in erster Linie von der Grundschule Langenheide und dem gegenüberliegenden Gemeindehaus ableitet. Es gibt kein Dorf und keine Siedlung mit diesem Namen; doch ein Sportverein, der TuS Langenheide 1949 e.V. sowie der CVJM Langenheide und der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Langenheide sorgen für die Bekanntheit dieser Ortsbezeichnung.

Niederschlagsdiagramm Werther

Klima[Bearbeiten]

Werther gehört der gemäßigten Klimazone Mitteleuropas an. Es liegt im Bereich des subatlantischen Seeklimas. Die Winter sind unter atlantischem Einfluss meist mild und die Sommer mäßig-warm. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei ca. 9–10 °C.

Durch die Lage im subatlantischen Seeklima herrscht ganzjährig ein humides Klima mit relativ gleich verteilten Niederschlägen vor. Insgesamt fallen an der Messstation Werther im langjährigen Mittel 931 mm Niederschlag je Jahr. Somit fällt durch die Regenfängerwirkung des Teutoburger Walds aufgrund von Steigungsregen ganzjährig deutlich mehr Niederschlag, als im deutschen Mittel (700 mm), und auch deutlich mehr als südlich des Teutoburger Walds, an den Werther angrenzt.

Klima Werther (134 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Niederschlag (mm) 83,9 64,0 75,1 65,7 77,5 82,9 80,2 75,5 72,3 66,3 84,7 103,3 Σ 931,4
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
83,9
64,0
75,1
65,7
77,5
82,9
80,2
75,5
72,3
66,3
84,7
103,3
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Deutscher Wetterdienst[5]

Zum Klima in der Region Ostwestfalen-Lippe, zu der die Stadt gehört, siehe auch den Artikel Klima in Ostwestfalen-Lippe.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird Werther in einer Abschrift des Freckenhorster Heberegisters vor 1009. Dort wird ein „Bodo von Wartera" erwähnt, der schon damals dort ein Rittergut bewohnt haben könnte. Die Kirche Sankt Jacob in Werther mit romanischem Turm und gotischen Schiff dürfte im 12. Jahrhundert ihre Grundsteinlegung erfahren haben.

Mit dem Kirchspiel Dornberg gehörte das Kirchspiel Werther zur Vogtei Werther im Amt Sparrenberg der Grafschaft Ravensberg. Mittelpunkt jener Vogtei wurde das im 14. Jahrhundert erstmals erwähnte „Haus Werther“. Damals erfolgte die Belehnung des Henrich von Cappel durch den Grafen von Ravensberg. 1380 erhielt der Belehnte das Rittergut „Haus zu Wengeringtorpe“ („Wentrup“) und 1386 „Overbeckinghuys“ (Overbeck). Bis 1508 hatten die Familien von Cappel und Droste-Erwitte Anrecht auf den Besitz, danach ging er bis 1804 in die Hände der Familie von Hatzfeld. Aus den beiden Gutshöfen entwickelte sich das 1526 bezeichnete „rechte Haus Werther“. Dieses „Haus Werther“ bildet den Kern der „Herrschaft Werther“ zu der etliche umliegende zugehörige Höfe gehörten, die den „Herren von Werther“ zu Abgaben und Diensten verpflichtet waren. Die alten Höfe der Stadt lagen vornehmlich an der alten Handelsstraße von Bielefeld nach Osnabrück.

Zwar erhielt Werther 1488 gemeinsam mit Halle und Borgholzhausen bereits Weichbildgerechtsame verliehen, blieb aber mit seinen umliegenden Gemeinden unbedeutend. Die bewohnte Fläche des Jahres 1556 zählte in Werther 44, Rotenhagen mit Häger (zu den „freien Hagen" gehörend) 47, Isingdorf 22, Schröttinghausen 19, Rotingdorf 13 und Theenhausen 12 Wohnstätten.

Ende des 16. Jahrhunderts verließ die Familie von Hatzfeld das Haus Werther; seither wird es durch einen Pächter verwaltet.

