Flughafen Hannover-Langenhagen
| Flughafen Hannover-Langenhagen |
|
|---|---|
| Kenndaten | |
| ICAO-Code | EDDV |
| IATA-Code | HAJ |
| Koordinaten |
52° 27′ 40″ N, 9° 41′ 6″ O52.4610555555569.685077777777855Koordinaten: 52° 27′ 40″ N, 9° 41′ 6″ O
55 m ü. MSL |
| Verkehrsanbindung | |
| Entfernung vom Stadtzentrum | 10,3 km nördlich von Hannover |
| Straße | A 352, B 522 |
| Nahverkehr | S-Bahn S5 Buslinie 470 |
| Basisdaten | |
| Eröffnung | 1952 |
| Betreiber | Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH |
| Fläche | 915 ha |
| Terminals | 4 und GAT |
| Passagiere | 5.340.264[1] (2011) |
| Luftfracht | 17.121 Tonnen[1] (2011) |
| Flug- bewegungen |
66.263[1] (2011) |
| Kapazität (PAX pro Jahr) |
ca. 8 Mio |
| Beschäftigte | Rund 5.200 Beschäftigte, davon ca. 900 beim Betreiber |
| Start- und Landebahnen | |
| 09C/27C | 780 m × 23 m Asphalt |
| 09R/27L | 2340 m × 45 m Beton |
| 09L/27R | 3800 m × 45 m Beton |
Der Flughafen Hannover-Langenhagen ist ein Verkehrsflughafen in Langenhagen nördlich von Hannover. Er ist der größte Flughafen von Niedersachsen und nahm im Jahr 2011 bei den Passagierzahlen Platz 9 auf der Liste der Verkehrsflughäfen Deutschlands ein.[2] Der Flughafen Hannover ist die Heimatbasis von TUIfly, Deutschlands drittgrößter Fluggesellschaft.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Vorgeschichte [Bearbeiten]
1903 unternahm der Luftfahrtpionier Karl Jatho auf der Vahrenwalder Heide mit einem selbstgebauten Flugapparat erste Flugversuche. Einige Jahre später errichtete die Reichswehr auf dem Gelände eine Fliegerstation mit Fliegerkaserne und nutzte die Rasenfläche als Landefeld sowohl für Flugzeuge als auch für Luftschiffe. Zivile Flugzeuge konnten den Flugplatz auch nutzen.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Flughafen als militärisches Objekt eingestuft und eine zivile Nutzung zunächst untersagt. Ab 1923 wurde er wieder von zivilen Flugzeugen angeflogen, die erste internationale Verbindung war die vom Deutschen Aero Lloyd angebotene tägliche Verbindung Berlin – Hannover – Rotterdam – London. 1927 übernahm die Stadt Hannover das Gelände von der Reichswehr und baute den Flughafen Hannover-Vahrenwald zum offiziellen hannoverschen Flughafen aus.[3] Der Flughafen wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder in Betrieb genommen. Das 1935 errichtete Empfangsgebäude steht noch im heutigen Stadtteil Vahrenheide; es wurde von der Bundeswehr jahrelang als Kreiswehrersatzamt genutzt.
1915 legte die Hannoversche Waggonfabrik (Hawa) an ihrem Werk in Linden einen Werksflugplatz an. Hier konnte sie die von ihr hergestellten und gewarteten Flugzeuge starten und landen. Als nach dem Ersten Weltkrieg der Vahrenwalder Flugplatz nicht mehr für zivile Zwecke genutzt werden durfte, genehmigte das Reichsluftfahrtamt im November 1919 den Hawa-Werksflugplatz als ersten zivilen Flughafen für Hannover. Die Deutsche Luft-Reederei begann mit regelmäßigen Flügen auf der Strecke Berlin – Braunschweig – Linden – Gelsenkirchen. 1928 löste der Flughafen Hannover-Vahrenwald den Lindener Flugplatz als offiziellen hannoverschen Flughafen ab, 1930 wurde er ganz geschlossen und das Gelände als Nutz- und Zuchtviehhof verwendet.[3]
Errichtung [Bearbeiten]
Die seit 1947 in Hannover stattfindende Hannover-Messe machte einen Flughafen für die An- und Abreise der Besucher wünschenswert. Auch hatte die Berlin-Blockade 1948/49 gezeigt, dass leistungsfähige Flugplätze in der Bundesrepublik in möglichst geringer Entfernung von Berlin vom Nutzen waren. Der alte Flughafen in Vahrenwald bot nicht genug Platz, um ihn auszubauen. So wurden verschiedene Möglichkeiten wie ein Ausbau des Flugplatzes Braunschweig-Waggum oder ein Neubau bei Lehrte-Sievershausen geprüft. Die Wahl fiel schließlich auf den bis 1945 von der Luftwaffe genutzten Fliegerhorst Evershorst, der nach dem Krieg von kanadischen Truppen genutzt wurde.[4] Die ehemaligen Kasernen nördlich des Flughafens sind erhalten geblieben.
