Yamaha XT 660 Z Ténéré

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Yamaha
Yamaha XT660Z Tenere 2007TMS.jpg
XT 660 Z Ténéré (2007)
XT 660 Z
Hersteller: Yamaha
Verkaufsbezeichnung Ténéré
Produktionszeitraum ab 2008
Klasse Motorrad
Bauart Reiseenduro
Motordaten
Flüssigkeitsgekühlter Einzylindermotor
Hubraum (cm³) 660
Leistung (kW/PS) 35/48 bei 6000 min-1
Drehmoment (N m) 58 Nm bei 5500 min-1
Höchstgeschwin-
digkeit
 (km/h)
160
Getriebe 5
Antrieb Kettenantrieb
Bremsen vorn Ø 298 mm Doppelscheibenbremsen
hinten Ø 245 mm Scheibenbremse
Radstand (mm) 1500
Maße (L × B × H, mm): 2246 × 896 × 1477
Sitzhöhe (cm) 89,6
Leergewicht (kg) 208,5
Vorgängermodell Yamaha XTZ 660

Die Yamaha XT 660 Z ist ein Motorrad des japanischen Herstellers Yamaha. Die Reiseenduro wurde im Oktober 2007 wie bereits die Yamaha XT 600Z 25 Jahre zuvor in Marokko präsentiert. Vermarktet wird das Motorrad mit der Verkaufsbezeichnung Ténéré, die sich auf eine nordafrikanische Sandwüste bezieht. Der Modellcode lautet DM021.

Technische Daten[Bearbeiten]

Der Motor und die Fahrwerksgeometrie stammen weitgehend von der Enduro Yamaha XT 660 R, der Radstand und die Gesamtlänge sind nahezu identisch.[1] Gegenüber dem Schwestermodell wurden neben der Verkleidung auch die Airbox, die Kühler und die Krümmerführung der Auspuffanlage geändert.

Motor[Bearbeiten]

Der flüssigkeitsgekühlte Einzylindermotor erzeugt aus 660 cm³ Hubraum eine Nennleistung von 35 kW (48 PS) und ein maximales Drehmoment von 58 Nm bei einer Drehzahl von 5500 min-1. Der Zylinder hat eine Bohrung von Ø 100 mm Durchmesser, der Kolben einen Hub von 84 mm bei einem Verdichtungsverhältnis von 10:1. Der Zylinderkopf hat eine kettengetriebene, obenliegende Nockenwelle (SOHC), welche zwei Einlass- und zwei Auslassventile ansteuert. Der Viertaktmotor verfügt über eine elektronische Benzineinspritzung und Transistorzündung. Eine Ausgleichswelle reduziert Vibrationen.

Das Motorrad beschleunigt in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Fahrwerk[Bearbeiten]

Das Fahrwerk baut auf einem Gitterrohr-Einschleifenrahmen mit doppelten Oberzügen aus Stahl auf und hat hinten eine gegossene Zweiarmschwinge aus Aluminium. Das Vorderrad wird von einer Teleskopgabel mit Ø 43 mm Standrohrdurchmesser und 210 mm Federweg geführt.

Bremsanlage[Bearbeiten]

Zwei schwimmend gelagerte Scheibenbremsen mit 298 mm Durchmesser und zwei 2-Kolben-Festsattel von Brembo verzögert das Vorderrad. Am Hinterrad arbeitet eine Einscheibenbremse mit 245 mm Durchmesser und Ein-Kolben-Schwimmsattel. Ab 2011 gibt es eine Version mit Antiblockiersystem. Die ABS-lose Variante ist weiterhin im Angebot.

Die Ténéré wird serienmäßig mit Kreuzspeichenrädern ausgeliefert. Die Felgengrößen betragen 1,85×21″ vorn und 2,75×17″ hinten. Die Bereifung hat vorne die Maße 90/90-21 und hinten 130/80-17.

Kraftstoffversorgung[Bearbeiten]

Die Gemischbildung geschieht durch eine elektronische Kraftstoffeinspritzung. Die Zündung erfolgt digital gesteuert durch eine transistorgesteuerte Zündkerze. Der Hersteller empfiehlt die Verwendung von bleifreiem Motorenbenzin mit einer Klopffestigkeit von mindestens 95 Oktan. Der Kraftstofftank hat ein Volumen von 23 Liter.

Elektrik[Bearbeiten]

Die Starterbatterie hat eine Kapazität von 8 Ah und versorgt den elektrischen Anlasser. Die Lichtmaschine erzeugt eine elektrische Leistung von 190 Watt.

Abgasanlage[Bearbeiten]

Die Abgasnachbehandlung erfolgt durch einen geregelten Drei-Wege-Katalysator und unterschreitet die Grenzwerte der Abgasnorm Euro-3. Der Abgaskrümmer mündet am Heck in zwei Endschalldämpfer mit Einkammerschalldämpfer.

Kritiken[Bearbeiten]

„Mit diesem Modell setzt Yamaha nicht auf enorme Leistung oder Drehmoment, sondern mehr auf Standfestigkeit für die ganz lange Tour. Der Motor ist von der XT 660 R her längst bekannt. Ein genügsamer Antrieb, der unterwegs durchaus mit 4 Litern auf 100 km auskommt – bei einem Tankvolumen von 22 Litern reicht das für gut 500 km.“

– Tourenfahrer.de[2]

„Wieder zurück auf befestigtem Terrain wirkt der Geselle nicht mehr ganz so souverän. Über 5500 U/min wirkt er fad und beginnt trotz Ausgleichswelle mit zunehmenden Vibrationen zu nerven. Über die verschlungenen Asphaltpfade Südmarokkos flitzt die Yamaha durchaus stabil mit ansprechender Präzision, infolge der geringen Bewegungsmöglichkeiten will sie jedoch mit etwas Körpereinsatz durch Wechselkurven geführt werden.“

Thilo Kozik: bikerszene.de[3]

„Die Erwartung, die die sportliche Optik der Ténéré weckt, kann die 660er nicht ganz erfüllen. Der etwas träge Einzylinder-Motor bedarf dringend der Modernisierung.“

Peter Mayer: Motorrad[4]

„Sechstausendneunhundertfünfundneunzig Euro! Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. 6995 Euro für ein Motorrad, mit dem man direkt aus dem Yamaha-Showroom zur Weltumrundung aufbrechen kann. Ohne auch nur eine Schraube tauschen zu müssen, ohne ein paar Monatsgehälter in Zubehörteile stecken zu müssen. Losfahren, einfach so, und es wird nicht die strapaziöseste Form der Weltumrundung werden, das wagen wir einfach mal zu behaupten.“

– Tourenfahrer.de[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yamaha XT660Z Ténéré – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guido Saliger: Fahrbericht. In: Motorradfahrer, Ausgabe 2/2012. 1. Februar 2012, abgerufen am 21. Mai 2013.
  2. Alle Reiseenduros in Deutschland. In: Tourenfahrer. Abgerufen am 21. Mai 2013.
  3. Thilo Kozik: Wüstes Jubiläum. In: bikerszene.de. 1. April 2002, abgerufen am 18. Mai 2013.
  4. Peter Mayer: Grenzwert – Megatest Enduros. In: Motorrad, Ausgabe 09/2011, S. 70.
  5. Tourenfahrer Testbericht Ténéré. In: Tourenfahrer. 1. August 2008, abgerufen am 8. Juni 2014.