Im Jahre 1654 bestätigte der Große Kurfürst das Privileg der Weichbildgerechtsame. Damit bekam Werther Handelsrechte, die sich zwar in einem sehr bescheidenen Rahmen hielten, dennoch für Werthers Entwicklung eine Wende bedeuteten; es entstand eine geschlossene Bebauung und somit eine Abkehr von der reinen Landwirtschaft. Noch heute stehen in der Innenstadt von Werther Häuser, die Zeugnisse von jener Wende ablegen.

Die Verleihung der Stadtrechte für Werther durch König Friedrich Wilhelm I. von Preußen im Jahre 1719 war ein Markstein in der Geschichte der Entwicklung der Stadt Werther. Die wirkliche Bedeutung zeigte sich nicht in den verwaltungstechnischen Änderungen, die die Verleihung der Stadtrechte mit sich brachte, sondern auf wirtschaftlichem Gebiet. Für die Stadt Werther fielen die Handelsschranken, so dass sich jetzt Gewerbetreibende nach ihrem freien Willen in Werther niederlassen konnten. Im Jahre 1787 zählten die Landgemeinden um Werther 5.568, die Stadt Werther selbst 1.013 Einwohner. Rund 100 Kaufleute und Handwerker lebten hier in dieser Zeit. Zu Beginn der 19. Jahrhunderts bestimmte das wirtschaftliche Leben in der Stadt nicht mehr der Handel, sondern das Handwerk der Zigarrenmacher und der Leineweber.

Der Bau der Kleinbahnlinie nach Bielefeld im Jahre 1901 brachte dem gewerblichen Leben neuen Auftrieb. Die Schmalspurbahn (1000 mm) fuhr bis zum Februar 1954 über Dornberg, Schildesche (dort Anschluss nach Enger) zum Bielefelder Kreisbahnhof (Streckenlänge 14 km). Seither haben Betriebe der verschiedensten Industriezweige in Werther Fuß gefasst. Die heute vorhandene Zahl der Gewerbebetriebe zeugt davon, dass die Landwirtschaft in der Stadt Werther nicht mehr die dominierende Bedeutung hat. Die ehemaligen Landgemeinden dagegen sind bis auf geringe Ausnahmen in Häger industriearm und in starkem Maße der Landwirtschaft verbunden.

Im Jahre 1949 zählte die Stadt Werther bedingt durch den großen Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen 4.391 Einwohner.

Die Bevölkerungszahlen der Stadt und der umliegenden Landgemeinden stiegen stetig an. Wirtschaft, Wohnungsbau und die sonstigen Einrichtungen einer Stadt dieser Größenordnung erfuhren einen wesentlichen Aufschwung.

Im Jahre 2009 feierte die Stadt Werther ihr 1000-jähriges Bestehen.

Religionen[Bearbeiten]

In Werther waren im April 2006 insgesamt 6.952 (59,3 %) Personen evangelischen und 1.424 (12,15 %) römisch-katholischen Glaubens. 3.347 (28,55 %) Personen gaben ein anderes Glaubensbekenntnis an oder waren konfessionslos.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Durch den Zusammenschluss der Stadt Werther mit den Gemeinden des früheren Amtes Werther (Häger, Isingdorf, Rotenhagen, Rotingdorf, Theenhausen und Teilen von Schröttinghausen) wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung von Nordrhein-Westfalen am 1. Januar 1973 die neue Stadt Werther (Westf.) gebildet.[6] Das bisherige Amt wurde aufgelöst.[7] Im Jahre 1982 wurde im Rahmen einer Gebietsänderung die Rückgliederung von rund 20 ha (Nagelsholz) aus der Stadt Bielefeld zur Stadt Werther (Westf.) wirksam, so dass die Fläche des Stadtgebietes auf 35,28 km² anwuchs. Die Flächen waren zuvor im Jahr 1971 der Stadt Bielefeld angegliedert worden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Werther von 1787 bis 2006 (untere Linie: jeweiliger Gebietsstand, obere Linie: heutiger Gebietsstand)

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Werther nach dem jeweiligen Gebietsstand, bei einigen Zahlen zusätzlich nach heutigem Gebietsstand. Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 und für 1987 um Volkszählungsergebnisse[8][9][10][11] und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik[12]. Die Zahlen von 1975 bis 1985 sind geschätzte Werte, die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung von 1987. Die Angaben beziehen sich ab 1871 sowie für 1946 auf die Ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und ab 1985 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Im Jahr 1974 wurden noch einmal die Einwohnerzahlen in der Gesamtstadt und in der Stadt Werther (Westf.) mit den ehemaligen Grenzen vom Statistischen Landesamt ermittelt.[13]