Im Jahre 1950 begannen die Vorarbeiten für den Generalausbauplan für die zivile Nutzung als Ersatz für den Flughafen Hannover-Vahrenwald. Nachdem im Juli 1951 die Flughafen Baugesellschaft gegründet und die alliierte zivile Luftfahrtbehörde die Lizenz für den Bau eines Flughafens bei Hannover erteilt hatte, wurde am 28. November 1951 mit dem Bau begonnen. Nach fünf Monaten wurde der Flughafen mit einer 1.680 m langen Start- und Landebahn (heutige Südbahn 09R/27L) fertiggestellt. Am 26. April 1952 wurde er offiziell eröffnet und die Fluggesellschaften British European Airways, SAS Scandinavian Airlines und Pan American World Airways nahmen ihren Flugbetrieb auf. In den nächsten Jahren kamen KLM (1953), Air France (1954) und Lufthansa (1955) hinzu. Die erste Landung war ein Flug aus Berlin mit dem regierenden Bürgermeister Ernst Reuter an Bord.[5]
Das Flughafengelände lag auf den Gebieten der Stadt Langenhagen sowie der damals noch selbstständigen Gemeinden Engelbostel, Schulenburg und Godshorn. Seit der Kommunalreform 1974 gehört es vollständig zur Stadt Langenhagen.
Ausbau [Bearbeiten]
1959 wurde die Startbahn auf 2.340 m verlängert; ein Jahr später wurden im Norden zwei Grasbahnen in Betrieb genommen, bevor im Jahre 1963 die mittlere, 780 m lange Kurzbahn entstand. 1966 wurde die parallel zur Südbahn angelegte Nordbahn 09L/27R zusammen mit dem 45 m hohen zweiten Tower in Betrieb genommen. Die neue Nordbahn wurde 1969 auf zunächst 2.700 m verlängert.
1973 eröffnete der neue Flughafenkomplex, bestehend aus den durch eine Ladenstraße verbundenen Terminals A und B und dem Parkhaus P1. Das bauliche Konzept dieser Terminals diente als Vorlage für das internationale Terminal Scheremetjewo-2 des Flughafens Moskau-Scheremetjewo. Im selben Jahr errichtete Hapag-Lloyd Flug ihre operative und technische Basis am Flughafen. Das alte Abfluggebäude wurde umgebaut und 1976 als Luftfrachtzentrum neu eröffnet. Der Airbus A300 der Lufthansa pendelte fortan zwischen Hannover und Frankfurt.
1981 wurde der Ausbau der Hapag-Lloyd-Basis fertiggestellt (zwei Großflugzeughallen und ein Verwaltungshochhaus), und die MTU Maintenance GmbH nahm ihren Betrieb auf.
Nach einem Um- und Neubau des Luftfrachtzentrums erfolgte im Februar 1988 dessen Neueröffnung. Die auf 3.800 Meter verlängerte Nordbahn wurde am 16. November 1990 zum uneingeschränkten Interkontinentalverkehr freigegeben. 1991 erhielt Langenhagen als erster deutscher Flughafen Anschluss an das ISDN der Deutschen Bundespost.
Zwischenzeitliche Pläne, das Luftfahrtmuseum Hannover aus Laatzen an den Flughafen zu verlegen, scheiterten an unterschiedlichen Vorstellungen der Flughafengesellschaft und des Museumsbetreibers über das Konzept der Ausstellung.