Werther nach dem damaligen Gebietsstand

Jahr Einwohner
1787 1.013
1818 (31. Dez.) 1.362
1831 (3. Dez.) 1.648
1837 (3. Dez.) 1.845
1843 (3. Dez.) 1.897
1849 (3. Dez.) 1.925
1852 (3. Dez.) 1.907
1858 (3. Dez.) 1.775
1861 (3. Dez.) 1.728
1867 (3. Dez.) 1.730
1871 (1. Dez.) 1.654
1885 (1. Dez.) 1.964
1895 (1. Dez.) 1.915
Jahr Einwohner
1900 (1. Dez.) 2.002
1905 (1. Dez.) 2.148
1910 (1. Dez.) 2.183
1925 (16. Juni) 2.315
1933 (16. Juni) 2.492
1939 (17. Mai) 2.686
1946 (29. Okt.) 3.894
1950 (13. Sep.) 4.186
1961 (6. Juni) 4.638
1970 (27. Mai) 5.404
1972 (31. Dez.) 5.475

Werther nach dem heutigen Gebietsstand

Jahr Einwohner
1939 (17. Mai) 5.489
1950 (13. Sep.) 8.602
1961 (6. Juni) 8.469
1970 (27. Mai) 9.510
1972 (31. Dez.) 9.786
1974 (30. Juni) 9.782
1975 (31. Dez.) 9.893
1980 (31. Dez.) 10.225
1985 (31. Dez.) 10.058
1987 (25. Mai) 10.115
Jahr Einwohner
1990 (31. Dez.) 10.625
1995 (31. Dez.) 11.268
2000 (31. Dez.) 11.653
2005 (31. Dez.) 11.460
2007 (31. Dez.) 11.549
2012 (31. Dez.) 11.264

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat hat gegenwärtig 36 Mitglieder. Hinzu kommt die Bürgermeisterin als Ratsvorsitzende. Es sind aktuell als Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 die CDU, die SPD, Grüne, FDP und die Unabhängige Wählergemeinschaft vertreten. Die folgende Tabelle zeigt die Sitzverteilung im Rat und die Wahlergebnisse seit 1975:

[14][15][16] 2014 2009 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975
Partei Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  %
SPD 13 36,8 14 39,36 11 40,18 9 34,27 11 34,70 12 32,85 11 28,44 11 33,60 15 44,13
CDU 9 25,2 9 25,31 10 35,65 11 39,64 12 39,07 15 38,20 16 41,33 12 36,65 15 45,18
Grüne 7 20,2 6 16,85 4 15,33 4 13,06 4 13,68 3 9,90 2 7,44
UWG1 5 13,3 5 12,59 3 8,83 3 10,18 2 7,74 4 11,37 4 10,65 7 21,26
FDP 2 4,5 2 5,90 1 2,84 0 4,81 3 7,68 4 12,14 2 5,14 3 10,69
Einzelbewerber 1 3,35
Gesamt2 36 100 36 100 28 100 28 100 29 100 37 100 37 100 33 100 33 100
Wahlbeteiligung 60,7 64,94 64,47 61,79 85,18 73,51 73,89 77,66 88,69

1 Unabhängige Wählergemeinschaft, 2ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeisterin der Stadt Werther ist seit der Kommunalwahl 1999 Marion Weike. Sie wurde bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 mit 67,9 %, am 30. August 2009 mit 61,58% und am 25. Mai 2014 mit 63,15% der der Stimmen wiedergewählt. In der folgenden Tabelle sind die Bürgermeister seit 1948 aufgeführt[17].

Name Amtszeit Bemerkung
Weike, Marion (SPD) seit 1999 erste hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt, Wiederwahl am 26. September 2004, am 30. August 2009 und am 25. Mai 2014
Oberwelland, Martin (SPD) 1989–1999 letzter ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt
Venghaus, Heinrich (CDU) 1979–1989
Scheele, Wilhelm (SPD) 1975–1979
Venghaus, Heinrich (CDU) 1973–1975 Wahl am 11. April 1973
Tusch, Gerhard (CDU) 1. Januar 1973 – 10. April 1973 kommissarische Aufgabenwahrnehmung nach der kommunalen Neugliederung zum 1. Januar 1973
Venghaus, Heinrich (CDU) 1971–1972
Rüter, Heinrich Wilhelm (CDU) 1961–1971
Venghaus, Paul (CDU) 1956–1961
Riepe, Karl (SPD) 1952–1956
Venghaus, Paul (CDU) 1948–1952

weitere Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Werther gehört zum Landtagswahlkreis Gütersloh I – Bielefeld III, in dem bei der Landtagswahl 2010 Georg Fortmeier (SPD) als Direktkandidat gewählt wurde. Auf Bundesebene gehört Werther als einziger Ort im Kreis Gütersloh zum Bundestagswahlkreis Bielefeld, in dem 2009 Lena Strothmann (CDU) als Direktkandidatin gewählt wurde.

Wappen, Flagge, Banner und Siegel[Bearbeiten]

Der Stadt Werther ist vom Regierungspräsidenten in Detmold am 12. November 1973 die Genehmigung zur Führung eines Wappens, eines Banners und einer Flagge erteilt worden. (Hauptsatzung § 2)[4]

Wappen der Stadt Werther (Westfalen)
Blasonierung:

„Das Stadtwappen zeigt ein in vier Felder geteiltes Schild in Rot und Silber (Weiß). Im ersten Feld des Schildes befinden sich drei silberne (weiße) 2 : 1 gestellte Dreiecke, im zweiten und dritten Feld drei rote Sparren und im vierten Feld zwei silberne (weiße) gekreuzte Streitkolben.“

Beschreibung:

Die drei roten Sparren auf weißem Grund sind stehen für das Wappen der Grafschaft Ravensberg und symbolisieren die frühere Zugehörigkeit des Stadtgebiets zur Grafschaft.

Beschreibung der Flagge: Rot-Weiß-Rot im Verhältnis 1 : 3 : 1 längsgestreift mit dem von der Mitte zur Stange versetzten Wappenschild.

Beschreibung des Banners: Rot-Weiß-Rot im Verhältnis 1 : 3 : 1 längsgestreift mit dem Wappenschild oberhalb der Mitte.

Weiterhin führt Werther ein Dienstsiegel, das im Innenfeld das Stadtwappen zeigt und die Umschrift „Stadt Werther (Westf.)“ trägt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Werther unterhält derzeit keine Städtepartnerschaften.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Werther hat kein Theatergebäude. Für unregelmäßig stattfindende Theateraufführungen wird die Aula der Peter-August-Böckstiegel Gesamtschule oder das Ev. Gemeindehaus genutzt.

Museum[Bearbeiten]

Das Peter-August-Böckstiegel-Haus im Ortsteil Arrode ist das Geburtshaus und spätere Wohnhaus des Expressionisten Peter August Böckstiegel. Das denkmalgeschützte Künstlerhaus vermittelt einen authentischen Eindruck von Leben und Werk Böckstiegels. Es ist Sitz der 2008 gegründeten Peter-August-Böckstiegel-Stiftung, die das Haus und Werk bewahrt und für die Öffentlichkeit zugänglich hält. Um dem wachsenden Interesse an Peter August Böckstiegel (1889–1951) und einer angemessenen Präsentation seiner Werke gerecht zu werden, soll in unmittelbarer Nähe des Künstlerhauses 2016 für 2 Mio. € ein Museumsneubau entstehen. Auf rund 620 Quadratmetern soll Platz für (Wechsel-)Ausstellungen und Museumspädagogik, ein Vortragssaal, ein Café sowie Sanitär-, Technik- und Verwaltungsräume geschaffen werden.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Landtechnik-Vertriebsfirma befindet sich das Trecker-Veteranen-Museum, eine Ausstellung von Traktoren, Landmaschinen und landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten, die zwischen 1850 und 1950 gebaut wurden. Sie wurde 1989 vom Trecker-Veteranen-Club Werther gegründet. Alle Ausstellungsstücke befinden sich in Privatbesitz. Zweimal im Jahr werden die Traktoren ausgefahren.