Entwicklung des Flugverkehrs [Bearbeiten]
Durch die zwischen 1945 und 1990 von den Siegermächten festgelegte Beschränkung des Berlin-Verkehrs zwischen Westdeutschland und West-Berlin auf die drei Luftkorridore von Hamburg, Hannover und Frankfurt am Main (Luftkorridor (Berlin)) spielte der Flughafen Hannover-Langenhagen aufgrund der kürzesten Entfernung nach West-Berlin und der höchsten Subventionierung des Flugpreises eine besondere Rolle (Hannover-Scharnier). Der Flugverkehr nach West-Berlin durfte ausschließlich von Fluggesellschaften aus Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten durchgeführt werden; in Langenhagen hatte die BEA die größte Bedeutung.
Im Jahre 1956 starteten die ersten Touristikflüge nach Mallorca und an die Costa Brava. Am 7. Oktober 1956 führte die Lufthansa auf der Strecke Hamburg-Hannover-Frankfurt die DC-3 ein. 130 Charterflüge wurden 1957 bereits von vier Reiseveranstaltern gezählt. 1965 verzeichnete der Flughafen bereits eine Million Fluggäste.
1970 nutzten zwei Millionen Fluggäste den Flughafen. Die erste regelmäßige Jumbo-Verbindung kam 1971 in Form der Boeing 747-100 der Condor, die regelmäßig die Strecke Hannover-Palma de Mallorca bediente. 1978 wurden im Liniendienst Amsterdam (DLT), Berlin (British Airways), Frankfurt (Lufthansa), Kopenhagen (Lufthansa), London-Heathrow (British Airways), München (Lufthansa) und Paris-Charles de Gaulle (Lufthansa) angeflogen. In den 1980er Jahren kamen mehrere Fluggesellschaften nach Hannover zurück, die in den 1970er Jahren ihre Flugverbindungen von und nach Hannover eingestellt hatten. Dazu zählten unter anderem Pan Am, SAS, Air France und KLM.
Hapag-Lloyd begann im März 1990 mit dem Airbus A310-300 Interkontinentalflüge nach New York, Miami, Toronto, Puerto Plata und Punta Cana. Außerdem flog American Trans Air mit der Lockheed Tristar nach Fort Lauderdale und African Safari Airways mit der DC-8 nach Mombasa. Ein Großteil dieser Interkontinentalverbindungen wurde bald wieder eingestellt.
1994 wurden die ersten Langstreckenverbindungen in die GUS aufgenommen. Kazakhstan Airlines flog mit Boeing 747SP, Iljuschin Il-86 und Tupolev Tu-154 nach Almaty und Astana (damals noch Akmola), Kyrghyzstan Airlines flog mit Tupolev Tu-154 nach Bishkek und Aeroflot mit Iljuschin Il-86 nach Nowosibirsk und mit Tupolev Tu-154 nach Omsk.
1995 eröffnete die Fluggesellschaft Condor ihr neues Langstreckendrehkreuz in Hannover. Es wurden mit DC-10-30, Boeing 767-300ER und Boeing 757-200 nonstop Bridgetown, Cancun, Colombo, Phuket, Malé, Mauritius, Mombasa, Puerto Plata, Punta Cana und Sharjah angeflogen. Ein Großteil der Flüge wurde zwei Jahre später wieder eingestellt. 1997 begann die LTU mit Nonstop-Flügen nach Abu Dhabi, Colombo und Malé, die bald wieder eingestellt wurden. Im Jahr darauf nahm die neue deutsche Fluggesellschaft Britannia Airways Germany mit Boeing 767-300ER Langstreckenflüge nach Varadero und Puerto Plata auf, die nach zwei Jahren eingestellt wurden.
Im Jahre 2001 stellte Hapag-Lloyd mit den Flügen nach Punta Cana ihre letzte Langstreckenverbindung ab Hannover ein. 2003 nahm die Condor, die zu jener Zeit unter dem Namen Thomas Cook Airlines auftrat, mit einer Boeing 757-200 für zwei Jahre Nonstopflüge nach Moncton und Toronto auf.