Musik[Bearbeiten]

Nennenswert ist der Männergesangsverein Liedertafel. Der Verein veranstaltet jährlich am 1. Mai im Stadtpark in Werther ein Maisingen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Storcksche Haus prägt das Stadtbild am Alten Markt
Blick auf das Venghauss´sche Haus vom C.-F.-Venghauss-Platz
Blick auf das Venghauss´sche Haus von der Ravensberger Straße
Die evangelische Pfarrkirche
Blick auf die Ravensberger Straße in Werther
Talbrücke der ehemaligen Kleinbahnlinie
Haus Werther

Die Evangelische Pfarrkirche St. Jacobi ist eine im Kern gotische Saalkirche des 14. Jahrhunderts. Sie wurde 1743 erneuert und 1876/77 nach Osten erweitert. Der romanische Westturm verfügt über ein gotisches Obergeschoss.

Haus „Kastanien-Bartling“

Im Ortskern befinden sich noch einige Fachwerkgebäude des 17. u. 18. Jahrhunderts, zum Beispiel Ravensberger Str. 41 von 1650. Am Venghaussplatz liegt das so genannte Walbaum’sche Haus von 1621.

Die denkmalgeschützte Talbrücke der ehemaligen Kleinbahn befindet sich am Talbrückenweg.

Das Haus Werther ist ein altes Rittergut, das 1295 erstmals erwähnt wurde. Seit 1385 befindet es sich in Lehen der Grafen von Ravensberg, die 1526 die Grafen von Hatzfeld mit dem Gut belehnten. Die Grafen von Hatzfeld aus Hessen besaßen das Gut bis 1803, bewohnten es aber nie, sondern ließen es verwalten. 1840 kam das Haus in den Besitz des damaligen Landrats des Kreises Halle, zur Hellen. Es diente von 1843 bis 1855 unter anderem als Landratsamt. 1887/88 wurden die Gebäude an die Fa. Weinberg verkauft, die dort bis 1938 eine Zigarrenfabrik betrieb. Der Besitz der jüdischen Familie Weinberg wurde 1938 „arisiert“ und kam an die Herforder Zigarrenfabrik. Nach Rückübertragung 1951 verkaufte die Familie Weinberg das Haus an einen weiteren Zigarrenfabrikanten. Bis 1966 wurden im Hause Zigarren produziert, bis Ende der 1980er-Jahre war es noch Sitz eines Zigarrenvertriebs. Seit 1994 dient das Haus als Bürgerbegegnungsstätte und Bibliothek.

Parks[Bearbeiten]

Werther hat einen etwa 1,5 ha großen öffentlich zugänglichen Park in Form eines ehemaligen Gutsparks am Haus Werther.[18] Darüber hinaus ist das Stadtgebiet Teil des Naturparks TERRA.vita, ehemals Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge.

Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Im Park des Hauses Werther steht eine als schutzwürdig eingestufte Säuleneiche. Darüber hinaus verfügt Werther nicht über nennenswerte Naturdenkmäler und keine ausgewiesenen Naturschutzgebiete.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Der Böckstiegellauf des LC Solbad Ravensberg fand im September 2007 zum vierten Mal statt. Er knüpft symbolisch an P. A. Böckstiegels Jugend an, wo er im Rahmen seiner Malerlehre die Strecke von Werther nach Bielefeld täglich zu Fuß gehen musste.
  • Das Stadtfest in Werther (seit 2008 unter der Bezeichnung Kukuk) findet seit 25 Jahren am zweiten Wochenende im Mai statt.
  • Der Christkindl-Markt in Werther findet traditionellerweise am dritten Adventswochenende im Dezember statt.
  • Der Jacobi live ist ein moderner Gottesdienst für jung und alt und findet jeden dritten Sonntag im Monat um 18.00 Uhr in der Jacobi-Kirche statt.
  • Das Schloss-Open des Schachvereins Werther ist das derzeit bedeutendste Schachturnier in Ostwestfalen und findet traditionell am Wochenende vor Ostern im Haus Werther statt.
  • Maisingen des Männergesangsvereins MGV Liedertafel

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Die Bäckerei Bossert in Werther ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihren Kastenpickert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

In Werther kreuzen sich die nordrhein-westfälischen Landesstraßen 782 und 785. Über diese Straßen sind die Bundesstraße 68, sowie die in Richtung Nordwesten die A 33 gut erreichbar.

Schienen- und Busverkehr[Bearbeiten]

Busbahnhof

Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Bielefeld Hbf sowie Halle (Westf.) an der Bahnstrecke Haller Willem. Der Busbahnhof wird im 20-Minuten-Takt von Regionalbussen nach Bielefeld bedient. Weitere Busverbindungen bestehen nach Halle, Borgholzhausen und Spenge. Einige Ortsteile werden von einem Bürgerbus bedient. Die stündlichen Busse von Werther nach Halle haben dort am Bahnhof einen Zuganschluss nach Osnabrück.

Werther gehört zum Verbundtarif „Der Sechser“ (OWL Verkehr GmbH). Ab Halle kann für den Haller Willem in Richtung Osnabrück ein Übergangstarif zur Verkehrsgemeinschaft Osnabrück („VOS plus“-Tarif) genutzt werden. Dieser Tarif gilt im Busverkehr jedoch nur im Stadtgebiet Halle, nicht bis Werther ZOB.

Fußverkehr[Bearbeiten]

Auf dem Kamm des Teutoburger Waldes, also an der südlichen Gemeindegrenze, verläuft der Hermannsweg, der als Wanderweg Rheine mit dem lippischen Velmerstot verbindet.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Bielefeld als nächstgrößere Stadt verfügt nicht über einen Verkehrsflughafen. Daher sind etwas weitere Anfahrtswege in Kauf zu nehmen, die allerdings vom zeitlichen Aufwand her den Wegen in einer Großstadt vergleichbar sind. In einer bis eineinhalb Stunden Fahrentfernung bietet sich eine Auswahl von 4 Regionalflughäfen, wodurch die Anzahl von Destinationen, die mit Direktflügen erreichbar ist, recht hoch ist. Der Flughafen Münster/Osnabrück befindet sich in etwa 59 km Entfernung, der Flughafen Paderborn/Lippstadt ist 72 km entfernt. Der Flughafen Dortmund ist etwa 100 km, der von Hannover ist rund 117 km entfernt.

Medien[Bearbeiten]

Druckmedien[Bearbeiten]

Als Tageszeitungen erscheinen täglich montags bis samstags das Haller Kreisblatt, sowie eine Lokalausgabe des Westfalen-Blatts aus Bielefeld. Das Westfalen-Blatt bezieht seinen Mantel von der Bielefelder Zentralredaktion, während das Haller Kreisblatt den überregionalen Teil von der Bielefelder Zeitung Neue Westfälische aus einer Kooperationsgemeinschaft heraus bezieht. Beide Zeitungen berichten im Lokalteil aus allen Gemeinden des Altkreises Halle, somit auch aus Werther. Darüber hinaus erscheint sonntäglich und kostenfrei die Zeitung OWL am Sonntag, ein Ableger des Westfalen-Blatts. Monatlich erscheint ebenfalls kostenfrei das vom Haller Kreisblatt herausgegebene Stadtmagazin Werther Aktuell und zweimonatlich das von der Panorama Verlags- und Werbegesellschaft mbH herausgegebene Stadtmagazin Werther erleben, Letzteres ein Ableger des Westfalen-Blatts.

Radio und Fernsehen[Bearbeiten]

Werther gehört zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR. Weiterhin gehört Werther zum Sendegebiet von Radio Gütersloh, das es in der Berichterstattung als Lokalradio mit abdeckt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Stadt Werther bietet in ihren Einrichtungen Dienstleistungen für die Wertheraner Bürger an. Im Rathaus ist neben den Ämtern auch eine Polizeistation beheimatet, die allerdings nur zeitweise besetzt ist.

Im Haus Werther gibt es neben der Stadtbibliothek seit dem Jahr 1994 eine Bürgerbegegnungsstätte, des Weiteren ein Bürgerhaus im Ortsteil Häger und – wiederum in Werther – das Kinder- und Jugendhaus „Funtastic“.

Weiterhin gibt es drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Werther, von denen einer in der Stadt Werther, ein weiterer im Ortsteil Häger und der dritte in Langenheide angesiedelt ist. Die Wertheraner Feuerwehr besteht seit 1875 und ist damit die älteste im Kreis Gütersloh.