2004 drohte die TUI, die Flugzeugflotten seiner Tochtergesellschaften Hapag-Lloyd Flug und Hapag-Lloyd Express aus Hannover abzuziehen, sollte sich der Konkurrent EasyJet am Flughafen ansiedeln. Auch Air Berlin drohte für diesen Fall mit einer Verringerung der Kapazitäten in Hannover. Letztendlich wurde EasyJet keine Genehmigung erteilt, da die TUI und Air Berlin im Gegenzug eine Verstärkung ihrer Aktivitäten auf dem Flughafen Hannover zusicherten.
Am 3. Juni 2010 landete erstmals ein Airbus A380 im Rahmen von Testflügen in Hannover.
Luftfahrtschau / ILA [Bearbeiten]
Von 1957 bis 1990 fand auf dem Gelände des Flughafens Hannover die Luftfahrtschau statt. Die erste Luftfahrt-Sonderschau war 1957 ein Bestandteil der Hannover-Messe. Die Luftfahrtschau entwickelte sich zu einer eigenständigen Veranstaltung mit über 200.000 Besuchern, die ab 1960 alle zwei Jahre als Deutsche Luftfahrtschau stattfand. Ab 1978 firmierte sie als Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA). Bis zu 300 Aussteller aus 30 Ländern präsentierten Neuheiten aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrt. Die ILA wurde die drittgrößte europäische Luftfahrtausstellung nach Farnborough in England und Le Bourget in Frankreich.
1988 landete zur ILA das erste Wasserstoff-Flugzeug der Welt, die Tupolew Tu-155, in Hannover. Im selben Jahr starben am Vortag der ILA die beiden Piloten eines Chinook-Hubschraubers, der beim Rollen mit einem der beiden Rotoren eine Fluggastbrücke (Finger) rammte und in Brand geriet.
Im Laufe der 1980er Jahre ergaben sich zunehmend Platzprobleme. Der Flughafen expandierte und der reguläre Flugbetrieb durfte nicht gestört werden. Die Ausstellungsflächen mussten deshalb trotz steigender Teilnehmer- und Besucherzahlen verkleinert werden. 1990 fand die ILA daher zum letzten Mal in Hannover statt, 1992 zog sie nach Berlin-Schönefeld um.
Ausstattung [Bearbeiten]
Start- und Landebahnen [Bearbeiten]
Der Flughafen besitzt drei Start- und Landebahnen. Die Nordbahn ist 3.800 m lang und 45 m breit und für den Allwetterflugbetrieb mit Landungen nach ILS CAT-IIIb zugelassen. Die Südbahn ist 2.340 m lang und 45 m breit und für den Allwetterflugbetrieb nach ILS CAT-I zugelassen. Die kurze Mittelbahn (780 m × 22,5 m) ist für Luftfahrzeuge bis 5,7 t Gesamtgewicht ausgelegt und nur für den Sichtflug zugelassen. Damit kann der Flughafen bei fast jedem Wetter angeflogen werden. Ein generelles Nachtflugverbot gibt es nicht. Eine Zulassung für Ultraleichtflugzeuge ist vorhanden, was für einen Flughafen dieser Größe relativ selten ist. 1999 wurde der 74 m hohe dritte Kontrollturm der DFS in Betrieb genommen.
Terminals [Bearbeiten]
An den Terminals A und B sowie dem 1998 in Betrieb genommenen größten Terminal C stehen 20 gläserne Fluggastbrücken zur Verfügung. Die letzte nicht gläserne Brücke wurde im November 2011 ausgetauscht. Zusätzlich gibt es 27 Abstellplätze am Rollfeldrand. 2007 wurde zwischen Terminal A und B die Airport Plaza eröffnet. Hier befinden sich in der Abflugebene sieben Geschäfte, ein Friseur, eine Sparkasse, eine Lounge und zwei Restaurants. In der Ankunftsebene befinden sich fünf Autovermieter, eine Versicherung und der Parkservice. Weitere neun Geschäfte (darunter sieben Duty-Free-Shops), drei Lounges, zehn Restaurants, Bars und Bistros, zwei Kinderparadiese und fünf Kiddieländer, die Erlebnisausstellung "Welt der Luftfahrt", über 35 Reiseveranstalter, eine Kapelle, ein islamischer Gebetsraum, eine Bank, ein Sanitätsraum, Geldautomaten auf allen Ebenen, eine Spielbank und diverse Serviceeinrichtungen befinden sich in den ganzen Terminals verteilt.