Auch ein Freibad ist in Werther vorhanden.

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt bietet drei Schulformen in drei Schulen. Dies sind nach dem Stand von 2011 ein Grundschulverbund mit zwei Standorten (Mühlenstraße und Langenheide) mit etwa 530 Schüler(inne)n, die von 32 Lehrer(inne)n unterrichtet werden, ein Gymnasium (EGW – Evangelisches Gymnasium Werther)[19] mit etwa 720 Schüler(inne)n, die von 54 Lehrer(inne)n unterrichtet werden und eine Gesamtschule (PAB – Peter-August-Böckstiegel Gesamtschule). Da die Gesamtschule an jeweils einem Standort in Borgholzhausen und Werther angesiedelt und rechnerisch Borgholzhausen zugeordnet ist, sind für den Wertheraner Teil der Gesamtschule keine Schüler und Lehrerzahlen verfügbar. Für weitere Schulformen müssen Einrichtungen der benachbarten Städte und Gemeinden genutzt werden.[20]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Pikeur Reitmoden F. W. Brinkmann GmbH, Hersteller von Reitbekleidung
  • Bankverein Werther, Zweigniederlassung der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold eG
  • Julius Pahmeyer, Kartoffelmanufaktur
  • Hermann Bleikamp GmbH, Schlafkomfort
  • Glamento GmbH, Glasbaustoffe, Industriefußböden
  • Schröder Maschinenbau GmbH, Food Processing, Packaging
  • Poppe + Potthoff GmbH, Rohrwerk und Anbieter von Automotive Systemkomponenten
  • WERTHER – Die Möbelmanufaktur Oberwelland GmbH & Co. KG, Wohnmöbelhersteller

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Ehrenbürgerrechte (durch besonderen Ratsbeschluss) wurden bisher nicht verliehen. 24 Personen wurden seit 1973 durch Verleihung des Bundesverdienstordens (bzw. Bundesverdienstkreuzes) geehrt (Stand 10. Juni 2008).[17]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in dieser Stadt gewirkt haben[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Werther ist der Namensgeber der Karamelbonbons Werther’s Original (früher: Werthers Echte). In der damals "Werther'schen Zuckerfabrik" erfand 1909 der Zuckerbäcker Gustav Nebel das berühmte Bonbon. Eine stilisierte Silhouette der Stadt Werther ziert noch immer die Verpackungen der Bonbons, die heute in Halle Westf. (Firma Storck) hergestellt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erika Stieghorst: Das „feste Haus Werther“ – alter Adelssitz und Wasserschloss am Schwarzbach. In: Heimat-Jahrbuch Kreis Gütersloh 1987, S. 85–90.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Werther (Westfalen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen, Geowissenschaftliche Gemeindebeschreibung Werther (Westf.)
  3. Geologischer Dienst NRW: Erdwärme nutzen – Geothermiestudie liefert Planungsgrundlage (PDF; 369 kB)
  4. a b Hauptsatzung der Stadt Werther (Westf.) vom 27. Dezember 1999 in der Fassung der 1. Änderung vom 28. Januar 2005
  5. [1]
  6.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 322.
  7. Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Bürgerservice: Bielefeld-Gesetz
  8. Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816–1871. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1966, S. 209.
  9. Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1964, S. 428–429.
  10. Die Wohnbevölkerung in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens 1970 : Ergebnisse der Volkszählung am 27. Mai 1970. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1972, S. 45.
  11. Sonderreihe zur Volkszählung 1987 in Nordrhein-Westfalen, Band 1.1: Bevölkerung, Privathaushalte und Erwerbstätige. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1989, S. 110.
  12. Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen
  13.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 99 und 101.
  14. Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05754052
  15. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik: Kommunalwahlen
  16. VoteManager Stadt Werther (Westf.)
  17. a b Auskunft des Wahlamtes der Stadt Werther, Mühlenstr. 2, 33824 Werther (Westf.), 10. Juni 2008.
  18. Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Park am Haus Werther in LWL-GeodatenKultur
  19. www.egwerther.de
  20. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen, Kommunalprofil Werther (Westfalen)