Das 1971 eröffnete Holiday Inn Airport Hotel befindet sich nördlich der Flughafenstraße. 1993 eröffnete direkt am Terminal C mit dem Maritim Airport-Hotel das zweite Hotel am Flughafen.
Im Norden des Flughafengeländes befinden sich Abfertigungsanlagen für Privat- und Sportflugzeuge (GAT-HAJ-Karl-Jatho-Terminal). Zusätzlich befindet sich neben Terminal C das kleine Terminal D. Dieses wird von der Royal Air Force genutzt, die über den Flughafen die britischen Streitkräfte in Norddeutschland versorgt und sie von hier aus in ihre weltweiten Einsätze schickt.
Nördlich des Terminal A befindet sich das Air-Cargo-Center. Mit einem Tunnel, der unter den Rollwegen Foxtrott und Lima verläuft, ist das Air-Cargo-Center mit dem Air-Cargo-Terminal, der Nachtposthalle und dem Road-Hub von TNT Express im Westbereich des Flughafens verbunden. Regelmäßige Fracht- und Postflüge von und nach Hannover bieten Federal Express, Air Berlin und TUIfly an. Ein Großteil der in Hannover abgefertigten Luftfracht wird nicht per Flugzeug sondern per LKW zu den Zielflughäfen transportiert.
Hubschrauberlandeplatz [Bearbeiten]
Eine Polizeihubschrauberstaffel der Polizei Niedersachsen nahm am 2. Juli 1971 ihren Betrieb in Langenhagen auf. Derzeitig werden mehrere Hubschrauber der Typen SA 365 Dauphin und MD 902 Explorer betrieben. Die Polizeihubschrauber in Langenhagen sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit.
Im Oktober 1995 nahm der Hubschrauber-Sonderdienst (HSD) am Flughafen Langenhagen den Intensivtransporthubschrauber (ITH) mit dem Funkrufnamen „Christoph Niedersachsen“ in Dienst. Der ITH ist rund um die Uhr in die deutsche Luftrettung eingebunden.
Betrieb [Bearbeiten]
Betreiber des Flughafens ist die Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH. Diese gehört zu 35 % der Landeshauptstadt Hannover, zu 35 % dem Land Niedersachsen (über die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft) und zu 30 % der Fraport AG. Geschäftsführer ist Raoul Hille. Die Gesellschaft erzielte 2009 einen Umsatz von 137,1 Millionen Euro.
Fluggesellschaften und Flugziele [Bearbeiten]
Rund 40 Fluggesellschaften fliegen ab Hannover nonstop über 70 Flugziele in Deutschland, Europa, Nord- und Westafrika, dem mittleren Osten und Zentralasien an (April 2011). Langstreckenverbindungen, d. h. Flugstrecken ab 3.500 km, werden von Hannover nach Omsk (mit einer Boeing 737-800 der Orenair), nach Qostanai (mit einem Airbus A320-200 der Air Astana), nach Dubai (mit einer Boeing 737-800 von TUIfly) sowie nach Boa Vista und Sal (mit einer Boeing 737-800 der TUIfly) geflogen. Weitere außereuropäische Ziele, die nonstop angeflogen werden, sind zum Beispiel Enfidha, Djerba, Sharm-El-Sheikh und Hurghada.
Air Berlin war die erste Billigfluggesellschaft, die Hannover regulär anflog. 2013 bedient Air Berlin ab Hannover nonstop 8 Ziele. Im Jahre 2002 folgte Hapag-Lloyd Express, die zwischenzeitlich mit Hapagfly verschmolzen wurde und heute als TUIfly ab Hannover Nonstop-Flüge zu 26 Zielen anbietet. 2006 kam die britische Flybe nach Hannover, welche 2013 drei Ziele ab Hannover anfliegt.
Die nicht mehr unter eigenem Namen fliegenden Germania Express und dba flogen ebenfalls regulär ab Hannover. Deren Flüge wurden von Air Berlin übernommen. 2010 wurde der Flughafen eine Basis von Germanwings, welche 2013 17 Ziele nonstop anfliegt.
Verkehrsstatistik [Bearbeiten]
| Jahr | Fluggastaufkommen | Flugbewegungen | Fracht |
|---|---|---|---|
| 2012 | 5.288.327 | 80.139 | 4.457 |
| 2011 | 5.341.017 | 80.730 | 5.585 |
| 2010 | 5.060.956 | 75.833 | 5.308 |
| 2009 | 4.969.800 | 77.737 | 3.650 |
| 2008 | 5.637.965 | 86.798 | 5.448 |
| 2007 | 5.644.746 | 88.352 | 5.657 |
| 2006 | 5.699.322 | 87.872 | 5.069 |
| 2005 | 5.637.391 | 88.935 | 6.057 |
| 2004 | 5.249.176 | 85.459 | 5.330 |
| Quelle:[6] | |||
Erreichbarkeit [Bearbeiten]
Die Üstra-Buslinie 470 fährt im 30-Minuten-Takt von Hannover-Stöcken über Langenhagen-Zentrum zum Flughafen. Darüber hinaus gibt es am Flughafen drei Taxenstandplätze mit einer Kapazität von zusammen circa 100 Fahrzeugen.
Von Osten über die Bundesautobahn A 2 und von Süden über die A 7 kommend ist der Flughafen über das Kreuz Hannover-Ost und weiter der A 2 nach Westen folgend über die Bundesstraße 522 ab der Ausfahrt Hannover-Nord/Langenhagen erreichbar. Von Westen über die A 2 sowie von Norden über die A 7 kommend bietet die Bundesautobahn 352 direkten Anschluss an den Flughafen.
S-Bahn-Station [Bearbeiten]
Im Zusammenhang mit der zur Expo 2000 in Betrieb genommenen S-Bahn Hannover hat der Flughafen einen Schienenanschluss bekommen. Am unter dem Terminal C liegenden Bahnhof Hannover Flughafen enden die Züge der S-Bahn-Linie 5 (Hannover Flughafen –Hannover Hbf – Hameln – Paderborn). Die Station ist ein Bahnhof der Kategorie 4.
Die S-Bahnen verkehren bis Hameln im 30-Minuten-Takt, bis Paderborn im 60-Minuten-Takt. Während der großen Messen fährt die zusätzliche S-Bahnlinie S 8 über Hauptbahnhof zum Bahnhof Hannover Messe/Laatzen. Die Fahrtzeit vom Hauptbahnhof Hannover bis zum Flughafen beträgt 17 Minuten. Zwischen 1:00 Uhr und etwa 3:30 Uhr besteht derzeit keine Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Flughafen zu erreichen[7].
Kritik am Flughafen [Bearbeiten]
Es gibt zunehmend Kritik wegen Fluglärm, insbesondere in der Nacht. Die Bürgerinitiativen weisen auf die gesundheitliche Gefährdung durch Lärm hin. Die derzeitige Nachtflugregelung gilt seit 2009.
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Flughafen Hannover-Langenhagen – Sammlung von Bildern -
Wikivoyage: Flughafen Hannover – Reiseführer - Flughafen Hannover-Langenhagen
- Internetseite des Karl-Jatho-Terminals (GAT) am Flughafen Hannover
- bis 1945 − Der alte Flughafen Hannover
- Relikte - Der Fliegerhorst Hannover-Vahrenwalder Heide
- Torsten Bachmann, Der HAWA-Werksflugplatz (PDF; 1,9 MB)
- Betreiber Fraport AG
- im Wikivoyage: Hannover Airport
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c Verkehrsstatistik der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH
- ↑ Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen: (PDF; 187 kB) abgerufen am 17. April 2012
- ↑ a b Torsten Bachmann, Der HAWA-Werksflugplatz - Hannovers erster Zivilflughafen
- ↑ Hannoversche Allgemeine Zeitung, Beilage: HANNOVER AIRPORT, 25. April 2012
- ↑ Hannoversche Allgemeine Zeitung, Beilage: HANNOVER AIRPORT, 25. April 2012
- ↑ Hannover-Airport.de/Verkehrsstatistik. Abgerufen am 27. Juni 2012.
- ↑ GVH-Pressemitteilung zum Fahrplanwechsel
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